Sonntag, 24. September 2017

Meine Woche im Landtag - Ausgabe #9

In der vergangenen Woche trat der saarländische Landtag zu seiner mittlerweile bereits sechsten Plenarsitzung zusammen. Wichtigste Themen waren unter anderem das Waldgesetz, der neue Glücksspielstaatsvertrag, eine moderne Dieseltechnologie und die Forderung, dass es keine Chance für Hass oder Fake News im Netz geben darf.

Zweiter Glücksspieländerungsstaatsvertrag 

Die Landesregierung brachte ein Gesetz über die Zustimmung zur Änderung des Glückspielstaatsvertrages ein, parallel dazu wurde eine von allen Fraktionen des Landtages getragene Resolution beraten und beschlossen.
Unsere innenpolitische Sprecherin Ruth Meyer brachte die gemeinsame Resolution ein und betonte in ihrer engagierten Rede: „Diese Resolution ist ein klares Signal und ein Bekenntnis für die staatliche Glücksspielregulierung, für Rechtssicherheit im Bereich der Sportwetten und für mehr Spielerschutz“.
Gleichzeitig wies Ruth Meyer auf die große Bedeutung der Zuwendungen der Saarland-Sporttoto-GmbH an den Saarsport hin und den daraus resultierenden wichtigen Beitrag zur Suchtprävention.

Das Glücksspiel ist kein Wirtschaftsgut wie jedes andere: es birgt besondere Risiken und Gefahren. Je größer das Angebot, umso größer sind auch die Risiken. Im Saarland sind nach Schätzungen mehr als 3.000 Menschen von Glücksspielsucht betroffen - einer Krankheit, die mit Verschuldung, sozialem Abstieg und letztlich oft mit großem persönlichen Leid verbunden ist. Gerade deshalb ist in den Augen aller Fraktionen hier der Staat in der Pflicht, die beschriebenen Gefahren möglichst gering zu halten und den Jugend- und Spielerschutz bestmöglich auszugestalten.
Einstimmig lehnte der Landtag des Saarlandes eine weitergehende Kommerzialisierung und Liberalisierung des Glücksspielsektors ab und plädierte für die Aufrechterhaltung des Lotteriemonopols unter Berücksichtigung höchstrichterlicher Vorgaben mit strikter Beachtung von Verbraucher-, Spieler- und Jugendschutz.

Rechtsklarheit zur Studienakkreditierung – Landtag stimmt Staatsvertrag über Qualitätssicherung in Studium und Lehre auch in zweiter Lesung zu


Durch den neuen Staatsvertrag wird ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 17. Februar des vergangenen Jahres umgesetzt. Die Karlsruher Richter hatten Rechtsklarheit zum Ak­kreditierungssystem und den Prozessen der Qualitätssicherung in Studium und Lehre an deutschen Hochschulen gefordert. Der nun deutlich mit den Stimmen von CDU, SPD und der Partei DIE LINKE gegen die Stimmen der AfD vom Landtag beschlossene Staatsvertrag ist erforderlich, um Verfassungs­konformität herzustellen.

Die Akkreditierung im Hochschulbereich ist ein Verfahren der Begutachtung von Bachelor- und Masterstudiengängen staatlicher oder staatlich anerkannter Hochschulen. 
Wichtig ist, dass sich die Länder in dem neuen Staatsvertrag verpflichten, im Rahmen der Qualitätssicherung und -entwicklung gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass die Gleichwertigkeit einander entsprechender Studien- und Prüfungsleistungen sowie Studienabschlüsse und die Möglichkeit des Hochschulwechsels
gewährleistet werden. Auch im zukünftigen Verfahren der Akkreditierung und der hochschulinternen Qualitätssicherung bleibt die Sicht der Berufspraxis von herausragender Bedeutung, um Berufsbefähigung und Berufsrelevanz als Prüfkriterien „mit Leben“ zu füllen. 


Drittes Gesetz zur Änderung des Saarländischen Berufsakademiegesetzes (Saarl. BAkadG)


Neben weiteren Unzulänglichkeiten machte es die bislang geltende Rechtslage möglich, Berufsakademien zu errichten, die lediglich einen Fernstudiengang anbieten und somit im Saarland keinen oder nur geringfügigen bildungspolitischen Mehrwert schaffen. Durch die fehlende Vorgabe einer im Saarland vorzuhaltenden Mindestzahl an Präsenzstudiengängen in Kombination mit der Möglichkeit der Einrichtung von Fernstudiengängen wurden so falsche Signale gesetzt. 
Durch das einstimmige Votum zur Gesetzesänderung schaffte der Landtag nun Abhilfe:  Es müssen nun mindestens zwei Studiengänge in Präsenzform im Saarland als dem Sitzland der Berufsakademie angeboten werden.
Zudem muss das im Saarland vorgesehene Studienangebot die Hochschulentwicklungsplanung berücksichtigen.
Mit dieser Neuregelung erfolgte auch eine Angleichung an die Rechtslage anderer Länder.

Änderung des Landeswaldgesetzes


Der Landtag hat in zweiter Lesung das Gesetz zur Änderung des Landeswaldgesetzes verabschiedet. Ziel ist es, historisch alte Waldböden im Staatswald zu schützen. Unsere umweltpolitische Sprecherin Petra Fretter brachte den Gesetzentwurf für uns im Parlament ein. Sie betonte dabei den Wert der Änderungen: „Der Wald ist für viele Menschen mehr als nur die Summe von lauter Bäumen. Der Wald ist in den Herzen vieler Saarländer etwas ganz besonderes. Die neue Regelung schafft einen fairen, wohl abgewogenen Ausgleich zwischen so wichtigen Schutzgütern wie Bodenschutz und Erhalt der Biodiversität auf der einen und den Zielen von Klimaschutz und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien auf der anderen Seite.“
Die Kritik der Opposition wies unser Fraktionschef Tobias Hans entschieden zurück: "Wir hören zu, nehmen die Sorgen der Menschen in unserem Land ernst und packen die Dinge an – das Gesetz setzt ein klares Zeichen für den Umgang mit unserem schützenswerten Wald!"
So wie es aussieht, wird durch das neue Gesetz auch der Wald zwischen Eppelborn und Dirmingen geschützt.  Dort sollten weitere Windräder aufgestellt werden.



„Transparenz schaffen – Demokratie stärken!“


Dieser Antrag wurde von meinem Landtagskollegen Alexander Zeyer eingebracht und richtet sich entschieden gegen Fake-Accounts und den Einsatz sogenannter social bots im Internet. "Wissen, Unterhaltung, Einkauf und Interaktion, rund um die Uhr und an jedem Ort – das Internet bietet ohne Zweifel viele Chancen", so Alex Zeyer. Gleichzeitig warnte er, dass das Netz und insbesondere die sozialen Medien aber auch zunehmend Raum für die Verbreitung von Hass und für gesteuerte Desinformationskampagnen eröffnen. "Es werden gezielt falsche Bilder, Plakate, falsche Meldungen und Berichte verbreitet um Wahlen zu beeinflussen, auch durch den Einsatz von Social Bots, also von künstlich gesteuerten Fake Accounts zum Beispiel bei Facebook."
Unser Abgeordneter Alexander Zeyer machte in seiner ersten Rede vor dem Parlament deutlich, dass wir ein geschlossenes und transparentes Vorgehen der politischen Konkurrenten brauchen: „Mit unserem Antrag ‚Transparenz schaffen – Demokratie stärken!’ wollen wir uns gemeinsam für unsere Meinungsfreiheit, insbesondere im Netz, stark machen. Denn die Sozialen Netzwerke eröffnen zunehmend den Weg und Raum für die Verbreitung von Hass, Fake News und gesteuerten falsch Meldungen. Denen die das Netz für Beleidigungen, Beschimpfungen und Hass nutzen, müssen wir uns als wehrhafte Demokratie geschlossen und parteiübergreifend entgegen stellen!“
Kritik am Antrag kam von der AfD. Ihr Fraktionsvorsitzender behauptete, der Hass käme nicht von seiner Partei. Das konnte unser Fraktionschef Tobias Hans so nicht stehen lassen. Die Stellungnahme zu den unsäglichen Hass-Botschaften aus den Reihen der AfD blieb im Übrigen aus.







Mittwoch, 20. September 2017

Kita "Pusteblume" in Dirmingen eröffnet

Am vergangenen Samstag wurde die neu gebaute Kindertagesstätte in Dirmingen feierlich eröffnet. Sie trägt den Namen Kita "Pusteblume" Dirmingen. Drei Gruppenräume, ein Förderraum, ein Bistro und neben Räumen für das Personal natürlich auch Sanitärräume umfasst das neue Gebäude. Ein Bewegungsraum und ein Speisesaal können von der benachbarten Grundschule und der neuen Kita gemeinsam genutzt werden, was durchaus für Synergieeffekte sorgt.
Insgesamt wurden rund zwei Millionen Euro verbaut, von denen aus der Gemeindekasse rund 800.000 Euro beigesteuert wurden.
Wir freuen uns, dass die neue Betreuungseinrichtung nun ihren Dienst aufnehmen kann, auch wenn wir als CDU einem anderen Standort den Vorzug gegeben hätten.


Auch die CDU war bei der Eröffnung stark vertreten. Die neue Kita erleichtert die
Verbindung von Familie und Beruf und ist eine wichtige Einrichtung für Dirmingen.
Wir als CDU hätten, da sind wir ehrlich, lieber direkt in die Betreuung der Kinder und in die Ausstattung unserer Kindertagessstätten und Grundschulen investiert, statt zunächst Millionen in Beton zu stecken. Und wir hätten es gerne vermieden, dass ein anderes Gebäude, dass für unser Kinder gebaut wurde, nun leer steht und seinen Nutzen verloren hat.
Wenn im Vorfeld des Kita-Baues darüber diskutiert wurde, so war es ungeachtet der letztlich getroffenen Entscheidung eine wichtige, eine richtige und eine notwendige Diskussion. In Zeiten leerer Kassen in unserer Gemeinde ist es die Pflicht eines jeden Gemeinderatsmitglieds, gut zu überlegen, wie man Gelder so investiert, dass der größte Nutzen für unsere Gemeinde entsteht. Das gilt insbesondere, wenn es um die Bildung unserer Kinder und um deren Zukunft geht. Wir können jeden Euro - den wir ohnehin nicht haben - nur einmal ausgeben.
Deshalb sagen wir in aller Deutlichkeit: Wer eine sachliche politische Diskussion vor diesem Hintergrund als "Parteiengezänk" diffamiert, erweist der demokratischen Auseinandersetzung in der kommunalen Politik einen Bärendienst. Unsere Demokratie lebt vom politischen Diskurs, das ist ihre Stärke, die wir auch auf kommunaler Ebene verteidigen müssen. 
Am Ende einer jeden Diskussion aber muss ein Ergebnis stehen - und das war auch hier der Fall.
Umso mehr aber freuen wir uns, dass zumindest die Kosten im vorgesehenen Rahmen blieben und nun eine funktionsfähige, moderne Kindertagesstätte für die Betreuung unserer Kinder zur Verfügung steht.

Wiesbacher Aktiv-Markt-Einbrecherbande geschnappt

Das ist eine gute Nachricht für Eppelborn und ein Signal an alle Gangster: Wie der Saarländische Rundfunk (SR) heute berichtete, hat die saarländische Polizei in Duisburg drei Zigarettendiebe gefasst, die in unserer Gemeinde ihr Unwesen trieben. 
Die Männer waren, so berichtet der SR, zu viert im August in Wiesbach in einen Supermarkt eingebrochen. Sie hatten dort hatten Zigaretten im Wert von mehreren tausend Euro gestohlen. 
Noch vor wenigen Woche hatte ich mich am Rande eines Festes mit dem Besitzer des betroffenen Supermarktes über den Fall unterhalten.
Der SR berichtet weiter: "Am Dienstag gelang es den saarländischen Beamten zusammen mit den Duisburger Kollegen, die Männer zu fassen. Die 31, 48 und 65 Jahre alten Männer wohnen in Duisburg und wurden auch dort dem Haftrichter vorgeführt. Sie sollen in die Justizvollzugsanstalt Saarbrücken überführt werden."

Die Aufklärungsquote von Verbrechen im Saarland steigt weiter: Alleine 2015 stieg sie um 3,9 Prozent auf 57,2 Prozent, im vergangenen Jahr sogar auf mittlerweile 58,3 Prozent. Die Sicherheitspakete, die unser Innenminister Klaus Bouillon aufgelegt hat, zeigen also Wirkung: Es geht den Gangstern an den Kragen!



120 junge Frauen und Männer beginnen Ausbildung bei der saarländischen Polizei

In der Illinger Illipse wurden am Dienstag dieser Woche 120 junge Frauen und junge Männer als Polizeianwärterinnen und -anwärter durch Innenminister Klaus Bouillon und Polizeipräsident Norbert Rupp feierlich vereidigt. Das sind 50% mehr als noch vor drei Jahren und - mit einer Ausnahme - so viel, wie seit 35 Jahren nicht mehr. 



Als beamtenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Mitglied des Innenauschusses des Saarländischen Landtages war auch ich gemeinsam mit der innenpolitischen Sprecherin unserer Fraktion, meiner Kollegin Ruth Meyer, zu Gast und konnte mich insbesondere darüber freuen, dass erneut auch ein junger Mann aus Eppelborn seine Ausbildung bei der saarländischen Vollzugsplizei begonnen hat. 
Ich wünsche allen Anwärterinnen,und Anwärtern viel Erfolg bei der Ausbildung und allzeit einen sicheren Dienst!





