Donnerstag, 30. Juni 2016

Verwaltung plant Verkauf des Festplatzes: Eppelborner Pfingstkirmes vor dem Aus?

Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Nach derzeitigem Stand aber scheint es, dass die Verwaltungsspitze im Eppelborner Rathaus einen Verkauf von bis zu zwei Dritteln des Festplatzes am Güterbahnhof an ALDI SÜD fest ins Auge gefasst hat. Für die Eppelborner Pfingstkirmes, die größte Dorfkirmes im Saarland, wäre dies praktisch das Aus. Und nicht nur dafür.


Der Festplatz wird - wenn er nicht gerade als solcher benötigt wird - rege als Parkplatz genutzt. Selbst an einem durchschnittlichen Freitag wie in der vergangenen Woche ist die Fläche proppevoll. Nicht ohne Grund ist sie ein wichtiger Bestandteil des Parkplatzkonzepts bei Veranstaltungen im big Eppel.
Ohne den Platz im Eigentum der Gemeinde ist das Ende der Eppelborner Pfingstkirmes besiegelt. Und wo dann die Jugend des MSC Eppelborn trainieren soll, steht auch noch in den Sternen.
Diesen Platz verhökern? Es gab schon weitaus bessere Ideen in Eppelborn. Ganz ehrlich.

Warum das Ganze?
Derzeit wird ein sogenanntes Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) in den kommunalen Gremien unserer Gemeinde diskutiert. Ziel ist es, die Weichen für die Weiterentwicklung des Eppelborner Ortskerns zu stellen.
Eigentlich eine gute Sache - wären darin nicht auch Festlegungen, die eben diese Weiterentwicklung massiv einschränken. Festlegungen, die meiner Meinung nicht von Menschen getroffen werden können, die ein Herz für diese Gemeinde haben. 

Es scheint - zumindest auf den ersten Blick -  nur darum zu gehen, recht behalten zu wollen.
Das mag jeder sehen wie er will. Ich aber glaube, dafür wurden weder unsere Bürgermeisterin noch die Mitglieder des Gemeinderates gewählt. Ich glaube fest daran, dass wir in dieser Frage noch einen gemeinsamen Nenner finden werden, ja sogar finden müssen!
Ein Zukunftskonzept für Eppelborn, das nicht von einer ganz breiten Mehrheit getragen wird, wäre meiner Meinung nach das Papier nicht wert, auf dem es steht. Und natürlich hat Eppelborn auch ohne Pfingstkirmes noch eine Zukunft. Klar. 

Aber es würde etwas ganz wichtiges fehlen.

Fakt ist: Der ALDI-Markt im Ergeschoss des big Eppel ist vermutlich der kleinste im Saarland. Längst schon ist spürbar, dass das Angebot von ALDI SÜD hier nicht mehr in vollem Umfang dargestellt werden kann. 
In der Frage, ob man einen solchen Discounter überhaupt braucht, sind sich mittlerweile alle einig. Selbst der ehemalige SPD-Fraktionschef Karlheinz Müller hat seine Neigung zum Populismus schon deutlich zurückgeschraubt und sagt nicht mehr: "Eppelborn ist nicht ALDI-born, wir müssen es nicht jedem Recht machen". 
ALDI ist ein Frequenzbringer. Wer sonstwohin in ALDI, LIDL und dm fahren muss, kauft in vielen Fällen auch andere Dinge sonstwo. Das habe ich ja auch bereits in der Bürgerversammlung im big Eppel gesagt. Aus zahlreichen Gesprächen weiß ich, dass vielleicht nicht alle, aber jede Menge Eppelborner ebenfalls dieser Meinung sind.


Die Eppelborner Pfingstkirmes ist DAS Highlight im Illtal -
für Groß und Klein. Wer ein solches Aushängeschild
unserer Gemeinde auf's Spiel setzt, braucht von
"Zukunft" und "Entwicklungskonzept"
nicht mehr zu reden.....

Wohin mit dem Discounter?

