Freitag, 7. August 2020

Ford nimmt auch in Saarlouis Produktion nach Werkurlaub wieder auf

Mindestabstand soll von Infektionen am Arbeitsplatz schützen
(Foto: obs / Ford GmbH)
Köln (ots)  Ford wird in Deutschland seine Produktion ab Montag, dem 10. August, wieder aufnehmen. Nach einem kollektiven Werkurlaub von fast sechs Wochen starten die Fiesta- und Focus-Fertigungen in Köln und Saarlouis von Beginn an im Zwei-Schicht-Betrieb. Damit reagiert der Automobilhersteller auf die gestiegene Kundennachfrage und die positive Entwicklung der Neufahrzeugbestellungen der letzten Wochen.


Damit die Fertigung nach dem Sommerurlaub wieder reibungslos anlaufen kann, hat Ford seine strengen Einlass-Regeln noch einmal verschärft. Da die behördlichen Quarantäne-Vorschriften für Rückkehrer aus einem Covid-19-Risikogebiet auch die Ford-Beschäftigten betrifft, bietet der Automobilhersteller bereits seit letzter Woche seinen betroffenen Beschäftigten an, in einem Labor kostenlos einen Covid-19-Abstrichtest zu machen, um sich von den Behörden von der zweiwöchigen Quarantänepflicht befreien zu lassen und die reguläre Arbeit zügig wieder aufnehmen zu können. Ford ergänzt damit die bestehenden Regelungen der jeweiligen Landesregierungen.

Der übliche Zutrittsprozess wie Temperaturmessungen und Beantwortung von vier Gesundheitsfragen bleiben bestehen, um weiterhin ein größtmögliches Maß an Sicherheit für die Belegschaft zu gewährleisten. Ebenfalls gilt weiterhin, auf den Werkgeländen eine Mund-Nasen-Schutzmaske zu tragen, das Abstandsgebot sowie die allgemeinen Hygieneregeln einzuhalten. Viele Beschäftigte arbeiten nach wie vor zumindest teilweise von zu Hause, so dass sich auf den Werkgeländen nur die für den Geschäftsbetrieb notwendigen Personen aufhalten und so die geltenden Abstandsregeln ohne weiteres eingehalten werden können.


Nachfrage nach Ford-Fahrzeugen zieht wieder an, Nutzfahrzeug- und Gewerbegeschäft bereits wieder auf Vorjahresniveau

Ein reibungsloser Wiederanlauf der Produktion ist Voraussetzung für die Erfüllung der gestiegenen Kundennachfrage. Ford verzeichnete im Juli einen abermals gestiegenen Bestelleingang. Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen sowie die Nachfrage gewerblicher Kunden liegen bereits wieder auf Vorjahresniveau.


Weiterhin strenges Sicherheitsprotokoll, kostenlose Covid-19-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten

"Wir sind mit unserem strengen Sicherheitsprotokoll, das sowohl für unsere Beschäftigten als auch für alle Besucher und Zulieferer, die das Werkgelände betreten wollen, gilt, bisher sehr gut gefahren und hatten keine Infektionen auf dem Werkgelände," betont Gunnar Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH. "Wir hoffen, dass wir mit der zusätzlichen Möglichkeit des kostenlosen Abstrichtests helfen, alle Beschäftigten wieder pünktlich an Bord zu haben, um die Fertigung reibungslos wieder anlaufen zu lassen und uns vor Ansteckung zu schützen."


Hintergrund:

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 22.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925 haben die Ford-Werke mehr als 47 Millionen Fahrzeuge produziert.

MDL vor Ort: CDU besucht Institut für Mikrobiologie und Hygiene am Uniklinikum Homburg

Die Pandemie ist nicht vorbei. Die Zahl der Neuinfektionen zeigt auch bei uns im Saarland wieder einen Anstieg. Der ist zwar noch moderat, aber trotzdem bereits ein deutliches Warnzeichen.  Deshalb ist es wichtig, möglichst viele Tests durchzuführen, um eine Verbreitung des Erkrankung auch weiterhin einzudämmen Die Bundesregierung will mit der Ausweitung der Testungen das Risiko der Einschleppung von Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 aus dem Ausland durch Reisende minimieren - und mit dem großen Testzentrum auf dem ehemaligen Messegelände sowie durch eine Testeinrichtung am Flughafen Saarbrücken gehen wir als Saarland diesen Weg mit. Als CDU-Abgeordnete interessiert und aber auch: Was passiert denn mit den Tests? Wo und wie werden sie ausgewertet? Und was können uns  die Ergebnisse der Tests vielleicht auch lehren? Ein Besuch unseres Arbeitskreises Gesundheit der CDU-Landtagsfraktion im Institut für Mikrobiologie und Hygiene am Uniklinikum Homburg brachte interessante Eindrücke.

Informationen holt man sich am besten aus erster Hand. Deshalb sind wir als Abgeordnete der CDU-Landtagsfraktion auch in den Sommermonaten im ganzen Land unterwegs. Wir suchen den Austausch und den Dialog mit Fachleuten, suchen bewusst das Gespräch mit den unterschiedlichsten Menschen und machen uns unser eigenes Bild der jeweiligen Situation.

Bereits vor einigen Wochen besuchten meine Kollegen Hermann Scharf, Jutta Schmidt-Lang, Timo Mildau, Bernd Wegner und ich gemeinsam mit unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Lydia Schaar das Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Uniklinikum Homburg. Das Institut ist ein bundesweiter Leuchtturm der mikrobiologischen Forschung, der weit über Deutschland hinaus ausstrahlt und genießt internationale Reputation. 
Bei dem mehrstündigen Besuch konnten wir uns eingehend über das Corona-Testverfahren und über die Erfolge und Möglichkeiten des Poolings im Rahmen der Testauswertung informieren, uns gleichzeitig aber auch ein Bild über die Arbeit am Institut insgesamt machen.

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Sören Becker stand uns mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu allen Fragen kompetent Rede und Antwort und half uns damit, auch die Krankheit SarsCoV2, das Virus, seine Folgen und auch die Verbreitungswege von Infektionen besser zu verstehen.
Auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Herrn Prof. Dr. Becker und an Frau Prof. Dr. Gärtner mit ihren gesamten Teams für das gute Gespräch und den engen 
vertrauensvollen Austausch. 








Donnerstag, 6. August 2020

Das Karussell muss sich weiterdrehen: Gemeinsam mit Berthold Schmitt Seite an Seite mit den Schaustellern

"Das Karussell muss sich weiterdrehen!" lautete eine der Kernforderungen der Schausteller, die auf dem Tblisser Platz in Saarbrücken in großer Zahl auf ihre Not aufmerksam machten. Pandemiebedingt sind seit Monaten für ihre Betriebe nahezu ausnahmlos alle Möglichkeiten weggefallen, Einnahmen zu erzielen. Corona und die deswegen nötig gewordenen Einschränkungen sorgen dafür, dass nicht einmal mehr die laufenden Kosten gedeckt werden können. "Null Kirmes, Null Einnahme!" bedeute das, so der Vorsitzende des Saarverbands der Schausteller, Thomas Sonnier.


Gemeinsam mit unserem Bundestagsabgeordneten Markus Uhl, mit meinen beiden Landtagskolleginnen Sarah Gillen und Gabriele Hermann sowie dem Merziger Bürgermeister Marcus Hoffeld, unserem Eppelborner Ortsvorsteher und "Kirmesvater" Berthold Schmitt sowie seinem Aschbacher Amtskollegen Josef Nickolai nahm auch ich als Mitglied des Landtages an der Kundgebung teil, um die Schausteller zu unterstützen.

Auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sowie die Bundestagsabgeordneten Christian Petri und Oliver Luksic waren vor Ort in Saarbrücken und sagten den Schaustellern ihre Unterstützung zu.

Sarah Gillen, Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Landtag des Saarlandes brachte es auf den Punkt: "Wie die Veranstaltungsbranche, die Reisebüros und Busunternehmen haben die Schausteller seit Monaten keine Umsätze. Anders als in anderen Branchen ist jedoch nur schwer ein Leben wie vor Corona mit Kirmes, Oktoberfest, Stadtfest oder Weihnachtsmarkt vorstellbar und somit noch lange kein Umsatz in Sicht. Deshalb haben die Schausteller heute zurecht weitere Hilfen gefordert. Wir müssen entweder schnell wieder unter allen notwendigen Hygienemaßnahmen Veranstaltungen erlauben oder die Umsatzausfälle ausgleichen."
Als vorbildlich wurde so auch Merzig und ganz besonders Bürgermeister Marcus Ho
ffeld genannt, die das traditionelle Oktoberfest auch dieses Jahr in Biergarten- Atmosphäre durchführen wollen.


Berthold Schmitt, Ortsvorsteher von Eppelborn, machte in seiner Rede auf der Bühne vor dem Staatstheater eindrucksvoll deutlich, dass die Kirmes ein Kulturgut ist, das erhalten werden muss.
"Wenn die Schausteller-Betriebe sterben, wird es keine Kirmes und kein Volksfest mehr so geben können, wie wir es kennen, schätzen und lieben", so Schmitt unter dem Applaus der Schausteller-Familien.
Als Ortvorsteher eines Dorfes mit eine 700jährigen Kirmesgeschichte weiß Schmitt, wovon er spr
icht. Die Eppelborner Pfingstkirmes, die er jedes Jahr eng begleitet, gilt als größte Dorfkirmes des Saarlandes. Deshalb weiß er, wovon er spricht, wenn er fordert: "Die Schausteller brauchen eine wirtschaftliche Perspektive. Es gilt, Konzepte zu entwickeln, die zunehmend wieder Feste und Veranstaltungen möglich machen, ohne dass die Infektionsgefahr signifikant steigt. Dass ist eine Aufgabe, mit der wir die Schausteller nicht alleine lassen dürfen: Schaustellerverband, Städte und Gemeinden, die Landkreise und auch die Ministerien müssen hier zusammenarbeiten und tragfähige Lösungen entwickeln. Mit durchdachten Hygienekonzepten, und flexiblen Zugangsbeschränkungen könnte hier bereits einiges möglich gemacht werden" so Berthold Schmitt.

Im anschließenden Gespräch mit den Schaustellern vereinbarten wir, im Dialog zu bleiben und gemeinsam weiter nach Lösungen suchen, die es den Schaustellerfamilien und gleichzeitig auch unseren Vereinen vor Ort helfen. Dabei muss jedoch gleichzeitig auch weiterhin die Eindämmung der Corona-Pandemie im Blick behalten werden.
Nur, wenn alle an einem Strang ziehen und gleichzeitig die Menschen Rücksicht aufeinander nehmen und Regeln einhalten, kann das auch gelingen.


Wertschätzung für lokale Produkte: CDU-Abgeordnete informieren sich in der Metzgerei Prinz

Der Kampf gegen eine weitere Ausdehnung der Corona-Pandemie betrifft nicht nur unser Gesundheitswesen, sondern zeigt auch eindrucksvoll, dass die lokale Wertschöpfung in unseren Handwerksbetrieben vor Ort oft deutlich nachhaltiger ist, als das Wirken großer Konzerne. In der fleischverarbeitenden Industrie tritt dies gerade besonderes deutlich zu Tage. Grund genug, gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Sandra Johann, dem Gemeindebeigeordneten Sebastian Michel und Ortsvorsteher Werner Michel einmal die Metzgerei Prinz in Bubach zu besuchen und uns vor Ort über das Metzgerhandwerk, aber auch über die Folgen von Corona für den stationären Lebensmitteleinzelhandel zu informieren. 


"Wenn ihr über den Besuch bei uns berichtet, schreibt bitte auch, wie unendlich dankbar wir unseren Kunden sind, dass sie uns auch in diesen schwierigen Zeiten die Treue halten", legte uns Metzgermeisterin Natascha Prinz ans Herz. Anders als in anderen Branchen musste die kleine Metzgerei in der Ortsmitte von Bubach keine größeren Einbußen verzeichnen - im Gegenteil. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um die Ereignisse rund um Mega-Betriebe der fleischverarbeitenden Industrie habe bei vielen Menschen spürbar ein Umdenken eingesetzt. "Ich glaube schon, dass die Wertschätzung für die Arbeit des kleinen Metzgers oder Bäckers vor Ort wieder steigt", zeigt Natascha Prinz überzeugt.
Das Bubacher Metzgerehepaar hat mit seinem mutigen Schritt in die Selbständigkeit sicherlich einen seinen Teil dazu beigetragen, denn ein großer Teil der Fleischwaren stammt aus der eigenen Rinderzucht. Familie Prinz betreibt neben ihrer Arbeit in der Metzgerei auch einen eigenen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb und schafft somit ganz unmittelbar gleich in doppelter Hinsicht regionale Wertschöpfung.

