Innenministerium berichtet im Ausschuss über weitere Schritte im Kampf gegen Cybercrimes
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Mittlerweile sei es der Polizei im Saarland möglich durch eine eigene App die Verkehrsunfallaufnahme, die Bearbeitung von Strafanzeigen und sonstigen Vorgängen vor Ort mobil auf Diensthandys durchzuführen, die jedem Beamten und jeder Beamtin Polizeiinspektionen zur Verfügung gestellt werden. Eine App zur Bearbeitung von Todesermittlungssachen befindet sich in der Erprobung. Ein polizeilicher Multimedia Messenger ermöglicht es der Polizei Texte, Sprachnachrichten, Bilder und Videos zu versenden. Der Datenschutz nimmt dabei einen hohen Stellwert ein. Außerdem können Fingerabdrücke per „Livescan“ in den Polizeidienststellen direkt digitalisiert oder abgeglichen werden.
An der Fachhochschule für Verwaltung wurde zusammen mit dem LPP ein virtueller Cybercrime-Desktop entwickelt und getestet, an dem sicher und abgeschirmt von jedem Arbeitsplatz aus beispielsweise auch im Darknet ermittelt werden kann.
Das Herzstück im Kampf gegen die Cyberkriminalität soll das neue Cyber-Ausbildungs- und Trainingszentrums (CATZ) am Campus Göttelborn werden. Dort soll eine zukunftsfähige, flexibel einsetzbare IT-Lehr- und Lernumgebung entstehen, das zusammen mit Cyberkriminalisten, die in die polizeiliche Einheitslaufbahn als vollwertige Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte eingegliedert werden, ein weiterer Faustschlag gegen Online-Kriminalität werden soll.
„Die saarländische Polizei ist offen für Veränderungen und passt sich den neuen Machenschaften der Cyberverbrecher effizient an. Hier muss man sich auch einfach mal etwas trauen, bestehende Prozesse hinterfragen dürfen und aus gewohnten Mustern ausbrechen. Innenminister Klaus Bouillon lebt den Beamten diesen Innovationswillen vor. So kann die Polizei mit der neuen Schnelllebigkeit Schritt halten“, so Schäfer.
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