Weil sich darin also mittlerweile alle einig zu sein scheinen, geht es also nur noch darum, wo denn der Standort eines neuen ALDI sein könnte. Die Verwaltungsspitze und die SPD favorisieren das Gelände um den ehemaligen Penny-Markt. Dort passt zwar, wenn die bestehenden Gebäude abgerissen sind, ein neuer ALDI-Markt hin.
Allerdings fehlte es an Parkplätzen. Die zehn bis fünfzehn, die man dort noch nebendran quetschen könnte, reichen weder hinten noch vorne. 
Deshalb soll nun der Festplatz verkauft werden, damit dort ALDI-eigene Parkplätze enstehen können. Was für eine Idee ist das denn?!

Im Anschluss an den Gewerbepark, gleich hinter der Bildhauerei und Kunstwerkstätte Pink, wäre Platz genug - ALDI wäre noch immer zentral in Eppelborn gelegen. Der ehemalige Penny-Markt wäre plötzlich wieder mitten drin und damit in bester Lage. Der Festplatz bliebe erhalten und Parkplätze gäbe es auch genug.
Eine klassische Win-Win-Situation für alle Seiten. 

Das ist die Variante, die ich in jedem Fall vorziehen würde. Die CDU-Fraktionen im Eppelborner Ortsrat sowie im Gemeinderat sehen das genauso.

Kundenparkplatz oder Pfingstkirmes? Und die Jugendarbeit des MSC?

Ein Verkauf von bis zu zwei Dritteln des Festplatzes hätte weitreichende Folgen:

1. Die Pfingstkirmes könnte nicht mehr in der gewohnten Form stattfinden, große Attraktionen kämen nicht mehr eigens zu uns ins Illtal, die größte Dorfkirmes im Saarland wäre kaputt.

2. Auch für den MSC Eppelborn und seine Jugendarbeit wäre kein Platz mehr: Die wichtige Trainingsfläche für die Kartfahrerinnen und -fahrer wäre nicht mehr benutzbar.

3. Es würden wichtige Parkplätze wegfallen, die z.B. bei größeren Veranstaltungen auf dem Marktplatz oder bei Tagungen, Konzerten und anderen Veranstaltungen im big Eppel dringend benötigt werden.


Fazit:

Den ALDI-Markt und die Eppelborner Pfingstkirmes gegeneinander ausspielen zu wollen, wenn längst eine sinnvolle, machbare und zukunftsweisende Alternative auf dem Tisch liegt, ist rational nicht zu erklären. Deshalb hoffe ich, dass letztlich die Vernunft siegt. Es könnte allerdings sein, dass da ein bisschen nachgeholfen werden muss und wir eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung brauchen. 
Wir bleiben am Ball!




Mittwoch, 29. Juni 2016

Ein tolles Schulfest trotz Plan B

Wegen drohender Regenschauer musste das Schulfest der Grundschule Eppelborn am vergangenen Samstag zumindest teilweise unter die Dächer der Pausenhallen verlegt werden. Der Rückgriff auf Plan B tat der Stimmung unter den vielen Besuchern aber keinen Abbruch. 




Neben Spiel, Spaß und bunten Vorführungen standen auch die Ergebnisse der Projektwoche „Papier“ im Vordergrund. Eine Tombola lockte mit tollen Preisen - bis hin zum Gutschein für einen Besuch im Europa-Park, für Speis und Trank war ebenfalls in bester Weise gesorgt. Das alles kam bei den Kindern und Jugendlichen richtig gut an – trotz Anwesenheitspflicht an einem Samstag und trotz dem Parallelprogramm der Fußball-Europameisterschaft. Zum Glück ging die deutsche Nationalmannschaft aus der Gruppenphase als Gruppensieger hervor. 
Hätte das Achtelfinalspiel mit deutscher Beteiligung zeitgleich zum Schulfest stattgefunden, es hätte wohl viele Besucher und auch die Schulkinder in ernste Gewissenskonflikte  gebracht. So aber wurde unbeschwert gefeiert. Es war ein richtig tolles Fest – mit rund 200 Kindern und mindestens genau so vielen erwachsenen Besuchern. Sie alle hatten sich auch von den zum Teil dichten Wolken nicht abschrecken lassen und feierten gemeinsam bis in den frühen Abend.


Selbstverständlich waren auch wir Christdemokraten vertreten. Da neben den Eppelborner Kindern auch die Jungs und Mädchen aus Bubach-Calmesweiler, Macherbach, Habach und Hierscheid die Grundschule Eppelborn bzw. ihre Dependance in Bubach besuchen, waren natürlich  auch die Ortsvorsteher Werner Michel (Bubach-Calmesweiler) und Reiner Paul (Hierscheid) zu Gast. Der Eppelborner Ortsvorsteher Berthold Schmitt hatte zwar andere Verpflichtungen, wurde aber von seinem Stellvertreter Hans Nicolay bestens vertreten.
Meine Zwillingstöchter besuchen die St.-Martin-Schule, die Bubacher Dependance der Grundschule Eppelborn. Aus diesem Grund war ich quasi sogar in dreifacher Eigenschaft vor Ort: Als Papa meiner Töchter Fabienne und Aline, aber auch in meiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion. Natürlich hat mir das Fest deshalb auch dreimal so viel Spaß gemacht.
Maßgeblich beigetragen zum Erfolg des Schulfestes haben neben den Kindern mit ihrem bunten Programm und den Lehrerinnen und Lehrern, die sehr viel mit den Kids vorbereitet hatten, natürlich auch viele Eltern. Der Aufbau (bei dem auch ich mit dabei war), der Abbau, die Organisation, der Bon-Verkauf und auch die Arbeit an den Ständen liefen wie geschmiert und trugen als wichtige Mosaiksteine ihren Teil zu dem gelungenen Schulfest bei.




Dienstag, 28. Juni 2016

CDU spendet für Dirmingen

Die CDU-Fraktion im Eppelborner Gemeinderat und der CDU-Gemeindeverband spenden gemeinsam 1.000 Euro für die durch die Unwetterkatastrophe in Not geratenen Menschen in Dirmingen. Zusätzlich werden auch die Sitzungsgelder für die Sondersitzung des Gemeinderates gespendet.
Spendenübergabe an die Bürgermeisterin: (v.l.): Alwin Theobald, Dr. Andreas Feld, Berthold Schmitt, Thomas Bost, Birgit-Müller-Closset, Elvira Grundhöfer, Margit Drescher, Adrian Bost und Artur Ziegler 

"Der Starkregen, die Wucht des Wassers und die Schlammfluten haben dramatische Schäden angerichtet", sagte CDU-Fraktionschef Berthold Schmidt. Für manche Betroffenen seien die Folgen der Katastrophe regelrecht existenzbedrohend.
"Die CDU möchte durch die Spende ihre Solidarität mit den vom Unglück betroffenen Menschen ausdrücken und ihnen in ihrer Not helfen", so Schmitt. 


CDU vor Ort: Die Mitglieder der CDU-Fraktion zeigten sich erschüttert vom Ausmaß der Schäden (oben rechts: Christian Ney, Berthold Schmitt, Adrian Bost)
Zuvor hatten die Junge Union Eppelborn sowie die JU Dirmingen bereits jeweils 500 Euro gespendet, mit weiteren 250 Euro beteiligte sich der CDU-Ortsverband Habach an der Spendenaktion der Habacher Ortsvereine.

Auch viele weitere Vereine und Institutionen aus der gesamten Gemeinde, Unternehmen und Einzelpersonen haben bereits gespendet. Insgesamt sind mittlerweile bereits mehr als 57.000 Euro an Spenden eingegangen. Die Spendenkonten bleiben voraussichtlich noch bis Ende Juli geöffnet.
In einer Sondersitzung des Gemeinderates haben sich die Fraktionen darauf geeinigt, dass ein gemeinsamer Ausschuss aus den Mitgliedern des Dirminger Ortsrates, dem Dirminger Ortsvorsteher und der Gemeindeverwaltung die Vergabe der Spendengelder an die Opfer der Katastrophe vornehmen sollen.

Freitag, 24. Juni 2016

Ein richtiges Tourismuskonzept braucht mehr als nur "Leuchtturmprojekte"!

Wenn unser Landkreis bei einer landesweiten touristischen Offensive vorne mit dabei sein möchte, dann kann man das zunächst einmal nur begrüßen. Bedauerlicherweise aber entsteht bei näherem Hinschauen der Eindruck, dass die politische Führung des Landkreises erneut nur vermeintliche "Leuchtturmprojekte" im Blick hat.
Das ist zu wenig.