Nachdem Klaus und Natascha Prinz zunächst ihren Metzgerladen in Wiesbach hatten, sind sie schließlich in ihrem Heimatdorf Bubach sesshaft geworden. Die beiden haben den verwaisten Standort der früheren Metzgerei Müller übernommen. Dort gab zwischendurch ein Döner-Laden ein kurzes Intermezzo, konnte sich jedoch nicht halten. Die einstige Traditionsmetzgerei fiel nach wenigen Monaten wieder in einen Dornröschenschlaf, aus dem sie Natascha und Klaus Prinz schließlich erfolgreich weckten. 
Der Leerstand, nur wenige hundert Meter von der eigenen Wohnung und vom Landwirtschaftsbetrieb entfernt, war sicherlich ein Glücksfall. Die gute Lage direkt an der stark befahrenen B10 hilft, Kunden zu gewinnen. Pendler auf dem Weg zur Arbeit oder Monteure und Handwerker auf dem Weg zur Baustelle halten vor allem am frühen Morgen und im Laufe des Vormittags gerne an, um sich mit einem warmen Fleischkäsweck für das Tagwerk zu stärken.
Auch der Lyoner von Prinz ist ein Verkaufsschlager, ebenso wie das Steak vom Bubacher Rind. Neben vielen weiteren Wurst- und Fleischerzeugnissen hat die Metzgerei Prinz aktuell auch Kartoffeln aus eigenen Anbau im Angebot. im Regal finden sich zudem auch Nudeln, Eier oder Weine von Herstellern aus der Region.

Als Mitglieder der CDU-Fraktion im Landtag des Saarlandes sind Sandra Johann und ich ganz grundsätzlich überzeugt von regionaler Lebensmittelherstellung.
Sie zu schützen und qualitativ wieder auszubauen, ist ein gemeinsames Ziel in unserer Fraktion. Das örtliche Handwerk ist ein wichtiger Mosaikstein, um eine Vielzahl von Zielen zu erreichen. Wenn wir es schaffen, die lokale Wertschöpfung mit  ihren kurzen Wegen und ihrem hohen Nachhaltigkeitsfaktor wieder zu stärken, trägt das auch dazu bei, unseren ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten. 
Dazu muss es aber auch am Leben erhalten werden. Denn viele Betriebe suchen derzeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, viele sogar Nachfolger für die Zukunft.
Oft ohne Erfolg, obwohl das Handwerk auch heute noch jungen Leuten gute Zukunftsperspektiven bieten und auch den Weg in die Selbständigkeit ebnen kann.





  

Mittwoch, 5. August 2020

UPDATE: Instandsetzung des Radweges an der B 269 zwischen Aschbach und Neububach

Entlang der Bundesstraße 269 wird zwischen Aschbach und Neububach aktuell der Radweg instandgesetzt. Anders jedoch als ursprünglich angekündigt, wird der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen auf eingeengten Fahrstreifen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h am Baufeld vorbeigeführt. Im Kreuzungsbereich bei Neububach wird der Verkehr auf einer Länge von ca. 400 m über eine 3-Wege-Lichtsignalanlage geregelt.

Betroffen ist der Radweg außerhalb der Ortschaften auf einer Länge von ca. 1500 m, einschließlich des Parkplatzes außerhalb von Aschbach. 
Die Asphaltdeckschicht wird um ungefähr acht Zentimeter abgefräst und dann neu wiederhergestellt.
Vorbereitend für anschließende Schutzplankenarbeiten werden zudem Arbeiten an den Mulden und Entwässerungsschächten ausgeführt.

Der Radweg und der Parkplatz muss für die Dauer der Bauarbeiten voll gesperrt werden.
Auf der nebenliegenden Fahrbahn wird der Verkehr lichtsignalanlagengesteuert halbseitig am Baufeld vorbeigeführt.

Die Bauzeit wird - natürlich vorbehaltlich geeigneter Witterung - ungefähr drei Wochen betragen.
In dieser Zeit werden zwischen Aschbach und Neububach durch den Bund rund 120.000 Euro investiert.

Die Verkehrsfachleute im Landesbetrieb für Straßenbau rechnen nur mit geringfügigen Verkehrsstörungen.

Dienstag, 4. August 2020

Hygieneempfehlungen und Tipps zur Durchführung von Ferienfreizeiten und andere Maßnahmen der Kinder- und Jugendarbeit im Saarland

Der Alltag von Kindern und Jugendlichen wird auch in den kommenden Monaten deutlich anders verlaufen als bisher. Corona hat vieles verändert und wird noch vieles in unserem Miteinander verändern.
War die Kinder- und Jugendarbeit unserer Vereine und Verbände ohnehin schon wichtig, so gewinnt sie nun noch um ein Vielfaches mehr an Bedeutung, während gleichzeitig natürlich auch die Anforderungen weiter steigen. Freizeitangebote müssen neu gedacht werden, Mitarbeiterschulungen nehmen neue Dinge in den Fokus und auch Bildungsmaßnahmen finden neue Rahmenbedingungen.
Ich bin deshalb dem Landesjugendamt sehr dankbar, dass sie Hygieneempfehlungen speziell für Maßnahmen der Kinder- und Jugendarbeit herausgegeben haben und auch Tipps für Freizeiten.

Egal, ob Kinder auf Schnitzeljagd durch den Wald streifen, ob sie sich bei dem sonnigen Sommerwetter am Bach gegenseitig nass spritzen, über dem Lagerfeuer Stockbrot brutzeln, oder sogar gemeinsam mit Freunden übernachten: Die Freizeiten unserer Vereine und Jugendgruppen bieten Abwechslung und viele kleine Abenteuer. Allerdings wurden viele der lange vorher geplanten Freizeitwochen und -veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie abgesagt. 
Doch das Leben muss weitergehen - und auch die Kinder- und Jugendarbeit. Auch wenn noch viel mehr zu beachten ist, als in den vergangenen Jahren.
Wie das gelingen kann, könnt ihr jetzt auf den Seiten des Landesjugendamtes erfahren. Meine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen haben eigens für Vereine, Verbände und auch für Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit Hygieneempfehlungen und Tipps für Freizeiten veröffentlicht, 




Und weil es so unendlich wichtig ist: Nutzt auch die deutlich erhöhten Fördermittel!

Ich kann es garnicht oft genug betonen: Für meinen lieben Kollegen Timo Mildau und mich als jugend- bzw. kinderpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ist es wichtig, dass auch die Kinder- und Jugendarbeit im Saarland gerade wegen der pandemie-bedingten Einschränkungen ebenfalls gestärkt wird. Deshalb rufen wir gemeinsam dazu auf, dass Vereine, Verbände und Jugendgruppen nicht nur die Vereinshilfe nutzen, sondern darüber hinaus auch die erhöhten Fördersätze für Freizeiten, die nun auch für Tagesfreizeiten in Anspruch genommen werden können.

