Dienstag, 13. April 2021

Weiterhin Wechselunterricht an saarländischen Schulen!

Ich bin erleichtert: Im Ministerrat wurde heute die Entscheidung getroffen, vorerst nicht zu vollen Klassensälen zurückzukehren, sondern durch eine Fortsetzung des Wechselunterrichts bis auf Weiteres das Abstand halten in der Schule zu erleichtern und die Gruppengrößen zu halbieren. Die Sicherheit und der Schutz unserer Kinder geht vor!

Natürlich wollen auch wir als CDU-Fraktion im Saarländischen Landtag so schnell wie möglich zu der Unterrichtsform zurückkehren, in der das Lernen und das Lehren möglichst optimal gestaltet werden können - und das ist nunmal der tägliche Schulbesuch.
Solange aber die Ansteckungsgefahren nicht erheblich eingedämmt sind, ist das jedoch nicht zu verantworten.
Aktuell sind 15,4 Prozent der Covid-Erkrankten im Saarland Kinder und Jugendliche in der Altersgruppe 7 bis 19 Jahre - also in dem Alter, in dem sie die Grundschulen, die weiterführenden Schulen und auch die Berufsbildungszentren besuchen
Insbesondere die britische Mutation des Coronavirus' hat zu einer neuen Qualität des Infektionsgeschehens in geschlossenen Räumen - also auch in Schulen - geführt.
Und immer öfter ist der Krankheitsverlauf auch in jüngerem Alter eben nicht symptomlos, manche Kinder werden richtig krank und auch die Folgeerkrankung Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome (PIMS), eine Multi-Organ-Entzündung als Folge einer Covid-Erkrankung, tritt immer häufiger auf.
Bundesweit wurden von den Kliniken bislang 265 Fälle gemeldet, in 7 Prozent der Fälle trugen die Kinder Folgeschäden davon.
Auch im Saarland mussten bereits in mindestens neun Fällen Kinder oder Jugendliche wegen dieser Folgeerkrankung stationär behandelt werden.

Genau diese Tatsache bewegt mich auch dazu, mich für eine grundsätzliche Testpflicht an allen Schulen einzusetzen. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen setze ich dabei aber auf eine neue Testgeneration, die deutlich weniger belastend ist. Darunter fallen beispielsweise Test-Lollies, Spucktests, Gurgeltests und ähnliches. Wir brauchen Testkonzepte, die gleichermaßen ein hohes Maß an Sicherheit bieten und trotzdem insbesondere die kleineren Kinder nicht so belasten, dass sich daraus Schulangst entwickeln kann. 

Ich bleibe dabei: Weit mehr als Ausgangssperren des Nachts kann eine sehr breit angelegte Teststrategie, wie sie das Saarland-Modell vorsieht, Infektionsketten unterbrechen und damit letztlich einen wirksamen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen