Freitag, 10. September 2010

"Bruder Dienst"...

...von Jacques Berndorf spielt ganz oben in der Liga der Agenten-Thriller mit.

Wieder ein Buch, das ich nach meinen "Lesestunden" immer nur ungern beiseite legte.
Spannend. Fesselnd. Faszinierend.
Jacques Berndorf, der vor allem durch seine Eifel-Krimis vielen Freunden der kriminalistischer Lektüre bestens bekannt ist, hat nach "Ein guter Mann" (2005) mit "Bruder Dienst" erneut einen Geheimdienst- und Politthriller vorgelegt.
Einen, den man problemlos in eine Reihe mit den Büchern von John le Carré und Tom Clancy stellen kann.

Es geht in dem Buch um nichts weniger als eine Atombombe.
Eine Atombombe, die möglicherweise verkauft wurde.
Von Nordkorea.
An irgend jemanden.
Und darum, wie diese teuflische Waffe - wenn sich der Verdacht betätigen sollte - schnellstmöglich gefunden werden kann.
Vom Bundesnachrichtendienst (BND) und seinen besten Leuten.
Das alleine würde als Plot schon reichen. Doch bereits der Anfang des Buches lässt erahnen, dass Jacques Berndorf (der im richtigen Leben übrigens Michael Preute heißt) mehr aus der Geschichte macht. 
Viel mehr!
In dem 2007 als gebundene Ausgabe und 2009 als Taschenbuch erschienenen Buch gelingt es dem Autor mit großem Geschick mehrere Handlungsstränge parallel laufen zu lassen um sie schließlich im richtigen Moment zusammenzuführen.
Nicht eine einzige Passage des Buches erscheint überflüssig.
Die Story rund um den "besten Mann des BND", den Agenten Karl Müller, ist bis ins Detail durchdacht und wirkt zu keinem Zeitpunkt maniriert oder gekünstelt.
Im Gegenteil. Alles klingt sehr realistisch. 
Und das sorgt für Spannung.
Und dafür, dass ich mich schon jetzt auf den 3. BND-Thriller von Jacques Berndorf freue. 
Der bereits erschienen ist, aber noch nicht in meinem Regal auf mich wartet.

Meine Empfehlung lautet auch in diesem Fall und aus Überzeugung: 
Lesen!

Schneller als gedacht hatte ich "Bruder Dienst", den zweiten Agententhriller von Jacques Berndorf, fertig gelesen. Nicht, weil ich's eilig gehabt hätte. 
Sondern weil ich das Buch zwischendurch kaum aus der Hand legen mochte.
Spannung pur eben. 
Und noch besser als Berndorfs Eifel-Krimis.

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