Eine Fernseh-Serie nicht nur für Kinder? Pan Tau kehrt zurück!

Pan Tau ist die moderne Neuauflage der gleichnamigen tschechischen Serie aus dem Jahr 1970. Der stumme Titelheld mit Anzug und Melone lässt diverse Familien Abenteuer durchleben. Elegant, schweigsam und doch für jede Menge fantastischer Überraschungen gut - Pan Tau (Matt Edwards) Bild Quelle: "obs/ARD Das Erste" © ARD/Caligari/Film2020
Pan Tau ist die moderne Neuauflage der gleichnamigen
tschechischen Serie aus dem Jahr 1970. Der stumme
Titelheld mit Anzug und Melone lässt diverse Familien
Abenteuer durchleben. Das Foto zeigt den neuen Pan Tau:
den britischen Schauspieler und Comedian Matt Edwards.
Bild: "obs/ARD Das Erste"  © ARD/Caligari/Film2020
Es war für mich die vielleicht überraschendste Nachricht des gestrigen Tages:
Pan Tau kehrt auf die Mattscheibe zurück!
Schwarze Melone, schwarzer Anzug, graue Weste, ein Schirm und eine weiße Nelke im Knopfloch: Otto Šimánek begleitete als Pan Tau wortlos ein großes Stück meiner Kindheit. In einer Zeit, in der das Fernsehen noch mit drei Programmen auskam und nur eine vergleichsweise kleine Lücke für ein "Kinderprogramm" zur Verfügung stand, spielte Pan Tau in der gleichen Liga wie Pippi Langstrumpf, Heidi und der Michel aus Lönneberga. Ab Herbst soll es nun ein "Remake" des Klassikers aus den frühen siebziger Jahre geben. Mit neuen zeitgemäßen Geschichten und - natürlich - auch gänzlich neuen Darstellern.

"Pan Tau, die Kultfigur aus der gleichnamigen WDR-Koproduktion der
1970-er Jahre, ist wieder da!" teilte "Das Erste" gestern offiziell mit. Die Neuverfilmung sei eine zeitgemäße Adaption und werde diesen Herbst für "fantastische Augenblicke im Ersten" sorgen. Für die Hauptrolle des neuen Pan Tau konnte der englische Stand-up-Comedian und Zauberer Matt Edwards gewonnen werden. Die 14-teilige Serie wurde in englischer Sprache, aber mitbritischen und deutschen Schauspielerinnen und Schauspielern in Deutschland gedreht. Die deutschen Darstellerinnen und Darsteller Valerie Niehaus, Armin
Rohde, Bettina Lamprecht, Sophie von Kessel, Katharina Wackernagel,
Helmfried von Lüttichau und Tom Gerhardt seien in Episodenrollen zu
sehen, so "Das Erste".

Als ich die Nachricht las, war sofort wieder die Titelmelodie wie ein Ohrwurm in meinem Kopf, Bilder der Serie leuchteten vor meinem geistigen Auge auf. Ohne auch nur ein Wort zu sprechen, tauchte Pan Tau an den unmöglichsten Orten auf, wendete mit eleganter Geste und ausgesuchter Höflichkeit stets alles zum Guten, um dann wieder zu verschwinden. Unvergessen das fingerfertige Streichen um seine Melone, die seine Zauber einleiteten und ihn in Sekundenschnelle von Barbie-Größe in die Größe eines Erwachsenen versetzten.

Nun stellt sich die Frage: Wird das Remake gelingen?
Kann der neue Pan Tau an den alten Pan Tau anknüpfen und sich trotzdem gleichzeitig auch neu erfinden? Oder wird es bloß ein zweiter Aufguss?
Ich bin so gespannt wie skeptisch. Und ich freue mich - tatsächlich - auf eine Kinder-Serie im Fernsehen. 


Montag, 3. August 2020

Tests in großem Stil: Terminbuchungssystem und neues Corona-Testzentrum erfolgreich gestartet

as Testzentrum auf dem Saarbrücker Messegelände ist ab dem kommenden Montag, 03.August, zunächst wochentags von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr und samstags von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet, mit Beginn des neuen Schuljahres dann voraussichtlich wochentags von 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr und samstags von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Ein Terminbuchungssystem, aufzurufen über die Webseite www.testzentrum.saarland.de, steht zur Verfügung. Selbstverständlich ist auch ohne vorherige Terminbuchung ein Test möglich, dann muss aber mit Wartezeiten gerechnet werden.
Ab sofort können Terminbuchungen für Corona-Tests unter www.testzentrum.saarland.de gebucht werden. Auch das neue Testzentrum auf dem Saarbrücker Messegelände hat mit deutlich erhöhten Kapazitäten und mit großem Engagement von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr seine Arbeit aufgenommen.  Damit ist gewährleistet, dass sich Urlaubsrückkehrer, auch wenn sie keine Symptome haben, innerhalb von 72 Stunden nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland testen lassen können. Und auch eine Testpflicht, wie sie in Kürze für Rückkehrer aus Risikogebieten gelten wird, wird im Saarland nicht mehr zu einer großen Herausforderung. Gesundheitsministerin Monika Bachmann und ihr Team haben ganze Arbeit geleistet
.

Mit dem neuen Testkonzept für Reiserückkehrer und Lehrpersonal geht die Landesregierung einen weiteren, wichtigen Schritt in der Eindämmung der Corona-Pandemie. „Nur durch die Testungen können wir die Infektionsketten unterbrechen. Uns ist es wichtig, die zu überwindenden Hürden für eine Testung so gering wie möglich zu halten, um so einen großen Teil der Bevölkerung erreichen zu können“, so Ministerin Monika Bachmann. Die Landesregierung setzt damit gleichzeitig die neue Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn um, nach der auch nicht symptomatische Personen innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise aus dem Ausland in die Bundesrepublik Deutschland nunmehr einen Anspruch auf eine Testung haben.

Reiserückkehrer und Einreisende

Die Testung nach der Rückkehr aus dem Ausland ist von äußerster Bedeutung. Alle Personen, die sich im Ausland aufgehalten haben, sollen zukünftig einen kostenfreien Test erhalten. Nach der Entscheidung des Bundes können sie dazu verpflichtet werden, wenn sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Bei Ein- und Rückreisenden, die sich entsprechend der Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts in einem Risikogebiet aufgehalten haben, kann auf die zweiwöchige Quarantäne nur dann verzichtet werden, wenn sie ein negatives Testergebnis vorweisen können.
Dieser Test kann auch bei den niedergelassenen Ärzten erfolgen.

