Sonntag, 27. Februar 2011

Gelesen: "Böser Engel" von Timothy Carter


Wie schon "Dämonenhunger" ist auch Timothy Carters "Böser Engel" nicht unbedingt ein ein bestimmtes Genre einzuordnen, kurzweilig ist die Geschichte aber allemal. Carter setzt auch in diesem Buch auf viel Action und vor allem auf seinen rabenschwarzen Humor. 
Der gebürtige Brite, der heute mit Frau und Katze im kanadischen Toronto lebt, hat einen Schreibstil, der Spaß macht.

Die temporeiche Geschichte rund um Stuart Bradley, den einzigen schwulen Teenager in der religösen Kleinstadt Ice Lake kommt gänzlich ohne zusätzliche Handlungsstränge und ausschweifende Beschreibungen von Landschaft und Gesellschaft aus.  
(Unter "Kleinstadt" versteht man übrigens im Norden Ontarios einen Ort mit 400 Einwohnern!).

Zum Glück ahnt niemand etwas von Stuarts Hobby, regelmäßig einen Dämon zu beschwören. Durch sein Schwulsein gilt Stuart in Ice Lake ohnehin schon als Außenseiter - wenn er auch weitgehend akzeptiert wird.
Doch dann ändert sich über Nacht das Klima.
Die bisher weitgehend geübte religiöse Toleranz weicht einer Stimmung der Verfolgung, die an die Hexenjagd im Mittelalter erinnert. Als sich auch seine Familie von ihm abwendet, bleibt Stuart, der sich plötzlich aufgrund einer weiteren kleinen "Sünde" plötzlich im Mittelpunkt eines Kesseltreibens sieht, nur eines übrig: 
Er muss "seinen" Dämon um Hilfe bitten. 
Doch Dämonen tun bekanntlicherweise nichts ohne Hintergedanken....


Böser Engel
Autor: Timothy Carter
erschienen im Knaur Verlag
2010
Taschenbuch 
272 Seiten

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