Mittwoch, 3. November 2010

Die Berufsstarter-Messe "TopJob 2011" und die Frage...

...ob eine gezielte Ausbildung und Qualifzierung junger Menschen nicht allemal besser und nachhaltiger ist, als eine durch "Begrüßungsgeld" geförderte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt

Heute morgen wurde die Berufsstarter-Messe "TopJob2011 - Nutze Deine Chance" in der Erweiterten Realschule (ERS) Theley eröffnet. 41 Aussteller - überwiegend Betriebe auf der Suche nach geeigneten Bewerbern für eine Lehrstelle - präsentierten die unterschiedlichen Facetten ihrer Ausbildungsberufe.

Prominente Gäste bei der Berufsstartermesse "TopJob 2011": 
(v.l) der "Vater" der Berufsstartermesse Giacomo Santalucia, AOK-Leiter Markt/VertriebHelmut Koppey, Staatssekretärin Gaby Schäfer, Landrat Udo Recktenwald, der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Herlmut Rauber, Bürgermeister Hermann-Josef Schmidt sowie der Pate der Messe, die SR-Sportikone Werner Zimmer, lassen sich die Funktionen eines modernen Nivellier- und Messgerätes erläutern.

Die Betriebe, die IHK, die Handwerkskammer und die Agentur für Arbeit haben satte 1800 freie Lehrstellen im Saarland im Gepäck.
Es ist ein tolles Event für junge Leute, die vor dem wichtigen Schritt ins Berufleben stehen, das der AOK-Marketingfachmann Giacomo Santalucia mit der Berufsstarter-Messe vor mittlerweile 11 Jahren ins Leben gerufen hat.
Geschätzte 20.000 Schülerinnen und Schüler haben seither die praxisorientierte Veranstaltung besucht - und die vielfach auch die Gelegenheit genutzt, um erste Gespräche über ihre berufliche Zukunft zu führen.

Angehende Zimmerleute bei der Konstruktion eines Dachgaubenmodells unter der fachmännischen Begleitung durch Zimmermannsmeister Peter Töttel (der übrigens auch mich vor rund rund 25 Jahren während meiner Ausbildung einige Kenntnisse im Umgang mit dem Werkstoff Holz lehrte)

Gespräche mit Ausbildern zeigten erfreulicherweise, dass zunehmend auch eher praktische veranlagte Hauptschüler wieder Chancen auf dem Lehrstellenmarkt haben. 
Das weckt Hoffnung auf einen weiteren Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit und sorgt dafür, dass immer mehr junge Leute - auch und vor allem mit einem Migrationshintergrund - wieder eine Perspektive vor Augen haben können.

Die jungen Menschen unseres Landes zu qualifizieren, sie gut und solide auszubilden und sie nach ihrer Lehrzeit zur stetigen Weiterbildung zu motivieren - das ist der richtige und vor allem auch der einzig nachhaltige Weg, um dem bevorstehenden und bereits in einzelnen Bereichen spürbaren Fachkräftemangel zu begegnen.

Dass die Einwanderung in unser Land gesteuert werden soll, ist richtig.
Und dass - wie viele andere Länder - auch Deutschland auf Sprachkenntnisse, auf Qualifikation und auch auf Verfassungs- und Gesetzestreue verstärkt Wert legen sollte, steht für mich ebenfalls gänzlich außer Frage.
Aber gleich, wie es BundesWiMi Brüderle fordert, ein "Begrüßungsgeld für Gastarbeiter" einzuführen, ist doch um Einiges zu weit gesprungen.
Ich bin mir sicher, dass unter den fast drei Millionen Menschen ohne Arbeit, die wir in Deutschland noch immer zu beklagen haben, jede Menge ungenutztes Potenzial schlummert. 
Fähigkeiten, Eignungen und Kompetenzen, die geweckt werden sollten, bevor Gastarbeiter mit Geschenken umworben werden.
Unser vorrangiges Ziel muss es sein, die Arbeitslosigkeit weiter zurückzuführen - wenn möglich bis hin zur Vollbeschäftigung.
Das kann gelingen. Nachhhaltig.
Durch Bildung, Ausbildung, Qualifikation und Weiterbildung.
Für Alle.

Das junge Team vom Friseursalon Uschi Perius in Hasborn zeigte, worauf es im Friseurberuf ankommt - unter den Augen ihres Stammkunden Hermann-Josef Schmitt, dem Bürgermeister der Schaumberggemeinde Tholey.

1 Kommentar:

  1. Das ist sicherlich richtig und wichtig, die Ausbildung und Qualifikation im eigenen Land zu förden. Aber wie lange wird es dauern, bis wirksame Maßnahmen getroffen werden und diese fruchten? Frühestens fünf Jahre, eher zehn. Der Fachkräftemangel wird aber in den nächsten Jahren richtig reinhauen, und wenn wir nicht aufpassen, sieht es böse aus für Deutschland. Von daher sind solche Vorschläge, die richtigen Leute ins Land zu locken, gar nicht mal so abwegig.

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