Sonntag, 14. Januar 2018

Kindergeburtstag im Zeichen des Einhorns

Der Kindergeburtstag 2 x 11 unseres bezaubernden Doppelpacks stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des Einhorns.


Je eine Übernachtungsparty mit Piñata und Einhorn-Kuchen sorgten für beste Stimmung. Dazu gab's mal Spaghetti als Abendessen, mal Hot Dogs.Die Liebste hatte sich in den Tagen zuvor mächtig in Zeug gelegt um die beiden Piñatas zu basteln und auch die Kuchen zur höchsten Zufriedenheit zu backen und zu dekorieren.
Und die Mädels fanden es toll.

Samstag, 13. Januar 2018

Macherbach bleibt auch über das Jahr 2019 hinaus ein eigenständiger Ort

Es ist eine gute Nachricht: Macherbach bleibt auch über das Jahr 2019 hinaus ein eigenständiger Ort in der Gemeinde Eppelborn. Das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport bestätigte in einem Schreiben an Bürgermeisterin Müller-Closset einen Mehrheitsbeschluss des Gemeinderates. Dieser war im November des vergangenen Jahres dem Vorschlag der Bürgermeisterin, Macherbach als eigenen Gemeindebezirk aufzulösen, nicht gefolgt.

CDU-Fraktionschef Dr. Andreas Feld wies in der damaligen Sitzung des Gemeinderates ausdrücklich darauf hin, dass die Beschlussvorlage der Verwaltungsspitze erhebliche rechtliche Mängel habe und belegte dies auch in mehreren Punkten. 
Unsere Meinung ist klar: Es gibt für uns keinen Grund, ein lebendiges, funktionierendes Gemeinwesen zu zerschlagen. Die Mitglieder des Ortsrates von Macherbach und Ortsvorsteher Jürgen Nürnberger sind wichtige Multiplikatoren für ihr Dorf." 

Die CDU-Fraktion hat die einstimmige Entscheidung des Macherbacher Ortsrates, das Dorf als eigenständigen Gemeindebezirk zu erhalten, deshalb ganz selbstverständlich respektiert und auch im Gemeinderat entsprechend votiert. Nicht einmal in ihrer eigenen Fraktion der SPD hatte Müller-Closset Unterstützung dafür gefunden, Macherbach als Gemeindebezirk aufzulösen. 

Bürgermeisterin Müller-Closset hat die Entscheidung des Gemeinderates nicht akzeptiert und bei der Kommunalaufsicht die Rechtmäßigkeit des Beschlusses angezweifelt. Nun hat sie, wie zu erwarten war, eine herbe Niederlage kassiert.
Das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport macht in seinem Schreiben unmissverständlich klar, dass das Ziel des Gesetzgebers in erster Linie eine Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung und damit der Ortsräte und der Gemeinderäte war. Erneut ist die Verwaltungsspitze mit einem Versuch gescheitert, die Rechte des Gemeinderates zu beschneiden.

§ 70 Absatz 1 Satz 3 des Kommunalselbstverwaltungsgesetzes (KSVG), so heißt es im Schreiben des Ministeriums, gelte nur bei Errichtung eines Gemeindebezirkes. Sinke die Einwohnerzahl danach irgendwann wieder unter die Zahl von 200 Menschen, könne der Gemeinderat einen Gemeindebezirk wieder auflösen, aber er müsse es eben nicht.
Und für die CDU kann ich in aller Deutlichkeit sagen: Wir wollen es auch nicht!


Sonntag, 7. Januar 2018

Die CDU und ich kämpfen für den Erhalt der Geschäftsstelle der Knappschaft in Eppelborn!

Die CDU wird für den Erhalt der Geschäftsstelle der Knappschaft in Eppelborn kämpfen.
In meiner Eigenschaft als Abgeordneter des Saarländischen Landtags und als Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie habe ich mich bereits in einem Brief an die Hauptgeschäftsstelle der Knappschaft in Bochum gewandt und gebeten, die geplante Schließung der Filiale zum 5. Februar 2018 noch einmal zu überdenken.


Gleichzeitig habe ich um einen Gesprächstermin vor Ort mit den Verantwortlichen der Knappschaft gebeten, um die Möglichkeiten zu erörtern, wie die Geschäftsstelle weiterhin erhalten werden kann.

Die Gemeinde Eppelborn liegt in der geometrischen Mitte des Saarlandes. Sie ist sowohl an die Autobahn als auch an das Bahnnetz sehr gut angebunden. Aus diesen Gründen wird der Service dieser zentralen Geschäftsstelle in hohem Maße auch von Mitgliedern aus anderen Kommunen des Saarlandes gerne und regelmäßig genutzt.

Gerade ältere Menschen haben große Probleme mit reinen Telefonie- und Onlinediensten. Doch auch Angehörige profitierten erheblich von der Beratung vor Ort, wenn sie plötzlich mit schweren Erkrankungen und einer Pflegebedürftigkeit von Familienmitgliedern konfrontiert sind.
Ich selbst war im vergangenen Jahr bei der schweren Erkrankung und der daraus entstandenen Pflegebedürftigkeit meiner Eltern sehr froh, dass mich in der Geschäftsstelle der Knappschaft mit echten kompetenten Menschen statt mit einer anonymen Telefonstimme unterhalten zu konnte.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Eppelborn sind zu Recht dafür bekannt, den Versicherten mit großem Engagement, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Viele Versicherten sind zur Knappschaft doch nur deshalb gewechselt, weil es diese Geschäftsstelle und damit Ansprechpartner vor Ort gibt!

Um Klartext zu reden: Im vergangenen Jahr hat gerade die Knappschaft bereits zum Monat September einen Überschuss von satten 142 Millionen Euro vermeldet. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als bedenklich, wenn der Service trotzdem auf dem Rücken der Versicherten weiter zurückgefahren wird. 
Damit werde ich mich nicht so einfach abfinden. Soll sich die Generation, die unser Land wieder aufgebaut hat, nun etwa extra Computer anschaffen und auch im Alter noch Kurse besuchen, damit sie in der Lage ist, mit ihrer Krankenkasse, in die sie jahrzehntelang eingezahlt hat, kommunizieren können? Es muss alles versucht werden, um die Filiale zu erhalten!

Um meiner Forderung zum Erhalt der Geschäftsstelle der Knappschaft in Eppelborn zusätzlichen Nachdruck zu verleihen, will die CDU-Fraktion unter ihrem Vorsitzenden Dr. Andreas Feld eine Resolution für den Erhalt dieser Serviceeinrichtung in den Gemeinderat einbringen und auch Ortsvorsteher Berthold Schmitt wird im Ortsrat Eppelborn darüber diskutieren.
Ich bin froh, dass sich die CDU in dieser Sache an die Spitze der Bewegung stellt und hätte mir gewünscht, dass auch von der Rathausspitze ein wenig Engagement kommen würde.

Ich werde für den Erhalt der Geschäftsstelle der Knappschaft in Eppelborn kämpfen. Wenn es sein muss, auch mit einer Unterschriftensammlung. Dann brauche ich auch eure Unterstützung!



Donnerstag, 4. Januar 2018

CDU gegen Doppelhaushalt in Eppelborn / Zeitnahe Vorlage des Haushaltsentwurfs gefordert

Entgegen anderslautender Veröffentlichungen ist zum jetzigen Zeitpunkt keineswegs klar, dass es in Eppelborn einen Doppelhaushalt für die Jahre 2018/2019 geben wird. Der Gemeinderat wird sich erst in seiner Sitzung am 25. Januar 2018 mit dieser Frage beschäftigen und darüber entscheiden, ob es einen Einzelhaushalt für das Jahr 2018 oder einen sogenannten Doppelhaushalt für zwei Jahre geben wird. 