Samstag, 16. September 2017

CDU lehnt "Zentrumsmanager" für Eppelborn ab

Bereits die CDU-Ortsratsfraktion äußerte erhebliche Bedenken. Trotzdem stimmte der Ortsrat Eppelborn der Ausschreibung einer mit rund 130.000 EUR dotierten und auf zwei Jahre befristeten Stelle für einen sogenannten Zentrumsmanager mit großen Bauchschmerzen zu. 
Vergangene Woche wurde das Thema nun auch im Gemeinderat diskutiert - und CDU-Chef Dr. Andreas Feld nahm kein Blatt vor den Mund. Zu groß erscheinen der CDU die Handlungsdefizite der Verwaltungsspitze.


Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Eppelborner Gemeinderat Dr. Andreas Feld betonte, dass es eine „nicht nachvollziehbare Verschwendung von Steuergeldern“ darstelle, zum jetzigen Zeitpunkt einen Zentrumsmanager einzustellen. Schließlich seien bereits die Ansätze der Verwaltung in der Vergangenheit, das Zentrum durch einen Leerstandsmanager oder einen Wirtschaftsförderer zu beleben, krachend gescheitert. Der Leerstand werde immer größer. Der Glaube, dies könne jetzt ein Zentrumsmanager richten, gehe fehl.
Auch die von der Verwaltung groß angekündigten Verbesserungen im Rahmen des Programmes „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) lassen weiter auf sich warten. Es gibt kein einziges konkretes Projekt und keine Weiterentwicklung im Zentrum, sondern Stillstand und ein Aussterben der Geschäfte. „Stattdessen“, so Dr. Feld abschließend, „sollen jetzt durch die Einstellung eines Zentrumsmanagers Doppelstrukturen geschaffen werden, die man dem Steuerzahler nicht zumuten kann. Die CDU kann dem nicht zustimmen“.

Hintergrund der ablehnenden Haltung der Christdemokraten ist unter anderem die Tatsache, dass die Verwaltungsspitze grundlegende Elemente des ISEK sträflich vernachlässigt. So hat beispielsweise eine eigens eingesetzte "Lenkungsgruppe" seit rund 18 Monaten nicht mehr getagt. Zwar haben Mitglieder der Lenkungsgruppe immer wieder nachgefragt, wurden jedoch stets nur vertröstet.
Die CDU befürchtet, dass die Verwaltungsspitze damit einer offenen und transparenten Diskussion schlichtweg aus dem Wege gehen möchte, da breite Schichten der Bevölkerung ihre ideologisch geprägte Sicht der Dinge nicht teilen. Das sind nicht tolerierbare Zustände.

Auch der Wirtschaftsbeirat ist nicht mehr gefragt, hat seit rund drei Jahren schon nicht mehr getagt. Wirtschaftliche Kompetenz scheint dieser Tage im Eppelborner Rathaus weniger gefragt denn je, Gutachten und Projektideen verstauben in den Schubladen der Bürgermeisterin.
Und so fehlt es weiterhin vollständig an einer Agenda dessen, was der Zentrumsmanager denn überhaupt im Eppelborner Ortskern "managen" soll.
Kommt die Verwaltungsspitze nicht endlich in die Gänge, wird nach dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) und dem Gemeindeentwicklungskonzept (GEKO) das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK das dritte teure Gutachten sein, das ungenutzt in den Schubladen des Rathauses verschwindet.

Donnerstag, 7. September 2017

Heute Abend tagt der Eppelborner Gemeinderat

Heute Abend um 18 Uhr kommt der Gemeinderat im großen Sitzungssaal des Rathauses zu seiner 28. Öffentlichen Sitzung in der laufenden Legislaturperiode zusammen. Alle Einwohner unserer Gemeinde haben die Möglichkeit, als Zuschauer an den öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates teilzunehmen. Auch heute stehen wieder interessante Entscheidungen an. Zum Beispiel ein Bebauungsplan für das Neubaugebiet "Auf Wacken II. Bauabschnitt" im Ortsteil Bubach und die Ausschreibung für die Stelle eines "Zentrumsmanagers", der sich um den Eppelborner Ortskern kümmern und Ideen entwickeln soll. Für dieses "Zentrumsmanagement" sind Gelder in Höhe von mehr als einhunderttausend Euro vorgesehen. Die CDU bemängelt, dass nun zwar ein Manager eingestellt werden soll, ohne dass bereits geklärt ist, was er managen soll. Meiner Ansicht nach zeigt die geplante Einstellung nur eines: Die Entwicklung unserer Gemeinde ist noch immer nicht Chefsache. Ich bin auf die Diskussion heute Abend gespannt.


Folgende Tagesordnungspunkte sollen heute Abend beraten werden:


1. Niederschrift der Sitzung vom 29.06.2017 - öffentlicher Teil


2. Wahl einer stellvertretenden Schiedsperson für den Schiedsbezirk Bubach-Calmesweiler-Macherbach

3. Satzung des Seniorenbeirates der Gemeinde Eppelborn

4. Benennung eines stellvertretenden Mitglieds für das Kuratorium der Stiftung Kulturgut Gemeinde Eppelborn

5./6. Bebauungsplan "Auf Wacken, 2. BA" im Gemeindebezirk Bubach-Calmesweiler

7. Vorstellung des Projekts "H1 - Landheim Wiesbach" durch die Investoren

8./9. Bebauungsplan "H1 - Landheim Wiesbach" im Gemeindebezirk Wiesbach

10./11. Bebauungsplan "Freizeitfläche Wiesbach" 

11. Ausschreibung eines Zentrumsmanagers und Anmietung eines Zentrumsbüros

12. Anfragen und Mitteilungen

13. Einwohnerfragestunde

Mittwoch, 6. September 2017

Stahl ist Zukunft - auch für das Saarland. Dafür lohnt es sich zu kämpfen!

"Unser Saarland ist ein Industrieland. Unser Saarland ist Stahlland - und muss es auch bleiben!" schrieb mein Fraktionskollege Marc Speicher heute auf facebook. Diese Meinung teile ich ohne jedes Wenn und Aber. Gemeinsam mit meinen Fraktionskollegen im Saarländischen Landtag, dem Landesvorsitzenden der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Marc Speicher und Bernd Wegner, dem Präsidenten der Handwerkskammer, habe ich deshalb heute am Demonstrationszug für die Saarschmiede teilgenommen. Für uns Christdemokraten im Saarländischen Landtag ist klar: Es braucht ein Zukunftskonzept für die Schmiede und es darf keine betriebsbedingten Kündigungen geben!



Die Saarschmiede in Völklingen, eine Tochter des Saarstahl-Konzerns, wurde am 08. Mai 2010 eröffnet. Rund 850 Menschen sind hier in Lohn und Brot. Sie ist eines der modernsten Werke ihrer Art, die erzeugten Produkte sind von höchster Qualität. Und trotzdem hat sie große Probleme und schreibt seit Jahren rote Zahlen.
Die Investitionen in Kraftwerksbau sind seit dem Unglück von Fukushima dramatisch eingebrochen. Damit sind auch die hochwertigen Turbinen, die in der Saarschmiede hergestellt werden, nicht mehr gefragt. Zudem sind die Stahlpreise auf einem Tiefststand, der Markt hart umkämpft.
Das alles führt dazu, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schmiede um ihre Jobs bangen. Die Zahl der Stellen soll halbiert werden.




Gemeinsam mit über 400 Beschäftigten der Saarschmiede haben Bernd Wegner, Marc Speicher und ich für die CDU-Landtagsfraktion heute an einer Protestkundgebung und einer Betriebsversammlung teilgenommen. Die Arbeiter haben unsere uneingeschränkte Solidarität.
Sie haben in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet und sind sicherlich die letzten, die an der Misere Schuld haben.
Aus diesem Grund darf es keine betriebsbedingten Kündigungen geben!
Ich hoffe sehr, dass die Verschlankung des Unternehmens dafür sorgt, dass die roten Zahlen möglichst bald wieder der Vergangenheit angehören.

Die Gespräche, die ich heute mit den Menschen vor Ort führen konnte, haben mir eines deutlich gemacht: Nicht alleine die Stahlkrise ist schuld, dass es nicht mehr rund läuft. Allem Anschein nach ist auch die Saarschmiede eines der großen Unternehmen, die wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden müssen.
Saarstahl und vor allem die Verantwortlichen an der Spitze des Unternehmens müssen sich wieder auf die Kompetenz der Menschen verlassen, die ihr Handwerk von der Pieke auf gelernt und sich fortgebildet haben, statt nahezu ausschließlich auf Akademiker zu setzen, die - wie es ein Stahlarbeiter ausgedrückt hat "zwar auf dem Papier das Zeug zum Weltmeister haben, aber in der B-Klasse den Ball nicht treffen". Es waren nicht die Arbeiter, die den Berliner Flughafen verbockt haben. Und es waren auch nicht die Arbeiter, die den Abgas-Skandal verursacht haben.
Wir müssen daraus lernen.
Es muss - und das gilt für ganz viele Unternehmen und auch für den Staat - wieder möglich sein, sich hochzuarbeiten.
Durch Weiterbildung, aber auch dadurch, dass man einfach einen richtig guten Job macht und Erfahrung in seinem Beruf hat. Wenn praktisches Können und theoretisches Wissen endlich wieder Hand in Hand gehen, wird "made in germany" auch wieder zu einem Qualitätsprädikat.
Ich bin mir sicher, dann würden viele Fehler nicht gemacht.





Sonntag, 3. September 2017

Mit dem Sozial-Arbeitskreis der CDU-Landtagsfraktion zu Besuch bei "Schnecken Paulus"

Neben unserer parlamentarischen Arbeit besuchen die Arbeitskreise der CDU-Landtagsfraktion immer wieder auch Einrichtungen und Unternehmen und machen sich vor Ort ein Bild davon, was in unserem Land alles geleistet wird. Dabei haben wir immer auch ein offenes Ohr, wenn es darum geht, wo gerade wir als Parlamentarier helfen und unterstützen können. In der vergangenen Woche besuchten wir als Arbeitskreis Soziales den Produktionsstandort Rehlingen-Siersburg der B. Paulus GmbH, einem vorbildlichen und sozial engagierten mittelständischen Unternehmen in unserer Region. Fast einhundert Menschen mit Behinderung haben hier eine Arbeit gefunden.


Der Arbeitskreis für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie der CDU-Landtagsfraktion zu Besuch bei der B. Paulus GmbH: (v.l.: die Abgeordneten Dagmar Heib, Alwin Theobald, Marc Speicher, Alex Zeyer und Hermann Scharf sowie Firmen-Chefin Susanne Groß). Das Foto machte unser Kollege Raphael Schäfer MdL.
Auch wenn die Weinbergschnecke laut Firmen-Chef Bernhard Paulus heute für das Unternehmen nur noch ein "Nostalgie-Produkt" sei, so hat doch mit ihr alles erst begonnen.
Der Ursprung des von "Schnecken Paulus", wie die Firma heute noch im Volksmund bekannt ist, wurde 1954 von Herrn Berthold Paulus gelegt.
Es wurden zunächst lebende Weinbergschnecken im Südwesten Deutschlands gesammelt und überwiegend nach Frankreich exportiert. Die ständig wachsende Nachfrage brachte den Gründer recht bald auf die Idee den erstklassigen Rohstoff der Burgunder Weinbergschnecke (lat. helix pomatia) selbst zu tafelfertigen tiefgekühlten Schneckenprodukten zu verarbeiten und zu vermarkten.
Im Trend der Zeit kam bis heute die Herstellung von Fisch, Meeresfrüchten, Obst, Gemüse, Pilzen und Fertiggerichten hinzu.
Heute wird das Vorzeige-Unternehmen von den Geschwistern Susanne Gross (geb. Paulus) und Bernhard Paulus geleitet. Die Zahl der Beschäftigten liegt derzeit bei ca. 90 behinderten Menschen,ca. 16 Mitarbeiter in der Betreuung, ca. 21 Mitarbeiter in der Verwaltung und ca. 136 Mitarbeiter in der Produktion und begleitender Technik.


Mein lieber und vor allem ebenfalls sozial sehr engagierter Landtagskollege Hermann Scharf, Vorsitzender unseres Arbeitskreises für Soziales, trifft genau den Punkt, wenn er sagt: "Schnecken-Paulus ist seit Jahrzehnten eine hervorragende
Behindertenwerkstatt in unserem Lande. Susanne Groß und Ihr Bruder Bernhard Paulus leisten mit Ihrem Team eine großartige Arbeit."

Bereits seit dem Jahr 1980 ist die Paulus GmbH eine anerkannte Werkstatt für Behinderte. In vorbildlicher Weise werden die behinderten Menschen weitestgehend in den alltäglichen Ablauf integriert und finden unter fachmännischer Betreuung eine Beschäftigung nicht nur eine Beschäftigung, sondern in dem angegliederten Wohnheim auch ein Zuhause.


Montag, 21. August 2017

Wirkungsvolles Spielzeug für die Gartenpflege

Nun geht es auch dem Wildwuchs in den für meinen Rasenmäher unzugänglichen Ecken unseres Gartens an den Kragen - beziehungsweise an den Stengel. Seit vergangenem Wochenende nenne ich eine Motorsense mein Eigen, die nicht nur mähen kann, sondern noch einige positive Eigenschaften mehr hat: die Benzin-Motorsense 5 in 1 von GartenXL.


Der günstige Preis im Onlinehandel und die geschilderten Fähigkeiten klangen verlockend. Und obwohl ich durch meine frühere Arbeit in der Mähkolonne der Straßenmeisterei Lebach eigentlich ein sehr großer Fan der qualitativ hochwertigen, aber ungleich teureren Geräte des Herstellers STIHL war, habe ich mich dazu durchgerungen, das als günstig angepriesene Gerät von GartenXL zu online kaufen.



Das Paket ließ nicht lange auf sich warten. Noch am Freitag, dem Tag nach der Bestellung, wurde es geliefert und - natürlich - auch sofort ausgepackt und zusammengebaut.
Der Zusammenbau der Einzelteile, die überraschend robust und qualitativ ansprechend wirken, erwies sich als kinderleicht. Und nachdem ich mir die Zutaten für das zum Betrieb notwendige Öl-Benzin-Gemisch (im Verhältnis 1:25) beim örtlichen Sprit-Dealer meines Vertrauen besorgt hatte, rückte ich dem wuchernden Grünzeug in unserem Garten und Vorgarten zu Leibe.



Ein paar Mal am Seilzug des Starters gezogen, begann das Gerät auch sogleich zu tuckern. 

Doch nur kurz.
Schnell stellte sich heraus, dass die neue Motorsense von GartenXL ein wenig Anlaufzeit braucht. Dann aber macht sie brav alles, was sie soll. Was will man mehr?

Das Gerät umfasst neben dem Mähfaden ein Mähblatt, eine Motorsäge, eine Heckenschere und - ganz wichtig - auch eine Verlängerung, um man auch höher gelegene Äste spielend kürzen oder absägen kann.


Die technischen Daten der Motorsense 5 in 1 von GartenXL:

2,2 kW - 3,06 PS
Zweitakt-Motor
Fadentrommel
Schneideblatt
Heckenschere
Hochentaster
Verlängerung (1 m)
Notstop-Schalter
kontaktlose, wartungsfreie Zündung

Preis bei amazon.de: 155,69 €


Fazit:
Nachdem das Gerät einen ganzen Nachmittag lang im Einsatz war, konnte ich es zufrieden weglegen. Es lässt sich sehr gut damit arbeiten. Für den günstigen Preis wirkt es sehr gut verarbeitet, die Materalien sehen und fühlen sich qualitativ im Vergleich zu weit aus teurere Geräten dieser Art durch aus gut an.
Die Maschine, die mit Tragegurt geliefert wird, liegt gut in der Hand.
Es scheint - so zumindest mein Fazit nach den ersten Testläufen - ein gutes Gerät mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis zu sein.
Ich bin sehr zufrieden.


Sonntag, 20. August 2017

Es ist geschafft: Humes hat einen neuen Kunstrasenplatz. Und einen neuen Ball.

Es hat lange gedauert. Eigentlich viel zu lange. Trotzdem aber überwiegt nicht nur bei den Humeser Fußballern nun die Freude über den neuen Kunstrasen. Und das zu Recht. Denn der sanierte Platz liegt wirklich da "wie eine Eins"!

Auch ich habe mich sehr gefreut, als die Einladung zu feierlichen Übergabe des neuen Kunstrasenplatzes in Humes in meinem Briefkasten lag. Der gemeinsame und überparteiliche Einsatz für den SV Humes und für die Sanierung des höchst maroden und aus Sicherheitsgründen nicht mehr bespielbaren Spielfeldes hat sich gelohnt und - endlich - zu einem guten Ende geführt.
Natürlich gehe ich zu einem solchen Anlass nicht mit leeren Händen: Im Gepäck hatte ich einen neuen Spielball von Adidas - ganz nomen est omen mit der Bezeichnung "Torfabrik". Ich hoffe, dass er auf dem neuen Platz so oft wie nur irgend möglich im Tor der gegnerischen Mannschaften landet.



Ballübergabe: (v.l.) der Humeser CDU-Chef Karl Barrois, der Vorsitzende des SV Humes Stefan Kolling, Alwin Theobald und Berthold Schmitt

Ich bin mir sicher, vielen Humesern fiel ein großer Stein vom Herzen. Endlich kann der SV Humes wieder sportlich in die Zukunft blicken, die Zeit der Ungewissheit ist vorbei. 

Rund drei Jahre laborierte man an dem Projekt, bei dem der Verein schon früh seine Hausaufgaben gemacht hatte, aber an den Unbillen der Bürokratie fast verzweifeln musste.
Die Pflicht einer jeden Kommune, neuerdings ein sogenanntes Sportstättenentwicklungskonzept entwickeln zu müssen, mag ja im Grundsatz eine gute Idee sein. Entscheidend aber ist, wie man mit solchen Plänen umgeht.
Es ist wie mit allen politischen Gutachten: Sie sollen ein Fingerzeig sein. Mehr nicht.
Entscheiden muss letztlich jedes Ortsratsmitglied und jedes Gemeinderatsmitglied selbst, wie es solche Gutachten bewertet und in seine Entscheidungsfindung einfließen lässt.
Niemals aber darf es die Auswirkungen einer Entscheidung unberücksichtigt lassen. Wer sagt: "Dieses Dorf ist klein. Die Kinder eines Jahrgangs reichen für eine Fußballmannschaft nicht aus", mag mit dieser Feststellung für heute Recht haben.
Das heißt aber trotzdem noch lange nicht, dass ein Verein keine Zukunft hat. Ein Verein hat erst dann keine Zukunft mehr, wenn er nicht mehr in der Lage ist, seinen Vereinszweck zu erfüllen.
Bei einem Fußballverein wäre das zum einen, wenn er tatsächlich bei Pflichtspielen keine Spieler mehr hätte, die auflaufen können.
Es wäre aber auch dann der Fall, wenn man ihm - im vorauseilendem Gehorsam aufgrund vermeintlicher zukünftiger Entwicklungen - seinen Fußballplatz weg nähme.

Der Schriftsteller Mark Twain sagte einst: "Prognosen sind eine schwierige Sache. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen."
Bevor man es sich anmaßt zu glauben, man könne heute schon sagen, wie aktiv, wie lebendig und wie zukunftsfähig ein Verein in vielleicht zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren ist, sollte man sich stets eines bewusst machen:
Gerade im ländlich geprägten Raum hängt die Zukunft unserer Dörfer und der Vereine in unseren Dörfern weniger davon ab, wie sich eine demografische Entwicklung vielleicht gerade darstellen mag, sondern vielmehr davon welche Menschen und wie viele Menschen bereit sind, sich für ihr Dorf und ihren Verein zu engagieren und welche individuellen Ideen sie entwickeln. 
Es kommt auf die an, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Es kommt auf die an, die anpacken.
Es kommt auf die an, die es schaffen, andere zum Anpacken zu motivieren.
Wo, wenn nicht in den Dörfern der Gemeinde Eppelborn, könnte man so deutlich erkennen, wie lebendig, wie bunt auch die kleinen Orte des ländlichen Raumes sein können. Schaut auf Humes, schaut auf die Habach.
Die Aufzählung ließe sich fortsetzen.


"Man sieht nur mit dem Herzen gut", sagte der kleine Prinz im gleichnamigen Buch von Antoine de Saint-Exupéry.
In Humes ging es um eine Herzensangelegenheit.
Entscheidungen für die Zukunft müssen deshalb mehr berücksichtigen, als die Addition von Geburtenzahlen, die Anwendung toller Formeln und die daraus gebastelten Statistiken.

Ich bin sehr froh, dass sich engagierte Menschen in beiden großen Parteien unserer Gemeinde in den letzten drei Jahren in diesem Bewusstsein an die Seite des SV Humes gestellt haben und sich nicht beirren ließen.
Und ich bin froh, dass ich auch persönlich, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Tobias Hans, mit unserem Sportminister Klaus Bouillon und mit meinen CDU-Fraktionskollegen im Gemeinderat, Dr. Andreas Feld und Berthold Schmitt, aber auch mit Ratskollegen der SPD wie Uwe Ziegler und Edgar Kuhn etwas den SV Humes unterstützen etwas bewirken konnte.
Die Führung des Sportvereins - das sei noch einmal in aller Deutlichkeit festgestellt - hatte alle ihre Hausaufgaben gemacht. Sie am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen, wäre fies und kurzsichtig gewesen.
Deshalb bin ich vor allem froh, dass wir es letztlich schafften, in Humes projektbezogen und partnerschaftlich Parteigrenzen und auch gefühlt willkürliche, bürokratisch-administrative Hürden vor Ort ein Stück weit zu überwinden.
Es ging darum, die Zukunft eines Dorfes nachhaltig zu gestalten. Das haben wir geschafft. Humes könnte als Beispiel dienen, wenn es darum geht, auch andernorts an einem Strang zu ziehen. Meine Freunde und ich sind dazu nach wie vor bereit.
Dazu aber ein anderes Mal.