Donnerstag, 13. August 2020

Kammerflimmern in unserer Krankenhauslandschaft.

Die neoliberal eingestellte, nichtsdestotrotz jedoch einflussreiche Bertelsmann-Stiftung empfiehlt, jedes zweite Krankenhaus in Deutschland zu schließen. Zielstrebig verfolgt sie durch aktive Lobbyarbeit das Ziel, unser Gesundheitswesen noch mehr dem wirtschaftlichen Wettbewerb zu unterwerfen. Bei den Menschen in Deutschland stoßen die Bertelsmänner dabei auf eine geteilte Meinung: zwischen 50 Prozent und 61 Prozent der Befragten lehnen eine solche weitere Strukturreform strikt ab. Je nachdem, welcher Umfrage man Glauben schenken mag. Vor allem im ländlichen Raum fürchten sich die Menschen vor Versorgungsengpässen. Mehr als ein Drittel der Deutschen wäre sogar bereit, höhere Krankenkassenbeiträge zu zahlen, nur damit das Krankenhaus in ihrer Nähe erhalten bleibt. Und sie haben gute Gründe dafür, wie der Blick über unsere Grenzen hinaus ins europäische Ausland zeigt.


Gleich mehrere Umfragen bestätigen mir, was sich auch in meinen Gesprächen mit den Menschen vor Ort im Landkreis Neunkirchen und insbesondere auch in meiner Heimatregion rings um die Mündung von Ill und Theel wiederspiegelt: Eine Mehrheit der Menschen will keinen Kahlschlag in unserem Gesundheitswesen. Viele Menschen fürchten sich vor langen Wegen im Rettungswagen und dass sie bei Notfällen nicht schnell genug klinisch versorgt werden könnten, wenn das Krankenhaus in ihrer Nähe geschlossen würde.
Andere wiederum sind eingeschüchtert beim Anblick riesiger Klinik-Burgen, die zwar sicherlich bestens für eine moderne Hochleistungsmedizin ausgestattet sind, aber den Patienten/die Patientin möglicherweise zur Nummer, den kranken Menschen zum "Fall" werden lassen.

Ich will es nicht bestreiten: Wir haben im Saarland vergleichsweise viele Krankenhausstandorte, zweiundzwanzig an der Zahl. (Das relativiert sich allerdings ganz schnell, wenn man sich die Zahl der Krankenhäuser und Fachkliniken alleine in der Stadt Essen anschaut. Die Liste findet ihr hier.

Im Saarland liegen die meisten Kliniken, vor allem die wirklichen Maximalversorger, in den Städten der sogenannten Saarschiene. Insgesamt 17 der 22 Kliniken und Krankenhäuser liegen in der Südhälfte unseres Landes zwischen Homburg, Neunkirchen, Saarbrücken, Völklingen und Saarlouis.
Berücksichtigt man, dass die Schließung des Krankenhauses in Ottweiler bereits als beschlossen gilt, bleibt mit der Caritas-Klinik in Lebach noch ein zentral ländlich gelegenes Krankenhaus in Lebach, das die Region Ill/Theel/Prims abdeckt, es bleiben die Krankenhäuser Merzig und Losheim im Nordwesten und St. Wendel im Nordosten sowie ein kleines Krankenhaus in Mettlach, das sich jedoch mit gerade einmal 31 stationären Betten für Akutgeriatrie und 10 Tagesklinik-Plätze für teilstationäre Behandlung ausschließlich auf den Bereich Geriatrie spezialisiert hat.

Es gibt also eine hervorragende Versorgung in den Ballungsgebieten, es gibt aber auch tendenziell eine Unterversorgung im ländlichen Raum des mittleren und des nördlichen Saarlandes.
Dieser Unterversorgung müssen wir mit gut durchdachten Konzepten entgegentreten. In vielen Gesprächen habe ich mich in den letzten Monaten informiert, was und wie die Menschen in der Mitte des Saarlandes und in den nördlichen Landesteilen denken. Ich habe mich aber auch mit unterschiedlichen Fachleuten unterhalten, um mein Bild abzurunden.
Ein Vorschlag, den mein alter Freund Alfons Vogtel ins Spiel gebracht hat, ist dabei nicht ohne Reiz - und das habe ich auf Nachfrage auch gegenüber dem SZ-Chefreporter Michael Jungmann zum Ausdruck gebracht: Ein kleineres Krankenhaus mit vielleicht um die 50 stationären Betten und und einem breit aufgestellten ambulanten Angebot in Wadern könnte, getragen von mehreren Partnern, die Versorgung im Nordsaarland sinnvoll ergänzen. Die SZ hat darüber berichtet.
Ob man dies nun Medizinisches Versorgungszentrum Plus oder Poliklinik oder Portalklinik oder wie auch immer nennen mag: Das Etikett wird nicht das Entscheidende sein, sondern ausschließlich die Frage: Schaffen wir es, die medizinische Versorgung im Nordsaarland und insbesondere im Hochwald nachhaltig zu verbessern und schaffen wir ein Angebot, dem die Menschen vertrauen und das sie nutzen?
Die Krankenhäuser vor Ort haben - auch wenn sie nicht so viele Betten haben oder eine Maximalmedizin anbieten können - einen ganz großen Vorteil der auch der Genesung kranker Menschen zuträglich ist: Echte Patientennähe!

Gesundheitsministerin Monika Bachmann befindet sich derzeit mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitten in einem sogenannten Interessensbekundungsverfahren unter der Überschrift "Nordsaarlandklinik". Wie die Ergebnisse letztlich sein werden, bleibt abzuwarten.
Eines darf jedoch nicht passieren: Ein noch stärkerer Verdrängungswettbewerb im Norden und der Mitte des Saarlandes darf nicht entbrennen. Wir brauchen die bestehenden Standorte
Ich vertraue Monika Bachmann und bin sicher, dass unter ihrer Moderation eine gute und eine tragfähige Lösung gefunden werden kann. 
Dass gelingt ihr aber nicht alleine. Weil Monika Bachmann eine engagierte Gesundheitsministerin, aber keine Wunderheilerin ist, braucht sie Gesprächspartner, die ihre Karten offen auf den Tisch legen, die aufeinander zugehen und an einem partnerschaftlichen Miteinander für die beste medizinische Versorgung interessiert sind. 
Nur wenn wir die medizinische Versorgung im Saarland gemeinsam als Daseinsvorsorge begreifen, können wir auch dauerhaft Strukturen schaffen und erhalten, die weder bei akuten Notfällen noch bei Katastrophen oder Pandemie wackeln oder wanken.
Gemeinsam schaffen wir es, aus dem Kammerflimmern in der saarländischen Krankenhauslandschaft wieder zurück zu einem kräftigen Pulsschlag zu finden.
Daran glaube ich.


P.S.: Sie wollen auch noch wissen, wie wir den Investitionsstau in unseren Krankenhäusern auflösen können?
Lassen wir doch einfach den Solidaritätszuschlag für vier Jahre weiterlaufen und verteilen ihn nach dem Königsteiner Schlüssel an die Bundesländer.
Das wären für das Saarland vier mal 189 Millionen Euro - also rund 750 Millionen Euro zusätzlich und zweckbezogen. Damit ließe sich etwas anfangen.


„Kinder- und Jugendpolitik ist vor allem auch Zukunftspolitik" bekräftigt Sozialministerin Monika Bachmann zum Internationalen Tag der Jugend.

Um die Beteiligung und Mitgestaltung durch Jugendliche in unserer Gesellschaft zu stärken, führt das Sozialministerium im September/Oktober diesen Jahres federführend eine gründliche partizipative Analyse und Evaluierung der aktuellen Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen durch.

„Die Corona-Pandemie hat das alltägliche Leben der jungen Menschen massiv verändert. Nicht nur in der Schule, sondern auch in Sport, Kultur und Freizeit waren und sind sie weiterhin stark eingeschränkt. Ihre Kontakte zu Freundinnen und Freunden, Gleichaltrigen konnten hauptsächlich nur digital erfolgen. Mit der schrittweisen Wiederaufnahme des öffentlichen Alltags werden erfreulicherweise auch immer mehr Angebote der Kinder- und Jugendarbeit wieder möglich. Wir bemühen uns hierbei in enger Abstimmung mit den Trägern der Jugendarbeit und Jugendhilfe im Saarland um verantwortungsbewusste Lösungen“, sagt Sozialministerin Monika Bachmann.


Förderung der Jugendverbandsarbeit wird erhöht

Die nachhaltige und verlässliche Finanzierung der Arbeit der anerkannten Jugendverbände, Jugendhilfeträger und des Landesjugendrings ist hierfür eine unerlässliche Voraussetzung. Das Sozialministerium hat sich deshalb dafür eingesetzt, dass der Mittelansatz für die Förderung der Jugendverbandsarbeit von 2017 bis zum Haushaltsjahr 2020 kontinuierlich von 786.000 auf 957.500 Euro angehoben wurde, das entspricht einer Steigerung um rund 22 Prozent.

„Kinder- und Jugendpolitik ist vor allem auch Zukunftspolitik. Jeder Euro, der für die Finanzierung von Kinder- und Jugendarbeit, von Kinder- und Jugendhilfe oder von Kinder- und Jugendschutz aufgebracht wird, ist eine Investition in die Zukunft unseres Landes. Aktive junge Menschen sind eine einzigartige Chance für unsere Gesellschaft“, so Monika Bachmann weiter.


5. Kinder- und Jugendbericht für das Saarland in Vorbereitung

Um die Beteiligung und Mitgestaltung durch Jugendliche in unserer Gesellschaft zu stärken, führt das Sozialministerium im September/Oktober diesen Jahres federführend eine gründliche partizipative Analyse und Evaluierung der aktuellen Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen durch: „Wir werden gemeinsam mit dem beauftragten wissenschaftlichen Institut iSPO bis zu 6.000 Jugendliche und junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren im Saarland online zu den wichtigsten aktuellen Themen und Zukunftsthemen befragen. Der 5. Kinder- und Jugendbericht für das Saarland wird Anfang 2021 veröffentlicht werden“, erklärt Bachmann abschließend.

Mittwoch, 12. August 2020

CDU-Bildungspolitiker setzen mit ihrer "Qualitätsoffensive Gymnasium" neue Maßstäbe

Die CDU-Landtagsfraktion setzt sich dafür ein, das Gymnasium als wichtigen Eckpfeiler unserer Bildungslandschaft weiter zu stärken. Meine Freunde und Landtagskollegen Frank Wagner und Jutta Schmitt-Lang meldeten sich nun mit entsprechenden Leitlinien zu Wort.
In den Mittelpunkt stellen die beiden engagierten Bildungspolitiker das wichtige Ziel, dass gymnasiale Bildung nicht nur der Vermittlung einer vertieften Allgemeinbildung und der fachlichen Ausbildung dienen soll, sondern vor allem auch junge Menschen in die Lage versetzt, eigene Antworten zu finden auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.


Die heranwachsenden Generationen stehen heute einer Lebenswirklichkeit gegenüber, die sie in ganz erheblichem Maße fordert. Rasant verändern sich die Lebensbedingungen. 
Die Geschwindigkeit und auch die Richtung technologischer Entwicklungen, die Globalisierung der Wirtschafts- und Arbeitswelt, die Sicherung der ökologischen Grundlagen der Menschheit, demografische Entwicklungen sowie die zunehmenden Schwierigkeiten, sich innerhalb unserer Gesellschaft auf ein gemeinsames Wertefundament zu verständigen, sind gigantische Herausforderungen, die gerade auch von jungen Menschen bewältigt werden wollen.
Völlig zu Recht rücken Frank Wagner und Jutta Schmitt-Lang in ihrer Ausarbeitung und ihrem Forderungskatalog das humboldtsche Bildungsideal in den Fokus: "Unser Ziel ist eine umfassende, moderne und humanistische Bildung. Die Grundpfeiler der gymnasialen Bildung sind für uns die Allgemeinbildung, eine umfassende Persönlichkeitsentwicklung, der Erwerb der allgemeinen Studierfähigkeit sowie das propädeutische Arbeiten für ein wissenschaftliches Studium", so die beiden Bildungsexperten.
Damit dieses Ziel erreicht werden könne, sollten unter anderem die Zugangsvoraussetzungen wieder an das Anforderungsniveau angepasst und eine verbindliche Empfehlung der Grundschule wieder die Regel werden, verbunden mit einem Beratungsgespräch mit den Schulleitungen der Gymnasien.
Sind die Eltern trotz einer fehlenden Empfehlung der Meinung, ihr Kind sei für die Herausforderungen des Gymnasiums gewachsen, soll ein Test Klarheit bringen können. Auch Härtefälle und besondere Situationen können bei der Entscheidung berücksichtigt werden.

