Mittwoch, 2. Februar 2011

Der Götz und die Iffi...

...- zwischendurch zur Abwechslung mal zwei Klassiker

Wer sagt, Klassiker seien stets schwere Kost?
Mit dem Götz von Berlichingen hat der gute - und damals noch recht junge - Goethe jedenfalls ein richtig nettes Schauspiel zusammengezimmert.
Die Geschichte um Mut und Intrige, um Treue und um falsche Liebschaft ist spannend und lässt, ganz nebenbei, den Leser auch ein gutes Stück der Freiheitssehnsucht der Sturm-und-Drang-Zeit spüren.
Wenn er es zulässt.
Eines sollte dem Leser bewusst sein: 
Wer sich ein Schauspiel wie den "Götz" zu Gemüte führt, sollte das Werk nicht nur vor dem historischen spätmittelalterlichen Hintergrund der Geschichte sehen, sondern auch den Kontext der Zeit des Dichters - eben dieser Sturm-und-Drang-Zeit - berücksichtigen.
Und leise dämmert es dem aufmerksamen Leser: 
auch die Übertragbarkeit ins Jetzt und Heute ist durchaus möglich. 
Ein Stück weit jedenfalls.


Weitaus poetischer, pathetischer und voll klassizistischer Harmonie klingt - wie kaum anders zu erwarten - die "Iphigenie auf Tauris". 
Worum es geht? Das mag ein jeder selber in Erfahrung bringen.
Nur soviel sei gesagt:
Johann Wolfgang von Goethe greift mit seinem Schauspiel auf Stoffe aus der griechischen Antike zurück. Eine Tatsache, die bereits nach dem Lesen des Titels kaum noch für Überraschung sorgen wird.  Oder etwa doch?
Ein wenig Kenntnis griechischer Sagen und altgriechischer Literatur jedenfalls ist zwar beim Lesen des Stückes nicht unbedingt vonnöten, kann jedoch beim Erkennen der Zusammenhänge hilfreich sein.
Das Stück ist gänzlich anders als der Götz - und doch (oder vielleicht gerade deshalb): 
Das Lesen, ja gar ein lautes Lesen, hat mir Spaß gemacht.
Zusammenfassend kann ich aus Überzeugung empfehlen:
Trauen Sie sich. 
Lesen Sie dann und wann einfach auch mal einen Klassiker. 
Es lohnt sich.



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