Dienstag, 15. August 2017

Kirmes und Dudlerfest in Bubach

Im Jahr 1934 wurde die Pfarrkirche St. Laurentius in Bubach geweiht. Der Namenstag ihres Pfarrpatrons Laurentius von Rom ist der 10. August und damit der Jahrestages seines Märtyrertodes im Jahr 258. 
Seit ihre Kirche ihrem sakralen Zweck übergeben wurde, feiern die Bubacher am Wochenende nach dem Namenstag ihres Patrons auch traditionell ihre Kirmes, wie Ortsvorsteher Werner Michel (CDU) bei der Eröffnung betonte.
Gleich gegenüber auf der anderen Seite der stark befahrenen B10 feierten am "Borre Platz" zeitgleich die Original Bubach Dorfdudler ihr Dudlerfest.


Für den Fassanstich beim sonntäglichen Frühschoppen auf dem Dudlerfest und für das kühle, erfrischende Bier, das anschließend aus dem Zapfhahn in die Gläser zischte, durfte ich in diesem Jahr verantwortlich zeichnen. Eine Ehre, für die ich mich nochmals sehr herzlich bei den Dorfdudlern bedanke. Erfreulicherweise gelang mir auch hier der Fassanstich mit nur zwei Schlägen und ohne dass das wertvolle Dudler-Bier, das eigens zu diesem Fest gebraut wurde, umherspritzte.

Stark vertreten war auch in diesem Jahr wieder der CDU-Gemeindeverband auf der Bubacher Kirmes. Auf dem spontanen  Foto sind nur einige der Christdemokraten zu sehen: (v.l.: der Bubacher CDU-Chef Stefan Leidinger, Dieter Erbel, Berthold  Schmitt, der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion Dr. Andreas Feld, Alwin Theobald und der Ortsvorsteher von Bubach-Calmesweiler Werner Michel.

Der Lyriker Johann Nepomuk Vogl schrieb vor rund 200 Jahren:
"Es ist kein Dörflein gar so klein, daß nicht drin' sollt des Jahrs eine Kirmes sein."
Doch auch wenn die Bubacher Kirmes ganz in diesem Sinne bereits eine über achtzigjährige Tradition hat, so ist sie alles andere als ein Selbstläufer. Wie in vielen anderen Dörfern hat der Ortsvorsteher im Vorfeld alle Hände voll zu tun, um Schausteller in seinen Ort zu locken. Das war auch in diesem Jahr nicht anders - und trotzdem hat er es wieder geschafft, mit einem Autoscooter, einem Kinderkarusell und einigen Kirmesständen groß und klein auf den Bubacher Dorfplatz zu locken.
Umso schäbiger war es, dass kriminelle Zeitgenossen durch den Diebstahl eines für den Betrieb des Autoscooters notwendigen, 80 Meter langen Starkstromkabels das Fest sabotierten. Letztlich war es den Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofes zu verdanken, dass das Fahrgeschäft betrieben werden konnte - wenn auch nur mit einem Teil der üblichen Power.
Der Diebstahl, das muss man nüchtern feststellen, war ein schwerer Verlust für die Schausteller, denn mit den ganz großen Einnahmen kann auf einer kleinen Dorfkirmes nicht unbedingt gerechnet werden - selbst wenn das Wetter mitspielt.
Dass es in Bubach noch immer eine Kirmes gibt, ist aber auch dem Geselligkeitsverein "Die Schdaawische" zu verdanken, die auf dem Dorfplatz Jahr für Jahr ihren Bierstand aufbauen sowie den Original Bubacher Dorfdudlern, die gegenüber am "Borreplatz" auf der anderen Seite der B10 ihr alljährliches Dudlerfest feiern und für weitere Synergieeffekte sorgen. 
Diesen beiden Vereinen und ihren ehrenamtlichen, engagierten Helferinnen und Helfern gebührt deshalb ebenso mein herzlicher Dank, denn ohne diese Vereine und ohne den persönlichen Einsatz des Ortsvorstehers müsste man befürchten, dass Bubach um eine Tradition ärmer wäre.


Eine zünftige Blasmusik auf dem Autoscooter gibt's nicht alle Tag. Bei der Eröffnung der Bubacher Kirmes zeigten die Kirmesmusikanten der Original Bubacher Dorfdudler, dass sich auch der legendären Tiger Rag in voller Fahrt spielen lässt.











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