Dienstag, 3. August 2021

Impfangebot an Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren

Schon jetzt hat sich mehr als jedes fünfte Kind bzw. jeder fünfte Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren im Saarland gegen Sars-CoV2 impfen lassen und mindestens die erste von zwei Impfungen erhalten. Am Montag hat die Gesundheitsministerkonferenz einstimmig dafür votiert, nun in allen Bundesländern Impfungen für Zwölf- bis 17-Jährige auch in Impfzentren oder mit anderen niedrigschwelligen Angeboten anzubieten.
Ausdrücklich hingewiesen wird dabei allerdings darauf, dass dabei eine entsprechende ärztliche Aufklärung erforderlich, sowie ggf. eine notwendige Zustimmung der Sorgeberechtigten einzuholen ist. Zudem können die Kinder und Jugendlichen auch durch die niedergelassenen Kinder-, Jugend- und Hausärzte und auch im Rahmen der Impfung von Angehörigen der Beschäftigten durch Betriebsärzte geimpft werden. 


Ich begrüße die Entscheidung ausdrücklich. Gemeinsam mit meinen Kollegen Frank Wagner, dem bildungspolitischen Sprecher unserer Fraktion im Saarländischen Landtag habe ich bereits vor Ferienbeginn gefordert, dass Kindern und Jugendlichen - eine ärztliche Beratung und je nach Altersgruppe auch das elterliche Einverständnis vorausgesetzt - auch vor Ort an den Schulen im Saarland durch mobile Teams oder die örtlichen  Haus-, Kinder- und Jugendärzte ein Impfangebot ermöglicht werden soll.

Das widerspricht auch nicht, wie vielfach falsch behauptet wird, den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Denn auch wenn die STIKO neben einer ausdrücklichen Empfehlung zur Impfung von bestimmten besonders gefährdeten Gruppen von Kindern und Jugendlichen bisher keine allgemeine Empfehlung zur Impfung von zwölf- bis 17-Jährigen gibt, weist sie schon jetzt ausdrücklich darauf hin, dass selbstverständlich „nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz  des Kindes oder Jugendlichen bzw. des oder der Sorgeberechtigten eine Impfung möglich“ ist.

In diesem Sinne hatte die GMK bereits am 06.05.2021 beschlossen, allen Kindern und Jugendlichen bis Ende August 2021 ein entsprechendes Impfangebot machen zu wollen. Dieses Impfangebot ist von Sorgeberechtigten, Kindern und Jugendlichen gut angenommen worden.

Schon jetzt haben sich 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren impfen lassen und mindestens die Erstimpfung erhalten. Bundesweit ist bereits mehr als jeder zehnte Jugendliche in diesem Alter voll geimpft.


Gesundheitsministerkonferenz: Auffrischimpfungen ab September

Nachdem erste Studienergebnisse darauf hinweisen, dass es bei bestimmten Personengruppen vermehrt zu einer reduzierten oder schnell nachlassenden Immunantwort nach einer vollständigen COVID-19-Impfung kommen kann, hat die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, dass den Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten werden soll.
Diese soll in der Regel mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie erfolgen.
Den Patientinnen und Patienten mit Immunschwäche oder Immunsuppression sowie Pflegebedürftigen und Höchstbetagten, die zuhause leben, sollen die Auffrischimpfungen durch ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte angeboten werden.


SARS-CoV2 ist noch längst nicht besiegt - aber je mehr Menschen sich impfen lassen, umso geringer ist wird die Gefahr, die von diesem diesem Virus ausgeht. Deshalb ist es wichtig, den Schutz, den das Impfen möglich macht, so optimal wie nur möglich auszugestalten. Bisherige Studiendaten zeigen, dass insbesondere die Gruppen, denen nun ein ergänzendes Impfangebot gemacht werden soll, von einer Auffrischimpfung profitieren.
Darüber hinaus wird ab September, ebenfalls im Sinne der gesundheitlichen Vorsorge, auch allen bereits vollständig geimpften Bürgerinnen und Bürgern, die den ersten Impfschutz mit einem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca oder Johnson&Johnson erhalten haben, eine weitere Impfung mit den mRNA-Impfstoffen BioNTech oder Moderna angeboten. Dies kann in den Impfzentren der Länder oder durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie durch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte erfolgen.




