Sonntag, 13. Mai 2012

Gelesen: "Vom Himmel in die Traufe" von Arto Paasilinna

Fischend und nichts Böses ahnend sitzt man vor seinem Eisloch mitten auf dem feste gefrorenen Inari-See - da plumpst einem plötzlich eine schwerreiche Speditions- und Reederei-Eignerin vor die Füße.
Samt kaputtem Heißluftballon.
Und kaputter Hüfte.
Hermanni Heiskari, fliegender Holzfäller ohne Arbeit und potenzieller finnischer Revolutionär, erlebt genau das als Protagonist in Arto Paasilinnas Geschichte "Vom Himmel in die Traufe".
Natürlich bringt er noch zuerst seinen Fang auf's Eis, aber dann kümmert er sich recht schnell um die abgestürzte Lena Lundberg.
Mühsam schleppt er sie kilometerweit über's Eis zur nächsten Siedlung und schafft es sogar unterwegs noch mit viel Glück, die lädierte Hüfte einzurenken.
Die Lundberg ihrem Retter mehr als nur dankbar - und sie beschließt, den passionierten aber etwas abgerissenen Geschichtenerzähler salonfähig zu machen.
Zu diesem Zweck stellt sie ihm ihren Onkel Ragnar als persönlichen Butler und Ausbilder für alle Lebenslagen zur Seite und finanziert den beiden ein Jahr lang ein Leben in Saus und Braus und eine Reise, die sie um die halbe Welt führt.
Für Hermanni bleibt dabei noch genügend Zeit, seine strategische Planung eines finnischen Volksaufstands voranzutreiben....




"Vom Himmel in die Traufe" ist ein weiteres amüsantes Buch des in Lappland geborenen Autors Arto Paasilinna. Meiner Meinung bleibt es zwar ein wenig hinter seinen anderen Erfolgsromanen wie z.B. "Der Sommer der lachenden Kühe", "Vorstandssitzung im Paradies" oder "Der Wunderbare Massenselbstmord" zurück - aber auch hier blitzt der unnachahmliche schwarze Humor Paasilinnas immer wieder auf.
"Vom Himmel in die Traufe" ist unspektakulär, zugegeben.
Aber wer hintergründige, ironisch-satirische Geschichten mag, für den ist dieses Buch sicher eine nette kleine Sommerlektüre.






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