Montag, 1. März 2010

Solarenergie ...

... eröffnet neue Chancen auch für unsere Gemeinde.

Endlich wird die Diskussion über eine offensive Nutzung kommunaler Dächer zur Stromerzeugung auch in der Gemeinde Eppelborn geführt.
Nachdem ich bereits im November vergangenen Jahres für meine Fraktion einen entsprechenden Antrag in den Gemeinderat eingebracht hatte, gewinnt das Thema nun endlich an Fahrt.


Gestritten wird nun darüber, welcher Weg der bessere sei: 

Am einfachsten wäre es, denkt mancher, man eröffne Dritten (also z.B. Unternehmern) gegen Zahlung einer kleinen Pacht die Möglichkeit, Photovoltaikanlagen auf den Dächern gemeindeeigener Gebäude zu errichten. So geschehen ist dies bereits auf dem Dach des Kindergartens in Bubach-Calmesweiler.
Das nutzt dem Klimaschutz und sichert Einnahmen, wenn auch nur in sehr geringem Maße. Unsere Gebäude werden allerdings zusätzlich im Grundbuch mit den Rechten Dritter belastet und verlieren so an Wert.
Ist dies der Königsweg?

Ich bin anderer Meinung.

Unsere Nachbargemeinden Tholey und Illingen machen uns bereits vor, dass es bessere Alternativen gibt: Beide Gemeinde sind selbst in die Stromerzeugung eingestiegen und schaffen es so, zusätzliche Einnahmen zu generieren - Einnahmen, die auch unsere Gemeinde dringend benötigt.

Tatsache ist, dass auch Eppelborn stark an Einwohnern verliert. Damit verlieren wir auch Einnahmen durch Steuern, Gebühren und Schlüsselzuweisungen.
Die Ausgaben für Infrastruktur (Straßen, Kanäle, usw.) lassen sich jedoch nicht so einfach reduzieren, diese Ausgaben werden auf immer weniger Schultern verteilt werden müssen.
Es ist also höchste Zeit, dass wir unserer Gemeinde neue Einnahmequellen erschließen. Allerdings sollte das geschehen ohne dass wir immer nur mit der Gebührenkeule winken und unsere Bürgerinnen und Bürger ebenso wie unsere Vereine immer stärker und in fast unbegrenztem Maße belasten.

Gewinne privatisieren, Verluste kommunalisieren? Damit muss Schluss sein!

Als Gemeinderatsmitglied trage ich Verantwortung gegenüber den Menschen unserer Gemeinde - und auch gegenüber meinen eigenen Kindern. Bei der Müllentsorgung haben wir damit begonnen, neue Pfade zu beschreiten und erreicht, dass die Abfallgebühren  deutlich gesunken sind. Das ist die richtige Richtung und genau auf diesem Weg sollten wir mutig weiter voran schreiten.
Deshalb streite ich jetzt engagiert für Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden - und dafür, dass sich die Gemeinde auf diese Weise neue Einnahmequellen erschließt.

Ein Dank gebührt auf jeden Fall den freundlichen Mitarbeiterinnen  und Mitarbeitern der Gemeinden Tholey und Illingen, die mir auf meine Fragen interessante und kompetente Antworten geben konnten.

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