Die CDU-Fraktion zumindest hat sich bereits einstimmig gegen einen Doppelhaushalt ausgesprochen; unser Fraktionsvorsitzender Dr. Andreas Feld hat dies der Verwaltung längst schriftlich mitgeteilt. Aus Sicht der CDU ist es vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen kaum möglich, für den langen Zeitraum von zwei Jahren die wirtschaftliche Entwicklung seriös vorhersehen zu können.

Auch ich halte es für falsch, in unserer Gemeinde zum jetzigen Zeitpunkt mit einem Doppelhaushalt zu arbeiten. Der Gemeinderat hatte sich nach den Erfahrungen mit einem Doppelhaushalt in den Jahren 2015/2016 aus guten Gründen dafür entschieden, im vergangenen Jahr wieder zu einem normalen Haushaltsplan für ein Jahr zurückzukehren. 
Unsere Gemeinde steht vor wichtigen Herausforderungen. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass wir auch gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern mit einem Zahlenwerk arbeiten, das transparent, ehrlich und aussagekräftig ist. Wir wollen, dass der Gemeinderat auch im kommenden Jahr alle Möglichkeiten hat, mitzugestalten und neue Projekte auf den Weg zu bringen.
Der geplante Doppelhaushalt erfüllt keine dieser Anforderungen und kann deshalb auf keinen Fall die Zustimmung der CDU-Fraktion im Gemeinderat erhalten.

Auch die Tatsache, dass die Verwaltungsspitze plant, den Gemeindehaushalt erst Ende Juni zu verabschieden, stößt völlig zu Recht auf scharfe Kritik: Laut Gesetz solle der Haushaltsplan bereits zum Beginn des Haushaltsjahres vorliegen.  Der Landtag hat den Landeshaushalt längst beschlossen, der Kreistag den Kreishaushalt. Unsere Nachbargemeinde Tholey hat ihren Haushalt unter Dach und Fach, ebenso wie Lebach und Marpingen, Schmelz, Losheim, Kleinblittersdorf und viele andere. Sogar die Stadt Saarbrücken!
Es ist merkwürdig: andere saarländische Gemeinden kriegen das problemlos hin, während in Eppelborn erst einmal ein halbes Jahr vorübergehen muss, bis es die Bürgermeisterin schafft, dem Gemeinderat überhaupt mal etwas vorlegen zu können. Das ist schon fast peinlich.
Infolge der späten Verabschiedung des Haushaltes würden viele wichtige Maßnahmen erst im Winterhalbjahr beginnen können. Gerade Projekte im Baubereich könnten sich deshalb unnötig verteuern. Die CDU fordert, dass der Haushaltsentwurf dem Gemeinderat spätestens zum Ende des ersten Quartals vorgelegt wird.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Vielen Dank an alle, die über die Weihnachtsfeiertage und am Jahreswechsel arbeiten!

Am Heiligabend habe ich die Justizvollzugsanstalten in Saarbrücken und Ottweiler besucht, um - stellvertretend für alle Berufsgruppen -  meinen Kolleginnen und Kollegen im Justizvollzug Danke zu sagen.
Wer möchte nicht den Heiligen Abend, Weihnachten oder die Silvesternacht im Kreise seiner Familie oder mit seinen Freunden verbringen?
Trotzdem aber gibt es auch an diesen Tagen vielfältige Aufgaben, die irgendjemand übernehmen muss. Sei es, damit im Notfall jemand zur Stelle ist oder dass Sicherheit und Ordnung aufrecht erhalten werden oder dass sich auch in dieser Zeit jemand um die Kranken kümmert.
Ohne diese Menschen, die auch an Wochenenden, in der Nacht und selbst an höchsten Feiertagen ihren Dienst tun, käme unser Gemeinwesen während der Feiertage zum Erliegen. Es drohte Chaos.

