Mittwoch, 16. Mai 2012

Röttgen gefeuert. Saarland gestärkt.

Das Wahlergebnis in Nordrhein-Westfalen war für die CDU desaströs.
Und es war völlig gegen den Trend.
Während sich die Union bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und im Saarland nicht nur als stärkste Kraft behaupten sondern wir Christdemokraten im Saarland mit Annegret Kramp-Karrenbauer an der Spitze  sogar noch Prozente zulegen konnten, brach der nordrhein-westfälische Spitzenkandidat Norbert Röttgen mit seinen Ergebnissen regelrecht ein.
Fette 8,3 Prozent Verlust bei den Zweitstimmen schlugen im Land an Rhein und Ruhr letztlich zu Buche.
Eine Klatsche.
Nicht wenige bezweifelten vor dem Hintergrund dieses Ergebnisses, dass der politisch geschwächte Norbert Röttgen seine bisher sehr gute Arbeit als Bundesumweltminister ohne Einschränkungen fortsetzen könnte.
Fakt ist: Die Energiewende ist eine Mammutaufgabe.
Und gerade deshalb braucht es einen Umweltminister, der mit freiem Kopf und voller Kraft zu Werke gehen kann.
Angela Merkel war ganz offensichtlich der Meinung, dass dies nicht mehr Norbert Röttgen sein kann.
Beim Bundespräsidenten hat sie deshalb um die Entlassung des bisherigen Umweltministers gebeten.

Nachfolger wird ein politisches Schwergewicht aus dem Saarland: Peter Altmaier.
Altmaier - einer der fähigsten politischen Köpfe in Berlin - war bisher Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Merkel macht damit klar: Sie setzt auf Gewinner.
Sie setzt auf die CDU Saar.
Eine Entscheidung, die nicht nur das Saarland stärken wird.