Bleiben wir der Einfachheit einmal in der Gemeinde Eppelborn:
Nicht nur Finkenrech und der big Eppel sind touristische Anziehungspunkte in der Gemeinde Eppelborn. Doch nur sie werden immer wieder genannt.

Neben anderen Einrichtungen wie z.B. Schloss Buseck genießt auch das Bauernhaus Habach einen hervorragenden Ruf und lockt nicht nur durch seine wechselnden Kunst-Ausstellungen oder durch seine historische Ausstellung immer wieder die Menschen ins Dorf und in unsere Gemeinde.


Vor allem die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Kulturgut Gemeinde Eppelborn Marliese Weber und die Mitarbeiter des Kulturamtes der Gemeinde sorgen durch einen hohen persönlichen Einsatz dafür, dass das restaurierte lothringische Einhaus in der geometrischen Mitte des Saarlandes ein kulturelles Aushängeschild ist. Manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieses hohe Engagement ausgerechnet an der Eppelborner Rathausspitze weder ausreichend anerkannt, noch - wie man im Saarland so schön sagt - estamiert, also geachtet wird.
Mit zum Erfolg des Bauernhauses trägt bei, dass das Team des Bauernhauses sehr gut in der saarländischen Museumslandschaft vernetzt ist.
In den führenden Köpfen des Landkreises Neunkirchen oder der Gemeindeverwaltung aber fristet das historische Kleinod allem Anschein nach jedoch noch leider nur ein Nischendasein.

Die CDU-Habach liegt richtig, wenn sie in dieser Frage inbesondere die Bürgermeisterin  in der Pflicht sieht.
Meiner Meinung nach braucht Eppelborn ein integriertes Tourismus- und Kulturkonzept, das dann auch in einer überörtlichen Konzeption berücksichtigt werden kann.
Es steht für mich völlig außer Frage, dass ein solches Konzept auch eine angemessene Personalausstattung berücksichtigen muss.
Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten gefördert, und nicht überfordert werden - im Moment aber scheint bedauerlicherweise eher das Gegenteil der Fall.
Eine neue Tourismuskonzeption könnte in diesem Zusammenhang überörtlich Synergien schaffen, ohne das Engagement vor Ort auszubremsen. Davon können auch Einrichtungen wie das Bauernhaus Habach nur profitieren.



Gleiches gilt im Übrigen und unter anderem natürlich auch für Schloss Buseck und die evangelische Dorfkirche in Dirmingen, die als nennenswerte Bauwerke des Barock im Illtal: Wenn die CDU Bubach-Calmesweiler-Macherbach vorschlägt, die Barockstraße Saarland um diese Bauten zu ergänzen, dann ist das ein wegweisender und kluger Vorschlag.

Fazit: Das Illtal hat einiges zu bieten. Es muss nur die Chance bekommen, wahrgenommen werden!




Montag, 20. Juni 2016

Besuch aus Brasilien: Gemeinsame Suche nach den Wurzeln unserer Familien

Das Internet und der EppelBlog machten's möglich: Seit Januar 2014 bin ich mit jemandem bei facebook befreundet, der - wie sich zeigte - nicht ganz zufällig den gleichen Nachnamen trägt wie ich. Das alleine wäre sicherlich noch nicht besonders spektakulär, käme mein Namensvetter nicht von ziemlich weit her: Gabriel Theobald kommt aus Curitiba im weit entfernten Brasilien.
Seine Vorfahren waren Auswanderer aus  Sotzweiler, einem Dorf in unserer Nachbargemeinde Tholey - und dem Ort, aus dem auch meine Vorfahren stammen.

Wir schrieben immer mal wieder hin und her. 
Und schließlich war es dann soweit:
Vorletzten Samstag trafen wir uns. Real. Nicht online.
Gabriel - so heißt mein weit entfernter Vetter aus (Süd-)Amerika - war auf einer Fortbildung in Frankfurt am Main und machte einen kurzen Abstecher ins Saarland und damit an die Orte, an denen seine (unsere) Familie vor weit mehr als hundert Jahren zuhause war, ich holte ihn in Saarbrücken ab und wir fuhren gemeinsam nach Tholey.
Gemeinsam besuchten wir die Pfarrkirchen in Theley und Sotzweiler (die jedoch erst gebaut wurden, als Grabriel Ur-Ur-Großvater Sotzweiler bereits hinter sich gelassen hatte) sowie die Abteikirche und das Museum Theulegium in Tholey. Auch die Johann-Adams-Mühle - ein Gebäude-Ensemble, das wohl auch schon unsere Vorfahren wohl gekannt haben - war uns einen Abstecher wert.

