đ Juli 2025 – Verantwortung einfordern, Zukunft gestalten, Haltung zeigen
Der Juli 2025 war politisch wie persönlich ein intensiver Monat. Kaum ein anderer Zeitraum im Jahr hat so deutlich gezeigt, wie breit das Spektrum politischer Arbeit ist: von Finanz-, Gesundheits- und Bildungspolitik ĂŒber Sicherheits-, Umwelt- und Agrarfragen bis hin zu Kultur, Ehrenamt und kommunalem Engagement. Der Juli war geprĂ€gt von klarer Haltung, vielen Vor-Ort-Terminen und der festen Ăberzeugung, dass Politik Probleme benennen muss, statt sie zu beschönigen.
đ° Sanierungshilfen in Gefahr – Ein Warnsignal fĂŒr das Saarland
Ein zentrales politisches Thema im Juli war die vom Bundeskabinett beschlossene Ănderung des Sanierungshilfengesetzes. Gemeinsam mit unserem Fraktionsvorsitzenden Stephan Toscani habe ich deutlich gemacht, dass diese Ănderung fĂŒr das Saarland hochriskant ist. Zwar verschafft sie kurzfristig neue VerschuldungsspielrĂ€ume – langfristig aber droht ab 2028 der Wegfall von jĂ€hrlich 400 Millionen Euro Sanierungshilfen.
Diese Summe ist kein abstrakter Haushaltswert, sondern sichert Schulen, StraĂen, innere Sicherheit und soziale Leistungen. Dass die SPD-Alleinregierung diese Entwicklung in Berlin nicht verhindert hat, ist ein schweres politisches VersĂ€umnis. Der neu eingefĂŒhrte Begriff des „temporĂ€ren Charakters“ der Hilfen ist ein finanzpolitischer Dammbruch, der dem Saarland massiv schaden kann. Hier braucht es Klarheit, Strategie und entschlossenes Handeln – nicht Wegducken.
đ️ Kommunen stĂ€rken – Bundesmittel mĂŒssen vollstĂ€ndig weitergeleitet werden
Passend dazu hat der Gemeinderat Eppelborn auf Antrag der CDU-Fraktion im Juli eine Resolution zur StÀrkung der Kommunalfinanzen beschlossen. Die Forderung ist eindeutig:
đ Das Bundes-Infrastruktursondervermögen muss vollstĂ€ndig und transparent an die Kommunen weitergegeben werden.
Unsere StĂ€dte und Gemeinden stehen vor enormen Investitionsbedarfen – bei Infrastruktur, Digitalisierung, Kinderbetreuung und Daseinsvorsorge. Es darf nicht sein, dass Bundesmittel im Land versickern oder politisch gesteuert werden. Die Kommunen brauchen Planungssicherheit und Vertrauen, keine Bevormundung.
đ„ Gesundheitspolitik: Apotheken, Versorgung und ein medizinischer Weckruf
Im Juli habe ich mich intensiv mit der zunehmenden AusdĂŒnnung der Gesundheitsversorgung beschĂ€ftigt. Das Apothekensterben – etwa die bevorstehende SchlieĂung der Apotheke in Bubach-Calmesweiler – ist ein Alarmsignal, gerade fĂŒr den lĂ€ndlichen Raum. Apotheken sind niedrigschwellige Anlaufstellen, besonders fĂŒr Ă€ltere und chronisch kranke Menschen. Ihr Wegfall bedeutet lĂ€ngere Wege und reale Versorgungsrisiken.Hinzu kamen BeitrĂ€ge zur Zukunft der medizinischen Versorgung, zur Krankenhauspolitik der Landesregierung und ein deutlicher medizinischer Weckruf, der zeigte: Selbst FachkrĂ€fte stoĂen zunehmend an Belastungsgrenzen. Wer hier nicht gegensteuert, gefĂ€hrdet langfristig die gesundheitliche Daseinsvorsorge.
đ¶ Bildungspolitik: Sprachförderung ist der SchlĂŒssel
Die Zahlen zum steigenden Förderbedarf bei Einschulkindern waren im Juli ein weiteres Warnsignal. Fast jedes sechste Kind startet mit besonderem Förderbedarf in die Schule – hĂ€ufig wegen unzureichender Deutschkenntnisse. Die ersatzlose Streichung des Programms „FrĂŒh Deutsch lernen“ durch die SPD-Regierung rĂ€cht sich jetzt.
FrĂŒhzeitige Sprachförderung ist keine KĂŒr, sondern Pflicht. Wer Chancengleichheit ernst meint, muss im Vorschulalter ansetzen – verbindlich, systematisch und flĂ€chendeckend.