Um den Erfolg der schulischen Bildung sicherzustellen, soll die deutsche Sprache sicher beherrscht, mögliche Schwächen zielorientiert und schnell ausgemerzt werden.
Auch der Unterricht soll angepasst werden, das Prinzip des Wissenschaftsbezugs wieder an Bedeutung gewinnen, während die Schülerinnen und Schüler parallel auch wieder alters- und fachgerecht an ein selbstverantwortliches Lernen herangeführt werden.

Die Aufzählung konkreter Forderungen und Vorschläge zur Stärkung des gymnasialen Bildung könnte an dieser Stelle noch weiter fortgesetzt werden. Die Qualitätsoffensive Gymnasium ist wegweisend. Und sie hat es verdient, Stück für Stück umgesetzt zu werden.
Das, was Jutta Schmitt-Lang und Frank Wagner erarbeitet haben, ist ebenso umfassend wie lösungsorientiert und in sehr guter Weise dazu geeignet, durch eine Stärkung und eine klarere Definition von Profil und Auftrag des Gymnasiums nicht nur unsere Bildungslandschaft noch besser aufzustellen, sondern vor allem auch die Bildungschancen und -möglichkeiten unserer Kinder weiter zu erhöhen und gleichzeitig auch den nächsten konsequenten Schritt zu Inklusion einzuleiten und die Rahmenbedingungen sowohl für die Lernenden als auch für die Lehrenden weiter zu verbessern.



Das Positionspapier von Jutta Schmitt-Lang und Frank Wagner steht hier zum Download bereit.





Dienstag, 11. August 2020

„Nachbarn helfen Nachbarn“: Ab sofort Registrierung zur Nachbarschaftshilfe im Saarland möglich!

Der Entlastungsbetrag zur Unterstützung im Alltag für Pflegebedürftige kann im Saarland nun auch für Leistungen der Nachbarschaftshilfe genutzt werden. „Gerade in der aktuellen Zeit wird deutlich, wie wichtig Nachbarschaftshilfe ist. Nicht selten können alte, kranke und pflegebedürftige Menschen ihre Versorgung nicht mehr selbst sicherstellen und sind daher auf die Hilfe anderer angewiesen. Wir freuen uns, dass die Hilfeleistungen von Nachbarschaftshelferinnen und -helfern ab sofort im Rahmen des Entlastungsbeitrags für Pflegebedürftige mit bis zu 125 Euro monatlich vergütet werden können“, sagt Sozialministerin Monika Bachmann.

Auf Grundlage der „Verordnung über die Anerkennung und Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag sowie über die Förderung von Initiativen des Ehrenamts und der Selbsthilfe nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch“ werden bereits seit etwa drei Jahren Angebote zur Unterstützung im Alltag für Pflegebedürftige anerkannt und können über den Entlastungsbetrag von monatlich bis zu 125 Euro vergütet werden. Anspruch auf diesen Entlastungsbetrag haben alle Pflegebedürftige von Pflegegrad 1 bis Pflegegrad 5, die in der Häuslichkeit gepflegt werden.

Diese Regelung galt bis dato nur für Angebote von anerkannten Anbietern. Da die Nachfrage gerade im hauswirtschaftlichen Bereich die Anzahl der Angebote übersteigt, wurde mit Ministerratsbeschluss vom 30. Juni 2020 die Vereinfachung des Zugriffs auf den Entlastungsbeitrag für Pflegebedürftige beschlossen. Dieser Entlastungsbetrag kann nun auch für Leistungen der Nachbarschaftshilfe genutzt werden. Monika Bachmann betont: „Der Landesregierung war es wichtig den Zugriff auf den Entlastungsbeitrag zu vereinfachen. Ich bin zuversichtlich, dass wir durch die Änderungen solidarisches Engagement unterstützen und fördern werden.“

Pflegebedürftige Personen können sich an die Registrierungsstelle Nachbarschaftshilfe wenden und die Zuweisung eines Nachbarschaftshelfers bzw. einer Nachbarschaftshelferin beantragen, welche/r vorab benannt werden muss. Nach der Antragstellung prüft die Registrierungsstelle Nachbarschaftshilfe, ob eine Registrierung möglich ist. Als Nachbarschaftshelfer/in kommen volljährige natürliche Personen in Betracht, die unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • sie dürfen keine Tätigkeit als Pflegeperson bei der pflegebedürftigen Person ausüben, nicht mit dieser bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sein und nicht zusammenwohnen,
  • die Aufwandsentschädigung für die Leistungen der Nachbarschaftshilfe beträgt je Stunde maximal die Höhe des jeweils aktuell gültigen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohnes (Stand 31.07.2020: 9,35 Euro),
  • der Höchstbetrag aller Aufwandsentschädigungen im Kalenderjahr darf den aktuellen Freibetrag nach § 3 Nummer 26 Einkommensteuergesetz (sogenannte Übungsleiterpauschale in Höhe von 2.400 Euro) nicht überschreiten,
  • es muss ein ausreichender Versicherungsschutz für Schäden, die bei der Leistungserbringung verursacht werden (Privathaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 2 Mio. €), sowie eine private Unfallversicherung nachgewiesen werden
  • außerdem müssen folgende Nachweise, die zum Zeitpunkt des Registrierungsantrags jeweils nicht älter als drei Monate sind, vorgelegt werden: Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs, eine Unterweisung gemäß § 43 Infektionsschutzgesetz (Hygienebelehrung durch zuständiges Gesundheitsamt), ein polizeiliches Führungszeugnis.


Eine Registrierung ist für maximal zwei Pflegebedürftige möglich. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, werden sie für eine bestimmte pflegebedürftige Person registriert und mit der Erbringung der Leistung der Nachbarschaftshilfe beauftragt. Diese Leistung kann dann über den Entlastungsbetrag abgerechnet werden.

„Über den monatlichen Entlastungsbetrag können Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 bis 5 insbesondere Leistungen wie Reinigung der Wohnung, Erledigung der Einkäufe, Reinigung der Wäsche und Essenszubereitung abrechnen. Nicht abrechnungsfähig sind beispielsweise die Instandhaltung von Gebäuden und Außenanlagen oder Handwerkerleistungen“, erklärt Monika Bachmann abschließend.

