Donnerstag, 2. Mai 2013

Das Internet und die Sozialen Netzwerke sind da. Und die gehen auch nicht mehr weg. Was tun also?

Kommunikation hat sich verändert.
Natürlich nur wenig beim persönlichen Kontakt mit Bekannten, Verwandten und Freunden, denen man auch früher schon verhältnismäßig oft begegnete, sich bewusst traf oder mit denen man zumindest von zuhause telefonierte...
Da kamen nur noch ein paar zusätzliche Möglichkeiten der Kontaktaufnahme hinzu: Handy, Email, SMS, WhatsApp, Skype sowie ein paar andere mehr oder weniger komfortable Messenger.

Aber die Kommunikation mit denen, die man nicht so richtig und persönlich kennt, mit Firmen, Institutionen, Verbänden und auch mit Personen des öffentlichen Lebens - die hat sich verändert.
Und zwar richtig gründlich.
Früher war diese Kommunikation in der Regel ziemlich monodirektional. Man las Interviews und Presseartikel, sah Politiker, Sportler, Stars und Sternchen im TV undsoweiter undsoweiter....
Man bekam als Empfänger etwas vorgesetzt, konnte es schlucken oder aber auch nicht.
Es ging nur darum, Kunden, Fans und Anhänger halbwegs bei der Stange zu halten.
Ein Diskurs, der darüber hinausging: Unerwünscht.
Dem Sender einer Nachricht oder einer Information konnte ein über ein einfaches, meist kommerzielles Interesse hinausgehender Kontakt relativ egal sein - ein Feedback, bestenfalls per Brief, Fax oder Email, endete nicht selten im Papierkorb oder man bekam ein standardisiertes Schreiben zurück, ein Anruf versickerte notfalls in den Labyrinthen der Telefon-Hotline.
Ob man sich einig wurde oder nicht: Dritte bekamen von alledem nur selten etwas mit.

Heute ist das anders.
Das Internet, die Sozialen Netzwerke, Blogs - sie machen Kommunikation multidirektional.
Es fällt leichter, mit Menschen in Kontakt zu treten, es entstehen Dialoge, es ergeben sich Diskussionen.
Und damit entstehen auch neue Chancen und Möglichkeiten.
Man schafft Markenbildung, kann Informationen in Echtzeit weitergeben, erhält Meinungsbilder, kann Transparenz und Vertrauen schaffen - und erreicht unzählige Menschen, die man ohne Internet niemals oder nur mit hohem (Kosten-)Aufwand hätte erreichen können.
Werbestrategen und Kommunikationsforscher sind sich einig: 
Wer nicht im Netz vertreten ist - und zwar aktiv vertreten - den gibt es nicht. 
Der wird nicht mehr wahrgenommen. Er geht unter. 
Er steht abseits im Wettbewerb der Angebote.
Das Internet ist nunmal da. Und es wird auch nicht mehr weggehen.
Selbst dann nicht, wenn man ganz fest die Augen zumacht.
Also sollte man es auch nutzen.
Finde ich jedenfalls.

Natürlich birgt das Ganze auch Risiken.
Jeder kann Stellung beziehen und kommentieren - und unglaublich viele können eine Diskussion verfolgen und ihrerseits wieder in den Wortwechsel einsteigen. Manchmal werden - nicht selten vielleicht sogar aus gutem Grund - sogenannte Shitstorms losgetreten.
Es gibt auch Leute, die sind scheinbar nur im Netz um zu stänkern.
Und es gibt sogar - man mag's kaum glauben - Fake-Accounts, die nur eingerichtet werden, um eine bestimmte Sache kaputtzureden und sich (vermutlich weil man nicht genug Arsch in der Hose hat, zu seinen Aussagen zu stehen) trotzdem in der Anonymität zu verstecken.

Die Fragen, die man sich stellen sollte, sind längst von anderen gestellt:
Überwiegen nicht die Möglichkeiten und Chancen bei weitem gegenüber den Risiken?
Ist ein Auftritt im World Wide Web, bei facebook, twitter und Co. vielleicht nicht sogar schon lange etwas, das "der Kunde" von einem modernen Unternehmen,  der Wähler von seinen Parteien und politischen Vertretern erwartet?
Ich finde, dass es so ist.
Deshalb habe ich seit drei Jahren meinen EppelBlog und bin in den Sozialen Netzwerken vertreten.
Und da bin ich nicht alleine: 
Bürgermeister, Ortsvorsteher, Geschäftsführer(innen) großer Unternehmen und viele andere sind auch vertreten - aus den Gründen, die ich bereits genannt habe und trotz möglicher Risiken.
Die Angebote werden genutzt.
Fast 150.000 Klicks hat beispielsweise mein Besucherzähler zwischenzeitlich gezählt, der Blog meiner Herzallerliebsten hat knapp 200 feste Abonnentinnen und Abonnenten.
Das spricht für sich.
Natürlich lernt man bei der aktiven Nutzung neuer Medien auch immer wieder dazu.
Auch im Umgang mit den sogennanten Trollen.
Seit ich zudem anonyme Kommentare nicht mehr zulasse, und bei facebook die bekannten Miesmacher (notwendigerweise) links liegen lasse, steht mehr noch als zuvor Sachlichkeit und Vertrauen im Mittelpunkt der Diskussionen. 
Besagte Trolle haben das Spielfeld verlassen.
Und ich erfahre - von denen die an einem ernsthaften Diskurs interessiert sind - welche anderen Seiten eine Medaille vielleicht haben kann und ob ich möglicherweise in Sachfragen auch mal einen oder mehrere Gesichtspunkte übersehen hab.
Das macht Mut und deshalb bin und bleibe nicht nur ein, Freund sondern gar ein glühender Verfechter von Onlinestrategien und einer großen Offenheit gegenüber den positiven Aspekten des World Wide Web.









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