Egal ob es unsere Feuerwehrleute sind, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst, Krankenhausmitarbeiter, Pflegekräfte, die Beamtinnen und Beamten unserer Polizei, unsere Soldaten und besonders die Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz, Sicherheitsdienste, der Justizvollzug, der Zoll und viele andere Berufsgruppen, die sich auch über die Festtage mit dem Thema Sicherheit, Gesundheit, Soziales, Seelsorge und der Infrastruktur beschäftigen.
Sie sind auch an Weihnachten für uns da, um zu helfen, zu schützen und zu retten, aber auch um zuzuhören und um Trost zu spenden.
Gerade wenn man wie ich politische Verantwortung trägt und die Aufgabe hat, Rahmenbedingungen im öffentlichen Leben mitzugestalten, muss man diese Menschen und ihren wertvollen Dienst im Blick haben.

Aus diesem Grund habe ich den Staatssekretär im Ministerium der Justiz, Roland Theis, beim Besuch der Gottesdienste in den beiden Justizvollzugsanstalten in Saarbrücken und Ottweiler und auch bei seinem Rundgang durch alle Vollzugsabteilungen und die unterschiedlichen Hafthäuser begleitet. 
Es war eine willkommene Gelegenheit, mich auch mit meinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zu unterhalten. Wie schon im den vergangenen Monaten werde ich mich auch im neuen Jahr neben meinen anderen Aufgaben vor allem für eine Verbesserung der Situation meiner Kollegen im Vollzug einsetzen. 

Mittwoch, 8. November 2017

Ladenöffnungsgesetz wird geändert - Heiligabend bleiben die Geschäfte dieses Jahr zu!

In der Diskussion um die Ladenöffnungszeiten an Heiligabend haben die Koalitionsfraktionen im Saarländischen Landtag eine Entscheidung getroffen: „Wir werden das Ladenöffnungsgesetz noch ins nächste Plenum einbringen mit dem Ziel, es möglichst noch in diesem Jahr zu ändern“, erklären die beiden Fraktionsvorsitzenden Tobias Hans und Stefan Pauluhn.

„Die derzeitige Regelung ist nicht arbeitnehmerfreundlich und führt vor allem zu Benachteiligungen innerhalb der Einzelhandelsbranche, wenn sich einige Geschäfte dazu entschließen, ihre Ladentüren nicht zu schließen. Mit Blick darauf, dass es in der Zukunft solche Fälle noch öfter geben wird, werden wir das saarländische Ladenöffnungsgesetz ändern und diesen Passus streichen.“
Die Debatte der letzten Tage habe gezeigt, dass die Mehrheit gegen eine Ladenöffnung am Heiligen Abend sei. „Wir hören zu und nehmen die Sorgen der Saarländer ernst. Die aktuelle Sonderregelung im Ladenöffnungsgesetz geht noch auf die 1960er Jahre zurück, als viele Menschen noch keinen Kühlschrank zuhause hatten. Heute ist ein verkaufsoffener Sonntag an Heilig Abend aus unserer Sicht überflüssig geworden“, sagen Hans und Pauluhn.

Die Fraktionsvorsitzenden verweisen auch auf die Regelung der Sonntagsruhe: „Die Sonntagsruhe ist für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und deren Familien sehr wichtig und darf gerade an solch einem Festtag nicht aufgeweicht werden. Die Weihnachttage sollten stressfrei begonnen werden, das muss auch für die Beschäftigten im Einzelhandel gelten.“

Mittwoch, 25. Oktober 2017

(Kinder-)Armut im Saarland muss bekämpft werden!

In der Plenarsitzung am Dienstag wurde ein Antrag beraten, in dem ein "Aktionsplan gegen Kinderarmut" gefordert wurde. Als kinderpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion habe ich für meine Fraktion Stellung zum dem Antrag bezogen. In meiner ersten Rede im Plenum des saarländischen Landtages, meiner sogenannten Jungfernrede, machte ich deutlich, warum der Antrag der Linkspartei weit hinter dem zurückbleibt, was CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag längst beschlossen haben.

