Samstag, 17. Oktober 2015

Mein Wochen-Highlight: Die Frankfurter Buchmesse 2015

Mein erster Besuch auf der Frankfurter Buchmesse brachte gleich schon die Erkenntnis: Ein Tag reicht bei weitem nicht aus. Nicht nur die ausgestellten Bücher sorgten dabei für vielfältige Eindrücke, noch weitaus interessanter waren die vielen Veranstaltungen, Diskussionsrunden, Vorträge und Lesungen auf der weltgrößten Messe rund um Buch und Literatur.

Kaum angekommen, lief uns - sehr zur Begeisterung der beiden, mich begleitenden Schülerzeitungs-Reporterinnen Noelle und Maja - bereits eine bekannte Youtuberin über den Weg, die natürlich auch gleich in ein Gespräch verwickelt wurde.
Ein wenig später im Lesezelt, als als Kai Meyer aus seinem neuen Buch "DIE SEITEN DER WELT" vorlas, saß mit peachgalore wohl eine der bekanntesten Youtouberinnen zum Thema Bücher neben den Mädels. Leider kann man in Lesungen so schlecht jemanden ansprechen, so dass hier keine Chance zum Austausch bestand. "Die Seiten der Welt" wurde übrigens bereits auf der Leipziger Buchmesse als Bester Phantastischer Roman 2015 ausgezeichnet. Kai Meyer erhielt den Preis bereits zum zweiten Mal, zuletzt 2013 für ASCHE UND PHÖNIX.
Da die Interessen altersbedingt zum Teil sehr unterschiedlich waren, vereinbarten wir einen Treffpunkt, ehe sich unsere Wege vorübergehend trennten. So konnte ich beispielsweise entspannt und interessiert zuhören, wie theoretisch doch oft Argumente von Politikern bleiben und wie fern der Realität manche diskutieren. In diesem Fall war es der gescheiterte hessische Ministerpräsidentenkandidat Schäfer-Gümbel, der sich an der Frage Flüchtlingskrise und Ehrenamt versuchte. Nun ja... offenbar kommt es manchmal einfach auf den Blickwinkel an....

Deutlich interessanter war da schon die Diskussion mit Albrecht von Lucke über dessen Buch "Die schwarze Republik und das Versagen der deutschen Linken". Ein Buch, das ich mir ganz sicher noch zulegen werde.
Auch die Diskussion zum Thema "Wie kann Inklusion im Sport gelingen?" war sehr spannend. Die Diskutanten im Podium waren sich einig darin, dass die Teilhabe der Menschen mit und ohne Behinderungen am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben eine elementare Voraussetzung für eine gerechte Gesellschaft ist. Unterschiedliche Aspekte zeigten im Ergebnis, welche Rolle die Inklusion nicht nur im Unterricht in der Schule spielen sollte, sondern auch im Schul-Sport sowie im Sport in Sportvereinen und Sportverbänden. Die Diskussion machte aber letztlich auch deutlich, wie sehr Anspruch und Wirklichkeit in dieser Frage noch auseinanderklaffen.


Überraschend trafen wir dann noch mit Adnan Maral zusammen. Der Schauspieler (Türkisch für Anfänger, Die wilden Kerle, Einmal Hans mit scharfer Soße) entpuppte sich als sehr sympathischer und offener Gesprächspartner, der seine Zuhörerinnen und Zuhörer innerhalb kürzester Zeit in seinen Bann zog. Er sprach nicht nur über sein neues Buch "Super unkühl, Alter!", sondern auch über seine Film- und Fernsehrollen und wie sehr er sich darüber freut, dass er nicht mehr nur auf Rollen festgelegt wird, bei denen sein Migrationshintergrund rollenprägend ist. Als eine Zuhörerin äußert, er sei ja zwischen den Kulturen zuhause, widerspricht er sofort, auch den Begriff Multikulti lehnt er zum Beispiel in Bezug auf die Fußballnationalmannschaft vehement ab. Man sei in der Kultur zuhause, in der man lebe, in der man sich zuhause fühle - und für die man in diesem Falle auf dem Platz stehe. Natürlich müsse man sich intergrieren, aber natürlich bringe man auch etwas mit, bringe etwas ein. Kulturen lebtem immer auch davon, sich weiterzuentwickeln, so Maral. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, wie ich finde.

Ich könnte hier endlos über den einen Tag Buchmesse Frankfurt schreiben, so vielfältig sind die Eindrücke, die Begegnungen. Ob Enie van de Meiklokjes, Ulrich Wickert, Henryk M. Broder, der sehr sympathischen Kerstin Gier, dem Zuschauermagneten Thomas Gottschalk und den vielen anderen, denen ich zuhören konnte, die mir über den Weg liefen, sie alle machten diesen Tag interessant.
Dass ich ganz nebenbei auch noch meine Lieblingsnichte traf, war ebenso eine tolle Sache wie die signierten Bücher, die meine beiden Begleiterinnen anschließen im Gepäck hatten.

Wenn ihr mehr wissen wollt: Schreibt mir doch einfach!
Entweder über die Kommentarfunktion meines Blog oder über facebook.

Gemeinderat zeigt Wertschätzung für Initiativen der Jugend: Deutliche Mehrheit für JUZ Bahnhofstraße

"Wir erleben hier einen Eiertanz" formulierte es Michael Hoffmann, Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Eppelborner Gemeinderat, recht treffend in Richtung der Sozialdemokraten. Diese suchten auch dieses Mal wieder alle möglichen Gründe und Ausflüchte, um ein neues Jugendzentrum in der Bahnhofstraße zu verhindern. Alle anderen Fraktionen und auch die jungen Leute vom JUZ-Orga-Team hatten dieses Gezerre erkennbar satt. Und so fiel nun mit einer deutlichen Mehrheit von achtzehn zu zwölf Stimmen die Entscheidung, die von der Bauaufsicht geforderten Gutachten für die geplanten Räumlichkeiten endlich auf den Weg zu bringen.