Auf dem Schaumberg hatten wir das Glück, noch kurz mit dem Tholeyer Bürgermeister Hermann-Josef Schmidt zusammenzutreffen, der sich ganz selbstverständlich die Zeit für ein kurzes Gespräch nahm. Er selbst war erst vor kurzem selbst in Brasilien - auf den Spuren früherer Bürgerinnen und Bürger seiner Gemeinde.Noch heute ist die Sprache der Auswanderer als "Hunsrück-Deutsch" inbesondere im Bundesstaat Rio Grande do Sul weit verbreitet und wird vor allem von älteren Generationen noch ganz alltäglich gesprochen. 

Die Not ließ viele junge Männer, aber auch ganze Familien, in den Jahren zwischen 1850 und 1890 nach Brasilien auswandern - ganz viele aus der Gemeinde Tholey. Darunter waren auch Nikolaus (Nickel) und Jacob Theobald, die vermutlich nicht nur Vorfahren von Gabriel sind, sondern auch mit meinen Urahnen verwandt sein dürften.

Den kompletten Stammbaum konnte ich zwar bislang noch nicht rekonstruieren - Tatsache aber ist, dass unsere Familie im 30jährigen Krieg nach Sotzweiler kam und der erste im Saarland geborene Theobald 1657 in Sotzweiler das Licht der Welt erblickte.
Wie es dann weiter ging, werden wir aber auch noch in Erfahrung bringen. Ich bin gespannt.








Mittwoch, 8. Juni 2016

Massive Unwetterschäden in Dirmingen - Einsatzkräfte und freiwillige Helfer arbeiten bis zu Erschöpfung

Heftige Regenfälle und Überflutungen haben in weiten Teilen Süd- und Westdeutschlands massive Schäden angerichtet. In unserer Gemeinde hat es vor allem den Gemeindebezirk Dirmingen und viele seiner Einwohner ganz schlimm getroffen. Und das gleich an mehreren Tagen.
Die Bilder aus Dirmingen sind unbeschreiblich, Häuser sind unbewohnbar, Fahrzeuge, Straßen und Nebenanlagen sind zum Teil stark beschädigt bis hin zu Totalschäden, Gärten sind zerstört.




Ersten groben Schätzungen zufolge gehen die Schäden weit in die Hunderttausende, wenn nicht gar in die Millionenhöhe. 

Wie groß die Schäden wirklich sind, wird sich erst zeigen, wenn die Schlammschichten beseitigt sind, wenn weitere Gefahren gebannt sind und die Aufräumarbeiten fortgeschritten sind.

AKK vor Ort

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer machte sich heute vor Ort ein eigenes Bild von der Situation und sagte schnelle Unterstützung zu.
Wie der SR berichtet, kündigte sie fürs Wochenende ein Treffen mit den Bürgermeistern an, um eine Schadensbilanz zu erstellen. Am kommenden Dienstag soll das Kabinett dann über ein Hilfspaket beraten und Vorschläge machen, so der SR.


Ich bin erschüttert, wenn ich die Bilder sehe. Wer auch nur annähernd versucht, sich in die Lage der Betroffenen zu versetzen, muss Tränen in den Augen haben.
Unermüdlich haben die Einsatzkräfte, inbesondere der Freiwilligen Feuerwehr, des THW und des DRK versucht, noch Schlimmeres zu verhindern. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Wetterlage ändert, denn man spürt: die vielfach ehrenamtlichen Helfer sind erschöpft. Und trotzdem machen sie weiter. Es ist gut, dass wir sie haben.


Spendenkonto eingerichtet:

Die Gemeinde Eppelborn hat bei den lokalen Banken/Sparkassen folgende Spendenkonten für die Geschädigten des Unwetters eingerichtet:

Gemeinde Eppelborn – Unwetter Dirmingen

Sparkasse Neunkirchen  IBAN DE67 5925 2046 0100 1746 48

LevoBank Lebach IBAN DE98 5939 3000 0000 0050 45.



