Der dringende Handlungsbedarf bei uns im Saarland zeichnet sich immer deutlicher ab – besonders wenn es um die medizinische Versorgung unserer jüngsten und besonders verletzlichen Mitbürger geht. Mein Freund und Kollege Hermann Scharf – der Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses im Landtag und gleichzeitig auch behindertenpolitischer Sprecher unserer CDU-Fraktion – unterstützt in einer Pressemitteilung zu Recht die Forderung des Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Michael Schmaus, ein weiteres sozialpädiatrisches Zentrum im Saarland einzurichten, sehr eindringlich mit den Worten: "Es ist fünf nach zwölf"!
Sozialpädiatrische Zentren (SPZ) spielen eine zentrale Rolle in der spezialisierten Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Schwerbehinderungen und chronischen Erkrankungen. Sie sind weit mehr als reine Behandlungsstätten:
- Interdisziplinäre Betreuung: In SPZs arbeiten Fachärzte, Therapeuten, Psychologen und Pädagogen Hand in Hand. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht eine ganzheitliche Diagnostik und Therapie, die den individuellen Bedürfnissen der jungen Patientinnen und Patienten gerecht wird.
- Früherkennung und Prävention: Gerade bei komplexen Krankheitsbildern ist es essenziell, dass frühzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen werden. SPZs schaffen hierfür den notwendigen Rahmen, um Entwicklungsstörungen und chronische Erkrankungen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
- Entlastung der Familien: Neben der medizinischen Versorgung bieten SPZs auch Beratung und Unterstützung für die Familien – eine Komponente, die in einem konventionellen Versorgungsmodell oft zu kurz kommt.
Wie Hermann Scharf betont, kann das bestehende SPZ am Kohlhof die immensen Bedarfe in unserem Bundesland nicht mehr abdecken – weder in quantitativer noch in qualitativer Hinsicht. Die Folge sind oftmals monatelange, wenn nicht gar jahrelange Wartezeiten, die Familien vor enorme Herausforderungen stellen.
In anderen Bundesländern hat die CDU bereits den Ausbau sozialpädiatrischer Strukturen vorangetrieben. Dort wurden zusätzliche SPZs eingerichtet und innovative Versorgungskonzepte umgesetzt, die den spezifischen Bedürfnissen schwerstkranker Kinder und Jugendlicher gerecht werden. Diese positiven Beispiele zeigen: Mit gezielten Investitionen und einer klaren politischen Linie lässt sich eine bedarfsgerechte Versorgung realisieren.
Die Forderung nach einem zweiten SPZ im Saarland – insbesondere zur Versorgung von Kindern mit Schwerbehinderungen und chronischen Erkrankungen – ist deshalb mehr als berechtigt.
Sie ist ein Appell an die Landesregierung und die Krankenkassen, endlich die notwendigen Schritte einzuleiten und den Antrag des Universitätsklinikums Homburg zügig zu genehmigen. Es geht hier nicht nur um strukturelle Verbesserungen im Gesundheitswesen, sondern um die Sicherstellung einer menschenwürdigen und zeitnahen Behandlung für unsere Kleinsten, die auf eine spezialisierte Betreuung angewiesen sind.
Ich stehe deshalb als gesundheitspolitischer Sprecher und Beauftragter unserer Fraktion für Kinderschutz absolut hinter der Forderung von Michael Schmaus und Hermann Scharf!
Es ist höchste Zeit, dass auch im Saarland der Ausbau sozialpädiatrischer Zentren vorangetrieben wird – zum Wohle der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien.
Wir alle haben ein Recht darauf, dass notwendige medizinische Behandlungen ohne unzumutbare Wartezeiten möglich sind. Die Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen: Mit Engagement und Weitblick können wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Zukunft unserer Kinder nicht von bürokratischen Hürden, sondern von einer nachhaltigen und spezialisierten Versorgung geprägt wird.
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