Samstag, 5. Mai 2012

Gelesen: "Die Siedler von Catan" von Rebecca Gablé

"Wie? Gelesen? Die Siedler von Catan ist ist doch ein Spiel. Oder?" 
fragte mich neulich ein Freund, als ich ihm erzählte, welches Buch ich gerade lese.
Ja.
Ist es.
Aber eben auch ein Buch.
Und zwar von Rebecca Gablé - der Spezialistin für historische Romane.
Es ist kein ganz neues Buch mehr. Immerhin wurde es bereits im November 2003 aufgelegt.
Aber es verkauft sich noch immer recht gut.
Die Geschichte ist deutlich früher angesiedelt, als die mittelalterliche Waringham-Saga, deren Handlung um 1360 beginnt und mit der Rebecca Gablé endgültig den internationalen Durchbruch schaffte.


Die Geschichte "Die Siedler von Catan", spielt zur Zeit der Wikinger.
Sie beginnt mit einem dramatischen Überfall auf Elasund, das Heimatdorf der Ziehbrüder Candamir und Osmund.
Ein Überfall, der das Dorf und seine Bewohner hart trifft und in ihnen die Erkenntnis weckt, dass ihnen ihr eigener Grund und Boden keine Zukunftsperspektiven mehr bieten kann außer Hunger, Not und Tod.
Mutig machen sich die meisten Sippen des Dorfes mit neun Schiffen auf den Weg zu einer Insel, von der sie noch nicht einmal wissen, wo sie sich überhaupt befindet.
Doch das Glück ist ihnen zunächst hold.
Sie finden die Insel, die Göttervater Odin der Legende nach selbst geschaffen haben soll.
Doch der Frieden, den die unbewohnte paradiesische und fruchtbare Insel verspricht, ist nicht von Dauer,
Alte Rivalitäten, Neid und Habgier wurden als belastende Fracht aus der alten Heimat mitgebracht, neue Fehden entstehen.
Die Tatsache dass immer mehr der Neu-Cataner den Geschichten des angelsächsischen Sklaven Austin über dessen "Zimmermannsgott" lauschen und statt an die alten nordischen Götter zu glauben, zum Christentum wechseln, treibt einen weiteren Keil in die Siedlergemeinschaft.
Auch in der Freundschaft von Candamir und Osmund enstehen erste Risse....


Rebecca Gablé hat sich mit dem Buch "Die Siedler von Catan" an eine große Herausforderung herangewagt.
Ein Experiment, das geglückt ist.
Der Bestseller-Autorin ist eine sehr gute Adaption gelungen.
Sie hat das Spiel "Die Siedler von Catan" literarisch zum Leben erweckt.
Nicht ohne Grund erreicht der Roman 93 von möglichen 100 Punkten auf der Histo-Couch-Skala und überzeugt auch bei deren Leserwertung mit immerhin 84 von 100 Punkten.


Auch mein Fazit lautet:
Lesenswert für alle, die historische Romane lieben.




Background-Wissen: Wo liegt Catan?








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