Donnerstag, 29. Juli 2021

Gravierende Folgen von COVID-19: Kognitive Dysfunktion und Beschleunigung von Alzheimer-Symptomen

Noch vor meinem Urlaub hatte ich Gelegenheit, mich mit intensiv mit mehreren Fachmedizinern über die Folgen einer Erkrankung am Virus SARS-CoV2 auszutauschen - mit sehr ernüchternden Erkenntnissen für mich. Was ohnehin immer deutlicher hervortritt, wurde in den verschiedenen Gesprächen noch weiter untermauert: Corona ist nicht, wie manche immer noch zu wissen glauben, eine Erkrankung der Atemwege oder gar einfach nur eine "Erkältung". Corona ist vielmehr oft eine Multi-Organerkrankung mit teilweise dramatischen Folgen für die Erkrankten. Diese lassen sich unter den beiden Schlagwörten Long-COVID und Post-COVID subsummieren. Also anhaltenden Folgen, bei denen es lange Zeit bis zu einer spürbaren Erholung braucht, auf der einen Seite und Folgen, die erst viel später deutlich werden und sich nachhaltig negativ auf den Menschen auswirken andererseits

Einer meiner Gesprächspartner, ein erfahrener HNO-Arzt, erklärte mir beispielsweise, dass die Veränderungen des Geschmacks- und Geruchssinns, die bei Covid-19 häufig auftreten, nicht auf eine Entzündung der Schleimhäute zurückzuführen seien, sondern vielmehr auf eine Erkrankung in bestimmten Teilen des Gehirns.
Das deckt sich mit dem, was nun die Alzheimer's Association veröffentlicht hat.

Neue Forschungsergebnisse, über die auf der Alzheimer's Association International Conference® (AAIC®) 2021, die virtuell und in Denver, Colorado, stattfand, berichtet wurde, zeigen einen Zusammenhang zwischen COVID-19 und anhaltenden kognitiven Defiziten, einschließlich der Beschleunigung der Pathologie und Symptome der Alzheimer-Krankheit, berichtet die Alzheimer-Gesellschaft.
Zusätzlich zu den respiratorischen und gastrointestinalen Symptomen, die COVID-19 begleiten, treten bei vielen Menschen mit dem Virus kurz- und/oder langfristige neuropsychiatrische Symptome auf, einschließlich Geruchs- und Geschmacksverlust sowie kognitive und Aufmerksamkeitsdefizite, die als "Gehirnnebel" bekannt sind. Bei einigen bleiben diese neurologischen Symptome bestehen, und Forscher arbeiten daran, die Mechanismen zu verstehen, durch die diese Hirnfunktionsstörung auftritt, und was das langfristig für die kognitive Gesundheit bedeutet.

Studien zeigten zudem, so die Alzheimer's Association, dass biologische Marker für Hirnschädigung, Neuroinflammation und Alzheimer stark mit dem Vorhandensein von neurologischen Symptomen bei COVID-19-Patienten korrelierten:
"Diese neuen Daten weisen auf beunruhigende Trends hin, die zeigen, dass COVID-19-Infektionen zu dauerhaften kognitiven Beeinträchtigungen und sogar zu Alzheimer-Symptomen führen", sagte Heather M. Snyder, PhD, Alzheimer's Association Vizepräsidentin für medizinische und wissenschaftliche Beziehungen. "Mit mehr als 190 Millionen Fällen und fast 4 Millionen Todesfällen weltweit, hat COVID-19 die ganze Welt verwüstet. Wir müssen unbedingt weiter erforschen, was dieses Virus mit unseren Körpern und Gehirnen anstellt. Die Alzheimer's Association und ihre Partner sind führend, aber es ist noch mehr Forschung nötig."


Montag, 26. Juli 2021

Digital und doch vor Ort präsent: Spannender Besuch der CDU-Kreistagsfraktion bei der Sparkasse Neunkirchen

Die Sparkasse Neunkirchen ist schon jetzt die Bank der Zukunft. So müsste wohl mein Fazit lauten, wenn ich die Erkenntnisse unseres Besuchs in bei der Sparkasse Neunkirchen in einem Satz zusammen fassen müsste. Gemeinsam mit meiner Abgeordnetenkollegin Sandra Johann begleitete ich die CDU-Kreistagsfraktion vergangene Woche ein weiteres Mal auf ihrer Sommertour - und durfte erneut zwei (zumindest kleine) Leuchttürme unserer Region kennenlernen: Das "Smart Lab" im Saarpark-Center und die Direktfiliale, mit der die Sparkasse auch multimedial ihre Kundinnen und Kunden betreut.

"Die Sparkasse muss immer auch die Seele des Ortes und ihrer Region sein", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor rund zwei Jahren anlässlich des "Sparkassentages" in Hamburg. 
Schaut man sich beispielsweise Förderprogramme wie "Meine Helden" der Sparkasse für die Vereine im Landkreis an und auch das Bemühen, zumindest die größeren Filialen nachhaltig zukunftssicher zu machen, so muss man konstatieren, dass die Sparkasse Neunkirchen sich jedenfalls an diesem Vorsatz zu orientieren scheint.
Das wurde auch während unseres Besuch bei der Sparkasse deutlich. Sparkassenvorstandsmitglied Jörg Welter nahm sich viel Zeit, um uns die Sparkasse und insbesondere das Smart Lab im Saarpark-Center und die Direktfiliale vorzustellen. Beide Innovationen dienen, so Welter, in erster Linie dem Zweck, den Kundinnen und Kunden niederschwellige und mitnehmende Zugänge zu den einfachen Dienstleistungen der Sparkasse einerseits, aber auch den beratenden Kontakt in den traditionellen Filialen bei den viel Vertrauen und Weitsicht erfordernden Angeboten anderseits, zur Verfügung zu stellen.