Kinder sind ein großes Glück. Sie sind ein wertvoller Schatz nicht nur für Eltern, sondern für unsere Gesellschaft insgesamt. Das Thema "Kinderarmut" mit all seinen unterschiedlichen Facetten bewegt uns deshalb sicherlich alle. 
Wenn wir über Kinder sprechen, sprechen wir über die Schwächsten in der Gesellschaft. Kein Kind sucht sich aus, in Armut zu leben.
Solange in unserem Land, einem der reichsten Länder der Welt, Kinder in Armut leben, müssen wir deshalb weiter Lösungen suchen, wie wir diesen Kindern helfen können. 


Kinderarmut ist immer auch Eltern- und Familienarmut

Laut dem statistischen Bundesamt gilt bei uns in Deutschland als "arm" oder "armutsgefährdet", wer ein Einkommen unterhalb eines bestimmten Standards hat. 
"Armutsgefährdet" ist, wer weniger als 60% des Mittelwerts des pro-Kopf-Einkommens (berechnet auf Basis der neuen OECD-Skala) unserer Bevölkerung zur Verfügung hat.
Bei uns in Deutschland bedeutet das zum Beispiel: 
Für eine vierköpfige Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder unter 14 Jahren) liegt diese Schwelle bei 1.978 Euro Nettoeinkommen im Monat. 
Die Zahl ändert sich, wenn ein Elternteil wegfällt: 
Bei Alleinerziehenden mit zwei Kindern unter 14 Jahren liegt die Armutsschwelle bei 1.507 Euro. 
Kinderarmut gründet in den allermeisten Fällen auf Eltern- und Familienarmut. Und viel zu oft überdauert die Abhängigkeit von Sozialleistungen in vielen Familien von Generation zu Generation, wird quasi vererbt. Das zu ändern, ist unsere Aufgabe.


Aktionsplan gegen Armut längst beschlossen!

Wer es wirklich ernst meint, muss die gesamte Situation in den Blick nehmen, um effektiv gegen Armut vorgehen zu können. 
Aus diesem Grund haben CDU und SPD im Saarland längst einen Aktionsplan gegen Armut beschlossen. Im Koalitionsvertrag heißt es dazu:

"Wir werden auf der Basis einer aktuellen Übersicht über alle Armutsprojekte auf Landes-, Kreis und Gemeindeebene im Saarland 
und unter Beteiligung der Mitglieder des „Beirats zur Erstellung der Sozialstudie“ zeitnah einen wirksamen und finanziell abgesicherten „Aktionsplan zur Bekämpfung von Armut“ im Saarland entwickeln. Dieser wird im Rahmen einer ganzheitlichen, ressortübergreifenden Strategie bestehende Maßnahmen evaluieren und neue Handlungsbedarfe feststellen. Im Aktionsplan werden wir dazu konkrete Verantwortlichkeiten, einen Zeitplan und Zielvereinbarungen festlegen."

Um Armut und damit auch Kinderarmut wirklich wirksam bekämpfen zu können braucht es eine Vielzahl an Maßnahmen, wie sie auch bereits im Koalitionsvertrag als Ziel und Anspruch definiert sind. Unter anderem sind das

• die weitere Verbesserung der Betreuungsmöglichkeiten

• Absenkung der Betreuungskosten 

• Verbesserte finanzielle Unterstützung von Familien mit Kindern

• Förderung von Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit

• Weitere Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

• Leichtere Rückkehr zur Arbeit in Vollzeit

• Erwerbstätigkeit von Frauen erhöhen

• Gute Arbeit

• Faire Löhne und Entgeltgleichheit

• Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit

• Bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Mindestlohns

• Ausreichender und günstiger Wohnraum

• Verbesserung der Möglichkeiten für Bildung, Weiterbildung, Qualifikation und sozialen Aufstieg

