Wer in Eppelborn mit dem Fahrrad unterwegs ist, weiß: Gute Radwege entlang unserer Land- und Bundessstraßen sind keine Selbstverständlichkeit.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um Freizeit oder Tourismus. Es geht um sichere Schulwege, um alltagstaugliche Verbindungen zwischen unseren Ortsteilen und um eine echte Alternative zum Auto – gerade im ländlichen Raum.
Und genau hier liegt das Problem:
Viele wichtige Projekte werden seit Jahren diskutiert – aber sichtbar voran geht oft wenig.
Selbst Projekte, die von der Landesregierung längst angekündigt sind, werden immer wieder verschoben oder liegen auf Eis.
Seit Jahren geplant – aber wann wird gebaut?
Als CDU-Fraktion im Gemeinderat haben wir deshalb in der jüngsten Sitzung einen klaren Antrag gestellt: Wir wollen einen umfassenden Sachstandsbericht zum Ausbau der Radwege in unserer Gemeinde.
Konkret geht es um zentrale Verbindungen wie:
- Habach – Eiweiler entlang der L301
- Wiesbach – Humes
- Eppelborn – Hierscheid
Diese Strecken sind keine Luxusprojekte.
Sie sind entscheidende Lückenschlüsse für ein funktionierendes Radwegenetz.
Doch bis heute ist für viele dieser Maßnahmen unklar:
- Wann sie tatsächlich umgesetzt werden
- Welche Priorität sie haben
- Und woran es konkret hakt
Genau hier setzen wir an.
Auch auf Landesebene nachgehakt – mit ernüchterndem Ergebnis
Als Landtagsabgeordneter habe ich bereits im vergangenen Jahr mehrere parlamentarische Anfragen zum Radwegebau im Saarland gestellt. Die Antworten zeigen ein klares Bild: Selbst bei konkreten Vorhaben kommt es immer wieder zu Verzögerungen
Ein Beispiel aus unserer Region:
Beim Radweg zwischen Habach und Eiweiler musste die Planung neu aufgesetzt werden, weil das beauftragte Ingenieurbüro nicht mehr zur Verfügung steht. Ein konkreter Baubeginn ist aktuell nicht absehbar.
Das zeigt:
Es fehlt nicht an Ideen – sondern an Tempo, Klarheit und Verlässlichkeit.
Transparenz ist keine Wahlkampftaktik – sondern unsere Pflicht
In der Diskussion wurde uns vorgeworfen, solche Themen seien „Landtagswahlkampf“.
Ich halte das für den falschen Ansatz.
Wenn Projekte über Jahre nicht vorankommen, dann ist es unsere Aufgabe als Gemeinderat und als Abgeordnete, nachzufragen, nachzuhaken und Antworten einzufordern.
Und eines ist doch bemerkenswert:
Selbst unsere politische Mitbewerber räumen ein, dass die Planungen seit Jahren stocken.
Umso unverständlicher ist es, wenn ausgerechnet die Nachfrage nach Klarheit kritisiert wird.
Ja, Radverkehr braucht ein Konzept – aber auch Umsetzung
Ein Argument, das häufig genannt wird:
Einzelne Radwege bringen wenig, wenn kein zusammenhängendes Netz entsteht.
Das ist richtig.
Aber genau deshalb dürfen wir nicht beim Reden stehen bleiben.
Denn ein funktionierendes Netz entsteht nicht auf einmal –
es entsteht Schritt für Schritt, durch konkrete Projekte und durch konsequente Umsetzung.
Jeder Lückenschluss bringt uns weiter.
Jeder umgesetzte Abschnitt verbessert Sicherheit und Nutzbarkeit.
Stillstand hingegen hilft niemandem.
Unser Anspruch: Klarheit, Priorität und Fortschritt
Mit unserem Antrag wollen wir genau das erreichen:
- mehr Transparenz über den aktuellen Stand
- klare Aussagen zu Prioritäten und Zeitplänen
- und eine belastbare Grundlage für die weitere Entwicklung
Denn die Menschen in Eppelborn haben ein Recht darauf zu wissen, was geplant ist – und wann endlich etwas passiert.
Für uns ist klar: Dranbleiben lohnt sich
Ob im Gemeinderat oder im Landtag – als CDU werden wir uns weiter mit Nachdruck dafür einsetzen, dass sich beim Thema Radwege endlich etwas bewegt.
Nicht laut, nicht polemisch – sondern sachlich, hartnäckig und lösungsorientiert.
Denn am Ende geht es nicht um politische Schlagzeilen.
Es geht um sichere Wege für unsere Kinder, bessere Verbindungen für den Alltag und eine lebenswerte Gemeinde.
Und genau dafür lohnt es sich, dranzubleiben.

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