Lehrerinnen und Lehrer

Saarländischen Lehrkräften wird ein freiwilliger Test zum Ferienende angeboten. Zudem können sie sich bis Ende des Jahres 2020 einem weiteren Test unterziehen. Die Testungen werden vom Ministerium für Bildung und Kultur organisiert. Die entsprechenden Gutscheine für die Tests erhalten die Lehrkräfte über ihre Schule.

Testzentrum geöffnet werktags von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr und samstags von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Auch das neue Testzentrum auf dem Messegelände wird in enger Zusammenarbeit mit Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr betrieben. Bereits vor mehreren Wochen besuchten meine Kollegin Jutta Schmidt-Lang und ich das erste Testzentrum und konnten und dabei von dem großen Engagement auch der Bundeswehr und des Landeskommandos Saarland überzeugen.
Das Testzentrum auf dem Saarbrücker Messegelände ist ab dem kommenden Montag, 03.August, zunächst wochentags von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr und samstags von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet, mit Beginn des neuen Schuljahres dann voraussichtlich wochentags von 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr und samstags von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Ein Terminbuchungssystem, aufzurufen über die Webseite www.testzentrum.saarland.de, steht zur Verfügung. Selbstverständlich ist auch ohne vorherige Terminbuchung ein Test möglich, dann muss aber mit Wartezeiten gerechnet werden.

Bundeswehr auf dem Messegelände

Um eine reibungslose Durchführung garantieren zu können, wurde in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr ein Testzentrum auf dem Saarbrücker Messegelände errichtet. Hier sollen insgesamt 23 Sanitätskräfte eingesetzt werden. Täglich können bis zu 750 Abstriche durchgeführt werden. Im neuen Testzentrum werden zunächst Reiserückkehrer/innen und das saarländische Lehrpersonal getestet.

Flughafen Saarbrücken

Das Gesundheitsministerium ist derzeit außerdem mit der Flughafenleitung Saarbrücken und dem zuständigen Gesundheitsamt des Regionalverbands Saarbrücken im Gespräch, um in der kommenden Woche auch dort vor Ort eine Testmöglichkeit für per Flugzeug anreisende Reiserückkehrer anzubieten. Hier wird aus logistischen Gründen eine Testung aber nur mit vorheriger Anmeldung möglich sein.

Für Einreisende aus Luxemburg gilt weiterhin die saarländische Quarantäneverordnung. Das bedeutet, dass Berufspendler und solche Personen, die sich weniger als 72 Stunden in Luxemburg aufgehalten oder einen sonstigen triftigen Reisegrund gehabt haben, nicht zum Test verpflichtet sind. Teststationen an der deutsch-luxemburgischen Grenze sind derzeit nicht geplant.

Freitag, 31. Juli 2020

Die Vereinshilfe Saarland kommt an: Über 1.000 Anträge hat alleine das Sportministerium bereits bewilligt

Vor kaum vier Wochen auf den Weg gebracht, zeigt das Unterstützungsprogramm „Vereint helfen: Vereinshilfe Saarland" schon jetzt Wirkung: Alleine im Sportministerium sind bislang 1214 Anträge eingegangen, 1083 Anträge und damit eine Summe in Höhe von 2,1 Mio. Euro seien bereits positiv beschieden worden, so Minister Bouillon. Alwin Theobald und Timo Mildau, die kinder- und jugendpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, rufen insbesondere alle Verbände, die aktiv Kinder- und Jugendarbeit betreiben dazu auf, das Förderprogramm zur Unterstützung ihrer wichtigen Arbeit zu nutzen und auch die erhöhten Fördersätze für Freizeiten und Tagesfreizeiten in Anspruch zu nehmen.


Für uns als Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion war klar: Die Vereine im Saarland brauchen unsere Unterstützung! Deshalb haben wir mit dem Nachtragshaushalt ein echtes Hilfsprogramm auf den Weg gebracht. Das Ergebnis: „Vereint helfen – Vereinshilfe Saarland“. Anfang Juli wurde dieser einmalige Rettungsschirm für saarländische Vereine gestartet,  rund 10 Millionen Euro haben wir zur Verfügung gestellt werden. Die Antragstellung ist einfach, schnell und unbürokratisch.
Je nach Mitgliederzahl stehen Pauschalbeträge zur Verfügung, die im Falle besonders zu begründender Notlagen erhöht werden können.

Die Höhe der „pauschalen Finanzhilfen“ ist gestaffelt und abhängig von der Mitgliederstärke: Vereine bis 100 Mitglieder erhalten 1.500 Euro, Vereine mit 101 bis 300 Mitgliedern 2.000 Euro, Vereine von 301 bis 700 Mitgliedern 2.500 Euro, Vereine ab 701 Mitgliedern 3.000 Euro. Stiftungen erhalten einen festgelegten Pauschalbetrag in Höhe von 1.500 Euro.
Bedingung ist: Die Vereine müssen vor dem 11. März 2020 gegründet und als gemeinnützig anerkannt worden sein. Bei besonders schwerwiegenden Liquiditätsengpässen kann nach Darstellung des entstandenen Schadens und nach erfolgter Einzelfallprüfung durch das zuständige Ressort eine über den Pauschalsatz hinausgehende Hilfe gewährt werden (bis maximal 10.000 Euro). 
Sämtliche Anträge sind über das Portal 
https://corona.saarland.de/DE/service/vereinshilfe.html zu stellen. Im Verfahren werden Sportvereine vom Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, Kulturvereine vom Ministerium für Bildung und Kultur, Sozialvereine vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und Umweltvereine vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz betreut. Für alle übrigen Vereine ist die Staatskanzlei zuständig. Bewilligung und Auszahlung erfolgen durch das jeweils zuständige Ministerium.

Für Timo Mildau und mich als jugend- bzw. kinderpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ist es wichtig, dass auch die Kinder- und Jugendarbeit im Saarland gerade wegen der pandemie-bedingten Einschränkungen ebenfalls gestärkt wird. Deshalb rufen wir gemeinsam dazu auf, dass auch die jugendpflegetreibenden Vereine, die Jugendverbände und auch Initiativen junger Leute nicht nur die Vereinshilfe nutzen, sondern darüber hinaus auch die erhöhten Fördersätze für Freizeiten, die nun auch für Tagesfreizeiten in Anspruch genommen werden können.