Weitere Informationen zum Registrierungsverfahren und den Registrierungsvoraussetzungen, Merkblätter und die entsprechenden Antragsformulare können bei der Registrierungsstelle Nachbarschaftshilfe angefordert werden.


Kontaktdaten der Registrierungsstelle:

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Registrierungsstelle Nachbarschaftshilfe

Franz-Josef-Röder-Straße 23

66119 Saarbrücken

Telefon: 0681 501 3084

E-Mail: nachbarschaftshilfe@soziales.saarland.de





1. FSV Mainz 05 Fanclub Eppelborn e. V. spendet 500 Euro an das Hospizteam Illtal e.V.

Die Corona-Krise hinterlässt auch in der Hospizarbeit ihre Spuren: Auch wenn inzwischen einige Lockerungen erfolgt sind, gelten noch immer einschränkende Kontakt- und Besuchsregeln, die die ehrenamtliche Sterbebegleitung deutlich erschweren. Um die Arbeit der Hospizhelfer in dieser Zeit zu unterstützen, hat nun der 1. FSV Mainz 05 Fanclub Eppelborn e. V. dem Hospizteam Illtal eine Spende in Höhe von 500 Euro überreicht.

Spendenübergabe: Der Vorstand  des 1. FSV Mainz 05 Fanclub überreichte einen symbolischen
Scheck für ihre Spende über 500 Euro an Jürgen Doods, den Vorsitzenden des
Hospizteams Illtal und unterstützen damit bewusst auch in schwierigen die ambulante
Hospizarbeit und die ehrenamtliche Begleitung todkranker Menschen.

"Wir sind als Mainz Fanclub Eppelborn sehr glücklich darüber, dass wir mit unserer Spende Gutes tun können und bewundern es, dass es ehrenamtliche Helfer gibt, die sich mit solch schwierigen Themen befassen und anderem Menschen ihre Unterstützung anbieten", sagten die Eppelborner Mainz-Fans bei der Spendenübergabe an Jürgen Doods, den Vorsitzenden des Hospizteams Illtal e.V.

Jürgen Doods bedankte sich sehr für die großzügige Spende, denn das Hospizteam ist auf Unterstützung dringend angewiesen. Die Hospizarbeit in Corona-Zeiten gestaltet sich schwierig: Nur wenige Angehörige dürfen die Schwerstkranken begleiten, ehrenamtliche Hospizhelfer sind in Pflegeheimen nur selten zugelassen.
So entsteht eine Einsamkeit der Betroffenen, den auch die beste Betreuung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Heimen nicht auffangen kann. Umso wichtiger ist es, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ihre Begleitungen fortführen und todkranken Menschen auch in Zeiten von strengen Abstands- und Hygieneregeln zur Seite stehen zu können. 

Es ist wirklich toll, wenn gerade auch ein Fußball-Fanclub trotz aller Einschränkungen die auch der Sport derzeit erlebt, solche sozialen Projekte wie die Begleitung todkranker Menschen und ihrer Angehörigen unterstützt. Das beweist ein weiteres Mal eindrucksvoll auch die soziale Bindungswirkung des Sports. Der 1. FSV Mainz 05 Fanclub Eppelborn ist damit ein Vorbild für unsere gesamte Gesellschaft und hat sich zu Recht ein ganz herzliches Wort des Dankes verdient!



Montag, 10. August 2020

Vor ambulanten Behandlungen: Land vereinfacht Abrechnung von Corona-Tests für Hausärzte

Der nächste wichtige Schritt, um der Pandemie auch weiterhin wirksam begegnen zu können: Zukünftig können teilnehmende Vertragsärzte Corona-Abstriche von Patientinnen und Patienten vor ambulanten Operationen sowie vor Erst- und Wiederaufnahmen in Alten- und Pflegeheimen über die Kassenärztliche Vereinigung abrechnen. Eine entsprechende Vereinbarung hat Gesundheitsministerin Monika Bachmann heute unterzeichnet. 

Mit dieser Maßnahme werden zumindest im Saarland Unklarheiten wegen der Kostenübernahme aus dem Weg geräumt. Die Zuschüsse des Landes entsprächen dabei analog denen bei Testungen von Reiserückkehrerinnen und –rückkehrern, so die saarländische Gesundheitsministerin bei der Unterzeichnung der entsprechenden Vereinbarung. 


Monika Bachmann betont anschließend in einer Pressemitteilung noch einmal, worum es ihr geht: „Wir müssen eine Ausbreitung des Virus in den sensibelsten Bereichen unseres Gesundheitssystems unbedingt verhindern. Seit Beginn der Pandemie führen wir aus diesem Grund entsprechende Testungen vor ambulanten Aufnahmen durch", stellt die Gesundheitsministerin klar und ergänzt: "Diese Tests dürfen aber nicht zu Lasten der Patientinnen und Patienten gehen. Deshalb vereinfachen wir in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung die Abrechnung dieser Abstriche für die behandelnden Hausärzte."


Serienstart in Saarlouis: Ford Focus EcoBoost Hybrid läuft vom Band

Es ist die nächste gute Meldung für die Saarlouiser Autobauer: Im Ford-Werk Saarlouis startet die Serienproduktion des neuen Ford Focus EcoBoost Hybrid. Wie Ford berichtet, soll die Mild-Hybrid-Variante des Ford Focus durch die Elektrifizierung des Antriebsstrangs einen um 17 Prozent verringerten Spritverbrauch gegenüber dem vergleichbaren Benziner erreichen.  Der Standort Saarlouis ist damit Teil der übergeordneten Elektrifizierungsstrategie von Ford: Künftig solle in jeder Baureihe mindestens ein Modell elektrifiziert sein, verkündet der Automobilhersteller über das Presseportal ots:

Saarlouis (ots) Die Werksferien sind beendet, die Produktion im Ford-Werk Saarlouis läuft wieder, und vom Band rollt ein neues Modell: der Ford Focus EcoBoost Hybrid. Sein elektrifizierter Antriebsstrang kombiniert eine ausgereifte 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie mit dem mehrfach ausgezeichneten 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder-Benziner. Die EcoBoost Hybrid-Modelle gibt es in zwei unterschiedlichen Leistungsstufen, mit 92 kW (125 PS)* oder 114 kW (155 PS)*. Im Vergleich zum aktuellen Ford Focus mit dem 1,5-Liter-EcoBoost-Motor und einer Leistung von 110 kW (150 PS) spart die 114 kW/155 PS starke Mild-Hybrid-Version beim Kraftstoffverbrauch rund 17 Prozent ein. Der neue EcoBoost Hybrid-Antrieb ist in allen neun Ford Focus-Ausstattungsvarianten erhältlich; die Verkaufspreise beginnen bei 22.774 Euro.