Zentral gelegen, ideal räumliche Voraussetzungen.
Den Vorwurf der Untätigkeit hatte Bürgermeisterin Müller-Closset ja bereits in einer der letzten Ratssitzungen weit von sich gewiesen. Die Tatsache aber, dass sie es auch in dieser Frage nicht geschafft hat, nach fast zwei Jahren dem Rat endlich eine entscheidungsreife abschließende Vorlage auf den Tisch zu legen, kann niemand ernsthaft bestreiten.
Nicht wenige Ratsmitglieder waren deshalb irritiert, als nun neben dem im Grundsatz bereits beschlossenen Standort in der Bahnhofstraße erneut drei weitere Alternativen zur Diskussion gestellt wurden. Neben den - auch meiner Meinung nach denkbar schlecht geeigneten Räumlichkeiten im Keller des Hallenbades - wurden nun eine Container-Lösung sowie ein ausrangierter Bahnwaggon als "Stein der Weisen" präsentiert. Nicht eine der Alternativen war jedoch bis zum Ende durchdacht und konnte der Diskussion zu keinem Zeitpunkt ernsthaft standhalten.


Ich freue mich, dass nun mit deutlicher Mehrheit die Entscheidung getroffen wurde, am Standort Bahnhofstraße die Maßnahmen für den Brandschutz zu untersuchen.
Ich kann nur hoffen, dass auch Bürgermeisterin Müller-Closset und die SPD endlich ihren Widerstand aufgeben und helfen, dieses Projekt zu einem zügigen und guten Ende zu bringen.
Es ist spürbar: DIe Fraktionen im Gemeinderat suchen die Zusammenarbeit. Es wäre schön, wenn auch die Sozialdemokraten endlich mitmachen würden.



Vielleicht hilft es ja, wenn sie einen Blick in den aktuellen Kinder- und Jugendbericht des Saarlandes werfen. Dort ist treffend dargelegt, wie wichtig gerade die Jugendarbeit und die Jugendverbandsarbeit im ländlichen Raum sind:


"Vor allem in ländlichen Regionen wachsen Kinder immer häufiger kaum noch mit Gleichaltrigen auf, die im Entwicklungsprozess eine erhebliche Rolle spielen. Gleichaltrige trifft man häufig nur noch in der Schule oder eigens geschaffenen Angeboten der offenen oder verbandlichen Jugendarbeit. Daraus ergeben sich ganz neue Aufgaben für die Familienpolitik sowie die Kinder- und Jugendhilfe. Die Ausgestaltung einer kinder- und familienfreundlichen Lebenswelt wird angesichts des demographischen Wandels zu einer zentralen gesellschaftspolitischen Frage, die sich aus dem Randbereich der weichen und wenig beachteten Politikfelder zu einem elementaren Kernbereich entwickelt. (...)
Etwa jeder dritte junge Mensch nutzt heute die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit (z. B. Jugendhaus)."

Ein Jugendzentrum ist heute mehr, als nur ein Rückzugsort für Jugendliche. Es ist ein Ort, an dem die jungen Menschen lernen, neue Verantwortungen zu übernehmen.
Es ist ein Bildungsort, an dem Schulungen zum Beispiel zum Erwerb der Jugendleitercard Juleica durchgeführt werden . Und ja - es ist auch ein Raum, in dem alternative Möglichkeiten der Freizeitgestaltung genutzt werden können.
Ich glaube fest daran, dass diese jungen Leute, die sich heute so engagiert für ein JUZ einsetzen, kein Gängelband brauchen. 

Oder um es frei nach Bismarck zu sagen: Setzen wir das Projekt endlich auf's Pferd. Reiten wird es schon können!"

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Gelesen: "Jenseits GmbH - Lieber Tod als Teufel" von Amber Benson

Von Tod, Teufel und Designerschuhen: Calliope Reaper-Jones muss ihr ganz "normales Leben", das sich überwiegend um ihren Job, um eine hippe Wohnung und tolle Schuhe dreht, urplötzlich aufgeben, als ihr Vater verschwindet.


Was durchaus bereits Spannung verspricht, erhält einen ganz besonderen Drive, als klar wird, wer ihr Vater ist und was nun von ihr erwartet wird: Als Tochter des Todes, also des Vorstandsvorsitzenden der Jenseits GmbH, soll sie nun dessen Aufgaben übernehmen. 
Eigentlich möchte Calliope aber genau das am Allerwenigsten. Will sie aber jedoch ihren Vater finden und nicht die Unsterblichkeit ihrer Familie auf's Spiel setzen, bleibt ihr letztlich jedoch nichts anderes übrig, als sich zu fügen. Es gibt jedoch Konkurrenz, denn Daniel, seines Zeichens Protegé des Teufels will offenbar ebenfalls den Job. Und nicht nur den... 
Die Situation spitzt sich zu, als ihr zunächst noch drei Aufgaben auferlegt werden, die sie lösen muss, um überhaupt würdig zu sein, das Amt ihres Vaters zu übernehmen. Zunehmend bekommt sie zu spüren, dass irgendjemand genau das verhindern will und ihr Steine in den Weg legt. Ehe sie sich versieht, ist sie plötzlich die Hauptverdächtige im Entführungsfall ihres Vaters. Doch sie bekommt überraschende Hilfe....

"Jenseits Gmbh - Lieber Tod als Teufel" von Amber Benson (die vielen jüngeren Fernsehzuschauern durch ihre Rolle als Tara Maclay in "Buffy - im Bann der Dämonen" bekannt sein dürfte) ist eine nette Lektüre für zwischendurch. Nicht besonderes anspruchsvoll, aber doch spannend und amüsant - und ausreichend, dass ich mir bereits den Nachfolge-Band ebenfalls zugelegt habe. Ich finde, der Stoff würde sich auch ganz gut für eine TV-Serie eignen.

Bewertung: 3,7 von 5 EppelBlog-Sternchen

Buchrezension #37

Montag, 12. Oktober 2015

Tolle Leistung: 8. Platz für das Habacher Jugendrotkreuz beim Bundeswettbewerb in Bad Doberan

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit einem hervorragenden 8. Platz im Gepäck kehrte das Habacher Jugendrotkreuz gestern aus Mecklenburg-Vorpommern zurück. Von den insgesamt 19 Landesverbänden des Deutschen Roten Kreuzes waren 16 Landessieger in Bad Doberan angetreten, um sich in verschiedenen Disziplinen zu messen. Acht davon, zum Teil aus deutlich größeren Bundesländern und Städten, ließen unsere Habacher Mädels und Jungs hinter sich. Sieger des Wettbewerbes wurde das Team aus Niedersachsen vor Sachsen-Anhalt und Thüringen.


Insgesamt waren es rund 200 Kinder von neun bis zwölf Jahren, die seit Samstag ihr Können unter anderem auch in realistisch nachgestellten Unfallsituationen bewiesen.
Zwölf Stationen hatte der Wettbewerb-Parcours, es mussten Aufgaben aus den Bereichen Rotkreuz-Wissen, soziales Engagement und musisch-kulturelle Performance gelöst werden. 
Das Spektrum der Herausforderungen reichte von einer klassischen Unfallsituation auf einem Kinderspielplatz, bei der unter anderem die stabile Seitenlage und eine Herz-Lungen-Wiederbelebung gefragt waren, bis hin zu Möglichkeiten der Integration von Gehörlosen.

Ein Ziel dieser Wettbewerbe ist es, bereits junge Leute auf mögliche Notfallsituationen vorzubereiten. Wie ein Sprecher des DRK mitteilte, zeige die Erfahrung, dass nach einem Unfall 90 Prozent der Verletzten durch Menschen gerettet werden, die direkt vor Ort sind und Hilfe leisten. 
Die Wettbewerbe des Deutschen Jugendrotkreuzes bieten hervorragende Bedingungen, um Erste Hilfe für den Ernstfall zu proben und ganz in der Tradition von Henri Dunant verletzten und kranken Menschen zu helfen.
Dass ein Team aus Habach sich so gut behaupten konnte, zeigt eindrucksvoll, welch eine herausragende Kinder- und Jugendarbeit dem demografischen Wandel zum Trotz auch in kleinen Dörfern möglich ist. 
Herzliche Glückwünsche zu dieser tollen Leistung!

Ein Jahr Saarbahn in Lebach - gut genutzt doch schlecht getaktet!

Eigentlich könnte es eine rundum gelungene Sache sein. Täglich 5.200 Passagiere nutzen die Köllertalstrecke der Saarbahn zwischen der Landeshauptstadt Saarbrücken und Lebach. Dass es bei allen Jubelrufen zum einjährigen Jahrestags des Saarbahn-Starts in der Theelstadt trotzdem auch ein wenig Missmut gibt, liegt an der schlechten Taktung von Saarbahn und Bahn in Lebach.

Grundsätzlich sollte es den erfahrenen ÖPNV-Experten in den Chefetagen beider Unternehmen  doch ein Leichtes sein, die Fahrpläne der beiden Verkehrsmittel so abzustimmen, dass sie zumindest ansatzweise aufeinander passen. 
Doch wer hofft, von Saarbrücken, Riegelsberg oder Heusweiler kommend in Lebach relativ zeitnah eine passende Verbindung ins Illtal zu finden, wird enttäuscht:  Die Passagiere stranden zunächst einmal in der beschaulichen Kleinstadt am Theelufer und müssen, wie die eigene Erfahrung zeigt, nicht selten eine gute Stunde warten, bis ein Zug in Richtung Eppelborn fährt.
Das ist Mist.
Erst wenn die Fahrpläne von Saarbahn und DB Regio Südwest aufeinander abgestimmt werden, wird die Saarbahn auch für die Menschen aus dem Illtal zu einer interessanten Alternative. Dann wären die 53,3 Millionen Euro für den Streckenabschnitt Heusweiler-Lebach wirklich gut angelegtes Geld - und der ÖPNV im Saarland um eine Alternative reicher.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

9. Oktober: Buchvorstellung im big Eppel

Arno Meiser und der big Eppel - eine Erfolgsgeschichte geht weiter. Dieses Mal landet der Mittelschd-Habacher Schriftsteller, Reimjongleur und Hans-Huckebein-Preisträger sogar gleich einen Doppelschlag: Nicht nur eines, sondern gleich zwei Neuerscheinungen werden morgen Abend (Freitag, 09.10.2015, 19:30 Uhr) auf der Eppelborner Kulturbühne vorgestellt.

Heiterkeitzeit Nummer 7: Lachen macht schön!

Im siebten Band seiner Erfolgsreihe geht es auch dieses Mal sicherlich um jede Menge heitere Momente, um Situationskomik in gereimter Form. Und regt das eine oder andere Gedicht auch wieder zum Nachdenken an. Dabei ergänzen sich Arno Meisers Zeilen auch dieses Mal wieder perfekt mit den treffsicheren Zeichnungen von Armin Spaendl. Meine Empfehlung: Setzt Heiterkeit 7 am ganz schnell auf eure Bücher-Wunschzettel. Oder kauft sie gleich morgen Abend noch während der großen Buchvorstellung im big Eppel.
Wer ein wenig Zeit mitbringt, kann sich dann auch gleich in die lange Reihe derer einsortieren, die das Original-Exemplar von "Lachen macht schön" auch mit einem Original-Autogramm versehen haben wollen.