Die entsprechenden Antragsformulare für Freizeiten, für Bildungsmaßnahmen und für die Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen hier zum Download bereit:

Mittwoch, 29. Juli 2020

Aus für Neunkircher Kaufhof besiegelt - Konzernführung zerschlägt letzte Hoffnung

Die Entscheidung sei ihnen nicht leicht gefallen, schreiben die Manager von Galeria Karstadt Kaufhof. Aber es sei in den Filialen, die nun geschlossen würden, nicht gelungen, die Parameter so wesentlich zu verändern, dass eine Fortführung möglich wäre. Als Kriterien, die für die Entscheidung für Schließung oder Fortführung wesentlich gewesen seien, nennen die Verantwortlichen "gegenwärtige und künftige soziodemographische Parameter des Standortes, die Standortverteilung in der Region, das wirtschaftliche Leistungsvermögen der Filiale, die Höhe von Mieten und weiteren Kosten sowie weitere Parameter des jeweiligen Mietvertrages." Es sind Argumente, die auch für den Traditionsstandort am Neunkircher Stummplatz gelten sollen.


Ich finde, man kann durchaus darüber mehr als geteilter Meinung sein, ob nicht vielleicht doch einiges machbar gewesen wäre, wenn es das Management von Galeria Karstadt Kaufhof gewollt hätte. Doch es fehlte das Interesse. Gesprächs- und Unterstützungsangebote, die es gegeben hat, wurden in den Wind geschlagen, manch ein Schreiben gar nicht erst beantwortet.
Es sich derart leicht zu machen, ist - wie ich finde - nicht nur respektlos gegenüber denen, die sich bemühen, die das Gespräch suchen und die Unterstützung anbieten. Es ist vor allem schäbig gegen über den Beschäftigten, die über Jahrzehnte treu ihrem Arbeitgeber gedient und für "ihren" Kaufhof in der alten Hüttenstadt Neunkirchen gelebt haben. 

Doch das zählt heute in der Welt des modernen Managements nicht mehr. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nicht selten auf einen Kostenfaktor reduziert. Statt unternehmerische Verantwortung zu tragen für das Große und Ganze eines Unternehmes, sind die Vorstände nur noch auf den Shareholder Value fokussiert.  
Es ist nicht mehr wichtig, ob ein Unternehmen auch Verantwortung im Sinne sozialer Marktwirtschaft übernimmt. Es scheint nicht mehr von Bedeutung, einen "guten Ruf" zu haben oder gar das Thema Nachhaltigkeit ernst gemeint nach vorne zu rücken und nicht nur als kurzlebigen Marketing-Gag. 

Ziel ist, so scheint es, ausschließlich die Vermehrung des Aktionärsvermögens.
Und auch das geht oft so richtig in die Hose - weil die Wirtschafts-"Experten" moderner Prägung zu blind sind, um zu erkennen, dass das eine ohne das andere nicht dauerhaft möglich ist. 
Doch die Boni stimmen. Das nächste Unternehmen, das "saniert" werden will, wartet schon. Und die Zeche zahlen die Beschäftigten.

Hintergrund:

Der aus Karstadt, Galeria Kaufhof und Quelle zusammenfusionierte Warenhauskonzern hatte noch Ende März rund 28.000 Beschäftigte an 170 Standorten.
Er wurde in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten von wechselnden Managern regelrecht "kaputtsaniert". Neue tragfähige Konzepte um erfolgreich  Kunden anzulocken und die Geschäfte wieder attraktiv zu machen, gab es zu keinem Zeitpunkt. Leidtragende waren immer wieder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 
Als es nun endlich aussah, als könnte der Konzern langsam in ein ruhigeres Fahrwasser kommen, wurden die Warenhäuser wie viele andere Unternehmen von der Corona-Pandemie hart getroffen und mussten sich unter ein sogenanntes "Schutzschirm-Verfahren" begeben. Bis Ende 2022 rechnete die Konzernleitung nach Zeitungsberichten mit einem Umsatzrückgang von 1,4 Milliarden Euro - ein willkommenes Argument, alle Häuser, deren Zahlen nicht schwarz genug schienen, rigoros zu schließen.

Schausteller-Familien sorgen sich um ihre Existenz.

"Kirmes fällt aus", "Volksfest abgesagt", "Weihnachtsmärkte auf der Kippe": Das sind Schlagzeilen, die die nicht nur die Lokalseiten der regionalen Zeitungen derzeit prägen, sondern vor allem auch die Schaustellerfamilien mit großer Sorge erfüllen. Die Einnahmen vieler Traditionsbetriebe sind seit Beginn der pandemie-bedingten Einschränkungen auf Null zurückgefallen, die laufenden Kosten fressen alle Rücklagen Stück für Stück auf. In ihrer Not hoffen auch die Schausteller nun auf die Hilfe der Politik.
Gestern trafen unser Bundestagsabgeordneter und CDU-Generalsekretär Markus Uhl, der Eppelborner Ortsvorsteher Berthold Schmitt und ich uns mit Vertretern des Saar-Verbands der Schausteller e.V. zu einem Gespräch. "Es wird von Tag zu Tag schwieriger", berichteten uns Ralf Jockers und Michael Spangenberger.

Vor dem Hintergrund erneut steigender Infektionszahlen befürchten die saarländischen Schausteller nicht ohne Grund, dass auch im Spätsommer und Herbst keine Volksfeste veranstaltet werden können, auf denen Geld zu verdienen ist. Dabei sind sie wie kaum ein anderer Wirtschaftsbereich auf das Saison-Geschäft angewiesen. 
Am nächsten Donnerstag, dem 6. August 2020, wollen die Schausteller um 13 Uhr im Rahmen einer Kundgebung auf dem Tblisser Platz vor dem Saarbrücker Staatstheater auf ihre schwierige Situation aufmerksam machen.
"Wir brauchen dringen Hilfe, sonst stehen viele unserer oft seit Generationen familiengeführten  Unternehmen vor dem wirtschaftlichen Aus", machten Ralf Jockers und Michael Spangenberger deutlich.
Dass seitens des Landes noch Hilfen in größerem Ausmaß möglich seien, ist dabei kaum zu hoffen. Sowohl Markus Uhl als auch ich mussten leider darauf hinweisen, dass das Land mit seinen aktuellen Hilfspaketen zumindest finanziell bereits an die Grenzen des Möglichen gegangen ist.
Der Bund allerdings hat ganz ausdrücklich Hilfswerkzeuge zur Verfügung gestellt, die eine individuelle Unterstützung möglich machen sollen.
Bereits getroffene Maßnahmen und Regelungen wie zum Beispiel der vereinfachte Zugang zu Leistungen der Grundsicherung sollen von den Behörden vor Ort schnell und zielorientiert umgesetzt werden, so Uhl. Das alles sei bereits beschlossen.
Dass das in der Realität allerdings ganz oft nicht funktioniere, zeigten Rückmeldungen aus den Unternehmen ihres Verbandes, entgegneten Spangenberger und Jockers. "Teilen Sie mir diese bitte Fälle mit, damit wir hier nachsteuern können", bot Markus Uhl an und ergänzte: "Die Grundlagen sind geschaffen, also müssen sie auch umgesetzt werden."