• Integration und Inklusion

Ich machte in meiner Rede deutlich,  dass uns die Absicht, Kinder- und Jugendarmut wirksam zu bekämpfen, parteiübergreifend eint. 
Deshalb bin ich dankbar, dass das wirklich große Problem der Armut und insbesondere der Armut von Kindern und Jugendlichen ein weiteres Mal durch eine Debatte im saarländischen Landtag in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wurde. 
Gleichzeitig habe ich darauf hingewiesen, dass die Koalitionsfraktionen jedoch keinesfalls einem Antrag zustimmen können, der weit hinter dem zurückbleibt, was längst beschlossen ist und bereits Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt wird.
Natürlich könnt ihr meinen Debattenbeitrag gerne auch selbst nachlesen. Das originale Manuskript findet ihr zum Download unter folgendem Link:







Sonntag, 22. Oktober 2017

Retrospektive im KULT! Kulturzentrum Neunkirchen zeigt Werke von Seiji Kimoto

Am Freitag war ich zu Gast bei der Eröffnung der Retrospektive des japanisch-saarländischen Künstlers Seiji Kimoto in Neunkirchen. In dem zur Kunstgalerie umgebauten und modernisierten ehemaligen Neunkircher Bürgerhaus wurden Objekte aus dem Lebenswerk des Achtzigjährigen gezeigt.

Der Name Kimoto war mir bereits vor der Ausstellung geläufig, denn auf dem Weg zu meinem Abgeordnetenbüro im saarländischen Landtag gehe ich regelmäßig an einer Wandskulptur des Künstlers vorbei, die im Foyer des Abgeordnetengebäudes, der Vorhalle der Sitzungsräume, die seit 1993 dort installiert ist.
Reinhard Klimmt, früherer Ministerpräsident des Saarlandes, sagte dazu, Kimotos Werk sei für ihn und die Abgeordneten bei jedem Gang in die Fraktionsräume mehr als nur ein Kunstwerk. Es sei vielmehr ein Menetekel, das zum Nachdenken auch darüber zwinge, dass die Freiheit eines Menschen auch die Unfreiheit anderer sein kann und dass Macht und Ohnmacht oft sehr nahe beieinander wohnen.


Die Werke von Seiji Kimoto sind beeindruckend. Die Frage, "was will mir der Künstler damit sagen", stellt sich im Kontext seiner Skulpturen und Bilder meist garnicht erst.



Das Gegenüber von Macht und Ohnmacht widerspiegelnd, sind sie meist von einer Intensität, der sich niemand entziehen kann. Sie berühren, sie machen betroffen.
Werke von Kimoto findet man im Saarland gleich an mehreren Stellen - beispielsweise auch im Hüttenpark der ehemaligen Stahlstadt Neunkirchen und an der Kläranlage in Sinnerthal, wo sie an das Los der Zwangsarbeiter erinnern. Man findet sie aber auch in der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen oder an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen östlich von Linz (Österreich).

Die Retrospektive KIMOTO ist noch bis zum 7. Januar 2017 geöffnet.




Freitag, 20. Oktober 2017

Meine Woche im Landtag - Ausgabe #10

Die Vorbereitungen für den Landeshaushalt 2018 laufen auf Hochtouren. In den letzten Wochen jagte ein Termin den anderen. Und es liegen noch viele vor uns.
Wir sprechen mit vielen Verbänden und Vereinen, mit Arbeitnehmervertretern, mit Hilfsorganisationen. Und. Und. Und.
Wir hören zu, wir fragen nach.
Es geht in diesen Gesprächen vor allem um Projekte für die Menschen in unserem Land. Um neue Projekte ebenso, wie um die Fortsetzung laufender Projekte. 
Und um die Unterstützung der täglichen Arbeit derer, die mit großem Engagement für andere da sind.
Es folgen Arbeitskreissitzungen unserer Fraktion und Sitzungen mit unserem Koalitionspartner. Und immer wieder weitere interne Beratungen.
Der Aufwand lohnt: Gerade in Zeiten, in denen wir durch die Eindämmung neuer Schulden unser Land jedes Jahr ein Stück zukunftsfähiger machen, will jeder Euro so eingesetzt sein, dass mit ihm ein Optimum des Möglichen erreicht wird.
Der Landeshaushalt 2018 soll zu einem weiteren Meilenstein der Zukunftssicherung werden.