Bleib fit - Reim mit!


Ganz was anderes als die bekannt-beliebte Heiterkeitzeit-Reihe ist Arnos zweites Werk, "Bleib fit - Reim mit", das er morgen im big Eppel vorstellen wird. 
Der kreative Habacher hat sich mit Anne Westhofen aus Püttlingen eigens für dieses Buch eine fachkundige Mit-Autorin an seine Seite geholt. 
"Bleib fit - Reim mit" ist zum Vorlesen und Mitreimen entwickelt worden. Vor allem gedacht ist es für Betreuer und Angehörige von Senioren, Behinderten und an Demenz erkrankten Menschen. 
Zum lustigen Gedächtnistraining mit vielen Gedichten, auch zur Erinnerung an früher. 
175 Fotos und 115 Fragen zu den verschiedenen Themen. Preis: 19,80 Euro.



Arno Meiser - Zweiter Preisträger des Hans-Huckebein-Preises


In Gedenken an den großen Dichter Wilhelm Busch wurde der Hans-Huckebein-Preis gestiftet. Die Auszeichnung, die den Namen des bekannten Unglücksraben aus der Feder von Busch trägt, erhalten Autoren und Dichter, die sich der humorvollen Sprache Wilhelm Buschs verpflichtet fühlen und wie er einen unglaublicher Sprachwitz kultivieren. 
Herzlichen Glückwunsch, Arno Meiser!




Mittwoch, 23. September 2015

Urlaub auf dem Geigerbauernhof

Wie schade.... unser Sommerurlaub 2015 ist vorüber. Es bleiben Erinnerungen an viel Spaß und eine erholsame Zeit auf dem Geigerbauernhof in Mühlenbach im Schwarzwald.
Dass der Urlaub auch unseren Mädels richtig viel Spaß gemacht hat, ist nicht zuletzt der Verdienst der herzlichen Familie Matt, deren Gastfreundlichkeit durch modern eingerichtete und geräumige Ferienwohnungen ergänzt wird.

Und natürlich ihren Tieren! Dass gerade in den ersten Tagen ein Kälbchen auf die Welt kam, war natürlich vor allem für unsere Zwillinge Fabienne und Aline spektakulär. Genauso wie auch die kleinen Ferkel, die kaum mehr als eine Woche alt waren.
Nicht zuletzt der Selbstgebrannte und das vom Senior des Hofes frisch gebackene Brot sorgten dafür, dass auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.


Eine absolut coole Sache war auch die KONUS-Gästekarte, mit der man unter anderem den gesamten Schwarzwald von Nord nach Süd, also quasi von Karlsruhe bis knapp an den Bodensee, kostenlos mit Bus und Bahn erkunden kann. 
Mühlenbach, das im reizvollen Kinzigtal nahe der Kleinstadt Haslach i.K. gelegen ist, ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Freiburg, Triberg, Offenburg und viele andere tolle Orte im Schwarzwald. Auch der Europa-Park ist schnell erreichbar.
Dass wir uns nicht noch in die langen Schlangen an den Kassenhäuschen von Deutschlands attraktivstem Freizeitpark einreihen mussten, ist ebenfalls dem Senior des Geigerbauernhofes August Matt zu verdanken: Der Tipp, die Tickets im Rathaus von Mühlenbach zu kaufen, war Gold wert und bedeutete einen großen Zeitgewinn, um die Attraktionen des Parkes nutzen zu können.

Interessant, sehenswert und auf jeden Fall einen Besuch wert, ist auch die Hansgrohe Aquademie Erlebniswelt in Schiltach mit ihrer innovativen Badausstellung und dem Museum für Wasser, Bad und Design, dass neben modernster Badgestaltung auch die Evolution des Bades in eindrucksvoller Weise authentisch widerspiegelt:

 Unser Tipp, wenn Ihr einen Schwarzwald-Urlaub plant und noch eine Bleibe sucht: 



Donnerstag, 17. September 2015

Heute Abend 18 Uhr: Gemeinderatssitzung in Eppelborn

Heute Abend tritt um 18 Uhr der Gemeinderat der Gemeinde Eppelborn zu seiner 9 Sitzung in der laufenden Legislaturperiode zusammen. Die Sitzung ist wie immer (zum größten Teil) öffentlich - interessierte Besucherinnen und Besucher sind zumindest von der CDU-Fraktion, sicherlich aber auch von den anderen Ratsparteien ausdrücklich erwünscht.
Sich selbst ein Bild machen, wie Rat und Bürgermeisterin aktuelle Themen diskutieren - eine Chance, die man nutzen sollte. Unsere Demokratie lebt vom Mitmachen. Sie lebt davon, dass man sich informiert und gezielt auch das Gespräch sucht mit denen, die man als Vertreter beispielsweise in den Gemeinderat gewählt hat.


Gemeinderatsmitglied zu sein, ist kein Selbstzweck.Gemeinderäte tragen Verantwortung - und die tragen sie ehrenamtlich. Damit sie das in bester Weise können, brauchen sie den Austausch, die Interaktion mit ihren Wählerinnen und Wählen - also mit euch!


Der Kontakt ist wichtig....