Richtig verblüfft war ich dann, das gebe ich offen zu, vom "Smart Lab", dem digitalen Kompetenzcenter der Sparkasse im Saarpark-Center. Was die Sparkasse dort präsentiert, ist nichts weniger als die Symbiose von digitaler Bankinfrastruktur und menschlicher Beratungskompetenz. Den beiden Mitarbeitern im "Smart Lab" war anzusehen, wie sehr sie das Projekt und die Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden begeistert. Wen wundert es da noch, wenn sich diese Begeisterung in Form von Vertrauen auf die Kunden überträgt und durch das "Smart Lab" erfolgreich und in großer Zahl auch Neukunden akquiriert werden.

Donnerstag, 22. Juli 2021

Schlag gegen Drogenhandel: Polizei beschlagt mehr als 15 Kilo harter Drogen in Eppelborn

Ein schwerer Schlag gegen die Drogenbarone im Saarland ist Polizei und Zoll ausgerechnet in meiner Heimatgemeinde Eppelborn gelungen: Wie der Saarländische Rundfunk (SR) berichtet, wurden mehr als 15 Kilogramm Heroin und rund 2 Kilo Kokain sichergestellt. Der Marktwert der Drogen dürfte locker 500.000 Euro betragen, die Staatsanwaltschaft spricht laut SR gar von bis zu einer Million.
In jedem Falle ist es einer der größten Drogenfunde im Saarland in den letzten Jahrzehnten.

Als Mitglied des Innenausschusses im Saarländischen Landtag, aber auch als gesundheits- und kinderpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion freue ich mich sehr über diesen hervorragenden Ermittlungserfolg von Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaft! Ich kann den Beamtinnen und Beamten nur ganz herzlich für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit ihrer Behörden danken. Ihnen ist es durch ihre großartige Arbeit gelungen, Verbrechern das Handwerk zu legen. Der Einsatz in Eppelborn ist ein empfindlicher Schlag gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität.

Ich bin mir sicher: Nur durch eine Strategie von Repression und Prävention kann uns das Zurückdrängen von Drogen im Saarland nachhaltig gelingen. Als Justizvollzugsbeamter habe ich oft erlebt, wie Menschen durch ihre Drogenabhängigkeit abrutschen und wie Drogen Menschen zugrunde richten können.
Umso wichtiger ist es, dass kriminellen Strukturen ihre wirtschaftliche Grundlage entzogen wird. Niemand darf sich durch die Begehung von Straftaten bereichern oder durch den Verkauf von Rauschgift die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährden!



Dienstag, 20. Juli 2021

CDU-Initiative hatte Erfolg: Wieder Tempo 30 am ehemaligen Landheim in Wiesbach

Am Ortseingang Wiesbach aus Richtung Habach gilt auf einer Streckenlänge von rund hundert Metern in beiden Richtungen wieder Tempo 30. Die entsprechenden Verkehrszeichen wurden bereits installiert. Hintergrund ist die Initiative des CDU-Ortsverbands Wiesbach für mehr Verkehrssicherheit in diesem Bereich. Nach einem Antrag der CDU auf Anlegung eines Fußgängerüberweges am ehemaligen Landheim im Ortsrat prüfte die zuständige Straßenverkehrsbehörde beim Landkreis Neunkirchen die Situation vor Ort und kam zur gleichen Einschätzung wie bereits zuvor das Team der CDU in Wiesbach: Am Landheim Wiesbach ist eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit dringend geboten.

Die CDU Wiesbach hatte sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Verkehrssituation am  ehemaligen Landheim beschäftigt und auch bereits sogenannte "Street-Buddies" aufgestellt, die den Verkehr warnen und die Verkehrssicherheit erhöhen sollten. Anschließend stellten die Wiesbacher Christdemokraten den Antrag an den Ortsrat, in diesem Bereich einen Zebrastreifen anzulegen. Parallel dazu suchten sie das Gespräch mit Bürgermeister Andreas Feld und mit mir als CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden, um gemeinsam zu erörtern, wie man die Verkehrssicherheit am Landheim noch erhöhen könnte.
Früher, als die Einrichtung noch als Mutter-Kind-Kurheim in Betrieb war, galt bereits an dem entsprechenden Straßenabschnitt der Landstraße 300 über Strecke von rund 100 Metern Tempo 30. Nach der Schließung wurde diese Beschränkung konsequenterweise aufgehoben, seither galten auch hier die innerorts üblichen 50 Stundenkilometer als zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Nun aber, seit aber das altehrwürdige Gebäude saniert und mit der neuen Bezeichnung H1 Landheim Wiesbach mit neuem Leben erfüllt ist, haben sich die örtlichen Gegebenheiten erneut geändert: die vielfältige Nutzung sorgt dafür, dass die Verkehrssituation sich deutlich verändert hat. Viele Besucher, neue Parkplätze auf beiden Seiten der Straße und ein häufigeres Überqueren der Fahrbahn rechtfertigen nach Ansicht der Wiesbacher CDU erneut eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit - eine Ansicht die auch die Verkehrsexperten des Landkreises teilen: Sie erließen eine sogenannte Verkehrsrechtliche Anordnung (VAO), in der erneut die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h festgeschrieben wurde.
Meine ehemaligen Kollegen der zuständigen Straßenmeisterei wurden daraufhin tätig und installierten die entsprechenden Schilder, also in beiden Fahrtrichtungen das Verkehrszeichen VZ 274-30.