Markus Uhl, Berthold Schmitt und ich waren uns einig, dass die Kirmes ein Kulturgut ist, das erhalten werden muss. Dazu brauchen die Schausteller aber auch eine wirtschaftliche Perspektive. Es gilt nun, Konzepte zu entwickeln, die zunehmend wieder Feste und Veranstaltungen möglich machen, ohne dass die Infektionsgefahr signifikant steigt. Dass ist eine Aufgabe, mit der wir die Schausteller nicht alleine lassen dürfen: Schaustellerverband, Städte und Gemeinden, die Landkreise und auch die Ministerien müssen hier zusammenarbeiten und tragfähige Lösungen entwickeln. Mit durchdachten Hygienekonzepten, und flexiblen Zugangsbeschränkungen könnte hier bereits einiges möglich gemacht werden. So wäre es beispielsweise hilfreich, wenn es in den Rechtsverordnungen nicht mehr ausschließlich starr von Veranstaltungen mit bis zu X Teilnehmern die Rede wäre, sondern stattdessen bestimmt würde, dass sich auf einem Platz nicht mehr als soundso viele Personen GLEICHZEITIG aufhalten dürfen.
Damit kämen wir nicht nur den Schaustellern sehr entgegen, sondern auch vielen unserer Vereine, die ebenfalls unter den Einschränkungen leiden.

Die Vertreter des Saar-Verbandes der Schausteller, Markus Uhl MdB, der Eppelborner Ortsvorsteher und "Kirmesvater" Berthold Schmitt und ich vereinbarten, im Dialog zu bleiben und gemeinsam weiter nach Lösungen suchen, die den Schaustellerfamilien und unseren Vereinen vor Ort hilft und gleichzeitig die Eindämmung der Corona-Pandemie im Blick behält. Aber nur, wenn wir alle weiter an einem Strang ziehen und gleichzeitig die Menschen Rücksicht aufeinander nehmen und Regeln einhalten, kann das auch gelingen.




Sonntag, 26. Juli 2020

Unser Landkreis bleibt gerüstet: Corona-Versorgungszentrum Ottweiler im Standby-Modus

Während andernorts im Bundesgebiet erste Landkreise ihre im April auf die Schnelle hochgezogenen Corona-Notkrankenhäuser nach und nach abbauen, hält der Landkreis Ottweiler (zu recht!) an seiner Pandemie-Infrastruktur fest. Die Gefahr erneut steigender Infektionszahlen ist, wie auch der Blick über die Grenzen unseres Landes zeigt, noch lange nicht ausgestanden. In der vergangenen Woche konnte ich mir gemeinsam mit Kameradinnen und Kameraden des DRK Eppelborn das in Bereitschaft gehaltene Corona-Versorgungszentrum einmal selbst anschauen.

Es ist wichtig, etwas vor Ort mit eigenen Augen zu sehen, statt sich nur Berichte in Ausschusssitzungen und Arbeitskreisen anzuhören.  Vor-Ort-Gespräche sind für eine seriöse politische Arbeit, so wie ich und meine Freundinnen und Freunde in der CDU-Landtagsfraktion sie verstehen, unerlässlich. Auch in der vergangenen Woche war ich wieder unterwegs, um die sitzungsfreie Zeit des Parlamentes zu nutzen und mich aus erster Hand über Projekte, Einrichtungen oder die Infrastruktur und Daseinsvorsorge in der Fläche zu informieren.
Umso mehr habe ich mich über die Gelegenheit gefreut, als Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes gemeinsam mit dem DRK-Kreisbereitschaftsführer Jörg Leist und Alexander Koch von der Katastrophenschutzbehörde des Landkreises sowie weiteren Helferinnen und Helfern des DRK das Corona-Versorgungszentrum in Ottweiler besichtigen zu können.

Mit großem Engagement und ihrem gebündelten Sachverstand im Katastrophenschutz haben mehr als achtzig Ehrenamtliche aus THW, DRK, Feuerwehr und Notfallseelsorge gemeinsam mit dem Landkreis, der Bundeswehr und dem Diakonie Klinikum Neunkirchen die Sporthalle in der Ottweiler Seminarstraße zu einem zweckmäßig ausgestatteten Corona-Versorgungszentum  umfunktioniert.
Hier können, wenn die Kapazitäten unserer Kliniken und Krankenhäuser nicht ausreichen sollten,  rund 120 betreut werden. Im äußersten Notfall kann diese Zahl noch um weitere dreißig Betten erhöht werden.




Gezielte Umbauarbeiten und eine Ertüchtigung des Brandschutzes waren zunächst notwendig, bevor mit dem Aufbau von Pflegebetten und Sichtschutzwänden begonnen werden konnte. Überall an den Wänden sieht man abwaschbare Folien, es wurden sogenannte "Schwarz- und Weißbereiche" eingerichtet, um zu verhindern, dass Infektionen aus der Halle herausgetragen werden könnten.
Mehr als 200.000 Euro hat das Land übernommen, damit das Versorgungszentrum zur Rückfallebene werden konnte.

Um endgültig in einen Stand-by-Betrieb versetzt zu werden oder gar in Betrieb gehen zu können, wären jedoch noch weitere Investitionen wie beispielsweise der Einbau einer medizinischen Sauerstoffversorgung erforderlich. Dank der guten Vorarbeit könnte dies jedoch bei einer Verschärfung der Infektionslage recht zügig durchgeführt werden.

Das, was in Ottweiler geleistet wurde, ist ein wichtiger Eckpfeiler der Daseinsvorsorge und des Katastrophenschutzes in Pandemiezeiten. Ich bedanke mich auch als gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Herzen für das großartige Engagement, das hier sowohl von den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern als auch von der Kreisverwaltung als Untere Katastrophenschutzbehörde gezeigt worden ist.

