Montag, 6. September 2010

"Die Nürburg-Papiere"....

...und das bunte Treiben rund um das Millionengrab in der "Grünen Hölle" beschäftigen Jacques Berndorf in seinem neuesten Eifel-Krimi


Ich lese gerne. Und die Bücher mancher Autoren lese ich besonders gern. 
Zum Beispiel die von Jacques Berndorf. Die Eifel-Krimis. Aber auch andere. 
Und der Stapel mit den Berndorf-Büchern wächst. Er macht sich auch auf unserer neuen Terrasse ganz gut. Nur für's Foto natürlich. Ansonsten steht die Reihe brav im Regal.
Zur Zeit lese ich gerade "Bruder Dienst" - einen Agenten Thriller rund um den BND-Top-Mann Karl Müller (deshalb liegt das Buch noch neben dem Stapel).
Aber gerade vor wenigen Tagen erst ausgelesen habe ich den Eifel-Krimi "Die Nürburg-Papiere". 
Das liegt gerade ganz oben auf. Zu Recht:

"Die Nürburg-Papiere" lautet der Titel des aktuellen Buches von Jacques Berndorf. Der Erfolgsautor greift in seinem neuesten Eifel-Krimi eines der ganz heißen Eisen im derzeit laufenden rheinland-pfälzischen Wahlkampf auf: Den monumentalen Ausbau des Nürburg-Rings, der zunächst als Zukunftsprojekt für die Eifel gefeiert wurde um anschließend - allem Anschein nach - als Millionengrab zu enden.
Der Klappentext auf der Rückseite des Buches umreißt kurz und prägnant den Rahmen der Story:

"Am Nürburg-Ring sind mehr als 200 Millionen in gewaltigen Betongebirgen verbaut worden. Fachleute versprachen hoch und heilig, privates Kapital heranzuschaffen, und obwohl keiner auch nur einen einzigen Cent auftreiben konnte, wurden absurd hohe Beraterhonorare gezahlt.
Die Eifeler Kneipenwirte, Pensionsinhaber und Hoteliers wurden von einer unbarmherzigen Clique von Managern rüde aus dem Geschäft gedrängt. Das Klima auf den Eifelhöhen ist zu Eis geworden.
Eines Tages wird Claudio Bremm, der wichtigste Mann aus den Reihen der Manager, brutal mit einer Maschinenpistole niedergestreckt. Und noch ehe die Mordkommission eine brauchbare Spur hat, gibt es ein weiteres Opfer (...).


Natürlich ermittelt auch in Berndorfs neuestem Eifel-Krimi der Journalist Siggi Baumeister wieder auf eigene Faust, aber mit etwas Rückendeckung der lokalen Kripo. Und wie immer wird er mehr oder weniger unterstützt von seinem kauzigen Freund, dem pensionierten Kriminalbeamten Rodenstock  und dessen Partnerin Emma. Berndorf erliegt (zum Glück) nicht der zweifelhaften Versuchung, den ganz großen politischen Skandalroman aus dem Provinz-Stoff stricken zu wollen. Er bleibt dem roten Faden, der sich durch alle Siggi-Baumeister-Eifel-Krimis zieht, treu. Und das ist gut so. 

Denn auch "Die Nürburg-Papiere" ist somit ein typischer Eifel-Krimi.
Es geht um die Eifel, ihre Eigenschaften und ihre Eigenheiten.
Es geht um Menschen, die sich übernehmen, jedes Maß verlieren und Grenzen überschreiten, ohne es zu merken.
Und es geht um Eifeler Bauern, die nicht einfach alles mit sich machen lassen, deren Herzen bodenständig und selbstbewusst an ihrer Heimat und auch an "ihrem alten Ring" hängen. 
Das Bedienen von Klischees ist auch dieses Mal nicht Berndorfs Sache - und so beschreibt und schildert er die handelnden Personen detailliert, arbeitet die Charaktere mit all ihren Widersprüchen und Fehlbarkeiten heraus und zeigt letztendlich, dass nicht der ganz große Plan hinter allem steckt, sondern wieder einmal das allzu Menschliche der Schlüssel zum Geschehenen ist.

"Die Nürburg-Papiere" ist ein guter, ein spannender Roman. Es ist nicht der ganz große Thriller - aber es ist ein Eifel-Krimi. So wie er sein soll und wie ihn die ständig wachsende Fangemeinde (zu Recht) liebt.
Und es ist sogar einer der Besten aus der beliebten Reihe rund um den Journalisten Siggi Baumeister.

Mein Fazit: Lesenswert!


 Am Rande bemerkt: Natürlich habe ich im Rahmen unseres Papa-Mädels-Urlaubs in der Jugendherberge Daun in der Eifel auch dem "Kriminalhaus" in Hillesheim und dem Café Sherlock mit meinen Mädels einen Besuch abgestattet. Mein Tip für Krimi-Fans: Einfach mal vorbeifahren!

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