Mit der Sanierung der A620 zwischen Saarbrücken-Gersweiler und Völklingen-Ost beginnt ein Großprojekt, wie es im Saarland im Bereich Straßenbau seinesgleichen sucht: Die insgesamt für eine Dauer von acht (!) Jahren veranschlagte Grundsanierung einer zentralen, stark befahrenen Verkehrsader von Völklingen bis Sankt Arnual. Damit beginnt auch eine Zeit, die uns allen viel Geduld abverlangen wird. Aber ich sage es ganz klar: Diese Maßnahme ist notwendig, richtig und längst überfällig.
Der erste Bauabschnitt soll (mit Winterpausen) rund drei Jahre dauern.
Die Autobahn GmbH des Bundes hat angekündigt, dass nach Ostern die Baustellenverkehrsführung eingerichtet wird. Konkret bedeutet das:
- Vom 7. bis 18. April 2026 kommt es in den Abend- und Nachtstunden (20:30–5:30 Uhr) zu abschnittsweisen Vollsperrungen
- Tagsüber wird der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeführt
👉 Je Fahrtrichtung nur noch ein verengter Fahrstreifen
Hierfür sind folgende Streckenabschnitte jeweils zwischen 20.30 Uhr und 5.30 Uhr vollgesperrt:
- 7. April bis 8. April 2026 Richtungsfahrbahn Autobahndreieck (AD) Saarbrücken zwischen den AS VK-Ost (10) und SB-Klarenthal (11).
- 13. April 2026 bis 14. April 2026 Richtungsfahrbahn AD Saarlouis zwischen den AS SB-Gersweiler (12) und SB-Klarenthal (11).
- 14. April 2026 bis 15. April 2026 Richtungsfahrbahn AD Saarlouis zwischen den AS SB-Klarenthal (11) und VK-Ost (10).
- 15. April 2026 bis 16. April 2026 Richtungsfahrbahn AD Saarbrücken zwischen den AS SB-Klarenthal (11) und SB-Gersweiler (12).
- 17. April 2026 bis 18. April 2026 beide Richtungsfahrbahnen (AD Saarbrücken und AD Saarlouis) zwischen den AS SB-Gersweiler (12) und SB-Klarenthal (11).
Die Umleitungen erfolgen über die B51 und sind entsprechend ausgeschildert.
Ein Projekt, das uns mehrere Jahre begleiten wird
Die Dimension dieser Maßnahme ist erheblich:
- 6 Kilometer Strecke
- 3 Bauabschnitte
- Bauphasen in 2026, 2027 und 2028
- Bauzeit jeweils Frühjahr bis Herbst
Die eigentliche Bauzeit wird durch einen 24-Stunden-Betrieb an 7 Tagen pro Woche deutlich verkürzt – auf insgesamt rund 16 Monate. Das ist ein wichtiger Punkt: Hier wird nicht auf Zeit gespielt, sondern bewusst Tempo gemacht.
Warum das Ganze überhaupt nötig ist
Die A620 ist keine „normale“ Autobahn. Sie stammt ursprünglich aus der früheren Bundesstraße 405 und hat deshalb strukturelle Defizite:
- keine durchgehenden Standstreifen
- sehr enge Fahrbahnen und Mittelstreifen
- räumlich stark begrenzt durch Saar, Bahntrasse und Wohnbebauung
Das macht die Bauarbeiten kompliziert – aber auch umso dringlicher.
Gleichzeitig wird mit der Sanierung ein echter Fortschritt erreicht:
👉 Einbau von lärmminderndem Gussasphalt
👉 deutlich längere Lebensdauer der Fahrbahn
👉 spürbare Entlastung für Anwohner
Was das für Pendler bedeutet
Ich will ehrlich sein: Es wird spürbare Einschränkungen geben – vor allem im Berufsverkehr.
Deshalb ist es richtig, dass gemeinsam mit dem Saarländischer Verkehrsverbund und weiteren Partnern Alternativen geschaffen werden:
- Kostenlose Parkplätze an den Bahnhöfen Völklingen-Luisenthal und Bous
-
gezielte Empfehlung:
👉 Auto stehen lassen und auf die Bahn umsteigen
Das ist kein Allheilmittel, aber für viele eine echte Chance, Zeit und Nerven zu sparen.
Mein klarer Blick auf das Projekt
Fazit
Die A620 wird fit für die Zukunft gemacht. Das ist gut so.
Aber klar ist auch:
👉 Die kommenden Monate werden für viele Pendler herausfordernd.
👉 Umso wichtiger ist Transparenz, gute Kommunikation und ein funktionierendes Baustellenmanagement.
Ich werde die Maßnahme weiterhin eng begleiten – mit einem klaren Ziel:
So wenig Belastung wie möglich, bei maximalem Nutzen für unsere Region.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen