Freitag, 26. November 2010

Die Müllverwiegung hat sich in Eppelborn bewährt - nun ziehen Saarbrücken und weitere Kommunen nach

Was gab es im Vorfeld nicht Befürchtungen, Bedenken und sogar unverhohlener politischer Widerstand einiger weniger.
"Es wird alles teuerer" befürchteten manche.
"In Zukunft werden Müllberge unsere Wälder und Wiesen verschandeln" riefen  Andere.

Trotz Widerständen haben wir Christdemokraten uns gesagt: "Die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde haben ein Recht auf  gerechte Müllgebühren. Wer weniger Müll produziert und sorgfältiger die Wertstoffe vom Restmüll trennt, wird durch niedrigere Gebühren belohnt. Schließlich nimmt er ja auch weniger Kapazität in den Müllautos und in der Verbrennungsanlage in Anspruch."

Und aus diesen Gründen haben wir in Eppelborn die Müllverwiegung eingeführt.

Wir haben stets daran geglaubt, dass die Menschen in der Gemeinde Eppelborn verantwortungsbewusst und eigenverantwortlich handeln. Diese Erwartung hat sich bestätigt: Die Müllmenge in Wald und Flur ist nicht gestiegen, sondern in den vergangenen Jahren sogar sukzessive zurückgegangen.

Foto: Andrea Kusajda / pixelio.de
Rund 17 Millionen Tonnen Restmüll müssen jedes Jahr in Deutschland entsorgt werden. Wir Eppelborner haben dafür gesorgt, dass es etwas weniger wird.
Nach und nach setzt sich nun auch bei anderen die Einsicht durch, dass unser Weg bei der Müllentsorgung der bessere ist. Und sogar der schwerfällige saarländische Entsorgungskoloss EVS hat es nun gemerkt - auch wenn er sich mit der Umsetzung noch immer schwertut.

Recht behalten hat von den Kassandra-Rufern in der Gemeinde Eppelborn letztendlich niemand. 
Alle Gegenargumente wurden durch Fakten und nackte Zahlen widerlegt.
Die durchschnittlichen Müllgebühren liegen in der Gemeinde Eppelborn deutlich unter den Gebühren in den Kommunen, die noch nicht auf die Müllverwiegung umgestiegen sind. Und das stabil!
Das Pro-Kopf-Aufkommen an Restmüll konnte signifikant gesenkt werden - ohne dass der Müll nun im Straßengraben oder am Waldrand landet:
während beispielsweise jeder Einwohner in Neunkirchen durchschnittlich 247 kg Restmüll im Jahr verursacht,  sind es in Eppelborn nur 101 kg je Einwohner.
Wir Eppelborner sind die saarländischen "Müll-Spar-Meister"!

Für den Mut, neue Wege zu gehen, schallt uns auch von den Saarbrücker Grünen ein dickes Kompliment entgegen, das ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, zum Abschluss dieses Blogeintrags nicht vorenthalten möchte:

"In Eppelborn, Lebach und St. Wendel, den Kommunen also wo die Müllverwiegung bereits umgesetzt ist, haben interessanterweise die jeweiligen Bürgermeister ein CDU-Parteibuch. Offensichtlich wird dort mit diesem Thema pragmatischer umgegangen."
(aus der Webseite der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat)