Donnerstag, 22. Dezember 2011

Landkreis-Ranking: Neunkirchen vs. St. Wendel

Ein paar Überschriften vorneweg:

"St. Wendel: Der Senkrechtstarter unter den Kreisen"   ( Wirtschaft im Saarland 05/2008, IHK)

"Der positive Fleck im Südwesten: Der Landkreis St. Wendel findet sich gleich bei mehreren Studien bundesweit auf den vorderen Plätzen"   (Saarbrücker Zeitung, 9. Februar 2005)

"St. Wendel zugkräftigster Kreis"  (Trierischer Volksfreund, 21.12.2011)

Das sind einige der Überschriften, die man findet, wenn man den Landkreis St. Wendel googelt.
Sucht man nach dem Landkreis Neunkirchen findet man - trotz intensiver Suche - derartige Schlagzeilen nicht. Und auch das Landkreis-Ranking von Focus Money zeigt, was Sache ist.

Das alles lässt nur einen Schluss zu:
Der eigentlich eher ländlich geprägte Landkreis Sankt Wendel sticht den Landkreis Neunkirchen glatt aus.
Überraschend?
Nein!
Schon lange gilt der Slogan der Aktionsgemeinschaft der Stadt St.Wendel anscheinend für den gesamten Landkreis: "In St. Wendel tut sich was!".
Vor allem die Kreisstadt Sankt Wendel und die Gemeinde Tholey sind schon lange Zugpferde dieser Entwicklung, ebenso wie Landrat Udo Recktenwald.

Ähnliches pauschal von unserem eigenen Landkreis zu behaupten, wäre vermessen.
Trotz Strukturförderung des Landes tut sich vergleichsweise wenig.
Im Gegenteil: Investitionen und Investoren werden oft stiefmütterlich bis arrogant, meist jedoch desinteressiert behandelt.
Eine Haltung, die sich zugegebenermaßen nicht nur der Landkreis, sondern leider auch so manche kreisangehörige Gemeindeverwaltung zu eigen gemacht hat. Eine fruchtbringende und ergebnisorientierte Zusammenarbeit zwischen den Kommunen unter sich unter zwischen dem Landkreis und seinen Kommunen ist zumindest nicht erkennbar - nimmt man einmal den Kompostzug und unser interkommunales Gewerbegebiet A1 Illingen / Eppelborn als löbliche Ausnahmen einmal aus.

Daran muss sich etwas ändern.
Und zwar dringend.
Ich wünsche mir sehr, auch in unserem Landkreis erkennen zu können, dass sich etwas tut.
Erkennen zu können, dass Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Tourismuszentrale einmal über das Tagesgeschäft hinaus zeigen würden, was sie alles drauf haben und ob sie ihr Geld wert sind.
  Grafik: Gerd Altmann/ pixelio.de

Falsche Richtung:
Ideenlosigkeit. Mutlosigkeit. 
Höchste Zeit, dass sich in Neunkirchen auch was tut.

"Bürger-Mitmach-Landkreis" werden zu wollen, ist ein hehres Ziel - doch was nutzt es, wenn der "Bürger-Mitmach-Landkreis" gleichzeitig immer mehr zu einem Landkreis ohne Zukunft wird?
Es wird Zeit, dass der Landkreis Neunkirchen endlich mit Dynamik in Richtung Ideen- und Innovations-Landkreis startet.
Wir warten gespannt!

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