Jürgen Schäfer, Werkleiter von Ford Saarlouis (rechts im Bild) und der Betriebsratsvorsitzende Markus Thal posierten mit dem Ford Focus EcoBoost Hybrid, bevor das neue Modell im Ford-Werk Saarlouis vom Montageband rollt.  Bildquelle: "obs/Ford-Werke GmbH"
Jürgen Schäfer, Werkleiter von Ford Saarlouis (rechts im Bild) und der Betriebsratsvorsitzende Markus Thal posierten mit dem Ford Focus EcoBoost Hybrid, bevor das neue Modell im Ford-Werk Saarlouis vom Montageband rollt.  Bildquelle: "obs/Ford-Werke GmbH"

Seit der Werkseröffnung 1970 sind in Saarlouis schon mehr als 15 Millionen Ford-Modelle vom Band gelaufen. Im Jahr des 50. Werkjubiläums beginnt nun mit dem Serienproduktionsstart des Ford Focus EcoBoost Hybrid ein wichtiges neues Kapitel in der Geschichte des Standorts. Denn mit dem neuen Modell leistet Saarlouis seinen Beitrag zur übergeordneten Elektrifizierungsstrategie von Ford. Künftig soll es in jeder Ford-Baureihe mindestens ein elektrifiziertes Modell geben. Bis Ende 2021 bringt Ford 18 elektrifizierte Modelle in Europa auf den Markt. Und bis Ende 2022 soll dann mehr als die Hälfte der in Europa abgesetzten Ford-Fahrzeuge elektrifiziert sein.

"Der Produktionsstart des Ford Focus EcoBoost Hybrid ist für uns ein ganz wichtiger Schritt", betont Werkleiter Jürgen Schäfer. "Damit elektrifizieren wir unsere absatzstärkste Baureihe in Europa und tragen so einen erheblichen Teil zur Elektrifizierungsstrategie von Ford bei."


Ford seiner Zeit voraus


Der Ford Focus EcoBoost Hybrid ist nicht das erste elektrifizierte Modell, das Ford in Saarlouis produziert. Bereits 2013 rollte hier der Ford Focus Electric vom Band - das erste vollelektrische Modell, das überhaupt in Deutschland gebaut wurde. Allerdings hielt sich der Verkaufserfolg des E-Modells damals in Grenzen, weshalb Ford die Produktion des Focus Electric 2018 mit dem Launch der aktuellen, vierten Ford Focus-Generation einstellte.

"Wir haben bereits bewiesen, dass wir in Saarlouis elektrifizierte Autos bauen können und profitieren nun von den Kompetenzen, die wir uns in den vergangenen Jahren aneignen konnten", sagt Jürgen Schäfer. "Damals waren wir unserer Zeit etwas voraus. Doch inzwischen ist das ökologische Bewusstsein vieler Kunden größer und damit auch das Interesse an alternativen Antrieben gestiegen. Deshalb bin ich überzeugt, dass der neue Ford Focus EcoBoost Hybrid von unseren Kunden sehr gut angenommen wird."

Mehr Informationen und technische Details zum Ford Focus EcoBoost Hybrid gibt es online unter:

https://ford.to/2BGEZY6


Standortsicherheit in Saarlouis


Gemeinsam mit meinem Landtagskollegen Marc Speicher und unseren Freunden im CDA-Landesvorstand hoffe ich, dass das neue Modell gut von den Kunden angenommen wird und für das Ford-Werk in Saarlouis und seine Mitarbeiter Perspektiven weit über die Modellreihe hinaus schafft. damit es auch nach dem Jahr 2035 hinaus weiterhin bei vielen Ford-Modellen heißt: Qualität aus dem Saarland!
 






Sonntag, 9. August 2020

Kardiologen warnen vor Covid-19: Achtsamer Umgang mit der Herzgesundheit aktuell wichtiger denn je!

(ots) Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht neben Atemwegsbeschwerden auch akute und chronische Schäden des Herz-Kreislauf-Systems. Mit diesem wichtigen Hinweis geht der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) nun warnend an die Öffentlichkeit.
"Neueste Studien von deutschen Universitäten zeigen, dass es bei einer COVID-19 Erkrankung mit schweren Verläufen zu einer akuten Schädigung des Herzmuskels kommen kann. So hat eine Forschungsgruppe des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in einer Autopsie-Serie Hinweise auf Entzündungsreaktionen im Herzmuskel nachgewiesen" berichtet der Verband. Auch in einer Studie des Centre for Cardiovascular Imaging an der Universität Frankfurt mit 100 Patienten, von denen 67 zu Hause genesen waren, zeigten sich bei 78 Patienten kardiale Veränderungen. Bei 60 Patienten gab es Hinweise auf eine fortdauernde Herzmuskelentzündung.

Schon zuvor hatte eine chinesische Forschungsgruppe von der Universität Zhengzhou den Zusammenhang von Atemwegsbeschwerden und akuten und chronischen Schäden des Herz-Kreislauf-Systems aufgezeigt. Menschen mit kardiovaskulären Vorerkrankungen haben in diesem Zusammenhang möglicherweise ein erhöhtes Sterberisiko.

Die Gesundheitsrisiken für ältere Menschen durch SARS-CoV-2 liegen auf verschiedenen Ebenen: So scheinen sie sich eher zu infizieren, besonders wenn sie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit oder Diabetes haben. Zudem entwickeln Patienten mit Vorerkrankungen häufiger schwere Symptome. Insbesondere Patienten mit akutem Koronarsyndrom laufen bei einer Covid-19 Erkrankung Gefahr, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln. Ist diese schon vorhanden, ist das Sterblichkeitsrisiko deutlich höher.


Was können Herzpatienten tun, um sich zu schützen?


Vorsorge ist heute wichtiger denn je. Das betrifft alle Ebenen der Prävention: Von ausreichend Bewegung und Sport, über eine gesunde Ernährung, bewusstem Umgang mit Alkohol und anderen Genussmitteln, bis hin zu einem guten Umgang mit Stress. Vorsorge heißt aber auch, die aktuelle Behandlung und den Medikation zu überprüfen.


