Freitag, 2. Oktober 2020

Justizminister Peter Strobel ernennt 14 Anwärterinnen und Anwärter im Allgemeinen Justizvollzugsdienst

Bei einer Feierstunde in der Justizvollzugsanstalt Ottweiler ernannte Justizminister Peter Strobel 14 Anwärterinnen und Anwärter im Allgemeinen Justizvollzugsdienst. Strobel betonte anlässlich der Ernennung die Bedeutung der Arbeit im Justizvollzug: „Täglich an der Resozialisierung von Menschen zu arbeiten, ist eine sinnstiftende Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft. Die Arbeit im Justizvollzug erfordert neben Belastbarkeit und psychischer Widerstandsfähigkeit sowie Konsequenz und Autorität vor allem auch Empathie und Sozialkompetenz. Der von diesen Eigenschaften getragene tagtägliche Einsatz der Bediensteten im saarländischen Justizvollzugsdienst verdient unser aller Respekt und Anerkennung.“ 

Die Anwärterinnen und Anwärter werden einen vierundzwanzig Monate dauernden Vorbereitungsdienst durchlaufen. Im theoretischen Teil ihrer Ausbildung, der aufgrund einer Kooperation des Saarlandes mit Rheinland-Pfalz in zwei Blöcken in der Justizvollzugsschule in Wittlich stattfindet, werden die Anwärterinnen und Anwärter Grundkenntnisse in Fächern wie Psychologie, Sozialpädagogik und Beamtenrecht sowie eingehende Kenntnisse in der Vollzugskunde, der waffenlosen Selbstverteidigung und im Waffengebrauch erlernen. Ihre praktische Ausbildung werden sie in den saarländischen Vollzugsanstalten absolvieren.

Zeitgleich mit den Anwärterinnen und Anwärtern traten 15 neue Beschäftigte ihren Dienst in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken an, denen bei erfolgreicher Bewährung ebenfalls die Berufung in ein Anwärterverhältnis eröffnet werden soll.

Justizminister Strobel: „Eine angemessene und erfolgversprechende Ausgestaltung des Strafvollzugs setzt eine ausreichende Personalausstattung voraus. Dafür setze ich mich mit Nachdruck ein. Es erfreut mich daher sehr, dass das Saarland nicht nur heute neue Anwärterinnen und Anwärter sowie Beschäftigte im Justizvollzug begrüßen kann, sondern dass auch der aktuelle Haushaltsentwurf für die Jahre 2021 und 2022 weitere Stellen für den Justizvollzugsdienst vorsieht. Darin liegt ein wichtiges Signal nicht nur für den Rechtstaat selbst, sondern auch für die Bediensteten, die im sensiblen Bereich des Strafvollzugs durch ihren oftmals überobligatorischen Einsatz dem Rechtstaat Geltung verschaffen und ein Gesicht verleihen.“



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