Wir Christdemokraten versuchen, auf möglichst vielen Kanälen den Kontakt mit euch zu halten und zu schaffen: von Mensch zu Mensch ebenso wie in digitalen Medien, sozialen Netzwerken und Blogs wie z.B. dem "EppelBlog" oder "Schmitts Notizen". Natürlich tun wir das auch immer noch ganz "old school" in Printmedien wie dem Amtsblatt, der Tageszeitung oder auch in eigenen Veröffentlichungen, z.B. Flugblättern und Info-Magazinen.


...aber auch, sich sein eigenes Bild zu machen.

Wir freuen uns über jeden Kontakt mit euch. Am meisten freuen wir uns, wenn ihr euch mal die Zeit macht, eine Gemeinderatssitzung oder eine Sitzung der Ortsräte zu besuchen. Gerne biete ich euch an, euch im Vorfeld zur Sitzung oder auch hinterher näher über einzelne Tagesordnungspunkte, die euch besonders interessieren, zu informieren.

Heute Abend stehen wieder einige durchaus interessante Themen auf der Tagesordnung, darunter auch einige, die wahrscheinlich ziemlich kontrovers diskutiert werden:



Auch für die nichtöffentliche Sitzung sind heute einige interessante Tagesordnungspunkte vorgesehen - wobei mir nicht ganz klar ist, warum manche Punkte nichtöffentlich behandelt werden sollen.



Fakt ist nämlich: Grundsätzlich sind die Sitzungen und alle Entscheidungen des Gemeinderates öffentlich.
Die Hürden, wann ein Punkt nichtöffentlich diskutiert und entschieden werden sollte, sind hoch. Sehr hoch. Zumindest laut Gesetz und Rechtsprechung.
Nichtöffentlichkeit gilt zum Beispiel für die meisten Personalangelegenheiten.
Das ist auch gut so.
Anderes aber muss öffentlich behandelt werden, denn der Ausschluss der Öffentlichkeit ist stets ermessensfehlerhaft, wenn Allgemeinwohlgründe oder begründete Interessen Privater diesen nicht erforderlich machen. 
Warum auch heute wieder die Verwaltungsspitze diese Latte tiefer hängen will, weiß ich nicht. Ich werde es aber wahrscheinlich auch nicht unkommentiert lassen.

Montag, 14. September 2015

#CDUdigital: Daten sind der Rohstoff der Zukunft - deshalb brauchen wir schnelles Internet. Auch in Eppelborn.

Wir brauchen flächendeckend in unserer Gemeinde schnelles Internet. Meine entsprechende Forderung ist nicht neu - hat aber gerade an diesem Wochenende wieder neues Futter erhalten. Gemeinsam mit Rebekka Jochum vom CDU-Ortsverband Eppelborn nahm ich am ersten offenen Mitgliederkongress zu den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in unserer Bundeshauptstadt Berlin teil.


Mal ganz ehrlich: Wer auch heute noch meint, schnelles Internet sei bloß "Privatinteresse", hat den Schuss nicht gehört.

Betrachtet man sich die politische Landschaft deutschlandweit, vor allem aber auch vor Ort bei uns in Eppelborn, wird schnell klar: Der digitale Wandel ist in vielen Köpfen noch nicht angekommen. Mir kommt in diesem Zusammenhang immer wieder
die legendäre, aber fatale Äußerung der heutigen Eppelborner Bürgermeisterin in den Kopf, schnelles Internet sei "Privatinteresse" und werde nur für "Home Entertainment" benötigt.
Wieder einmal ist es umso mehr nun die "alte Volkspartei CDU", die die Rolle des Schrittmachers für aktuelle Themen und moderne, zukunftsorientierte Politik übernommen hat. 
Deutschland 2025 – Wie leben wir digital? Diese Frage wurde in der Session
von Julia Klöckner und Nadine Schön diskutiert. Nadine Schön ist stellv.
Vorsitzende der CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag sowie Vorsitzende
des Netzwerkes Digitalisierung der CDU Deutschlands. Julia Klöckner ist
stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Vorsitzende der CDU in
unserem Nachbarbundesland Rheinland-Pfalz. 
Umso wichtiger fand ich es, die Einladung von CDU-Generalsekretär Peter Tauber anzunehmen und an dem Kongress #CDUdigital, den Workshops und Sessions im Berliner Tempodrom teilzunehmen. Eine tolle, hochkarätige Veranstaltung mit vielen interessanten Beiträgen, Diskussionen und Gesprächspartnern. 


Merkel: "Daten sind der Rohstoff der Zukunft!"

Das ist das Beste an meiner Partei. Es gibt immer wieder neue gute Gründe, Mitglied in der CDU zu sein. #CDUdigital ist ein weiteres. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel machte auf dem Kongress eindrucksvoll deutlich: "Daten sind der Rohstoff der Zukunft". Sie rief dazu auf, die Chancen der digitalen Welt zu sehen und betonte: „Unser Wohlstand beruht auf dem Export. Deshalb müssen wir ab und an etwas herstellen, was außerhalb Deutschlands noch jemand gut findet.“
Deshalb sollten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit nicht nur die Risiken stehen, so Merkel. Um den Wohlstand zu halten, müsse Deutschland mit der Konkurrenz im Ausland Schritt halten“ In den kommenden fünf bis zehn Jahren werde sich entscheiden, ob die deutsche Wirtschaft in der Zukunft mehr sein könne als die „Werkbank“ großer IT-Konzerne in den USA oder in Asien. Auch in Deutschland und der EU müsse es gelingen, mit der Verarbeitung großer Datenmengen neue Produkte zu entwickeln. Dabei müsse auch die berufliche Bildung in Sachen Digitalisierung auf der Agenda stehen.
Gemeinsam mit CDU-Generalsekretär Peter Tauber und EU-Kommissar Günther Oettinger rief sie dazu auf, gerade auch auf kommunaler Ebene den Breitbandausbau voranzutreiben.
Die Gemeinden gerade auch im ländlichen Raum dürften die Chancen nicht ungenutzt lassen.

