Donnerstag, 6. August 2020

Wertschätzung für lokale Produkte: CDU-Abgeordnete informieren sich in der Metzgerei Prinz

Der Kampf gegen eine weitere Ausdehnung der Corona-Pandemie betrifft nicht nur unser Gesundheitswesen, sondern zeigt auch eindrucksvoll, dass die lokale Wertschöpfung in unseren Handwerksbetrieben vor Ort oft deutlich nachhaltiger ist, als das Wirken großer Konzerne. In der fleischverarbeitenden Industrie tritt dies gerade besonderes deutlich zu Tage. Grund genug, gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Sandra Johann, dem Gemeindebeigeordneten Sebastian Michel und Ortsvorsteher Werner Michel einmal die Metzgerei Prinz in Bubach zu besuchen und uns vor Ort über das Metzgerhandwerk, aber auch über die Folgen von Corona für den stationären Lebensmitteleinzelhandel zu informieren. 


"Wenn ihr über den Besuch bei uns berichtet, schreibt bitte auch, wie unendlich dankbar wir unseren Kunden sind, dass sie uns auch in diesen schwierigen Zeiten die Treue halten", legte uns Metzgermeisterin Natascha Prinz ans Herz. Anders als in anderen Branchen musste die kleine Metzgerei in der Ortsmitte von Bubach keine größeren Einbußen verzeichnen - im Gegenteil. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um die Ereignisse rund um Mega-Betriebe der fleischverarbeitenden Industrie habe bei vielen Menschen spürbar ein Umdenken eingesetzt. "Ich glaube schon, dass die Wertschätzung für die Arbeit des kleinen Metzgers oder Bäckers vor Ort wieder steigt", zeigt Natascha Prinz überzeugt.
Das Bubacher Metzgerehepaar hat mit seinem mutigen Schritt in die Selbständigkeit sicherlich einen seinen Teil dazu beigetragen, denn ein großer Teil der Fleischwaren stammt aus der eigenen Rinderzucht. Familie Prinz betreibt neben ihrer Arbeit in der Metzgerei auch einen eigenen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb und schafft somit ganz unmittelbar gleich in doppelter Hinsicht regionale Wertschöpfung.

Nachdem Klaus und Natascha Prinz zunächst ihren Metzgerladen in Wiesbach hatten, sind sie schließlich in ihrem Heimatdorf Bubach sesshaft geworden. Die beiden haben den verwaisten Standort der früheren Metzgerei Müller übernommen. Dort gab zwischendurch ein Döner-Laden ein kurzes Intermezzo, konnte sich jedoch nicht halten. Die einstige Traditionsmetzgerei fiel nach wenigen Monaten wieder in einen Dornröschenschlaf, aus dem sie Natascha und Klaus Prinz schließlich erfolgreich weckten. 
Der Leerstand, nur wenige hundert Meter von der eigenen Wohnung und vom Landwirtschaftsbetrieb entfernt, war sicherlich ein Glücksfall. Die gute Lage direkt an der stark befahrenen B10 hilft, Kunden zu gewinnen. Pendler auf dem Weg zur Arbeit oder Monteure und Handwerker auf dem Weg zur Baustelle halten vor allem am frühen Morgen und im Laufe des Vormittags gerne an, um sich mit einem warmen Fleischkäsweck für das Tagwerk zu stärken.
Auch der Lyoner von Prinz ist ein Verkaufsschlager, ebenso wie das Steak vom Bubacher Rind. Neben vielen weiteren Wurst- und Fleischerzeugnissen hat die Metzgerei Prinz aktuell auch Kartoffeln aus eigenen Anbau im Angebot. im Regal finden sich zudem auch Nudeln, Eier oder Weine von Herstellern aus der Region.

Als Mitglieder der CDU-Fraktion im Landtag des Saarlandes sind Sandra Johann und ich ganz grundsätzlich überzeugt von regionaler Lebensmittelherstellung.
Sie zu schützen und qualitativ wieder auszubauen, ist ein gemeinsames Ziel in unserer Fraktion. Das örtliche Handwerk ist ein wichtiger Mosaikstein, um eine Vielzahl von Zielen zu erreichen. Wenn wir es schaffen, die lokale Wertschöpfung mit  ihren kurzen Wegen und ihrem hohen Nachhaltigkeitsfaktor wieder zu stärken, trägt das auch dazu bei, unseren ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten. 
Dazu muss es aber auch am Leben erhalten werden. Denn viele Betriebe suchen derzeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, viele sogar Nachfolger für die Zukunft.
Oft ohne Erfolg, obwohl das Handwerk auch heute noch jungen Leuten gute Zukunftsperspektiven bieten und auch den Weg in die Selbständigkeit ebnen kann.





  

Keine Kommentare:

Kommentar posten