Dienstag, 24. Januar 2012

Haus Hubwald mit dem "Grünen Haken" ausgezeichnet

Als erste saarländische Einrichtung für Behinderte wurde heute Haus Hubwald in Habach mit dem "Grünen Haken" ausgezeichnet - einem Siegel und Zertifikat, das nur an Einrichtungen verliehen wird, die ihren Bewohnern ein hohes Maß an Lebensqualität bieten.




Insgesamt 121 Kriterien in drei Bereichen werden im Rahmen der Zertifizierung intensiv unter die Lupe genommen: 


Autonomie (Informationsangebote, Selbstbestimmung- und -verwirklichung, Hilfe zur Selbsthilfe), 


Teilhabe (Austausch mit anderen Menschen, Beteiligung am gesellschaftlichen Leben, Mitwirkung in Heimangelegenheiten) und 


Menschenwürde (Respekt vor dem Individuum, Schutz der Privat- und Intimsphäre, Recht auf Sterben in Würde). 


Nur wenn in jedem der drei Komplexe mindestens 80 Prozent der insgesamt 121 Bewertungskriterien erfüllt sind, vergibt die „Bundesinteressenvertretung der Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung“ (BIVA) den "Grünen Haken".


Haus Hubwald überzeugte in allen Bereichen


Staatssekretärin Gaby Schäfer (CDU) brachte es in ihrer Rede auf den Punkt: "Haus Hubwald ist eine Einrichtung, die durch ihr schlüssiges Konzept und die konsequente Umsetzung einen wichtigen Beitrag zu einem möglichst selbstbestimmten Leben von Menschen mit geistiger Behinderung und psychischen Erkrankungen leistet. Dafür erntet sie in Eppelborn und Umgebung viel Anerkennung."


Die Zahlen sprechen für sich: 
Bei der Zertifizierung konnte die Habacher Einrichtung des Saarländischen Schwesternverbandes in allen Belangen überzeugen.
Beim Kriterium Autonomie erreichte Haus Hubwald 96,15 Prozent, beim Kriterium Menschenwürde 96,88 Prozent und bei der Teilhabe unübertreffliche 100 Prozent!


Pflegedienstleiter Ulrich Kaiser, der Habacher Ortsvorsteher Peter Dörr, Staatssekretärin Gaby Schäfer sowie Lieselotte Büttner, Vorstand des Saarländischen Schwesternverbandes, zeigten sich erfreut über die Auszeichnung des Hauses Hubwald mit dem "Grünen Haken" und vor allem auch über die erreichte hohe Punktzahl, die eindrucksvoll die Lebensqualität für die Bewohner widerspiegelt.


Staatssekretärin Schäfer hob hervor, dass auch neben der erfolgreichen Arbeit der Heimleitung und der Beschäftigten auch das außerordentlich große Engagement des Förderkreises Haus Hubwald e.V. zu dem hohen Maß an Lebensqualität in dieser Eppelborner Einrichtung beiträgt.
"Den Bewohnerinnen und Bewohnern wird ein professionelles Unterstützungssystem geboten, das sich an den individuellen Bedürfnissen und Wünschen orientiert, aber gleichzeitig auch Fähigkeiten und Grenzen der Belastbarkeit des Einzelnen berücksichtigt.
Das ist für mich Lebensqualität!"


Gaby Schäfer gratulierte zur Auszeichnung und lobte die tägliche Leistung der Mitarbeiter im „Haus Hubwald“ sowie das Engagement der ehrenamtlichen Helfer. Sie berichtete von ihrer Arbeit im Ministerium für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und betonte, wie sehr im „Haus Hubwald“ Inklusion gelebt werde: „Das Haus ist sehr in der Gemeinde Eppelborn und vor allem im Ortsteil Habach integriert, ja sogar ein Teil der Gemeinde und genau das ist es, was die UN-Behindertenrechtskonvention will.“ 
Liselotte Büttner dankte zum Abschluss Gaby Schäfer für Ihr Kommen und Ihre Unterstützung, die sie schon seit Jahren leistet: „Vielen Dank, dass Sie für uns immer ansprechbar sind und sich für den Schwesternverband und seine Einrichtungen so sehr einsetzen.“ 


Gaby Schäfer im Gespräch mit Ortsvorsteher Peter Dörr und dem Förderkreis-Vorstandsmitglied Arno Meiser

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