Der Bund legt vor - doch Eppelborn pennt

Meine Gespräche auf dem Kongress in Berlin führten mir gerade vor diesem Hintergrund erneut ein ganz massives Manko vor Augen, das aktuell in unserer Gemeinde herrscht: Es gibt großangelegte Förderprogramme, es gibt Unterstützung durch den Bund, durch die KfW und andere - sie werden bloß nicht genutzt. Zumindest nicht, um Eppelborn wirtschaftlich und innovativ endlich wieder auf Spur zu bringen. Bedauerlicherweise aber denken die Administration und die sie steuernde SPD äußerst eindimensional.
In dem 3,5-Milliarden-Finanzpaket, dass der Bund eigens für Gemeinden wie Eppelborn geschnürt hat und das nur zu ganz bestimmten Zwecken verwendet werden darf, ist der Ausbau des Breitband-Netzes vor Ort in den Kommunen ausdrücklich erwähnt. Davor aber verschließt man in der einstigen Vorzeigegemeinde des Illtals die Augen...
Es wird - und das ist gottseidank nicht mehr nur eine rein christlich-demokratische Meinung, sondern wird von immer mehr Bürgerinnen und Bürgern so gesehen - dringend notwendig, dass es im Eppelborner Gemeinderat wieder eine stabile Mehrheit der CDU gibt. Und das nicht nur wegen des Kernthemas "Digitaler Wandel".

Doch dazu ein anderes Mal mehr.


Klare Aussagen

"Die Digitalisierung ist ein zentrales Zukunftsthema für uns alle: Industrie 4.0, Big Data, Start-ups, Smart Home oder automatisiertes Fahren. Schon heute hat die Digitalisierung einen zentralen Stellenwert in unserem Alltag." Nadine Schön

"Es ist nicht schlimm, wenn man etwas nicht weiß. Es ist schlimm, wenn man sich nicht interessiert." Angela Merkel

"Breitband-Ausbau ist Pflicht!" Julia Klöckner

"Wir wollen, dass junge Leute auch Berufe aus der digitalen Welt lernen. Deshalb: digitale Bildung von Anfang an!" Angela Merkel

"Wir brauchen eine Bildungsreform, keinen Feigenblattunterricht. Weg mit dem Handyverbot an Schulen!" Prof. Dirk Heck

"Es wird nicht die Frage sein, ob wir digital Leben, sondern das wie. Medienkompetenz stärker fördern." Julia Klöckner

„Seien Sie der Motor der digitalen Entwicklung – bleiben Sie neugierig!“ Angela Merkel

"Die Würde des Menschen ist unantastbar auch im Netz." Peter Tauber

"Digital-Kompetenz muss Alltagskompetenz sein." Julia Klöckner

"Innovationen werden am Anfang in Frage gestellt. Dürfen uns davon nicht abhalten lassen, innovativ zu sein". Angela Merkel

"Wir brauchen Lehrstühle für Datenmanagement. Nicht nur für Programmieren, sondern für ganzes Feld der Digitalisierung" Angela Merkel

"Als Schwede muss ich sagen das die CDU viel besser ist im Bereich digitale Parteiarbeit als die Parteien in Schweden." Anders Ydstedt

Samstag, 5. September 2015

Zwetschgendatschi-Komplott: Ein neuer Fall für den Eberhofer Franz

Eine Krähe auf dem Balkon von dem Birkenberger Rudi. 
Das klingt ja eigentlich noch garnicht einmal so besonders spektakulär. Wenn aber die Krähe einen Finger im Schnabel hat, und der Finger dann auch noch lackierte Fingernägel hat, dann wirft das doch einige Fragen auf.
Und flugs hat Kommissar Eberhofer einen neuen Fall. 
Den sechsten übrigens, den Rita Falk mittlerweile zu Papier gebracht hat.


Drei tote Asiatinnen im Dirndl. Und das zur Wies'n-Zeit in München.
Die Suche nach dem dazugehörigen Mörder täte ja als Herausforderung eigentlich schon reichen. Da jedoch auch noch ein halber Volksaufstand in Niederkaltenkirchen dazu kommt, der Franz auf seine geliebten Fleischpfanzerlsemmeln vom Simmerl verzichten muss und nach seiner verpennten Hochzeit auch daheim nicht nur der Haussegen schief hängt sondern zudem seine Susi von der Bildfläche verschwunden ist, hat Kommissar Eberhofer alle Hände voll zu tun. 
Zum Glück gibt's ja aber auch noch den Birkenberger und die Steffi...

Auch das "Zwetschgendatschi-Komplott" reiht sich nahtlos in die Serie der unglaublich gut geschriebenen Provinz-Krimis der bayerischen Autorin Rita Falk ein: 
Spannend, kurzweilig, lustig.
Kein Wunder, dass ich auch den sechsten Band der Eberhofer-Rehe in Nullkommanix verschlungen hatte.

Prädikat: Lesenswert!

Dienstag, 11. August 2015

Maut für Fernbusse?

Fernbusse sind eine günstige Alternative für Menschen mit kleinem Geldbeutel, die trotzdem gerne mal eine Städtereise machen. Für ältere Menschen. Für junge Menschen. Für junge Familien. Dass der Staat da vermeintlich nicht mitverdienen darf, ist nun einigen Politikern ein Dorn im Auge.