1. Medikamentenplan überprüfen und folgen


Im ersten Schritt sollten Herzpatienten im Gespräch mit ihrem behandelnden Kardiologen ihre Medikation durchgehen und besprechen, was im Fall einer Covid-19-Erkrankung im ersten Schritt zu tun ist. Dem Medikamentenplan sollten Patienten sorgfältig folgen, um eine möglichst optimale Einstellung zu erreichen und im Falle einer schweren Erkrankung die weitere Behandlung zu erleichtern. Hilfreich ist hier die Nutzung einer unterstützenden App, wie der BNK Cardio Coach.


2. Ausreichend bewegen und Sport machen


Bewegung ist das "Medikament ohne Nebenwirkung", aber mit zahlreichen positiven Auswirkungen. Durch Bewegung werden die Kontraktionseigenschaften des Herzmuskels und die Blutversorgung der Herzmuskulatur verbessert, die Leistungsfähigkeit der Lungen vergrößert, die Atem- und Herzfrequenz sowie der Blutdruck gesenkt. Die Fließeigenschaften des Blutes werden verbessert und die Blutmenge erhöht. Auf der metabolischen Ebene steigt das Volumen der Mitochendrien, der Kraftwerke der Zellen. Die Cholesterinzusammensetzung verändert sich durch die Verbesserung des HDL/LDL-Verhältnisses. Nicht zuletzt verbessert sich die Muskelkraft und Muskelausdauer. Bewegung steigert die Lebensqualität, indem sie positiv auf Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination zielt.

Die Möglichkeiten für Bewegung sind vielfältig und fangen im Alltag an.

Einige Beispiele, wie man ganz einfach seine Alltagsaktivitäten steigern kann:


-  Treppensteigen statt Aufzüge 

-  Einkaufs- und/oder Arbeitsweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad 

-  Im Alltag stehen statt sitzen 

-  Täglicher Spaziergang in der Mittagspause 

-  Sitzplatzaktiveren, z.B. Muskeln anspannen 

-  Putzen der Zähne auf einem Bein 

-  Auto weiter weg parken.  

Noch besser ist es, darüber hinaus ein gezieltes Ausdauer- und Krafttraining mit mindestens 5 Trainingseinheiten pro Woche und jeweils mindestens 30 Minuten Dauer zu machen. Wer bisher in einer Herzsportgruppe war, diese aber aufgrund von Corona nicht mehr besuchen kann, kann auch alleine oder zu zweit viel für seine Gesundheit tun. Für die Ausdauer bietet sich indoor ein Ergometertraining an, outdoor Gehen / Nordic Walking oder Fahrradfahren. Als Krafttraining gibt es einfache Übungen, die man schon ganz einfach mit Hilfe eines Stuhls und einer Wasserflasche umsetzen kann.


3. Gesund ernähren mit mediterraner Kost


Die Ernährung ist ein entscheidender Faktor zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das ist bekannt, aber weiterhin eine große Herausforderung für viele Menschen. Übergewicht, erhöhte Salzaufnahme und Alkohol sind Risikofaktoren für Hohen Blutdruck, Gewicht und Kohlenhydrate hängen eng mit der Entstehung von Diabetes mellitus zusammen wie auch erhöhtes Cholesterin durch die Nahrungscholesterinaufnahme. Ein guter Weg zu einem gesunden Gewicht ist die mediterrane Kost. Dazu zählen Olivenöl, Nüsse, viel Obst und Gemüse, Fisch wie Hering, Sardine, Lachs und Thunfisch für die wichtigen Omega 3 Fettsäuren, etwas Geflügel, schwarze Schokolade und Espresso.


4. Auf Alkohol verzichten, denn er schadet auch dem Herzen


Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass ein Glas Rotwein am Tag gut sei für das Herz. Wer aus Genuss gelegentlich ein Glas Rotwein trinkt, muss sich zwar keine Sorgen um die Gesundheit machen. Etwas Gutes tut man ihr damit aber nicht. Menschen, die etwas Alkohol trinken, bekommen tatsächlich etwas seltener einen Herzinfarkt. Für alle anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist das Risiko erhöht - auch bei moderatem Alkoholkonsum. Dazu zählen Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen undhoher Blutdruck. Darüber hinaus begünstigt Alkohol auch viele andere Erkrankungen (Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse, Gicht) darunter verschiedene Krebserkrankungen.


5. Stress vermeiden, Stress bewältigen


Stress ist eine überlebensnotwendige Reaktion des Körpers auf Umweltreize. Unser Gehirn wird vermehrt aktiviert und durchblutet, Blutdruck und Puls sind erhöht, die Atemfrequenz steigt, wir stellen mehr Energie bereit, indem unser Körper Blutzucker und Blutfette in den Umlauf bringt. Was kurzfristig dem Menschen in Ausnahmesituationen hilft, macht bei chronischem Stress auf Dauer krank: In Bezug auf Herz-Kreislauf kann es u.a. zu Bluthochdruck und einer Herzkranzgefäßverengung kommen. Gleichzeitig reagieren viele Menschen mit einem ungesunden Lebensstil zur Leistungssteigerung oder Betäubung durch Genuss von Alkohol, Nikotin, Frustessen und Bewegungsmangel, wiederum Risikofaktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen, vor allem Herzinfarkt. Ein wichtiger Schritt gegen Stress ist die eigenen Glaubensätze zu erkennen und aufzuheben. Häufige Glaubensätze, die uns krank machen können, sind z.B. "Ich darf keine Fehler machen. Ich muss perfekt sein" Oder: "Ich bin nur dann als Mensch wertvoll, wenn die Leistung stimmt".

Achtung! Waldbrandgefahr!

Mit den hochsommerlichen Temperaturen der sogenannten "Hundstage" steigt im Saarland leider auch die Wald- und Flächenbrandgefahr noch weiter. Derzeit herrscht bereits Waldbrandgefahrenstufe 4 von 5 (höchste Stufe). Dabei ist es nicht nur die aktuelle Hitzewelle, die Wald und Flur Stress bereitet und die Brandgefahr steigen lässt, sondern vor allem auch die anhaltende Trockenheit. 

