Dienstag, 28. April 2026

Umweltpolitische Sprecher von CDU und CSU fordern eine nachhaltige Rohstoffstrategie: Wie wir unsere industrielle Zukunft sichern!

Nach drei intensiven, aber auch spannenden und eindrucksvollen Tagen auf der Tagung der umweltpolitischen Sprecher von CDU und CSU 2026 in Magdeburg bin ich nun wieder auf dem Rückweg ins Saarland. Im Mittelpunkt unserer Beratungen stand ein Thema, das oft unterschätzt wird, aber entscheidend für unsere Zukunft ist: eine nachhaltige und strategische Rohstoffpolitik.
Wir haben dazu eine gemeinsame Erklärung verabschiedet – die sogenannte „Magdeburger Erklärung“, in der wir eine gemeinsame und klare Position zu einem wichtigen Zukunftsthema gefunden und uns auf gemeinsame Leitlinien für unsere politische Arbeit vor Ort und auch länderübergreifend verständigt haben.



Rohstoffe: Fundament unseres Wohlstands

Was viele nicht auf den ersten Blick sehen: Rohstoffe sind die Grundlage nahezu aller Bereiche unseres täglichen Lebens – von der Industrieproduktion über die Digitalisierung bis hin zur Energiewende.

Gleichzeitig stehen wir vor einer schwierigen Lage:

  • steigender Bedarf,
  • geopolitische Abhängigkeiten,
  • hohe ökologische Anforderungen.

Genau hier setzt unsere Beschlusslage an: Wir brauchen eine Rohstoffpolitik, die Versorgungssicherheit, Umweltverantwortung und wirtschaftliche Stärke zusammenbringt.
Und ich sage es ganz deutlich: Wer diese Zusammenhänge ignoriert, riskiert am Ende Arbeitsplätze, Wertschöpfung – und auch den Klimaschutz.

Mehr Unabhängigkeit – auch durch heimische Rohstoffe

Ein zentraler Punkt ist die Frage der Versorgungssicherheit. Deutschland und Europa müssen unabhängiger werden – durch diversifizierte Lieferketten und strategische Partnerschaften
Aber auch ein unbequemer Punkt gehört zur Wahrheit:
Wir müssen wieder stärker über die Nutzung heimischer Rohstoffe sprechen.
Denn eines ist klar: Wenn wir Förderung hierzulande grundsätzlich ausschließen, verlagern wir Umweltbelastungen ins Ausland – oft unter deutlich schlechteren Standards.
Das kann nicht der Anspruch verantwortungsvoller Umweltpolitik sein.

Kreislaufwirtschaft: Ressourcen besser nutzen

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Beratungen war die Kreislaufwirtschaft - ein Themenfeld, mit dem ich mich seit langem auch in meiner politischen Arbeit im saarländischen Landtag intensiv beschäftige und auseinandersetze.

Ziel ist es, Rohstoffe so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten. Dazu gehört auch ein Umdenken:
Sekundärrohstoffe dürfen nicht länger als „Abfall“ betrachtet werden, sondern müssen als wertvolle Ressourcen gelten.
Gerade innovative Technologien wie das chemische Recycling bieten hier enorme Chancen – ökologisch wie wirtschaftlich.

Bioökonomie und Energie: Chancen nutzen

Auch die Bioökonomie spielt eine wichtige Rolle. Nachwachsende Rohstoffe können helfen, fossile Ressourcen zu ersetzen. Ein Beispiel ist die Nutzung von Reststoffen zur Biogaserzeugung – ein Bereich, der aus meiner Sicht noch deutlich mehr Potenzial hat, gerade auch im ländlichen Raum.
Hier geht es nicht um Ideologie, sondern um pragmatische Lösungen.

Industrie braucht verlässliche Rahmenbedingungen

Ein Punkt war uns besonders wichtig:
Die Transformation unserer Industrie kann nur gelingen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Das heißt konkret:

  • schnellere Genehmigungsverfahren,
  • wettbewerbsfähige Energiepreise,
  • Planungssicherheit für Unternehmen.

Gerade für das Saarland mit seiner energieintensiven Industrie – etwa in der Stahlproduktion – ist das von zentraler Bedeutung.
Klimaschutz funktioniert nur mit einer starken Industrie. Wer das Gegenteil behauptet, macht es sich zu einfach.

Europa und globale Verantwortung

Rohstoffpolitik endet nicht an nationalen Grenzen. Deshalb setzen wir klar auf eine stärkere europäische und internationale Zusammenarbeit – mit dem Ziel, Abhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig hohe Umwelt- und Sozialstandards weltweit zu stärken.

Mein Fazit

Die Diskussionen in Magdeburg aber auch die damit verbundenen Vor-Ort-Termine im Umland, beispielsweise im Chemiepark Leuna, haben eines deutlich gemacht:

Nachhaltigkeit bedeutet nicht Verzicht, erzwungen durch ein Korsett von starren Vorschriften, Verboten und Kompetenzgerangel – sondern vor allem eine kluge Nutzung unserer Ressourcen.

Das ergänzt und untermauert noch einmal zusätzlich die Erkenntnisse, die ich bereits im engen Austausch mit namhaften saarländischen Wissenschaftlern wie z.B. Prof. Dr. Frank Mücklich oder Prof. Dr. Vielhaber gewinnen konnte.

Nur wenn wir Versorgungssicherheit, Innovation und Umweltschutz zusammendenken, können wir drei Dinge gleichzeitig erreichen:

  • unsere wirtschaftliche Stärke sichern,
  • den Klimaschutz voranbringen,
  • und unsere Unabhängigkeit stärken.

Genau dafür setze ich mich ein – bei uns vor Ort im Saarland, gemeinsam mit meinen Freundinnen und Freunden in der Union aber auch darüber hinaus.

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