Dass ausgerechnet die Linke, die Grünen und die SPD nun lautstark eine Fernbus-Maut fordern, überrascht zunächst. Zwei dieser Parteien behaupten doch schließlich von sich, sie seien die Partei der "kleinen Leute", der Menschen also, die nicht die ganz großen Scheine und die goldenen Kreditkarten in der Tasche haben. Und die Grünen kannte man früher mal als die Partei, deren Mitglieder sich groß das Prädikat "ÖKO" an die Brust pappten bzw. mit Stecknadel anhefteten.
(Foto: obs/FlixBus/Johannes Jakob) FlixBus und MeinFernbus waren die
beiden ersten Anbieter auf dem noch jungen Markt. 2015 haben sie sich
zusammengetan: "FlixBus hat bewiesen, dass Fernbusse für verschiedenste
Zielgruppen eine sichere, günstige und gleichzeitig bequeme Alternative sind.
Nur mit einem attraktiven Liniennetz und dem passenden Angebot kann man
ausreichend viele Kunden begeistern" so die Gründer von Flixbus, 
Alle drei wollen nun dort abkassieren, wo ein günstiges Angebot mit einer vergleichsweise sehr guten Ökobilanz gerade auch denen eine Reisemöglichkeit bietet, die's nicht so dicke haben. Nämlich Familien, ältere Menschen und Studierende. 
Denn wozu werden die Fahrten mit den Fernbussen zumeist genutzt?
63 Prozent der Passagiere nutzen laut einer Studie das vergleichsweise günstige Angebot, um ihre Familie und ihre Verwandten zu besuchen, 20 Prozent machen Städtereisen und weitere 6 Prozent fahren damit wieder zu ihrem Studien- bzw. Ausbildungsort.


Erfreulicherweise wollen die Vertreter meiner Parteien, der Unionsparteien, diesen Unsinn nicht mitmachen.
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verfolgt, wie er selber bekräftigt, nach eigenen Angaben "keine Pläne zur Einführung einer Fernbusmaut". Auch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat kein Interesse an einer solchen Abgabe:  Der verkehrspolitsche Sprecher Ulrich Lange betont zu Recht: "Der Markt wurde doch gerade erst geöffnet. Viele mittelständische Unternehmen sind noch in der Aufbauphase. Da wollen wir keine Steine in den Weg legen."

Die Branche sei geprägt von jungen, dynamischen Unternehmen und neuen Ideen, so der Unionssprecher. "Es ist besonders erfreulich, dass mittelständische Unternehmen an der Marktentwicklung teilhaben und sie maßgeblich mitgestalten. Die Fernbusreisenden nehmen die modern ausgestatteten Busse gerne an – WLAN ist dabei Standard".

Damit befindet sich die Union in bester Gesellschaft: Auch die FDP lehnt eine Fernbus-Maut rigoros ab.Die Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs sei mit großen Investitionen verbunden gewesen und ein großer Gewinn für alle Reisenden, so FDP-Präsidiumsmitglied Holger Zastrow.

Der Bund Deutscher Omnibusunternehmer sagt ebenfalls "Die Busmaut darf nicht kommen" und nennt die Pläne unverhältnismäßig. "Busse tragen nicht wesentlich zur Abnutzung der Straße bei, denn Sie haben nur einen Anteil von 1,2 Prozent bei der Wegekostenrechnung auf der Autobahn", stellt bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard klar. "Die Ökobilanz des Busses ist hervorragend. Beim Energieverbrauch und beim CO2¬-Ausstoß ist er unschlagbar. Busunternehmer und Hersteller arbeiten daran, diese Werte noch zu verbessern. So hat der Bus beispielsweise den Ausstoß von Partikelmasse seit Mitte der 90er Jahre um 97 Prozent gesenkt. Wer solche Werte erzielt, sollte im Verkehr Vorfahrt genießen. Jeder einzelne Bus ersetzt auf der Straße gut 30 Autos. Damit entlastet der Bus die Autobahnen schon jetzt enorm."
Und auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) stellt fest, dass schon jetzt Busunternehmen über die Mineralölsteuer mehr in die Staatskasse einzahlen, als ihre Fahrzeuge an Straßennutzungskosten verursachen.


Ich hoffe, die Idee mit der Fernbus-Maut setzt sich so schnell nicht durch. Was meint ihr?
(Hier geht's zu den Ergebnissen der Umfrage)

Erstellen Sie Ihre eigene Umfrage zu Nutzerfeedback.

Montag, 10. August 2015

Denkt nach! Differenziert! Und vor allem: bleibt Mensch!

Das nun hinter uns liegende Wochenende hatte es in sich: Was in den letzten Tagen zunächst in einem Ortsteil unserer Gemeinde abging und dann auf andere Art in den Sozialen Netzwerken aber auch in vielen privaten Diskussionen online und offline seine Fortsetzung fand, war erschütternd.

Was war geschehen: Vor wenigen Tagen kam es im Eppelborner Gemeindebezirk Dirmingen zu einem möglicherweise folgenschweren Zwischenfall: Nach allem, was bis jetzt bekannt ist, wurden offenbar eine oder mehrere Personen von einem angetrunkenen Asylbewerber angegriffen, zumindest ein Mensch wurde dabei sehr schwer verletzt. Die genauen Hintergründe der Ereignisse müssen jedoch noch aufgeklärt werden.

Ein Verwandter postete daraufhin bei facebook ein Foto des Schwerverletzten, das durch die massiven Kopfverletzungen das ganze Ausmaß der Gewalt gegen dieses Opfer auf drastische Weise erkennen ließ. 


