Gewalt an Schulen: Endlich Hinschauen und handeln!
Besonders ernst war die Diskussion über Gewalt an Schulen. Die Zahlen sind alarmierend: Nach Angaben der CDU-Landtagsfraktion stieg die Zahl vorsätzlicher Körperverletzungen an saarländischen Schulen von 717 Fällen im Jahr 2015 auf 1.283 Fälle im Jahr 2024.
Das sind keine abstrakten Statistiken. Dahinter stehen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und ganze Schulgemeinschaften, die erleben, dass der Schulalltag rauer, respektloser und teilweise gefährlicher wird.
Jutta Schmitt-Lang hat völlig recht: Wir brauchen endlich eine systematische Erfassung aller Gewaltfälle, eine ehrliche Dunkelfeldanalyse, mehr Schulpsychologie, mehr Prävention, klare Meldewege und konsequente Unterstützung für die Lehrkräfte. Schon im März 2025 hatte die CDU im Landtag kritisiert, dass es keine ausreichende statistische Erfassung von Gewaltmeldungen gibt.
Unsere Haltung ist klar: Gewalt an Schulen darf niemals Alltag werden. Wer Lehrerinnen und Lehrer alleinlässt, schwächt am Ende auch die Kinder.
Tankrabatt: Entlastung muss auch wirklich ankommen
Ein weiteres Thema war der Tankrabatt. Der Bund hat die Energiesteuer für Benzin und Diesel für zwei Monate gesenkt. Die Entlastung beträgt brutto bis zu rund 17 Cent pro Liter und soll Bürgerinnen, Bürger und Betriebe insgesamt um rund 1,6 Milliarden Euro entlasten.
Das ist richtig, denn gerade im Saarland sind viele Menschen auf das Auto angewiesen: Pendler, Familien, Handwerker, Pflegekräfte, kleine Betriebe im ländlichen Raum.
Aber eines ist genauso klar: Eine Steuerentlastung hilft nur dann, wenn sie auch vollständig an der Zapfsäule ankommt. Genau daran gibt es Zweifel. Der ADAC kritisierte bereits, dass die Steuersenkung nicht vollständig weitergegeben werde.
Deshalb braucht es Druck auf die Mineralölkonzerne, Transparenz bei der Preisbildung und eine wachsame Kontrolle. Entlastung darf nicht in Konzernkassen hängen bleiben.
Garten Reden: Ein Stück Identität fällt trocken
Besonders weh tut mir das Thema Reden. Die Wassergärten waren nicht irgendeine Anlage. Sie waren ein echtes Highlight am Erlebnisort Reden: 735 Meter lang, 29.000 Quadratmeter groß, mit fünf Becken und dem spektakulären Moses-Gang als besonderem Fotomotiv.
Mit dem Abschalten der Pumpen am Standort Reden Anfang Mai 2026 setzt die RAG ihr Grubenwasserkonzept um. Das mag technisch und bergrechtlich begründet sein. Politisch bleibt aber die Frage: Was passiert mit dem, was über Jahre mit viel Geld, Herzblut und touristischer Strahlkraft aufgebaut wurde?
Die CDU-Landtagsfraktion hat deshalb zu Recht kritisiert, dass hier ein überregional bekannter Tourismusmagnet faktisch zerstört wird. Allein in die Anlage flossen rund 2,8 Millionen Euro. Ohne Wasser verliert der Moses-Gang genau das, was ihn besonders gemacht hat.
Unsere Forderung ist klar: Die Landesregierung darf den Landkreis Neunkirchen jetzt nicht mit warmen Worten abspeisen. Wir brauchen ein belastbares Nachnutzungskonzept, klare Zusagen für den Erlebnisort Reden und echte Transparenz über die weiteren Folgen der Grubenflutung.
Mein Fazit
Ob Schulgewalt, Tankrabatt oder Reden: Gute Politik erkennt man nicht daran, dass sie Probleme verwaltet. Gute Politik erkennt man daran, dass sie Verantwortung übernimmt.
Die Menschen im Saarland erwarten zu Recht klare Antworten. Genau dafür stehen wir als CDU-Landtagsfraktion: Sicherheit an Schulen, spürbare Entlastung für Bürgerinnen und Bürger und eine Strukturpolitik, die unsere Regionen nicht im Stich lässt.
Reden darf nicht austrocknen — weder als Ort, noch als Symbol für verlässliche Politik im Saarland.
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