In einem breiten Streifen zwischen dem Saarland und Nordbadenbis hin nach Thüringen und Sachsen hat es gebietsweise weniger als 15 % des langjährigen Mittelwertes im Juli von 1961-1990 geregnet. Damit setzt sich die Dürre fort, die seit Mai dieses Jahres vor allem auch im Saarland herrscht. Unser Bundesland gehört aktuell zu den trockensten Regionen Deutschlands.
Bei den heute erneut erwarteten 38 Grad im Saarland appelliert Innenminister Klaus Bouillon an die Bevölkerung: „Seien Sie jetzt in der Natur besonders vorsichtig im Umgang mit Feuer! Bereits ein kleiner Funke, der unachtsam entfacht wurde, kann verheerende Folgen haben.“
In den vergangenen Tagen kam es bereits an mehreren Orten im Saarland zu kleineren Flächenbränden und einem größeren Brand auf einem Feld mit angrenzendem Waldgebiet, die aber dank des Einsatzes der Feuerwehren schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Damit Sie keinen Flächen- oder Waldbrand auslösen, bittet das Innenministerium dringend darum, folgende Hinweise zu beachten:

Rauchen, Feuer und offenes Licht ist im Wald verboten! Dies gilt auch für Grillfeuer - fragen Sie nach ausgewiesenen Grillplätzen

In Wohngebieten am Waldrand sollte wegen unkontrollierten Funkenflugs auf offenes Feuer verzichtet werden!

Durch unachtsam hinterlassenen Müll, besonders Glasflaschen und -scherben wird das Brandrisiko erhöht!

Vermeiden Sie das Parken auf Wiesen, denn der heiße Katalysator eines Fahrzeugs kann das trockene Gras entzünden!

Halten Sie Waldeinfahrten unbedingt frei für mögliche Rettungsfahrzeuge!

Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Autofenster!

Versuchen Sie, entstehendes Feuer selbst zu löschen, aber bringen Sie sich nicht in Gefahr!

Wenn Sie den Notruf absetzen, geben Sie am besten die Nummer des nahegelegenen Rettungspunktes mit an. Einsatzkräfte finden den Ort dann schneller!

Melden Sie entdeckte Brände oder die Wahrnehmung einer Rauchentwicklung sofort über die Notrufnummer 112!


Freitag, 7. August 2020

Ford nimmt auch in Saarlouis Produktion nach Werkurlaub wieder auf

Mindestabstand soll von Infektionen am Arbeitsplatz schützen
(Foto: obs / Ford GmbH)
Köln (ots)  Ford wird in Deutschland seine Produktion ab Montag, dem 10. August, wieder aufnehmen. Nach einem kollektiven Werkurlaub von fast sechs Wochen starten die Fiesta- und Focus-Fertigungen in Köln und Saarlouis von Beginn an im Zwei-Schicht-Betrieb. Damit reagiert der Automobilhersteller auf die gestiegene Kundennachfrage und die positive Entwicklung der Neufahrzeugbestellungen der letzten Wochen.


Damit die Fertigung nach dem Sommerurlaub wieder reibungslos anlaufen kann, hat Ford seine strengen Einlass-Regeln noch einmal verschärft. Da die behördlichen Quarantäne-Vorschriften für Rückkehrer aus einem Covid-19-Risikogebiet auch die Ford-Beschäftigten betrifft, bietet der Automobilhersteller bereits seit letzter Woche seinen betroffenen Beschäftigten an, in einem Labor kostenlos einen Covid-19-Abstrichtest zu machen, um sich von den Behörden von der zweiwöchigen Quarantänepflicht befreien zu lassen und die reguläre Arbeit zügig wieder aufnehmen zu können. Ford ergänzt damit die bestehenden Regelungen der jeweiligen Landesregierungen.

Der übliche Zutrittsprozess wie Temperaturmessungen und Beantwortung von vier Gesundheitsfragen bleiben bestehen, um weiterhin ein größtmögliches Maß an Sicherheit für die Belegschaft zu gewährleisten. Ebenfalls gilt weiterhin, auf den Werkgeländen eine Mund-Nasen-Schutzmaske zu tragen, das Abstandsgebot sowie die allgemeinen Hygieneregeln einzuhalten. Viele Beschäftigte arbeiten nach wie vor zumindest teilweise von zu Hause, so dass sich auf den Werkgeländen nur die für den Geschäftsbetrieb notwendigen Personen aufhalten und so die geltenden Abstandsregeln ohne weiteres eingehalten werden können.


Nachfrage nach Ford-Fahrzeugen zieht wieder an, Nutzfahrzeug- und Gewerbegeschäft bereits wieder auf Vorjahresniveau

Ein reibungsloser Wiederanlauf der Produktion ist Voraussetzung für die Erfüllung der gestiegenen Kundennachfrage. Ford verzeichnete im Juli einen abermals gestiegenen Bestelleingang. Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen sowie die Nachfrage gewerblicher Kunden liegen bereits wieder auf Vorjahresniveau.


Weiterhin strenges Sicherheitsprotokoll, kostenlose Covid-19-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten

"Wir sind mit unserem strengen Sicherheitsprotokoll, das sowohl für unsere Beschäftigten als auch für alle Besucher und Zulieferer, die das Werkgelände betreten wollen, gilt, bisher sehr gut gefahren und hatten keine Infektionen auf dem Werkgelände," betont Gunnar Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH. "Wir hoffen, dass wir mit der zusätzlichen Möglichkeit des kostenlosen Abstrichtests helfen, alle Beschäftigten wieder pünktlich an Bord zu haben, um die Fertigung reibungslos wieder anlaufen zu lassen und uns vor Ansteckung zu schützen."


Hintergrund:

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 22.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925 haben die Ford-Werke mehr als 47 Millionen Fahrzeuge produziert.

MDL vor Ort: CDU besucht Institut für Mikrobiologie und Hygiene am Uniklinikum Homburg

Die Pandemie ist nicht vorbei. Die Zahl der Neuinfektionen zeigt auch bei uns im Saarland wieder einen Anstieg. Der ist zwar noch moderat, aber trotzdem bereits ein deutliches Warnzeichen.  Deshalb ist es wichtig, möglichst viele Tests durchzuführen, um eine Verbreitung des Erkrankung auch weiterhin einzudämmen Die Bundesregierung will mit der Ausweitung der Testungen das Risiko der Einschleppung von Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 aus dem Ausland durch Reisende minimieren - und mit dem großen Testzentrum auf dem ehemaligen Messegelände sowie durch eine Testeinrichtung am Flughafen Saarbrücken gehen wir als Saarland diesen Weg mit. Als CDU-Abgeordnete interessiert und aber auch: Was passiert denn mit den Tests? Wo und wie werden sie ausgewertet? Und was können uns  die Ergebnisse der Tests vielleicht auch lehren? Ein Besuch unseres Arbeitskreises Gesundheit der CDU-Landtagsfraktion im Institut für Mikrobiologie und Hygiene am Uniklinikum Homburg brachte interessante Eindrücke.