Der Wiesbacher CDU-Ortsvorsitzende Adrian Bost zeigt sich erfreut, dass ihre Initiative damit schonmal zumindest teilweise Erfolg hatte: "Unser Ziel ist es, an dieser Stelle für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen und Unfällen vorzubeugen." Seinem Team und ihm sei es bereits im Vorfeld sehr bewusst gewesen, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h an hohe Anforderungen gebunden ist. Aus diesem Grund habe man die Situation vor Ort über einen längeren Zeitraum beobachtet.
"Dass nun eine entsprechende Verkehrsrechtliche Anordnung tatsächlich auch erlassen und die Schilder installiert wurden, freut uns sehr und zeigt, dass wir mit unserer Einschätzung richtig gelegen haben", so Adrian Bost. "Ungeachtet dessen halten wir aber weiter auch an unserer Forderung fest, am H1-Landheim Wiesbach einen Fußgängerüberweg anzulegen."

Hintergrund

Die Unternehmer Michael Krämer und Manfred Komenda haben das über 100 Jahre alte Gebäude in der Hauptstraße 1 in Wiesbach käuflich erworben. Mit viel Engagement und Herzblut und auch gemeinsam mit Wiesbacher Bürgern haben sie dafür gesorgt, dass das Landheim nun in neuen Glanz erstrahlt.

Die ehemalige Mutter-Kind-Klinik mit ihren unterschiedlichen Gebäudeteilen wandelte sich zu einem neuen Quartier und Anziehungspunkt am Ortseingang von Wiesbach. Das großzügige Gelände mit Parkanlage ist weiterhin, vielleicht sogar noch mehr als je zuvor, ein prägendes Element für das Wiesbacher Ortsbild und ein Blickfang am Ortseingang aus Richtung Habach.

Im dem baulichen Ensemble mit seinem historischen Kern, den Erweiterungstrakten für ehemals Behandlung, Therapie, Betreuung und Wohnen sowie der zugehörigen Sporthalle entstand nun ein gemischtes Quartier aus Wohnraum und gewerblicher Infrastruktur. Man findet hier barrierefreies Wohnen, Unternehmen und vor allem auch Arztpraxen. In der Sporthalle der Einrichtung finden wieder Kurse statt. Das gesamte Areal wurde wieder mit Leben erfüllt.


Zweites saarländisches „Haus des Jugendrechts“ in Neunkirchen errichtet

Aus meiner Zeit als Justizvollzugsbeamter insbesondere im Jugendstrafvollzug der JVA Ottweiler weiß ich nur zu gut, dass manche kriminelle Karriere frühzeitig hätte gestoppt und ein Abrutschen junger Menschen hätte verhindert werden können, wenn alle relevanten Kräfte zuvor gebündelt worden wären und zusammengearbeitet hätten. 
Als Mitglied des Ausschusses für Justiz, Verfassungs- und Rechtsfragen, vor allem aber auch als lokaler Abgeordneter aus dem Landkreis Neunkirchen, freut es mich vor diesem Hintergrund umso mehr, dass gestern im historischen Sitzungsaal des Landratsamtes in Ottweiler das zweite "Haus des Jugendrechts" aus der Taufe gehoben wurde. 


„Frühzeitig junge Leute aus der schiefen Bahn zu holen, Perspektiven für ein straffreies Leben aufzeigen, indem alle Beteiligten eng miteinander und mit den Jugendlichen daran arbeiten, kriminelle Karrieren zu vermeiden.“ So fasste es Justiz-Staatssekretär Roland Theis zusammen und diesem Zweck dient das neue virtuelle „Haus des Jugendrechts“ für den Landkreis Neunkirchen.

Ziel beim virtuellen „Haus des Jugendrechts“ ist es, Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendamt und weitere Träger von Hilfsangeboten für junge Menschen „unter einem Dach“ zusammenzuführen, um straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende effizienter und nachhaltiger betreuen zu können. Ein solches Modellprojekt für das Saarland nahm im Mai 2016 in Saarlouis seinen Betrieb auf. Der dortige Erfolg soll nun in Neunkirchen fortgeschrieben werden.

