Sonntag, 23. Oktober 2011

The Godfather of Hardcore-Comedy rockte den big Eppel


Wer Ingo Appelt nur vom Fernsehen kennt,  hat was verpasst. 
Erst live auf der Bühne, ungeschnitten und ungekürzt, läuft der Ausnahme-Comedian so richtig zur Hochform auf.
So wie gestern in Eppelborn.


Der Godfather of Hardcore-Comedy vesetzte mit seinem neuen Programm "Göttinnen" den ausverkauften big Eppel in einen Ausnahmezustand und die unendlich vergötterte Weiblichkeit in Verzückung. Halleluja.
Appelt machte den big Eppel zur Erweckungs-Church einer neuen weiblichen Herrlichkeit.

Und trotzdem: 
Nichts und niemand war vor seinen Pointen sicher - er testete erneut Grenzen aus, ohne dass jedoch sein Humor je grenzwertig wurde.
Das unterscheidet ihn ein wenig von dem Ingo Appelt, den wir noch vor einigen Jahren kannten, der es stellenweise schaffte, selbst aus den untersten Schubladen des Humors noch den Boden herauszutreten. 
Nein - er ist gereift mit seinen 44 Jahren.
Harmloser ist er deswegen trotzdem nicht geworden.
Im Gegenteil: Seine Pointen sind noch treffsicherer geworden. Das bekommt auch manchmal ein Comedy-Zwerg zu spüren, mit dem Appelt ein äußerst inniges Verhältnis pflegt.....
Doch auch die vielen anderen Bühnenkollegen - von Mittermeier bis Barth - nahm die Rampensau Appelt gründlich ins Gebet. Seine Imitationen der deutschen Comedy-Elite rissen das Publikum von den Stühlen.


Aber noch etwas hat sich geändert - das war gestern zur Überraschung vieler auch zu spüren: 
Ingo Appelt spielt nicht nur in der Champions League der Comedy - er hat das Zeug zu etwas, das unserem Land seit einiger Zeit fehlt: zu einem richtigen Entertainer.
Wie selbstverständlich setzte er sich gestern auf der Bühne des bis zum letzten Platz gefüllten big Eppel ans Piano und verwandelte sich in einen Klaviervirtuosen der Extraklasse.
Er hat das Talent - und er hat die Stimme.
Mit eigenen Stücken und mit einer perfekten Grönemeyer-Imitation verblüffte er das Publikum ein ums andere Mal. Und als er in einem Terzett der drei Rockstars Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer und Marius-Müller Westernhagen (fast) alle Hüllen fallen ließ, war das Publikum (vor allem das göttlich weibliche) kaum noch zu halten.

Das was gestern Abend im big Eppel geboten wurde, war ein echter Knaller. 
Ein Feuerwerk der Comedy; mit einem Ingo Appelt, der auch Stunden später noch im Foyer des big Eppels Autogramme gab und sich mit seinen Fans ablichten ließ.

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