Inzwischen ist in Dirmingen auch eine Hochwasser-Hotline geschaltet – sowohl für die Betroffenen als auch für Menschen, die helfen wollen: 

06881 – 96 91 17.

Finsterwalde bietet Hilfe an

Der Bürgermeister unserer Partnerstadt Finsterwalde, Jörg Gampe, hat heute Morgen telefonisch der Eppelborner Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset Unterstützung und Hilfe der Stadt Finsterwalde angeboten.


Wenn alles wieder halbwegs aufgeräumt ist, muss Ursachenforschung betrieben werden. Natürlich sind derartig heftige lokale Regenereignisse zum Glück relativ selten - aber offenbar eben nicht ganz ausgeschlossen. 
Sofern es örtlich möglich ist, muss darüber nachgedacht werden, ob es Sinn macht, an neuralgischen Punkten in unserer Gemeinde bereits vorbeugend gegenzusteuern - sei es durch bauliche Maßnahmen oder durch eine bessere Unterhaltung der Entwässerungssysteme. Ganz ausschließen wird man solche Katastrophen jedoch nie können.
Schuldzuweisungen sind deshalb an dieser Stelle unangebracht. Mit dem, was in den letzten Tagen passiert, konnte in dieser Form niemand rechnen.
Hochwasser der Ill und ihrer Nebenbäche kennt man. Auch dass Garagen und Keller bei Starkregen oder länger anhaltenden Regenfällen vollgelaufen sind, hat es schon gegeben.

Das, was in den vergangenen Tagen passiert ist, habe ich so noch nicht erlebt.
Und ich hoffe sehr, dass es sich nicht wiederholt.


Sonntag, 5. Juni 2016

Bürgermeisterin droht mit Hallenschließungen

Es ist bizarr: In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag erteilte die Verwaltungschefin im Eppelborner Rathaus dem Vorschlag, vor einer Übernahme des alten Bauernhauses in der Humeser Ortsmitte die Situation ganzheitlich zu betrachten und zunächst einen "Masterplan Humes" zu erstellen, eine Absage mit den Worten "Wenn der Vertrag zur Übernahme des Hauses Rech heute nicht beschlossen wird, schäme ich mich im ganzen Land".
Am Tag darauf schreibt sie dann wortwörtlich im den "Eppelborner Nachrichten": "Unter dem Stichwort "demografischer Wandel" ist zu entscheiden, ob eine neue Halle auch in zehn Jahren noch in den geplanten Dimensionen und mit der vorhandenen Ausstattung benötigt wird. Auch ist ohne Tabus über die mögliche Schließung einer Einrichtung zu diskutieren (...)"


Im weiteren Verlauf der Diskussion im Gemeinderat deutete sie zudem bereits an, dass im altehrwürdigen Schloss Buseck mittelfristig keine Trauung von Hochzeitspärchen mehr stattfinden soll. Der Park von Schloss Buseck wird ja jetzt schon erkennbar vernachlässigt. Ich halte das für ein starkes Stück.  Das wäre ein Grund, sich zu schämen.


Meine Sorge: Unsere Gemeindebezirke werden gegeneinander ausgespielt. Das darf nicht hingenommen werden.
Ich will Dörfer mit Zukunft! 

Es geht nicht an, dass Stück um Stück die Hallen und Bürgerhäuser in unseren Dörfern dicht gemacht werden sollen und wichtige Investitionen nicht stattfinden, nur weil wir uns an anderer Stelle immer mehr zusätzliche Kosten aufladen. 
Wenn das weiter so passiert, graben wir unseren Vereinen vor Ort in den Dörfern das Wasser ab. 
Ich halte das für falsch.
Die Schließung wichtiger Veranstaltungs- und Trainingsorte würde insbesondere das ehrenamtliche Engagement der freien Träger der Jugendarbeit in unserer Gemeinde kaputt machen. Der gesellschaftliche Schaden wäre immens.
Bei diesem Spiel kann ich nicht mitmachen. Beim besten Willen nicht.


