Freitag, 7. Februar 2014

Zusammenarbeit geht anders. Ganz anders.

Ja, ich weiß.
Wahrscheinlich habe ich wieder einmal viel zu naive und basisdemokratische Ansichten darüber, wie eine transparente, kooperative und ergebnisorientierte Zusammenarbeit  zwischen den Organen einer Gemeinde aussehen sollte.
Vermutlich erwarte ich einfach zuviel, wenn ich der Meinung bin, dass eine Bürgermeisterin, die gerade eine Anfrage eines Amtskollegen aus einer anderen Kreis-Gemeinde
zum exakt gleichen Thema auf dem Schreibtisch liegen hat, wie es gerade im Gemeinderat diskutiert wird, diese Information einfach einmal in die Runde werfen sollte.

Ein gutes Beispiel ist das Thema "Mobile Bürgerdienste" oder "Rollendes Rathaus".
Noch in der Dezembersitzung stand's auf der Tagesordnung. 

Doch wurde da auch nur ein einziger Ton darüber gepiepst, dass eine Anfrage des Ottweiler Bürgermeisters vorliegt, bei diesem zusätzlichen Bürgerservice interkommunal zusammenzuarbeiten?
Nö.

Wurde nicht.
Punkt.
Die Ratsmitglieder wurden nicht informiert, dem Bürgermeister von Ottweiler wurde mitgeteilt, für eine interkommunale Zusammenarbeit bestehe kein Bedarf...


  Das Rathaus - ein Paralleluniversum, in dem andere Regeln gelten? 

Es entsteht: kein guter Eindruck...

Nun könnte man ja behaupten, dass diese Info ja vielleicht sowieso nichts an dem geändert hätte, was jetzt glücklicherweise als neues Angebot in Eppelborn eingeführt wurde.
Aber darum geht es eigentlich noch nicht einmal mehr.


Viel mehr geht es darum, dass sich Puzzlestück um Puzzlestück zusammensetzen lässt und man erkennt: Dem Gemeinderat werden Informationen vorenthalten.
Immer öfter.
Mal kleine, wie in diesem Fall.
Und mal große, wie seinerzeit in der denkwürdigen Sitzung, als man mir einen Saalverweis androhte, weil ich es wagte, das Offensichtliche auf den Punkt zu bringen
(alles dazu ist hier, hier und hier nachzulesen).


Mich enttäuscht das alles. 
Zunehmend.
Und es ärgert mich.
Ich empfinde das Ganze als Respektlosigkeit gegenüber dem Gemeinderat.
Und damit meine ich nicht, gegenüber mir, gegenüber einer Partei oder einer Fraktion, sondern tatsächlich gegenüber dem gesamten Gemeinderat, dem zentralen Entscheidungsorgan unserer Gemeinde.

Tja.... und wie der Zufall es will, ruft mich gerade in dem Moment, in dem ich das hier poste, ein aufmerksamer Bürger an. Ihm ist ein Bauprojekt im Außenbereich aufgefallen und er fragt, ob es dazu ein Planfeststellungsverfahren gab...

 

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