Mittwoch, 6. Juni 2012

Schlecker schließt auch in Eppelborn und Dirmingen. Zeit zum Handeln!

In meinem Blogpost vom 14. Mai 2012 äußerte ich bereits die Sorge, dass nach der Schlecker-Filiale in Wiesbach mittelfristig auch die beiden Läden der insolventen Drogeriemarkt-Kette in Eppelborn und Dirmingen vor dem Aus stehen könnten.
Leider, leider wurde diese Befürchtung viel zu schnell zur Realität.
Das Aus ist beschlossen, wie auch bereits gestern in der Saarbrücker Zeitung zu lesen war.


Das bedeutet nicht nur einen neuen, einen weiteren Leerstand im Ortskern von Eppelborn und Dirmingen.
Nein - die Folge sind schlimmer.
Eppelborn hat nun keinen vollwertigen Drogeriemarkt mehr.
Als ich bereits vor Jahren in vielen Gesprächen gedrängt habe, wir müssten uns aktiv um die Ansiedlung eines weiteren Drogeriemarktes wie dm oder Rossmann bemühen, wurde ich nicht ernstgenommen.
Die größte Befürchtung meiner jeweiligen Gesprächspartner war unisono, dass dann zu große Konkurrenz für die St.-Martini-Drogerie und den Schlecker-Markt entstünde. 
Das könne womöglich die beiden Läden in ihrem Bestand gefährden, hieß es damals.
Die Realität hat uns schnell eingeholt:
Heute ist einer bereits geschlossen, der andere wird geschlossen.
Ganz ohne große Konkurrenz vor Ort.
Das sollte uns und vor allem auch die Gewerbetreibenen in Eppelborn eines lehren:

Es bringt nichts, wenn das Augenmerk nur darauf liegt, wer den größten Krümel vom Kuchen bekommt.
Besser wäre es, einfach gemeinsam einen größeren Kuchen zu backen.
Dann würden vielleicht auch die Stücke größer.
Wir verfügen in der Gemeinde Eppelborn über Kaufkraft im Bereich Gesundheitsprodukte und Körperpflege - also im klassischen Drogeriebereich - von mehr als 16 Millionen Euro (Quelle: GfK).
Nur bleibt die nicht in Eppelborn. Die fährt weg.
Vor allem fährt sie mittlerweile nach Lebach. Dort gibt es nämlich einen krachneuen dm und einen ebenso krachneuen Rossmann.
Bei uns gibt's die nicht. 
Und von alleine kommen die auch nicht, befürchte ich.
Deshalb müssen wir sie locken.
Nicht mit Geld. Das haben wir nicht. Und das wäre auch ein ruinöser Wettbewerb.
Aber es gibt andere Chancen und Möglichkeiten.

Wir müssen uns in Eppelborn wieder besser und strategischer aufstellen.
Gemeinsam.
Es geht nicht nur um einen Drogeriemarkt.  Es geht um das Ganze.
Es gibt eine immense Kaufkraft in unserer Gemeinde - einer Gemeinde, in der die Menschen traditionell über ein höheres Durchschnittseinkommen verfügen als in andern Kommunen.
Diese Kaufkraft müssen wir wieder viel stärker bei uns binden.
Dafür müssten allerdings alle an einem Strang ziehen: Handel, Gewerbe und Verwaltung.
Nicht nur verbal in Sonntagsreden, sonden tagtäglich und mit voller Kraft.
Von Ehrenamtlichen ist das alles nicht zu leisten.
Es bedarf einer Koordinationsstelle, die ganz oben im Rathaus angesiedelt sein sollte.
Dass unsere Gemeindeverwaltung schon jetzt - gerade auch im Gewerbeamt - hervorragende Mitarbeiter hat, die jedem Unternehmensgründer wirklich gerne mit Rat und Tat zu Seite stehen, weiß ich aus eigenem Erleben.
Aber das alleine reicht nicht.
Wir brauchen eine Stelle, die zu einem großen Stück eigenverantwortlich handeln darf und unmittelbar beim Bürgermeister bzw. bei der Bürgermeisterin angesiedelt sein sollte.
Eine Stelle, deren Aufgabe nicht das Verwalten sondern das Gestalten ist und deren Mitarbeiter aktiv auf Unternehmen auf Unternehmer zugehen, für unsere Gemeinde werben und verhandeln dürfen.
Ein Vorschlag, den sich unsere künftige Bürgermeisterin dringend einmal durch den Kopf gehen lassen sollte.





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