Mittwoch, 4. März 2015

10 Krippenplätze in Dirmingen, 10 Krippenplätze für Humes. Ein guter Kompromiss.

Es war eine völlig falsche Frage, die in den letzten Wochen umhergeisterte: Das schlichte Reduzieren auf eine Entscheidung, ob nun neue Krippenplätze in Dirmingen oder in Humes geschaffen werden sollte, drohte sogar zu Unfrieden und Streit zwischen zwei wichtigen, lebendigen Dörfern unserer Gemeinde führen. Das konnte in niemandes Sinne sein. Mit einem wohl durchdachten Kompromissvorschlag gelang es dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Berthold Schmitt, einen Teufelskreis zu durchbrechen, der nur in einer Sackgasse hätte enden können. Einstimmig folgte der Gemeinderat einer Idee, die am Ende dazu führen soll, dass sowohl in Humes als auch in Dirmingen jeweils 10 Krippenplätze zur Verfügung stehen.


Das Problem

Tatsache ist: In der Gemeinde Eppelborn fehlen aktuellen Berechnungen zufolge noch 12 Krippenplätze, um das Ziel der von einem nationalen Krippengipfel festgelegten Abdeckung von 35 Prozent zu erreichen. Es wurde damit gerechnet, dass ungefähr dieser Anteil der Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsbedarf hat.
Weil eine Krippengruppe in der Regel 10 Plätze hat, wurden uns vom Landkreis selbst von diesen zwölf nur zehn Krippenplätze als förderfähig zugestanden.

Christdemokraten vor dem Humeser Kindergarten:
Kompromissfähig und zukunftsorientiert!
Zehn Krippenplätze wünschen sich seit Jahren schon die Humeser. Die katholische Kirchengemeinde Maria Himmelfahrt hat als Träger des Humeser Kindergartens alle wichtigen Weichen gestellt und hat bereits die Sanierung und Erweiterung ihrer Einrichtung konkret geplant.
Selbst Zusagen aus Trier und Saarbrücken liegen allem Anschein nach bereits vor.

Doch auch die Politik in Dirmingen erhob Anspruch auf 10 Krippenplätze für die Kinder ihres Dorfes. Dort jedoch sieht die Situation anders aus: In Dirmingen gab es bislang zwei Kindergärten, einen evangelischen und einen katholischen.

Die evangelische Kirche, die einen hohen Sanierungsstau in ihrer Einrichtung entstehen ließ, sah sich im vergangenen Jahr aus finanziellen Gründen außerstande, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Gemeinde übernahm die Kita - wohlwissend, dass sie in einem sehr schlechten Zustand und nicht mehr sanierungsfähig ist.
Obwohl die örtliche SPD immer wieder einen Neubau im Bereich der Dirminger Grundschule ins Gespräch brachte, entschied der Gemeinderat aus Kostengründen, den katholischen Kindergarten zu übernehmen und zu erweitern. Berechnung hatten ergeben, dass ein Neubau weit mehr als zwei Millionen Euro verschlingen würde, eine Erweiterung des katholischen Kindergartens selbst im schlimmsten Fall mit allerhöchstens 1,3 Millionen zu Buche schlagen würde.
Soweit so gut: Der Gemeinderat hat beschlossen - aber die Verwaltung nichts umgesetzt.
Im Gegenteil: Nicht nur dass die Dirminger SPD noch immer an einem Neubau festhält, nun ist auch noch eine Investor aufgetaucht, der darüberhinaus sogar noch einen dritten Standort ins Gespräch gebracht hat. Das alles bedeutet letztlich: In Dirmingen ist noch überhaupt nichts klar. Die örtliche SPD taktiert und hetzt.
Und sie stünde nun wahrscheinlich ganz mit leeren Händen da, hätten nicht die CDU und Berthold Schmitt, ihr Fraktionschef im Gemeinderat, eine zündende Idee gehabt.


Die Lösung 

In Dirmingen gibt es derzeit noch eine gemischte Gruppe - das heißt, sechs Krippenkinder werden in einer Gruppe gemeinsam mit größeren Kindern betreut. Das ist nicht optimal, denn Kleinkinder haben bekanntlich noch einen anderen Tagesrhythmus. Und auch andere Gründe sprechen für eine eigene Krippengruppe.
Berthold Schmitt griff diese vorhandenen sechs Krippeplätze nun in seinem Kompromissvorschlag auf: Addiert man zu diesen sechs noch die beiden Krippeplätze, die zwar laut der aktuellen Berechnung noch benötigt aber nicht zugewiesen werden sollten, fehlen noch genau zwei Plätze.
Unserer Meinung nach kann es für Bürgermeisterin Müller-Closset und Landrätin Hoffmann-Bethscheider kein Problem sein, diese beiden Krippeplätze noch als förderfähig bei Bildungsminister Commercon herauszuhalten.
Damit wäre ein großes Ziel erreicht: 
In Dirmingen und in Humes gäbe es je eine Krippengruppe mit je zehn Kindern.


Die Zustimmung

Der Gemeinderat hat einstimmig zugestimmt. Mit den Stimmen des Dirminger Ortsvorstehers Manfred Klein und den anderen Dirminger Gemeinderatsmitgliedern.
Noch vor der Sitzung des Gemeinderates gab es eine kurze Absprache zwischen den beiden großen Fraktionen CDU und SPD und ein paar kleine Änderungen in der Formulierung. Letztlich aber zeigte sich, dass bei allem politischen Dissens auch Zusammenarbeit möglich ist. Berthold Schmitt zeigte, dass er zusammenführen kann, wo auch nur die kleinste Schnittmenge vorhanden ist.
Ich hoffe, dass die nun folgenden Verhandlungen mit dem Bildungsministerium zum Erfolg führen.



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