Mittwoch, 21. November 2012

Vom Fehlen intelligenter Netze, von bunten Bildern und von einer möglichen Alternative.

Konzerne, Lobbyisten, Politiker und viele viele andere sind sich einig:
Die Zukunft liegt in intelligenten Netzen.
Und weil sie so fest daran glauben, werben sie schon jetzt kräftig dafür.
Mit richtig tollen Werbespots wie z.B. diesem von RWE oder diesem besonders schönen von E.ON, den es offenbar leider nur auf englisch gibt (warum auch immer). 
Eindrucksvoll zeigen Energieversorger, Netzbetreiber und Telekommunikationskonzerne, wie eine vernetzte Zukunft unseres Landes aussehen könnte.

Das alles ist so klasse gemacht, dass man glatt vergessen könnte, dass es meist ausgerechnet diese Protagonisten sind, die landauf und landab beim Netzausbau bisher völlig versagt haben. 
Die Modernität spiegelt sich zu oft leider nur in bunten Werbekampagnen wider. 
Vor Ort in unseren Dörfen und Städten hingegen findet man ein gänzlich anderes Bild vor:
Veraltete marode Strom- und Datennetze ergänzen sich mit großen weißen Flecken in der Versorgung mit schnellen Datenverbindungen zu einem Konglomerat der Unzulänglichkeit.
Die Gewinnmaximierung, der Profit der Unternehmen und seiner Manager sowie die Befriedigung der Aktionäre hatten ganz erkennbar bisher eine deutlich höhere Priorität als Investitionen auf dem flachen Land.



Auch in unserer Gemeinde können viele Menschen nur vom schnellen Internet und damit von einer halbwegs guten Anbindung ans weltweite Netz nur träumen.
Das ist schade.
Dass einige von uns Christdemokraten in Eppelborn nun an eine (Re-)Kommunalisierung unseres lokalen Stromnetzes denken, ist deshalb garkeine so abwegige Idee.
Ich glaube, wir stehen am Anfang einer ganz neuen Entwicklung.
Die Gemeindewerken Eppelborn und auch die BürgerEnergie Eppelborn eG könnten dabei eine wichtige Rolle einnehmen.
Auch unsere Partner aus Saarbrücken müssten sich dann jedoch ein wenig bewegen und damit beginnen, wenigstens ein Mindestmaß an Flexibilität und Innovationskraft zu entwickeln.

Wir Eppelborner haben uns - parteiübergreifend - das große Ziel gesetzt, dass wir unseren Strom selber machen. Wenn wir aber wirklich stabile und vor allem bezahlbare Strompreise für alle unsere Bürger wollen, dann muss es auch wirklich überwiegend unser Strom sein, den wir verbrauchen.
Mit Hilfe eines intelligenten Netzes könnten wir die in Eppelborn erzeugte Energie optimal und punktgenau einsetzen, Netzentgelte sparen und eine unglaubliche Wertschöpfung vor Ort in unseren Dörfern generieren.
Ein Zukunftsidee. Zugegeben.
Aber bereits der Weg dorthin ist ein Erfolg für Alle.

Mit einem Anschluss unserer Gemeinde an das frisch verlegte neue Glasfasernetz des am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmens in Deutschland, der Saarlouiser INEXIO, könnte jetzt ein erster Meilenstein gesetzt werden. 
Die CDU hat im Habacher Ortsrat vor wenigen Wochen erneut eine Initiative angestoßen.
Der Ball liegt nun bei der Gemeindeverwaltung. 
Mal sehen, was sie daraus machen....



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.