Donnerstag, 12. November 2015

Kurz vor der Pleite? Fledermaushotel beklagt katastrophale Übernachtungszahlen

Auch wenn es zentral im reizvollen Herzen des Saarlandes liegt, scheint sich das neue Fledermaus-Hotel nicht zu einer In-Location für die Flattertiere zu entwickeln.
Wie Geschäftsführer Vlad Dracula gegenüber dem EppelBlog bestätigte, könne man mit den Übernachtungszahlen in seiner Luxusherberge zwischen Eppelborn und Dirmingen nach wie vor überhaupt nicht zufrieden sein.


"Die Gäste bleiben aus". Resigniert brachte Graf Dracula, der eigens aus dem transsilvanischen Schäßburg als erfahrener Fledermaushotelmanager rekrutiert wurde, die Misere auf den Punkt. Dabei habe man alles mögliche getan, um die Luxusherberge attraktiv zu gestalten. Die geplanten Baukosten von rund 260.000 Euro habe man deutlich nach oben korrigiert, um das neue Domizil mit Illblick wohnlich zu gestalten.
"Selbst eine moderne HiFi-Anlage wurde eigens in den Zimmern installiert, um durch Hits und Evergreens der Fledermausmusik auch die Partyabende an der Bar zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen ", so der Altmeister des Fledermaus-Tourismus. Genutzt habe auch das nicht.
Und in der Tat: Eine dicke Staubschicht bedeckt das Schlüsselfach an der Rezeption. Nicht ein Schlüssel wurde bisher ausgegeben, nicht ein Zimmer bezogen.



Hotelmanager Dracula will sich zurückziehen

"Ich glaube, ich ziehe mich wieder in mein Schlosshotel in den Bergen Transsilvaniens zurück", kündigt der Graf an, der nach eigenen Aussagen eine solche Pleite seit 1476, als er aus seiner eigenen Burg vertrieben worden sei, nicht mehr erlebt habe.
"Es sind schwere Fehler beim Marketing gemacht worden!". Dracula kritisiert, dass man es trotz Investitionen von mittlerweile 443.000 Euro, über die auch der saarländische Rundfunk berichtete, noch nicht einmal geschafft habe, ein Hinweisschild an der nahegelegenen Autobahn zu installieren. Auch ein eigenes Internetportal für reisewillige Fledermäuse gebe es bislang nicht. Die Ober-Fledermaus blickt dabei neidisch in Richtung der Brücke am Klingelfloß, die mittlerweile bei den Flugsäugern total angesagt scheint.

Bundesweite Berichterstattung könnte für Publicity sorgen

Nun bleibt nur die Hoffnung, dass sich die Situation vielleicht durch die angekündigte bundesweite Berichterstattung im ZDF oder vielleicht durch einen Besuch des Mario-Barth-Teams verbessert. Ansonsten müsste das Fledermaushotel Eppelborn vermutlich seine Einflugschneise für immer schließen. 
Möglicherweise würde die Luxusherberge dann an den US-amerikanischen Batman-Konzern verkauft. Dass man für diesen Fall den Bau einer eigenen Autobahnauffahrt für das Bat-Mobil plane, wurde vom Landesbetrieb für Straßenbau nicht bestätigt.

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