Aufruf zur Mäßigung

In der Folge dieser Tat, über die mittlerweile auch die Saarbrücker Zeitung berichtet hat, kam es in dem Sozialen Netzwerk facebook zu teils heftigen Diskussionen und Kommentaren mit einer Wortwahl, die befürchten lässt, dass sich das bislang positive und gute Klima zwischen Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde und Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, nachteilig verändern könnte.
In mehreren Fällen wurde sich in einer Art geäußert, die nicht weit vom Tatbestand der Volksverhetzung entfernt sein dürfte und an Zeiten denken ließ, nach denen sich niemand ernsthaft zurücksehnen sollte.
Die CDU-Gemeinderatsfraktion, aber auch viele andere - unter anderem die Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises Nadine Schön und Christian Petry sowie die Eppelborner Unternehmerin Andrea Juchem - zeigten sich schockiert. Sie traten mit deutlichen Worten den Hetzern und geistigen Brandstiftern entgegen und riefen in den Sozialen Netzwerken alle zur Mäßigung auf.

Dass eine Diskussion derart ausufern kann, ist noch schockierender als die eigentliche Tat. Ich bin, wie viele meiner Freundinnen und Freunde, der festen Meinung, das jemand, der in dieser Form offen zur Gewalt aufruft, um kein Deut besser ist, als jemand der selbst Gewalt ausübt.

Auch wenn viele der Menschen, die sich in den Sozialen Netzwerken äußerten, Mitgefühl bewiesen und zeigten, dass sie in der Lage sind zu erkennen, dass hier ein Einzelner offenbar im Suff ausgerastet ist, so wurde durch die Diskussionsbeiträge anderer aber auch in geradezu erschreckender Weise deutlich, wie undifferenziert und pauschal manche ihr Urteil fällen - teilweise in einer Art, die unverkennbar rassistisch, ausländerfeindlich und in ganz vielen Fällen erstaunlich plump, ignorant und dumm ausfiel.

Dass in der Flüchtlingsfrage nicht alles rundläuft und es sicherlich auch Probleme gibt, lässt sich nicht wegdiskutieren. Daran sind aber nicht die schuld, die in höchster Not und Verzweifelung und im Kampf um ihr nacktes Überleben den Weg zu uns suchen. Ihnen müssen wir helfen. Dass nicht jeder zu uns kommen kann, der glaubt, hier besser leben zu können, als in seiner Heimat, ist auch richtig.


Tatsache ist: 
Es gibt viele Menschen, die mit Hochdruck daran arbeiten, Lösungen zu finden. 
Die aber, die nur meckern, motzen und hetzen, gehören da garantiert nicht dazu. 
Im Gegenteil: Wer bestimmte Grenzen überschreitet, bereitet gemeinsam mit anderen einen üblen Nährboden für die Verbrecher, die heute schon Häuser in Brand stecken.
Denkt darüber nach! Differenziert! Wehret den Anfängen!
Vor allem aber: bleibt Mensch!


Donnerstag, 6. August 2015

Italienischer Sommer 2015: Heute Eröffnung der Fotoausstellung "Impressionen aus Realmonte"

Es ist soweit: Heute startet der Italienische Sommer 2015 in Eppelborn mit der Eröffnung der traditionellen Ausstellung in den Räumen der LEVO-Bank in Eppelborn.
In diesem Jahr steht die Ausstellung unter der Überschrift: "Impressionen aus Realmonte". Beeindruckende Fotos zeigen unsere sizilianische Partnerstadt aus unterschiedlichsten Blickwinkeln. Nicht nur von der legendären "Scala di turchi" sind wirklich spektakuläre Schnappschüsse gelungen.
Überzeugt euch selbst: Heute um 19.00 Uhr geht's los!


Mittwoch, 5. August 2015

Italienische Woche 2015 - die letzten Vorbereitungen laufen!

Auch in diesem Jahr findet in Eppelborn wieder die mittlerweile schon Tradition gewordene Italienische Woche statt. Gestern fand im Eiscafé Venezia am Eppelborner Marktplatz ein Pressegespräch sowie die letzte Vorbesprechung der Arbeitsgemeinschaft Italienischer Sommer in Eppelborn statt.

Neben dem Deutsch-Italienischen Kultur- und Bildungsinstitut (DIBK) beteiligt sich zum ersten Mal die Gemeinde Eppelborn aktiv an dem Event, dass in den letzten Jahren immer größer wurde und immer mehr Menschen auf den Eppelborner Marktplatz lockte.
Ich freue mich, dass wir die Gemeinde als Partner gewinnen konnten, denn alleine durch ehrenamtliches Engagement ist ein solch großes Event wegen der immer höheren Auflagen der Sicherheitsbehörden kaum noch zu stemmen.
In den vergangenen Jahren wuchsen die Besucherzahlen immer weiter und überstiegen beim letzten Mal bereits die Marke von 1.500 Gästen.
Die letzten Vorbereitungen sind getroffen - die Italienische Woche 2015 kann starten!
(von links: DIBK-Präsident Giacomo Santalucia, Michael Schorr, Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset, Angelica und Massimo Muci vom Eiscafé Venezia, Margit Drescher, Hans-Peter Hoffmann, Alwin Theobald und Ortsvorsteher Berthold Sc
hmitt).

Die Italienische Woche beginnt am kommenden Donnerstag, dem 6. August 2015 mit der Eröffnung der Ausstellung "Sizilianische Impressionen" in den Räumen der levo-Bank in der Koßmannstraße. Gezeigt werden eindrucksvolle Bilder aus unserer Partnerstadt Realmonte.
Die Weinprobe im Koßmann-Forum des big Eppel, die am kommenden Freitag stattfindet, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Sie ist bereits seit Tagen restlos ausgebucht.


Höhepunkt der Italienischen Woche wird die Italienische Nacht am 14. August auf dem Marktplatz sein. Erneut ist es uns gelungen, mit der Band "Da Vinci" und ihrem Lead-Sänger Giovanni Burgio die saarländische Top-Band und ein Garant für tolle Stimmung zu verpflichten. 

Weitere Informationen folgen!