Freitag, 3. April 2026

A620 wird grundlegend erneuert – Baustellenverkehrsführung zwischen Saarbrücken-Gersweiler und Völklingen-Ost wird eingerichtet

Mit der Sanierung der A620 zwischen Saarbrücken-Gersweiler und Völklingen-Ost beginnt ein Großprojekt, wie es im Saarland im Bereich Straßenbau seinesgleichen sucht: Die insgesamt für eine Dauer von acht (!) Jahren veranschlagte Grundsanierung einer zentralen, stark befahrenen Verkehrsader von Völklingen bis Sankt Arnual. Damit beginnt auch eine Zeit, die uns allen viel Geduld abverlangen wird. Aber ich sage es ganz klar: Diese Maßnahme ist notwendig, richtig und längst überfällig.
Der erste Bauabschnitt soll (mit Winterpausen) rund drei Jahre dauern.


Die Autobahn GmbH des Bundes hat angekündigt, dass nach Ostern die Baustellenverkehrsführung eingerichtet wird. Konkret bedeutet das:

  • Vom 7. bis 18. April 2026 kommt es in den Abend- und Nachtstunden (20:30–5:30 Uhr) zu abschnittsweisen Vollsperrungen
  • Tagsüber wird der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeführt
Ab 20. April 2026 gilt dann für mehrere Monate:
👉 Je Fahrtrichtung nur noch ein verengter Fahrstreifen

Hierfür sind folgende Streckenabschnitte jeweils zwischen 20.30 Uhr und 5.30 Uhr vollgesperrt:

  • 7. April bis 8. April 2026 Richtungsfahrbahn Autobahndreieck (AD) Saarbrücken zwischen den AS VK-Ost (10) und SB-Klarenthal (11).
  •  13. April 2026 bis 14. April 2026 Richtungsfahrbahn AD Saarlouis zwischen den AS SB-Gersweiler (12) und SB-Klarenthal (11).
  •  14. April 2026 bis 15. April 2026 Richtungsfahrbahn AD Saarlouis zwischen den AS SB-Klarenthal (11) und VK-Ost (10).
  •  15. April 2026 bis 16. April 2026 Richtungsfahrbahn AD Saarbrücken zwischen den AS SB-Klarenthal (11) und SB-Gersweiler (12).
  •  17. April 2026 bis 18. April 2026 beide Richtungsfahrbahnen (AD Saarbrücken und AD Saarlouis) zwischen den AS SB-Gersweiler (12) und SB-Klarenthal (11).

Die Umleitungen erfolgen über die B51 und sind entsprechend ausgeschildert.

Ein Projekt, das uns mehrere Jahre begleiten wird

Die Dimension dieser Maßnahme ist erheblich:

  • 6 Kilometer Strecke
  • 3 Bauabschnitte
  • Bauphasen in 2026, 2027 und 2028
  • Bauzeit jeweils Frühjahr bis Herbst

Die eigentliche Bauzeit wird durch einen 24-Stunden-Betrieb an 7 Tagen pro Woche deutlich verkürzt – auf insgesamt rund 16 Monate. Das ist ein wichtiger Punkt: Hier wird nicht auf Zeit gespielt, sondern bewusst Tempo gemacht.

Warum das Ganze überhaupt nötig ist

Die A620 ist keine „normale“ Autobahn. Sie stammt ursprünglich aus der früheren Bundesstraße 405 und hat deshalb strukturelle Defizite:

  • keine durchgehenden Standstreifen
  • sehr enge Fahrbahnen und Mittelstreifen
  • räumlich stark begrenzt durch Saar, Bahntrasse und Wohnbebauung

Das macht die Bauarbeiten kompliziert – aber auch umso dringlicher.

Gleichzeitig wird mit der Sanierung ein echter Fortschritt erreicht:
👉 Einbau von lärmminderndem Gussasphalt
👉 deutlich längere Lebensdauer der Fahrbahn
👉 spürbare Entlastung für Anwohner

Was das für Pendler bedeutet

Ich will ehrlich sein: Es wird spürbare Einschränkungen geben – vor allem im Berufsverkehr.

Deshalb ist es richtig, dass gemeinsam mit dem Saarländischer Verkehrsverbund und weiteren Partnern Alternativen geschaffen werden:

  • Kostenlose Parkplätze an den Bahnhöfen Völklingen-Luisenthal und Bous
  • gezielte Empfehlung:
    👉 Auto stehen lassen und auf die Bahn umsteigen

Das ist kein Allheilmittel, aber für viele eine echte Chance, Zeit und Nerven zu sparen.

Mein klarer Blick auf das Projekt

Ja, diese Maßnahme ist notwendig. Ja, sie ist überfällig. Und ja – sie wird für viele Pendler zur Belastungsprobe.
Aber genau hier liegt der entscheidende Punkt:

Baustellen sind kein Schicksal – sie sind eine Frage des Managements.

Ich habe deshalb in der letzten Plenarsitzung des Landtages einen konkreten Antrag für ein deutlich verbessertes, institutionell verankertes Baustellenmanagement im Saarland eingebracht. Ziel war klar:

  • bessere Abstimmung zwischen Land, Kommunen, Autobahn GmbH und weiteren Akteuren
  • weniger parallele Belastungen auf Umleitungsstrecken
  • intelligentere Verkehrsführung
  • spürbare Entlastung für Pendler und Anwohner

Dieser Antrag war kein Schnellschuss. Er war substanziell, durchdacht und lösungsorientiert.
Umso unverständlicher ist es, dass die SPD-Alleinregierung diesen Vorschlag abgelehnt hat – begleitet von Zwischenrufen ausgerechnet von der Regierungsbank 
 die dem Ernst der Lage in keiner Weise gerecht werden.
Denn die Realität ist doch:
Die Menschen draußen erleben tagtäglich, was passiert, wenn Baustellen nicht optimal koordiniert sind.

👉 Staus entstehen nicht nur durch Bauarbeiten – sondern durch schlechte Abstimmung.
👉 Frust entsteht nicht nur durch Einschränkungen – sondern durch fehlende Planung.

Und genau deshalb reicht es nicht, solche Großprojekte einfach nur „abzuarbeiten“.

Wer Infrastruktur modernisiert, muss auch den Anspruch haben, die Belastungen so gering wie möglich zu halten.

Die A620-Baustelle zeigt exemplarisch, worum es geht:
Ein komplexes Projekt – ja.
Aber auch ein Projekt, bei dem sich entscheidet, ob Politik und Verwaltung aus den Problemen der Vergangenheit gelernt haben.

Ich bleibe dabei:
Wir brauchen im Saarland endlich ein verbindliches, professionelles Baustellenmanagement – nicht irgendwann, sondern jetzt.

Denn am Ende geht es nicht um politische Spielchen, sondern um den Alltag der Menschen.

Fazit

Die A620 wird fit für die Zukunft gemacht. Das ist gut so.

Aber klar ist auch:
👉 Die kommenden Monate werden für viele Pendler herausfordernd.
👉 Umso wichtiger ist Transparenz, gute Kommunikation und ein funktionierendes Baustellenmanagement.

Ich werde die Maßnahme weiterhin eng begleiten – mit einem klaren Ziel:
So wenig Belastung wie möglich, bei maximalem Nutzen für unsere Region.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen