Vergangene Woche war ich gemeinsam mit unserem Fraktionsvorsitzenden Stephan Toscani, Bürgermeister Andreas Feld und zum Teil auch mit Ortsvorsteher Christian Ney und der Kreisbeigeordneten Daniela Feld einen ganzen Tag lang in meiner Heimatgemeinde Eppelborn unterwegs – mit vielen Gesprächen, Einblicken und Begegnungen. Solche Tage sind keine Symboltermine. Sie sind entscheidend, um Politik an der Realität der Menschen auszurichten.
Ein Blick auf den Ablauf zeigt: Eppelborn ist in Bewegung – und gleichzeitig gibt es Herausforderungen, bei denen das Land dringend besser unterstützen muss.
Start in Habach: Zuhören statt reden
Der Tag begann beim Bürgerfrühstück in Habach, wo Stephan und ich uns ganz selbstverständlich unter die fast 100 Gäste mischten und den Austausch suchten. Mit seiner offenen, sympathischen Art kam Toscani schnell ins Gespräch und es wurde deutlich, was den Leuten auch in der Habach auf der Seele brennt. Themen waren unter anderem:- steigende Lebenshaltungskosten
- Mobilität im ländlichen Raum
- medizinische Versorgung
- Entwicklung unserer Ortsteile
Solche Gespräche sind für mich, ja für uns als CDU insgesamt, unverzichtbar. Wer Politik macht, ohne regelmäßig zuzuhören, verliert den Kontakt zur Realität - etwas, das sich leider zu oft insbesondere auch bei denen zeigt, die sich nur in ihrer eigenen Blase bewegen.
Austausch im Rathaus: Verantwortung vor Ort
Anschließend setzten wir uns mit Rathaus im kleinen Kreis zusammen. Hier stand der intensive Austausch mit Bürgermeister Andreas Feld im Mittelpunkt. Es zeigte sich ein wiederkehrendes Muster, das uns im Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort in unseren saarländischen Gemeinden immer wieder begegnet:
- Kommunen haben Ideen und Projekte
- Engagement ist vorhanden
- aber: Verfahren dauern zu lange, Zuständigkeiten sind oft unklar und eine überbordende Bürokratie lähmt das Handeln.
Das bremst Entwicklung. Und genau hier muss Landespolitik ansetzen.
Kita Humes: Investitionen in die Zukunft
Ein echtes Vorzeigeprojekt ist der Neubau der Kita in Humes.
Hier wird deutlich:
- frühkindliche Bildung hat in der Gemeinde Eppelborn, beim Bürgermeister und auch bei der CDU-Gemeinderatsfraktion Priorität
- moderne Infrastruktur ist möglich, wenn politischer Wille da ist
- Familien brauchen verlässliche Angebote vor Ort
Das ist keine freiwillige Leistung – das ist Zukunftspolitik.
Hirscheider Graben: Stillstand durch das Land
Ein besonders kritischer Punkt war der Besuch des Projektgebiets „Hirscheider Graben“.
Hier geht es um ein geplantes Fachmarktzentrum – ein Projekt mit großem Potenzial für:
- Versorgung
- Arbeitsplätze
- lokale Wertschöpfung
Und trotzdem:
Das Projekt wird aktuell durch Entscheidungen auf Landesebene blockiert.
Das ist genau die Art von Politik, die vor Ort für Frust sorgt:
- Engagement wird ausgebremst
- Chancen bleiben ungenutzt
- Entscheidungen sind schwer nachvollziehbar
Hier braucht es dringend Bewegung.
Marktplatz Eppelborn: Baustelle mit Signalwirkung
Die Baustelle am Marktplatz zeigt:
Eppelborn investiert in seine Zukunft.
Aber sie steht auch sinnbildlich für ein größeres Problem:
- Baustellenmanagement
- Abstimmung von Maßnahmen
- Belastungen für Bürger und Gewerbe
Das sind Themen, die wir auch im Landtag immer wieder adressieren – und bei denen die Landesregierung liefern muss.
Mittelstand im Fokus: Autogalerie und Germa GmbH
Zwei Stationen haben besonders deutlich gemacht, was unsere Region stark macht:
50 Jahre Autogalerie
Ein beeindruckendes Jubiläum – 50 Jahre Unternehmergeist, Beständigkeit und Anpassungsfähigkeit.
Besuch bei Germa GmbH
Hier zeigt sich:
- Innovationskraft im Mittelstand
- hochspezialisierte Arbeitsplätze
- echte Wertschöpfung vor Ort
Gleichzeitig wurde aber auch klar:
- Bürokratie
- Fachkräftemangel
- Energiepreise
setzen Unternehmen zunehmend unter Druck.
Wenn wir unseren Mittelstand nicht stärken, verlieren wir langfristig unsere wirtschaftliche Basis.
Mehrgenerationenplatz: Ein Ort für Gemeinschaft
Ein echtes Highlight war die Einweihung des neuen Mehrgenerationenplatzes.
Dieses Projekt steht für:
- Zusammenhalt
- Lebensqualität
- generationsübergreifende Begegnung
Gerade im ländlichen Raum sind solche Orte enorm wichtig. Sie schaffen Identität und stärken das Miteinander.
Fazit: Eppelborn hat Stärke – aber braucht Rückenwind
Dieser Tag hat eines ganz klar gezeigt:
Eppelborn ist engagiert, lebendig und voller Ideen.
Was oft fehlt, ist nicht der Wille vor Ort – sondern die Unterstützung von oben.
Meine klare Schlussfolgerung:
- weniger Bürokratie
- schnellere Verfahren
- mehr Vertrauen in die Kommunen
Politik muss ermöglichen – nicht verhindern.
Ich nehme gemeinsam mit Stephan Toscani bei solchen Termeinen viele Impulse mit nach Saarbrücken. Und ich werde weiter dafür kämpfen, dass unsere Gemeinden die Rahmenbedingungen bekommen, die sie verdienen. Denn gute Politik beginnt nicht in den Hierarchien der Ministerien einer absolut und zunehmend ideologisch agierenden Landesregierung –sondern bei den Menschen vor Ort.