Am gestrigen Montag, dem 19. Juli 2021 wurde hierzu eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis Neunkirchen, der Diakonie Saar, dem Landesinstitut für Präventives Handeln und dem Ministerium der Justiz zur Einrichtung eines Haus des Jugendrechts am Standort Neunkirchen abgeschlossen. Die Leitung des Projekts übernimmt der Landkreis Neunkirchen.
Die Beratungsangebote für die Jugendlichen und die Erbringung von pädagogisch begleiteten Arbeitsstunden sollen bei der Diakonie erbracht werden. Mit dem Projekt wird eine bessere Vernetzung und frühzeitige Einbindung aller Entscheidungsträger der Staatsanwaltschaft, der Polizei und der Jugendgerichtshilfe erreicht. Gleichzeitig konnte das Landesinstitut für Präventives Handeln als Kooperationspartner sowohl zur Unterstützung mit Fortbildungsangeboten als auch zur Evaluation des Projektes gewonnen werden.


„Nach den positiven Erfahrungen in Saarlouis freut es mich, dass wir das Modell weiterentwickeln, auf die Verhältnisse im Landkreis Neunkirchen anpassen und ein weiteres virtuelles ‚Haus des Jugendrechts‘ im Saarland errichten können. Mein Dank gilt den Kooperationspartnern, da ein solches Projekt gerade von der Vernetzung der beteiligten Institutionen lebt. Ziel muss es sein, den Jugendlichen Perspektiven aufzuzeigen, ein straffreies Leben zu führen. Durch die örtliche Bündelung der Hilfs- und Präventionsangebote können wir die dort geleistete Arbeit noch effizienter gestalten", betonte Staatssekretär Roland Theis.

Landrat Sören Meng ergänzte: „Das Haus des Jugendrechts bietet für straffällige Jugendliche und Heranwachsende im Landkreis Neunkirchen eine echte Chance auf schnellere und effektivere Reaktionen mit dem Ziel der Verringerung und Prävention von Jugenddelinquenz. Mir ist es besonders wichtig, keinen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den Augen zu verlieren und eine Perspektive bieten zu können.“


Hintergrund:

Das „Haus des Jugendrechts“ in Neunkirchen knüpft an das entsprechende Projekt in Saarlouis an. Häuser des Jugendrechts verfolgen das Ziel der besseren Vernetzung der beteiligten Institutionen. Die überbehördliche Zusammenarbeit soll die gemeinsame Entwicklung individueller Hilfs- und Interventionsstrategien ermöglichen. Nicht nur die konsequente Strafverfolgung, sondern auch und gerade auf den Einzelfall angepasste, möglichst früh greifende Maßnahmen unter Berücksichtigung erzieherischer und spezialpräventiver Aspekte soll das Haus des Jugendrechts fördern. Die erste Kooperationsvereinbarung zu einem Haus des Jugendrechts schlossen das Ministerium der Justiz und der Landkreis Saarlouis am 19. Mai 2016, weil in Saarlouis mit der Jugendwerkstatt bereits ein gut funktionierendes Projekt ambulanter Sanktionsalternativen bestand, das sich als Grundstein der vertieften Kooperation eignete. In Neunkirchen erfolgt nun unter Beteiligung des dortigen Landkreises, der Diakonie Saar und dem Landesinstitut für Präventives Handeln ein weiterer Schritt hin zur saarlandweiten Einrichtung von Häusern des Jugendrechts.


Montag, 19. Juli 2021

Politik vor Ort: CDU-Landtagsfraktion besucht Palotti-Haus in Neunkirchen

Die Reihe unserer Vor-Ort-Termine in den Bereichen Soziales und Gesundheit geht unvermindert weiter. In der vergangenen Woche war ich gemeinsam mit meinen Kollegen Sandra Johann, Hermann Scharf und Marc Speicher zu Besuch im Pallotti-Haus und der Pallotti-Schule in Neunkirchen und damit in einem Leuchtturm der Jugendhilfe im Landkreis Neunkirchen. Das homogene Team der Einrichtung überzeugte in unserem gemeinsamen Austausch durch seine große fachliche Kompetenz und noch größeres Engagement. Es war spürbar, wie viel Herzblut die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in eine gute Zukunft der Kinder und Jugendlichen in der Einrichtung und in das Pallotti-Haus insgesamt investieren.

Mein lieber Kollege und Freund Hermann Scharf brachte es nach dem Besuch des Pallotti-Hauses in Neunkirchen in seinem facebook-Beitrag auf den Punkt: "Es gibt Sie noch, die besonderen und großartigen Orte. Wir waren begeistert von dem sehr engagierten und sehr kompetenten Team und auch von der hervorragende Mitarbeitervertretung. DANKE 🙏 für Eure hervorragende und großartige Arbeit, die wir gerne weiter begleiten werden."

Das Pallotti-Haus in Neunkirchen besteht als Zentrum für Erziehungshilfe aus den beiden Abteilungen Jugendhilfe und Förderschule Soziale Entwicklung. Durch eine enge, aber keineswegs zwangsläufige Vernetzung der beiden Arbeitsbereiche gelingt des dem Team der Einrichtung individuell auf die Kinder und Jugendlichen und ihre Bedürfnisse einzugehen. Sie stellen Kind und Familie gleichermaßen in den Mittelpunkt und und können so passgenau Perspektiven, Wege und Lösungen erarbeiten.

