Es ist schon bemerkenswert, wie schnell sich politische Wahrheiten ändern können: Was Verkehrsministerin Berg im Landtag noch höchstpersönlich als „Mumpitz“ abgetan hat und mir "FakeNews" vorgeworfen hat, steht schwarz auf weiß im Konzept der Landesregierung: sogenannte „Push-Maßnahmen“, also Druckmittel gegen Autofahrer – bis hin zu höheren Parkgebühren und weiterer Begrenzung von Parkraum für Landesbeschäftigte.
Und damit trifft es ausgerechnet diejenigen, die täglich für unser Land arbeiten.
Das ist Politik gegen die eigenen Beschäftigten!
Mein Kollege Raphael Schäfer bringt es auf den Punkt:
Die SPD-Alleinregierung verfolgt eine Verkehrspolitik, die immer weiter den Bezug zur Lebenswirklichkeit im Saarland verliert.
Denn die Realität ist klar:
Viele Landesbedienstete pendeln jeden Tag aus allen Teilen des Saarlandes nach Saarbrücken – aus dem Hochwald, aus dem Nordsaarland oder dem Bliesgau, aus kleineren Gemeinden.
👉 Für viele gibt es schlicht keine echte Alternative zum Auto.
- Busse fahren selten oder gar nicht
- Bahnverbindungen sind lückenhaft
- Arbeitszeiten passen oft nicht zum Fahrplan
- Schichtdienst, Außentermine, Familie – das echte Leben eben
Und genau diese Menschen sollen jetzt zusätzlich belastet werden?
Das ist nicht nur falsch. Das ist schlicht unfair.
🚴♂️ Wunschdenken statt Wirklichkeit.
Natürlich: Wer freiwillig auf Bus, Bahn oder Fahrrad umsteigen will, soll bestmöglich unterstützt werden. Da sind wir uns völlig einig.
Aber was macht die Landesregierung?
- Radwege bleiben lückenhaft, oft in schlechtem Zustand
- sichere Alltagsverbindungen fehlen
- Topographie und Entfernungen werden ignoriert
- der ÖPNV kommt seit Jahren nicht richtig voran
👉 Und statt diese Probleme zu lösen, greift man zum einfachsten Mittel: Verteuern und Druck machen. Das ist definitiv die falsche Reihenfolge, Frau Ministerin!
Das Saarland ist nicht Berlin.
Man kann Verkehrspolitik nicht aus dem Lehrbuch für Großstädte einfach auf das Saarland übertragen.
Unser Land ist geprägt von Höhenlagen und Tälern, von ländlichen Räumen und von weiten Pendelstrecken. Wer hier ernsthaft glaubt, man könne Menschen per Preissignal „umschalten“, hat den Alltag vieler Bürger schlicht nicht verstanden.
Die ganze Absurdität des ministeriellen Handelns in der Verkehrspolitik wird deutlich, wenn man sich die Prioritäten anschaut:
- Millionen für Ladeinfrastruktur, die Beschäftigte teilweise nicht nutzen können
- Diskussionen über Schilderaustausch statt Radwegeausbau
- Ankündigungen statt echter Fortschritte im ÖPNV
👉 Gleichzeitig sollen Beschäftigte für das Parken am Arbeitsplatz zahlen.
Das passt einfach nicht zusammen.
🧭 Der entscheidende Punkt:
Mobilitätswende funktioniert nur, wenn Menschen mitgenommen werden.
Nicht, wenn man sie unter Druck setzt.Erst Alternativen schaffen – dann kann man über Veränderungen sprechen.
Nicht umgekehrt.
📌 Klare Haltung der CDU:
Wir sagen klar:
- Keine zusätzlichen Belastungen für Pendler und Landesbeschäftigte
- Keine Politik gegen das Auto im ländlichen Raum
- Ja zu echten Alternativen – aber zuerst müssen sie funktionieren
Denn am Ende geht es um Wertschätzung und Respekt.
Wertschätzung und Respekt für die Menschen, die jeden Tag ihren Dienst leisten.
Wertschätzung und Respekt für die Pendler, die unser Land am Laufen halten.
Und vor allem auch Wertschätzung und Respekt vor den Realitäten der Menschen im Saarland.