Informationen holt man sich am besten aus erster Hand. Deshalb sind wir als Abgeordnete der CDU-Landtagsfraktion auch in den Sommermonaten im ganzen Land unterwegs. Wir suchen den Austausch und den Dialog mit Fachleuten, suchen bewusst das Gespräch mit den unterschiedlichsten Menschen und machen uns unser eigenes Bild der jeweiligen Situation.

Bereits vor einigen Wochen besuchten meine Kollegen Hermann Scharf, Jutta Schmidt-Lang, Timo Mildau, Bernd Wegner und ich gemeinsam mit unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Lydia Schaar das Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Uniklinikum Homburg. Das Institut ist ein bundesweiter Leuchtturm der mikrobiologischen Forschung, der weit über Deutschland hinaus ausstrahlt und genießt internationale Reputation. 
Bei dem mehrstündigen Besuch konnten wir uns eingehend über das Corona-Testverfahren und über die Erfolge und Möglichkeiten des Poolings im Rahmen der Testauswertung informieren, uns gleichzeitig aber auch ein Bild über die Arbeit am Institut insgesamt machen.

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Sören Becker stand uns mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu allen Fragen kompetent Rede und Antwort und half uns damit, auch die Krankheit SarsCoV2, das Virus, seine Folgen und auch die Verbreitungswege von Infektionen besser zu verstehen.
Auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Herrn Prof. Dr. Becker und an Frau Prof. Dr. Gärtner mit ihren gesamten Teams für das gute Gespräch und den engen 
vertrauensvollen Austausch. 








Donnerstag, 6. August 2020

Das Karussell muss sich weiterdrehen: Gemeinsam mit Berthold Schmitt Seite an Seite mit den Schaustellern

"Das Karussell muss sich weiterdrehen!" lautete eine der Kernforderungen der Schausteller, die auf dem Tblisser Platz in Saarbrücken in großer Zahl auf ihre Not aufmerksam machten. Pandemiebedingt sind seit Monaten für ihre Betriebe nahezu ausnahmlos alle Möglichkeiten weggefallen, Einnahmen zu erzielen. Corona und die deswegen nötig gewordenen Einschränkungen sorgen dafür, dass nicht einmal mehr die laufenden Kosten gedeckt werden können. "Null Kirmes, Null Einnahme!" bedeute das, so der Vorsitzende des Saarverbands der Schausteller, Thomas Sonnier.


Gemeinsam mit unserem Bundestagsabgeordneten Markus Uhl, mit meinen beiden Landtagskolleginnen Sarah Gillen und Gabriele Hermann sowie dem Merziger Bürgermeister Marcus Hoffeld, unserem Eppelborner Ortsvorsteher und "Kirmesvater" Berthold Schmitt sowie seinem Aschbacher Amtskollegen Josef Nickolai nahm auch ich als Mitglied des Landtages an der Kundgebung teil, um die Schausteller zu unterstützen.

Auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sowie die Bundestagsabgeordneten Christian Petri und Oliver Luksic waren vor Ort in Saarbrücken und sagten den Schaustellern ihre Unterstützung zu.

Sarah Gillen, Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Landtag des Saarlandes brachte es auf den Punkt: "Wie die Veranstaltungsbranche, die Reisebüros und Busunternehmen haben die Schausteller seit Monaten keine Umsätze. Anders als in anderen Branchen ist jedoch nur schwer ein Leben wie vor Corona mit Kirmes, Oktoberfest, Stadtfest oder Weihnachtsmarkt vorstellbar und somit noch lange kein Umsatz in Sicht. Deshalb haben die Schausteller heute zurecht weitere Hilfen gefordert. Wir müssen entweder schnell wieder unter allen notwendigen Hygienemaßnahmen Veranstaltungen erlauben oder die Umsatzausfälle ausgleichen."
Als vorbildlich wurde so auch Merzig und ganz besonders Bürgermeister Marcus Ho
ffeld genannt, die das traditionelle Oktoberfest auch dieses Jahr in Biergarten- Atmosphäre durchführen wollen.


Berthold Schmitt, Ortsvorsteher von Eppelborn, machte in seiner Rede auf der Bühne vor dem Staatstheater eindrucksvoll deutlich, dass die Kirmes ein Kulturgut ist, das erhalten werden muss.
"Wenn die Schausteller-Betriebe sterben, wird es keine Kirmes und kein Volksfest mehr so geben können, wie wir es kennen, schätzen und lieben", so Schmitt unter dem Applaus der Schausteller-Familien.
Als Ortvorsteher eines Dorfes mit eine 700jährigen Kirmesgeschichte weiß Schmitt, wovon er spr
icht. Die Eppelborner Pfingstkirmes, die er jedes Jahr eng begleitet, gilt als größte Dorfkirmes des Saarlandes. Deshalb weiß er, wovon er spricht, wenn er fordert: "Die Schausteller brauchen eine wirtschaftliche Perspektive. Es gilt, Konzepte zu entwickeln, die zunehmend wieder Feste und Veranstaltungen möglich machen, ohne dass die Infektionsgefahr signifikant steigt. Dass ist eine Aufgabe, mit der wir die Schausteller nicht alleine lassen dürfen: Schaustellerverband, Städte und Gemeinden, die Landkreise und auch die Ministerien müssen hier zusammenarbeiten und tragfähige Lösungen entwickeln. Mit durchdachten Hygienekonzepten, und flexiblen Zugangsbeschränkungen könnte hier bereits einiges möglich gemacht werden" so Berthold Schmitt.

Im anschließenden Gespräch mit den Schaustellern vereinbarten wir, im Dialog zu bleiben und gemeinsam weiter nach Lösungen suchen, die es den Schaustellerfamilien und gleichzeitig auch unseren Vereinen vor Ort helfen. Dabei muss jedoch gleichzeitig auch weiterhin die Eindämmung der Corona-Pandemie im Blick behalten werden.
Nur, wenn alle an einem Strang ziehen und gleichzeitig die Menschen Rücksicht aufeinander nehmen und Regeln einhalten, kann das auch gelingen.