Die Einrichtung, die zwar baulich bereits etwas in die Jahre gekommen und einen hohen Teilsanierungsbedarf aufweist, überzeugt durch ihren inneren Aufbau ebenso wie durch das weitläufige Areal und die räumliche Aufteilung, die einen ganz besonderen Charme ausstrahlen. Man fühlt sich angekommen und gut aufgehoben, denn das ganze Klima in der Einrichtung ist durchzogen von dem Geist der Zusammenarbeit und des Mitnehmens. 
Umso mehr ist es mit wichtig, das Pallotti-Haus weiter und noch enger zu begleiten, die nächsten gemeinsamen Gesprächstermine und -themen mit dem Team der Einrichtung, mit Sandra Johann und mir, sind bereits ins Auge gefasst. 



Sonntag, 18. Juli 2021

Die Hälfte der Saarländer ist voll geimpft - nun Impfangebote an Schulen vorbereiten!

Über 1,1 Millionen Impfdosen wurden bislang im Saarland verabreicht, mehr als jeder zweite Saarländer hat einen vollen Impfschutz gegen Covid-19, knapp zwei Drittel haben zumindest ihre erste Impfdosis erhalten. Das sind gute Zahlen, aber es reicht noch nicht, denn die Krankheit ist tückisch und kann selbst bei zunächst symptomlosen oder kaum spürbaren Krankheitsverläufen schwere Langzeitfolgen wie beispielsweise das Chronische Fatigue-Syndrom (CFS) oder anderes nach sich ziehen. Covid-19 ist eben keine Erkältungskrankheit sondern betrifft den gesamten Organismus nachhaltig. 
Dabei wird deutlich: Auch immer mehr Kinder sind von Covid-19-Folgen betroffen, Fachleute sprechen aktuell von bis zu fünf bis zehn Prozent der Fälle. Obwohl noch nicht alle Kliniken die Zahlen melden und die Krankheit oft nicht gleich erkannt wird, wurden alleine in Deutschland bislang 383 Fälle der Multiorganerkrankung PIMS bei Kindern bestätigt, 70 Prozent dieser Kinder landen auf der Intensivstation und durchschnittlich 5,8 Prozent der Kinder tragen Folgeschäden davon. Gerade auch die Kinder und Jugendlichen sollten deshalb nun nach und nach die Gelegenheit erhalten, sich durch eine Impfung schützen zu lassen.


Gerade auch die Entwicklung in Großbritannien gibt Anlass zur Sorge: Immer mehr Kinder müssen wegen einer Covid-19-Infektion stationär behandelt werden.
Eine neue britische Studie, die aktuell im Journal "The Lancet Child and Adolescent Health" veröffentlicht wurde, hat zudem ergeben, dass Kinder, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden, mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit als Erwachsene seltene neurologische Störungen entwickeln.
Unter den 1.334 untersuchten Kindern identifizierten die Forscher 52 Fälle von Kindern, die neurologische Komplikationen entwickelten. entwickelten 25 auch ein pädiatrisches entzündliches Multisystemsyndrom, das zeitlich mit SARS-CoV-2 verbunden ist, besser bekannt als MIS-C oder multisystemisches entzündliches Syndrom.
MIS-C ist eine seltene, aber gefährliche Erkrankung, die zu Entzündungen in verschiedenen Körperteilen führt und vor allem bei Kindern im Schulalter beobachtet wurde, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

Das macht deutlich, wie wichtig es jetzt ist, alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um rechtzeitig zum Schulstart den bestmöglichen Schutz unserer Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten.
Ich bin Innenminister Klaus Bouillon sehr dankbar, dass er bei der Förderung von Lüftungs- bzw. Luftreinigungsgeräten noch einmal nachgesteuert hat. 
Damit ist es nun möglich, alle Grundschulen entsprechend auszustatten.
Ich sehe aber auch unsere Landrätinnen und Landräte in der Pflicht, auch die weiterführenden Schulen nun entsprechend auszurüsten - insbesondere in den Klassenstufen 5 und 6. Für die Kinder in diesen Klassenstufen gibt es bislang noch keinen zugelassenen Impfstoff, ein großer Teil der Verantwortung für Gesundheit und Wohlergehen der Kinder liegt hier also bei den Landkreisen und dem Regionalverband als Träger dieser Schulen.

Der Gesundheitsschutzschirm für den Schulstart, den mein Kollege und Freund Frank Wagner als bildungspolitischer Sprecher und ich als gesundheitspolitischer Sprecher unserer Fraktion gefordert haben, sieht die flächendeckende Ausstattung unserer Schulen mit Lüftungs- bzw. Luftreinigungsgeräten, eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler in den ersten beiden Wochen nach Schulbeginn und eine verstärkte Testpflicht mit drei statt zwei Tests vor.
Darüber hinaus halte ich es für wichtig, dass Eltern und impfwillige Schülerinnen und Schüler sich auch von mobilen Team an den Schulen impfen lassen können. Entsprechende Angebote von Kinderärzten und Hausärzten sollten deshalb von den Schulträgern und vom zuständigen Ministerium für Bildung und Kultur unterstützt werden.




