Montag, 18. Februar 2013

Wenn die Lasagne wiehert, ist die Zeit reif für mehr Regionales

Dioxin in Eiern, EHEC-Keime in Salat und Gemüse, Mineralöl in der Schokolade, Pferdefleisch in der Lasagne, in der Ravioli und wer weiß wo noch.
Was die industrielle Nahrungsmittelproduktion hervorbringt, ist nicht immer vertrauenserweckend.
Und doch ist es in gewisser Weise so gewollt,
denn der Verbraucher liebt's nicht nur günstig - er will's billig.
Und dafür bekommt er dann auch etwas richtig Billiges.

Natürlich wird jetzt seitens vieler Bessermenschen wieder der Ruf nach dem Staat laut.
Er soll's richten, indem er vielmehr kontrolliert - und letztlich damit alle Erzeuger unter einen Generalverdacht stellt.
Unsere Bundesverbraucherministerin fordert natürlich - wie eigentlich immer wenn wieder was danebengeht - einen "nationalen Aktionsplan". Ähnliches haben auch schon ihre Vorgänger und Vorgängerinnen gefordert. Genutzt hat's nix.
Auch Ilse Aigner weiß ganz genau:
Ändern würde sich freilich auch mit einem "Frühwarnsystem" nicht viel. Außer, dass es für den Steuerzahler wieder mal teuer würde und die überbordende Bürokratie, unter der besonders die mittelständischen Unternehmen jetzt schon leiden, noch verstärkt würde.
Aber es hört sich eben in Presse, Funk und Fernsehen gut an.
Selbst wenn man die Zahl der Kontrolleure vervielfachen würde - es bliebe bei stichprobenhaften Tests und Untersuchungen.
Wenn jemand genügend kriminelle Energie hat, wird er trotzdem manschen und panschen.
Hauptsache ist, es verkauft sich.
Und das tut's, wenn nur billig genug ist.

Ich finde, nicht der Staat muss handeln, sondern wir Verbraucher.
Qualität gibt's nicht zum Nulltarif - das sollten wir immer im Hinterkopf haben.
Würden wir uns darauf besinnen, was zum Beispiel aus unserer eigenen Region Gutes kommt, dann hätten auch der Metzger von nebenan, der kleine Dorfladen und der wöchentliche Bauernmarkt wieder eine Chance.
Regionalvermarktung ist ein Qualitätsgarant mit Potenzial.

Frisches Gemüse - am besten aus dem eigenen Garten oder vom Bauernmarkt.  
Hochwertige Lebensmittel gibt's auch beim Metzger und beim Bäcker von nebenan und beim SaarLandwirt.


Im Saarland gibt's übrigens das Qualitätsprädikat "Vom SaarLandwirt".
Auf der entsprechenden Webseite findet man die Anschriften von Bauernläden und Direktvermarktern und auch die Daten zu den Bauernmärkten im Saarland.
Von Eppelborn und vom Landkreis Neunkirchen liest man leider noch zu wenig.
Aber das kann ja noch werden.

Ein gute Adresse wenn's um Fabrikverkauf rund ums Thema Backen geht, ist in jedem Fall auch Juchems Naschwerk in Eppelborn.












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