Im der Hugo-Strobel-Halle im Kirkeler Ortsteil Altstadt fand gestern die Versammlung des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz statt - top organisiert vom Obstbauverein Limbach e.V. und ihrem 1. Vorsitzenden Jürgen Rissland. Neben Vorträgen und dem üblichen satzungsgemäßen Programm stand eine besondere Ehrung auf der Tagesordnung – auch wenn der Betroffene davon zunächst noch nichts wusste. Ich selbst durfte an diesem Nachmittag gleich in zwei Rollen dabei sein: als Vizepräsident des Verbandes und als Abgeordneter der CDU-Landtagsfraktion.
Im Mittelpunkt aber stand Clemens Lindemann, dessen engagierte Arbeit den Verband seit 1989 als Präsident prägt.
Wer so lange Verantwortung trägt, hat in der Regel einiges erlebt. Bei Clemens Lindemann kommt hinzu, dass er den Verband in einer schwierigen Phase übernommen hat – und ihn über viele Jahre hinweg stabil weiterentwickelt hat.
Viele Strukturen, die heute selbstverständlich sind, gehen auf seine Initiative zurück: die inhaltliche Arbeit in verschiedenen Fachbereichen, die Stärkung des Ehrenamts durch Weiterbildung oder auch die bessere organisatorische Aufstellung des Verbandes. Auch über das Saarland hinaus hat er Akzente gesetzt, etwa durch sein Engagement auf Bundesebene.
Umso mehr war es mir eine große Freude, die Laudatio auf ihn halten zu dürfen – und ihm anschließend die höchste Auszeichnung des Verbandes zu überreichen: die Goldene Rose.
Die Überraschung ist gelungen. Und sie war mehr als verdient.
Der Abend hat aber auch noch einmal deutlich gemacht, vor welchen Herausforderungen die Obst- und Gartenbauvereine heute stehen.
Es wird zunehmend schwieriger, Menschen für Vorstandsarbeit zu gewinnen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen – sei es durch Bürokratie oder durch organisatorische Fragen.
Hinzu kommen ganz praktische Probleme im Bereich des Streuobstbaus: klimatische Veränderungen, neue Schädlinge oder auch die Frage, wie die Nutzung des Obstes wirtschaftlich sinnvoll organisiert werden kann. Gerade die Entwicklung bei den Brennrechten spielt hier für viele eine wichtige Rolle.
Für mich ist klar: Die Arbeit der Vereine ist für unsere Region von großer Bedeutung – ökologisch, kulturell und gesellschaftlich.
Sie sorgen dafür, dass Wissen erhalten bleibt und weitergegeben wird.
Sie leisten konkrete Arbeit für Natur und Landschaft.
Und sie halten vielerorts das Gemeinschaftsleben mit am Laufen.
Deshalb gehört für mich auch dazu, dass wir als Politik die Rahmenbedingungen im Blick behalten: weniger unnötige Bürokratie, Unterstützung bei der Nachwuchsgewinnung und verlässliche Perspektiven – auch bei Themen wie der Streuobstverwertung.
Herzlichen Glückwunsch an Clemens Lindemann zu dieser besonderen Auszeichnung
– und ein großes Dankeschön an alle, die sich in den Vereinen engagieren.

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