Donnerstag, 15. Juli 2021

Koalitionsfraktionen fordern „Runden Tisch Sternenkinder“

Die Koalitionsfraktionen von CDU und SPD sprechen sich nach einer Anhörung im Sozialausschuss gemeinsam dafür aus, einen Runden Tisch zu installieren, der sich dem Umgang, der Nachversorgung und Betreuung nach Fehl- und Totgeburten widmet.

„Der Verlust eines Kindes ist für Eltern unvorstellbar leidvoll. Das eigene Kind zu verlieren, bevor es geboren wurde, ist heute noch für viele ein Tabuthema. Doch genau das darf es nicht sein. Die Eltern brauchen sensible und engmaschige Betreuung nach ihrem Verlust. Der Verein Sterneneltern Saarland e.V. leistet hierbei hervorragende Arbeit“, sagen die familien- und frauenpolitischen Sprecherinnen Dagmar Heib (CDU) und Christina Baltes (SPD).

In der gestrigen (14. Juli) Sitzung des Sozialausschusses hat der Verein Sterneneltern Saarland e.V., der die Interessen der Eltern vertritt, die eine Fehl- oder Totgeburt erlitten haben, auf wichtige Punkte hingewiesen, an denen noch nachjustiert werden muss.
„Mit der Änderung des Bestattungsgesetzes haben wir einen wichtigen Prozess eingeleitet. Eltern haben nun - egal wie schwer der Fötus oder wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten war - das Recht, ihr Kind so zu bestatten, wie sie es möchten und Kliniken müssen darüber aufklären. Nun können wir gemeinsam an weiteren Stellschrauben drehen“, so Heib und Baltes.

An einem gemeinsamen Runden Tisch sollen daher mit Vertretern des Vereins, von parlamentarischer Seite, mit dem Städte- und Gemeindetag und mit der Krankenhausgesellschaft beispielsweise wichtige Belange geklärt und Verbesserungen eingeleitet werden.


Mittwoch, 14. Juli 2021

AK Gesundheit der CDU-Landtagsfraktion vor Ort in einer der besten Augenkliniken Deutschland

Unsere Besuchsreihe in den saarländischen Kliniken und Krankenhäusern geht weiter. Vergangene Woche waren wir mit unserem Arbeitskreis Gesundheit der CDU-Landtagsfraktion vor Ort in der Augenklinik im Knappschaftskrankenhaus in Sulzbach - und damit in einer der renommiertesten Kliniken für Augenheilkunde in Deutschland und im benachbarten Ausland.
Sulzbach hat sich in den letzten Jahrzehnten einen exzellenten Ruf erarbeitet und wurde zu einem der medizinischen Leuchttürme im Saarland, die weit über die Landesgrenzen hinaus strahlen.


Mancher mag sich verwundert die Augen reiben im Angesicht der medizinischen Exzellenz, die sich hinter den Mauern des Knappschaftskrankenhauses im beschaulichen Sulzbach verbirgt. Aber die Zahlen, Daten und Fakten sprechen eine eindeutige Sprache: 
Die Augenklinik Sulzbach am Knappschaftsklinikum Saar ist die größte und älteste Augenklinik im Saarland und mit 24.000 Operationen im Jahr eine der größten Augenkliniken in Deutschland. Ihr Renommee verdankt Sie ihren erfahrenen Augenärzten wie Chefarzt Prof. Dr. med. Peter Szurman und Operateuren, die über 15 Jahre Erfahrung in der Refraktiven Chirurgie verfügen und ihre gesamte Bandbreite kennen.
Die Augenheilkunde-Plattform "aumedo" titelte beispielsweise vor knapp zwei Jahren: "6 der 40 weltweit besten Augenärzte arbeiten in Deutschland" und schreibt dann weiter: "PD Dr. Dr. med. Boris Viktor Stanzel, Oberarzt am Knappschaft Krankenhaus Sulzbach, kann mit Platz drei eine der vordersten Positionen im Ranking erzielen. Er befasst sich in seiner Forschungsarbeit mit stammzellbasierten Zellersatzstrategien zur Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration."
Prof. Dr. Peter Szurman, Chefarzt der Augenklinik Sulzbach, darf sich seit Jahren zu den Spitzenreitern der Ärzteliste des Magazins Focus in den Bereichen Netzhaut-, Hornhaut- und Diabetische Augenerkrankungen zählen, erhält immer wieder beste Bewertungen.

Bundesweite Spitzenplätze für Sulzbach

Die hohe Behandlungsqualität hat sich deutschlandweit herumgesprochen und schlägt sich eindrucksvoll in der Entwicklung der Patientenzahlen nieder, die mittlerweile aus vielen Teilen der Republik ins Saarland reisen, um sich hier behandeln zu lassen.
Der sogenannte "Grüne Star", das Glaukom, ist eine der häufigsten Ursachen für die Erblindung. 
Bei der Behandlung dieser Erkrankung ist Sulzbach für immer mehr Menschen die erste Wahl, gehört mit 1794 Fällen (im Jahr 2019) zu den Top-3-Kliniken in Deutschland, hinter dem Universitätsklinikum Köln, das 2.236 Patienten behandelt hat und der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität Mainz mit 1977 Fällen.
Selbst große Universitätskliniken wie Erlangen, Würzburg, Hamburg-Eppendorf oder Tübingen können da längst nicht mehr mithalten.

