Donnerstag, 3. September 2020

Herausforderungen und Projekte: Mit der CDU-Kreistagsfraktion unterwegs in Ottweiler.

In Mannschaftsstärke empfingen uns vergangene Woche unsere Freundinnen und Freunde der CDU Ottweiler auf dem Bahnhofsvorplatz der einstigen Residenzstadt der Grafen von Ottweiler-Nassau. Bis zur Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 war Ottweiler auch unsere Kreisstadt, beherbergt bis heute den Landrat des damals neu zugeschnittenen Landkreises Neunkirchen. Ottweiler hat sich in den vergangenen Jahren bereits stark gewandelt, kämpft jedoch nach wie vor auch mit großen strukturellen Herausforderungen. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion Sebastian Brüßel, der Ersten Kreisbeigeordneten Daniela Feld und weiteren Mandatsträgern aus dem Kreistag, dem Stadt- sowie dem Ortsrat konnte ich mir vor Ort ein eigenes Bild dieser Herausforderungen, aber auch von den aktuellen Planungen unserer nach wie vor hoch motivierten Ottweiler Freunde machen.

Der insolvenzbedingte Totalverlust der Arbeitsplätze der Gießerei Werle und des Maschinenbauunternehmens SGGT hat Ottweiler in den letzten Jahren hart getroffen, fast 200 Arbeitsplätze gingen verloren. Nun bieten sich aber auch Chancen: Die entstandenen Industriebrachen sollen völlig neu belebt werden:  es soll ein Blieszentrum im Herzen von Ottweiler wachsen, auf dem unter anderem Wohnflächen für jung und alt entstehen sollen. Durch die Ansiedlung von Lebensmittelmärkten soll zudem die zentrumsnahe Grundversorgung verbessert und wieder mehr Kaufkraft in Ottweiler gebunden werden - Kaufkraft, die derzeit in großen Teilen in die Nachbarstädte Neunkirchen und St. Wendel fließt.
Denkbar wäre es, gezielt auch Wohnungen für Studentinnen und Studenten zu schaffen und so die zentrale Lage von Ottweiler zu nutzen. Unmittelbar am Bahnhof und damit an der stark frequentierten Nahe-Strecke der Bahn gelegen, könnten die Studierenden innerhalb kürzester Zeit vom künftigen Blieszentrum aus den Umwelt-Campus Birkenfeld, aber auch die Universitätsstädte Saarbrücken und Homburg erreichen. Selbst die Universitäten in Mainz und Mannheim kann man von Ottweiler aus in weniger als zwei Stunden erreichen.
Auch bis zum Frankfurter Hauptbahnhof fährt man übrigens ebenso wie zum Flughafen Frankfurt weniger als zweieinhalb Stunden. Damit findet man auch für Reisen sowohl innerhalb Deutschlands als auch international in Ottweiler einen ganz guten Ausgangspunkt.

Das 1877 erbaute und unter Denkmalschutz stehende historische Bahnhofsgebäude befindet sich mittlerweile im Besitz der Stadt, wurde bereits in weiten Teilen restauriert und soll, so die Planungen, künftig der Polizei, der Stadtbücherei, einem Büro der Touristen-Information und dem Jugendzentrum eine Heimat bieten.

Sorgen bereitet unseren Ottweiler Freunden ebenso wie mir die Zukunft ihres Krankenhauses. Die Marienhaus GmbH hat als Träger die (wie ich finde falsche) Entscheidung getroffen, das Krankenhaus zum Jahresende zu schließen. Mit der Gefäßchirurgie, der Orthopädie und der Unfallchirurgie wurden bereits wichtige Abteilungen nach St. Wendel verlegt.
Es ist angekündigt, den Standort zu einem Medizinischen Versorgungszentrum umzubauen, in dem fachärztliche Behandlungen sowohl ambulant als möglicherweise auch teilstationär durchgeführt werden könnten. So wirklich Konkretes aber ist derzeit noch nicht bekannt.
Die CDU Ottweiler drängt deshalb darauf, dass die Marienhaus GmbH ihre Pläne und vor allem ein tragfähiges, zukunftsorientiertes Konzept möglichst schnell dem Stadtrat, vor allem aber den Menschen in Ottweiler vorstellt.

Im Rahmen eines kleinen Stadtrundgangs wurden noch zahlreiche weitere größere und kleinere Projekte angesprochen. Es zeigte sich, dass die CDU in Ottweiler eine volle Agenda hat und zuversichtlich in die Zukunft blickt.
Dabei setzt sie, auch dass wurde von unseren Freunden deutlich gemacht, aber auch auf Unterstützung aus der Landespolitik. Markus Schley, CDU-Ortsvorsitzender und Kreistagsmitglied, betonte: "Ottweiler hat seine Stärken. Die wollen wir nutzen und aktiv die Zukunft unserer Stadt gestalten. Das gelingt aber nur, wenn alle an einem Strang ziehen: Stadt, Kreis und Land."






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