Wohin die derzeit amtierende Verwaltungschefin unsere Gemeinde hinführen will, weiß ich nicht. Das weiß sie vielleicht sogar selbst nicht.
Was aber jetzt schon zu erkennen ist: Der Weg, auf dem wir uns befinden, ist kein guter Weg - wir müssen umkehren oder wenigstens scharf abbiegen. 

Deshalb brauchen wir einen "Masterplan" für unsere Gemeinde. So wie ihn die CDU bereits für Humes gefordert hat.
Ich spüre, dass sich in der gesamten Gemeinde zunehmend Unbehagen breit macht. Deshalb will ich noch mehr Kraft darauf verwenden, dass Transparenz geschaffen wird und dass die Menschen in unserer Gemeinde nicht alles erst erfahren, wenn es zu spät ist.
Dafür brauche ich aber ihre Hilfe und Unterstützung: Diskutieren Sie mit.

Wenn Ihrer Meinung nach etwas falsch läuft: Sprechen Sie mich an!


Mittwoch, 1. Juni 2016

Neue Fahrzeuge für unsere Feuerwehr

Es soll ja Menschen geben die meinen, unsere Freiwilligen Feuerwehren hätten ja lange nicht mehr soviel zu tun wie früher.
Doch weit gefehlt:
Es gibt von Jahr zu Jahr mehr Einsätze.
Das zeigen die Statistiken, aber vor allem auch das stets aktuelle Internetportal der Freiwilligen Feuerwehr Eppelborn (www.feuerwehr-eppelborn.de).

Vielfältige Einsatzarten


Neben Brandeinsätzen und Notfalleinsätzen bei Verkehrsunfällen ist immer öfter auch die Technische Hilfe gefragt: Ob es um die Beseitigung einer Ölspur geht, um die Verschmutzung von Gewässern mit Ölen und Treibstoffen oder um die schnelle Hilfe bei einem Wasserrohrbruch oder bei Überflutungen - die Feuerwehr ist stets schnell zur Stelle.
Auch die Zahl der Fehlalarme durch die Brandmeldeanlagen großer Einrichtungen hat zugenommen.
Informativ und transparent hält uns der Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Eppelborn immer auf dem Laufenden und zeigt eindrucksvoll, wie oft und zu welchen Einsätzen die Floriansjünger in den einzelnen Löschbezirken unserer Gemeinde zu unterschiedlichster Tag- und Nachtzeit ausrücken.
Auch das Hintergrundwissen kommt nicht zu kurz: Im Internetportal der Eppelborner Feuerwehr finden sich interessante Tipps über das richtige Verhalten im Brandfall, Berichte aus der Welt der Feuerwehr - und natürlich auch aktuelle Informationen aus unserer Gemeinde.

Zwei neue Feuerwehrfahrzeuge für die Löschbezirke Eppelborn und Hirscheid wurden in der vergangenen Woche übergeben und von Diakon Naumann feierlich eingesegnet: Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr.

Vielfältige Einsatzarten


Die Zahlen zeigen, wie wichtig und notwendig unsere Freiwilligen Feuerwehren und ihr ehrenamtliches Engagement sind.
Nicht weniger wichtig aber ist auch die Ausstattung: Sie muss an die unterschiedlichen Einsatzarten angepasst sein und kann sogar überlebenswichtig sein. Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau zu sein, heißt immer wieder auch, das trotz aller Vorsicht die eigene Gesundheit auf's Spiel gesetzt wird, um andere Menschen zu retten.
Deshalb müssen sich unsere Feuerwehrleute auf ihre Ausrüstung verlassen können.
Die Atemschutzwerkstatt in Eppelborn ist eine wichtige Investition gewesen. Und wer meint, ein neues Feuerwehrfahrzeug sei nur ein nettes glänzendes und blinkendes Spielzeug, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Dummschwätzer - und wird spätestens dann eines Besseren belehrt, wenn auch er oder seine Familie im Notfall schnelle und kompetente Hilfe benötigt.

Auch in der vergangenen Woche hat sich die Ausrüstung unserer Löschbezirke wieder verbessert. Neue Feuerwehrfahrzeuge wurden eingesegnet. Feierlich. Wie sich das für einen solchen Anlass gehört.