Platz 1 bei den Glaskörperoperationen

Bei den sogenannten Glasköperoperationen liegt Sulzbach ganz vorne auf dem ersten Platz. Die Klinikliste 2021 von klinikradar.de sieht die Augenklinik im Knappschaftskrankenhaus mit 4.111 Fällen auf der Liste der Top 175 damit vor dem Klinikum der Universität München (3.976 Fälle), dem Universitätsklinikum Regensburg mit 2.921 Fällen oder dem viertplazierten Universitätsklinikum Tübingen mit 2.662 Fällen.





Dienstag, 13. Juli 2021

Flächendeckend schnelles Internet für Eppelborn: Modellprojekt beim Glasfaserausbau sorgt für Aufsehen

Anderswo wird gefordert und darauf gewartet, das irgendjemand das Internet schneller macht. Eppelborn aber packt an: In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag stellten Bürgermeister Dr. Andreas Feld (CDU) und führende Vertreter des Unternehmens saarL.Y.T.E ihre Pläne für den flächendeckenden Glasfaserausbau in allen Dörfern der Gemeinde Eppelborn vor. Ziel ist eine hundertprozentige Netzabdeckung.

Nur selten wird der Unterschied zwischen denen die immer nur fordern und denen die anpacken so deutlich wie in der vergangenen Woche. Während das "Handelsblatt" noch Schuldige für einen lahmenden Gigabit-Ausbau sucht und der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes jammert, die "digitale Spaltung zwischen gut versorgten Ballungsräumen und schlecht an das Breitbandnetz angebundenen Regionen" müsse endlich überwunden werden, macht Bürgermeister Dr. Andreas Feld gemeinsam mit dem regional ansässigen Unternehmen saarL.Y.T.E Nägel mit Köpfen. 

Im Rahmen einer Kooperation mit der Gemeinde Eppelborn will das junge Unternehmen, das aus der Firma Mucaj hervorgegangen ist, ausnahmslos alle privaten Haushalte und Unternehmen, aber auch öffentliche Gebäude mit einem schnellen Glasfaseranschluss versorgen.
"Hundert Prozent sind bei uns auch wirklich hundert Prozent" betonte Johannes Dib von saarL.Y.T.E.
Auch wenn in einer Straße wenig Nachfrage sei oder ein Interessent beispielsweise fernab der geschlossenen Ortschaften auf einem Aussiedlerhof lebe, werde ein Zugang zu dem neuen Glasfasernetz garantiert. Satte 10 Millionen Euro will das Start-Up-Unternehmen dafür in der Gemeinde Eppelborn investieren.
saarL.Y.T.E. setzt dabei auf das eigene KnowKow, denn die "Mutterfirma" Mucaj hat jahrelange Erfahrung und leistet als Bauunternehmen alle Tiefbauarbeiten rund um den Glasfaserausbau - nur eben bislang im Auftrag anderer Unternehmen.

Andreas Feld machte deutlich, wie wichtig ihm als Bürgermeister dieses Projekt ist: "Die Gigabitnetze sind ein wichtiger Faktor, wenn es um die Digitalisierung geht. Schnelles Internet auf Glasfasertechnologie sorgt dafür, dass Homeschooling, Home-Office, aber auch Streaming und Smart-Home Freude bereiten. Wir möchten beim Ausbau der leistungsstarken Internet-Versorgung auf ein örtliches Unternehmen setzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Ansprechpartner sind vor Ort, die Wege der Kundinnen und Kunden sind kurz. Geplant ist ein Büro des Unternehmens in Eppelborn. Dort erhalten Sie Informationen zum Baufortschritt, aber auch zu den Kosten."
Er freue sich sehr, so Feld, dass ein junges, ortsansässiges Unternehmen uns auf dem Weg der Digitalisierung begleiten wolle: "Ich hoffe, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Chance nutzen und auf Glasfasertechnologie umsteigen werden. Denn gerade im ländlichen Raum ist schnelles Internet ein entscheidender Standortfaktor" machte Andreas Feld abschließend deutlich.

Beginnen soll der flächendeckende Glasfaserausbau bereits zu Beginn des kommenden Jahres in den Ortsteilen Bubach-Calmesweiler, Macherbach und Neububach, es folgen dann Eppelborn, Hierscheid, Humes, Wiesbach und die Habach und schließlich Dirmingen. Bis spätestens 2025, also innerhalb von vier Jahren, soll das Projekt vollendet sein und in ganz Eppelborn sollen flächendecken schnelle Internetanschlüsse zur Verfügung stehen.


Erinnern Sie sich noch, was wir Ihnen als CDU im Wahlkampf 2019 versprochen haben?