⚖️ Staat, Recht und Verwaltung: effizient, fair und bĂŒrgernah
Auch Justiz- und Verwaltungsthemen spielten im Juli eine groĂe Rolle. Die CDU-Fraktion prĂŒft den Vorschlag der Notarkammer, Notare stĂ€rker in das Erbscheinverfahren einzubinden, um Gerichte zu entlasten und Verfahren zu beschleunigen. Gerade in sensiblen Lebenssituationen brauchen Menschen einen funktionierenden, bĂŒrgernahen Staat.
Gleichzeitig habe ich mich mit der Digitalisierung der Kfz-Zulassungsstellen befasst. Es gibt Fortschritte – auch im Landkreis Neunkirchen –, aber noch immer fehlt es an Transparenz, fairer Terminvergabe und moderner Technik. Verwaltungsmodernisierung darf kein Schlagwort bleiben.
đĄ️ Sicherheit, Bundeswehr und Resilienz
Der Juli war auch sicherheitspolitisch geprĂ€gt. Beim JubilĂ€um „10 Jahre Saarlandbrigade“ in Saarlouis wurde deutlich, wie eng die Bundeswehr mit unserer Region verbunden ist. Als Bundeswehr-Beauftragter und Volksbund-Landesvorsitzender war mir dieser Termin ein besonderes Anliegen.Ebenso wichtig war der Besuch beim Landeskommando Saarland gemeinsam mit Roland Theis. In Zeiten wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen braucht es funktionierende zivile und militĂ€rische Strukturen – und politische RĂŒckendeckung fĂŒr diejenigen, die Verantwortung ĂŒbernehmen.
đ Umwelt-, Klima- und Agrarpolitik: Praxis statt Papiertiger
Als Leiter des Arbeitskreises Umwelt, Klima, MobilitÀt, Agrar und Verbraucherschutz war ich im Juli viel vor Ort:
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bei Pyrum Innovations in Dillingen, einem internationalen Vorzeigeunternehmen der Kreislaufwirtschaft, das von der Landesregierung strÀflich ignoriert wird,
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beim Schlachthof Sternberg in Perl-Besch – ein Musterbeispiel fĂŒr regionale, tiergerechte Wertschöpfung,
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auf dem Habichtshof in Merchweiler und dem Marienhof in Gerlfangen, wo engagierte Landwirte zeigen, wie Landwirtschaft und Naturschutz zusammengehen können.
Gleichzeitig habe ich deutliche Kritik am Klimaschutzkonzept der Landesregierung geĂŒbt: zu technokratisch, zu wenig Beteiligung, zu wenig Anreize. Klimaschutz funktioniert nicht durch Bevormundung, sondern durch Mitnehmen.
đČ MobilitĂ€t und Infrastruktur: Stillstand beenden
Der schleppende Radwegebau, die jahrelange Sperrung der L 170 und die ideologisch gefĂŒhrte Debatte um Bahnreaktivierungen zeigen: Das Saarland leidet unter Planungs- und Umsetzungsdefiziten. Wer MobilitĂ€tswende ernst meint, muss priorisieren, beschleunigen und liefern – nicht ankĂŒndigen und vertagen.
đ¶ Kultur, Ehrenamt und Gemeinschaft
Neben all den politischen Themen durfte auch das gesellschaftliche Leben nicht zu kurz kommen:
Der Saarland-Mittelpunkt-Lauf in Habach, die Feierabend-Klappstuhl-Konzerte, GeburtstagsglĂŒckwĂŒnsche fĂŒr Marliese Weber oder der Abschied von Jens SchĂŒller bei der Sparkasse zeigen, wie wichtig Ehrenamt, Kultur und persönlicher Einsatz fĂŒr den Zusammenhalt vor Ort sind.
Umso schmerzlicher war die Nachricht vom Aus des Rocco del Schlacko-Festivals – ein kultureller Leuchtturm, der auch wegen politischer VersĂ€umnisse verloren geht. Kultur ist kein Luxus, sondern Standortfaktor und HeimatgefĂŒhl.
đ Mein Fazit zum Juli 2025
Der Juli 2025 hat gezeigt:
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Das Saarland steht vor ernsten finanziellen, strukturellen und gesellschaftlichen Herausforderungen.
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Wegschauen hilft nicht – klare Worte und klare Konzepte sind gefragt.
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Gute Politik entsteht im Dialog mit den Menschen, vor Ort, nicht im Elfenbeinturm.
Ich werde auch weiterhin Verantwortung einfordern, MissstĂ€nde benennen und mich mit voller Kraft fĂŒr unser Saarland, unsere Kommunen und die Menschen einsetzen.
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