Seit dieser Woche liegt nun auch der Haushaltsentwurf der Landesregierung vor. Stück für Stück habe ich in den letzten Tagen die Einzelpläne für meine Bereiche durchforstet, mir Notizen gebracht, Textstellen markiert, Fragezeichen und Ausrufezeichen gemalt.
Nun gehen die eigentlichen Beratungen los. 
Ich freue mich darauf!


Dienstag, 10. Oktober 2017

Nachhaltigkeit im Mittelpunkt meines Besuchs auf der anuga

Die Allgemeine Nahrungs- und Genussmittelaustellung, kurz Anuga, findet alle zwei Jahre in Köln statt. Sie gilt als die weltweit größte Messe im Bereich Nahrungsmittel und zeigt regelmäßig die neuesten Trends rund um das Megathema Essen und Trinken. Für mich als Landes- und Kommunalpolitiker stand bei meinem Besuch auf der Anuga 2017 besonders der Aspekt der Nachhaltigkeit im Vordergrund.


Auch wenn ich aufgrund der außergewöhnlichen Verkehrssituation (Sperrung der B51 im Prümer Land wegen eines LKW-Unfalls, Sperrung der A1 bei Köln wegen einer vermuteten Weltkriegsbombe) leider erst später als geplant am Kölner Messegelände eintraf, war trotzdem vor allem der Anuga-Lunch-Talk 2017 für mich ein wichtiger Programmpunkt. Dieses Jahr stand er aus guten Gründen ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft: Das Motto „Grüner verpacken – Zukunftsmodell Stoffkreislauf“ gewinnt in Zeiten eines wachsenden Online-Marktes schließlich immer mehr an Bedeutung. 



Am gemeinsamen Stand des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) fanden sich unter dem Motto „Made in Germany – German Quality meets Global Markets“ nicht nur viele Informationen, sondern erfreulicherweise auch nachhaltige Produkte aus dem Upcycling-Zentrum Neunkirchen. Das Upcycling-Centrum ist eines der erfolgreichen Projekte aus dem Förderprogramm Land(auf)Schwung, in das unser Landkreis Neunkirchen als Modellregion aufgenommen wurde.
Ein weiterer ganz wichtiger Fokus liegt für mich auf der Regionalität von Produkten. So wichtig unter sozialen weltwirtschaftlichen Gesichtspunkten der faire Handel durchaus sein mag: Wenn es um Nachhaltigkeit geht, muss für mich als kommunalem Politiker ein ganz besonderes Augenmerk der regionalen Vermarktung von Produkten gelten. 
Schon 2015 warb in diesem Zusammenhang auch mein Landtagskollege Tobias Hans,Vorsitzender unserer CDU-Landtagsfraktion: "Der Griff zum Fertigprodukt aus dem Kühlregal ist sicher der bequemere Weg, der Gang zum Hofladen in der Nachbarschaft aber der mit Sicherheit gesündere und auch nachhaltigere. Nutzen Sie die vielfältigen, meist nicht teureren Einkaufsmöglichkeiten bei unseren saarländischen Erzeugern“



Die Anuga machte ein Stück weit deutlich, dass andere Regionen Deutschlands hier die Nase vorn haben - was allerdings zum Teil auch der jeweiligen (land-)wirtschaftlichen Struktur geschuldet sein mag.
Doch auch wenn es auf der Anuga nicht zu spüren war: auch im Saarland tut sich hier einiges.
Ob es der Land(auf)Schwung in unserem Landkreis ist, die Entwicklung der Biosphäre im Bliesgau, die gewaltigen Investitionen im Tourismusbereich (z.B. am Bostalsee oder der Saarschleife) oder auch die wachsende Zahl von kleinen "Milchhäuschen". Das alles sind Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Doch es gibt noch viel zu tun.