Gleichzeitig hoffe ich aber auch, dass das Corona-Versorgunsgzentrum in Ottweiler Vorsorge bleibt und niemals wirklich in Betrieb gehen muss.
Das das so bleibt liegt an jedem von uns selbst:
Bleibt vorsichtig und besonnen.
Nehmt Rücksicht, haltet Abstand und tragt einen Mund-Nasen-Schutz, wo der Abstand nicht gewährleistet werden kann.

Und vor allem: Bliebt gesund!






Donnerstag, 23. Juli 2020

Keine Corona-Infizierten in der saarländischen Fleischbranche

Es ist eine vergleichsweise gute Nachricht: Anders als in den Mega-Schlachtereien in NRW gibt es in den vier großen saarländischen Betrieben der Fleischverarbeitung der zeit keine Corona-Hotspots. 

Das ist das Ergebnis einer Untersuchungsreihe, die in Zusammenarbeit der Kreisgesundheitsämter, dem Universitätsklinikum des Saarlandes und dem Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) vorgenommen wurde. Wie Umwelt- Verbraucherschutzminister Reinhold Jost und Gesundheitsministerin Monika Bachmann heute bekanntgeben konnten, wurden bei 406 der insgesamt 648 gemeldeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vier Betrieben Abstriche genommen. Alle machten freiwillig mit - und alle Corona-Tests waren negativ.
Dass es bei der Zahl der Getesteten und der Gesamtzahl der Beschäftigten eine Differenz gibt, ist  wenig überraschend: Wir sind mitten in der Urlaubszeit.
Am Ergebnis ändere das jedoch nichts, findet Reinhold Jost.
„Dieses Ergebnis kann als repräsentativ bezeichnet werden", so der Minister.  "Wir freuen uns darüber, dass die vier fleischverarbeitenden Betriebe im Saarland unser Angebot auf kostenlose Tests wahrgenommen haben. Ganz offensichtlich nehmen sie die Hygienevorschriften und den Arbeitsschutz sehr ernst. Ich danke allen Beteiligten ganz herzlich für die Mitarbeit an dieser konzertierten Aktion.“


Auch Monika Bachmann zeigt sich erleichtert: „Vor dem Hintergrund der starken lokalen Ausbrüche in der Fleischindustrie in Nordrhein-Westfalen und Luxemburg war es uns wichtig, dass wir im Saarland schnell und präventiv handeln. Durch gezielte Testungen können Infektionsherde verhindert werden. Umso glücklicher bin ich über das Ergebnis: In keinem der großen saarländischen Fleischbetriebe wurden die Mitarbeiterrinnen und Mitarbeiter positiv getestet“, erklärte die saarländische Gesundheitsministerin.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter haben die Untersuchung mit der Abnahme der Abstriche vor Ort unterstützt. Die Untersuchung der Proben erfolgte in Kooperation zwischen der Virologie des Universitätsklinikums Homburg und dem LAV im sogenannten Poolingverfahren. Dabei werden immer zehn Proben zusammen untersucht, und nur bei einer Auffälligkeit werden die zehn Proben noch einmal einzeln getestet.

Mittwoch, 22. Juli 2020

In unserer Mitte: Inklusionsschaukel auf dem Eppelborner Marktplatz offiziell übergeben!

Wenn von "Inklusion" die Rede ist, denken viele zunächst einmal an die Schule und an die Frage, wie wir es am besten organisieren können, dass Kinder mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich miteinander lernen. Dabei ist es viel zu kurz gedacht, Fragen von Inklusion oder Integration nur auf bildungspolitische Aspekte zu beziehen, denn es geht um viel mehr: Ziel muss es sein, nicht nur unsere Kinder, sondern alle Menschen gleichermaßen im Blick zu behalten und Schritt für Schritt eine wirklich inklusive Gesellschaft zu schaffen. Eine Gesellschaft, in der jeder individuell nach seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten gefördert werden kann und Chancen genutzt werden, in der gleichzeitig aber niemand zurückgelassen oder ins Abseits gestellt wird.
Mit der Inklusionsschaukel, die inmitten des Herzens unsere Gemeinde auf dem Eppelborner Marktplatz installiert und in dieser Woche der Öffentlichkeit übergeben wurde, machen wir einen sichtbaren Schritt in diese Richtung.


Gestern wurde auf dem Eppelborner Marktplatz eine Inklusionsschaukel feierlich zur Nutzung freigegeben. Möglich wurde dieses Projekt, weil viele Hand in Hand arbeiteten. Schon vor einiger Zeit machte mich die Botschafterin des Vereins PRO INKLUSIONSSCHAUKEL Alexandra Spaniol auf die Arbeit des Vereines und auf die Möglichkeit aufmerksam, ein solches Gerät auch in unserer Gemeinde zu installieren. Bei der Einweihung einer Inklusionsschaukel im Dillinger Stadtpark konnte ich mir mein eigenes Bild von dem Projekt machen und lernte auch Peter Haffner, den Vorsitzenden des Vereins Pro Inklusionsschaukel e.V. und deren großes Engagement kennen.
Bei Bürgermeister Andreas Feld stießen wir auf offene Ohren, unsere Sozialministerin Monika Bachmann unterstützte das Projekt finanziell und die Gemeindeverwaltung und der Bauhof erledigten den Rest. Die Patenschaft für das Gerät übernimmt - folgerichtig - unser Behindertenbeauftragter Andreas Schäfer.
Ich bin froh, dass es gelungen ist, die erste Inklusionsschaukel im gesamten Landkreis Neunkirchen in Eppelborn zu installieren - und zwar nicht irgendwo abgelegen in einer Ecke, sondern auf dem Marktplatz, wo sie nicht nur ein Spielgerät ist, sondern ein Symbol für gelebte Inklusion.



Bei Inklusion geht es darum, alle Menschen als gleichwertig anzusehen und ihnen die gleichen Chancen und Möglichkeiten zu bieten. Das hört sich leichter an als es ist: Unsere Umgebung und unser Alltagswelt sind voller Barrieren und Ausgrenzung. Wie denn soll beispielsweise jemand, der im Rollstuhl sitzt, auf einem Spielplatz den Spaß und die Freude erleben können, die Kinder und Erwachsene haben, wenn sie auf einer Schaukel sitzen?
In Eppelborn geht das jetzt.
Dafür sage ich allen Beteiligten ein ganz herzliches Wort des Dankes - insbesondere auch Andreas Feld als Bürgermeister und dem Verein Pro Inklusionsschaukel mit Peter Haffner an der Spitze und natürlich auch Alexandra Spaniol, die das Projekt nicht nur ideell sondern ebenfalls auch finanziell unterstützte.