Donnerstag, 23. Juli 2020

Keine Corona-Infizierten in der saarländischen Fleischbranche

Es ist eine vergleichsweise gute Nachricht: Anders als in den Mega-Schlachtereien in NRW gibt es in den vier großen saarländischen Betrieben der Fleischverarbeitung der zeit keine Corona-Hotspots. 

Das ist das Ergebnis einer Untersuchungsreihe, die in Zusammenarbeit der Kreisgesundheitsämter, dem Universitätsklinikum des Saarlandes und dem Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) vorgenommen wurde. Wie Umwelt- Verbraucherschutzminister Reinhold Jost und Gesundheitsministerin Monika Bachmann heute bekanntgeben konnten, wurden bei 406 der insgesamt 648 gemeldeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vier Betrieben Abstriche genommen. Alle machten freiwillig mit - und alle Corona-Tests waren negativ.
Dass es bei der Zahl der Getesteten und der Gesamtzahl der Beschäftigten eine Differenz gibt, ist  wenig überraschend: Wir sind mitten in der Urlaubszeit.
Am Ergebnis ändere das jedoch nichts, findet Reinhold Jost.
„Dieses Ergebnis kann als repräsentativ bezeichnet werden", so der Minister.  "Wir freuen uns darüber, dass die vier fleischverarbeitenden Betriebe im Saarland unser Angebot auf kostenlose Tests wahrgenommen haben. Ganz offensichtlich nehmen sie die Hygienevorschriften und den Arbeitsschutz sehr ernst. Ich danke allen Beteiligten ganz herzlich für die Mitarbeit an dieser konzertierten Aktion.“


Auch Monika Bachmann zeigt sich erleichtert: „Vor dem Hintergrund der starken lokalen Ausbrüche in der Fleischindustrie in Nordrhein-Westfalen und Luxemburg war es uns wichtig, dass wir im Saarland schnell und präventiv handeln. Durch gezielte Testungen können Infektionsherde verhindert werden. Umso glücklicher bin ich über das Ergebnis: In keinem der großen saarländischen Fleischbetriebe wurden die Mitarbeiterrinnen und Mitarbeiter positiv getestet“, erklärte die saarländische Gesundheitsministerin.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter haben die Untersuchung mit der Abnahme der Abstriche vor Ort unterstützt. Die Untersuchung der Proben erfolgte in Kooperation zwischen der Virologie des Universitätsklinikums Homburg und dem LAV im sogenannten Poolingverfahren. Dabei werden immer zehn Proben zusammen untersucht, und nur bei einer Auffälligkeit werden die zehn Proben noch einmal einzeln getestet.

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